Forum: Panorama
Debatte über Legalisierung von Cannabis: "Ich halte das für unverantwortlich"
AFP

Cannabis soll legalisiert werden, fordert der Bund Deutscher Kriminalbeamter. Der Straf- und Medizinrechtler Gunnar Duttge hält dagegen: Die Legalisierung wäre ein "unverantwortliches Humanexperiment".

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kickmeto 12.02.2018, 09:45
1. Niemand lässt sich durch ein Verbot abhalten zu kiffen.

Und die aktuelle Gesetzlage geht einfach an der Realität vorbei. Viel mehr gibt es dazu nicht zu sagen.

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Seen 12.02.2018, 09:50
2.

Bleibt nur noch die Frage, was eine evtl. Legalisierung von Cannabis mit dem Konsum von 12-Jährigen zu tun hat? Ich glaube kaum, dass irgendjemand Cannabis für Minderjährige legalisieren möchte? Und inwiefern schließen sich Aufklärung, Prävention und eine Legalisierung aus? Das Beispiel Portugal zeigt, dass sich beides ergänzen kann.

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malk101 12.02.2018, 09:52
3. Hinkt doch

Grade die Kriminalisierung von Cannabis ist doch der Grund warum es keine vernünftig finanzierten Studien gibt, warum es keine sachfundierte Aufklärung und Prävention gibt. Allein das Argument das jeder Konsument zwangsläufig anfängt zu dealen oder sich der Beschaffungskriminalität zuwendet zeigt doch wie realitätsfern der gute Mensch ist. Die Studien zu dem Thema würde ich zu gerne sehen...

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ein_stein 12.02.2018, 09:55
4. Sehr widersprüchlich

Die Argumente dieses Mannes halte ich für höchst widersprüchlich. Die Legalisierung wäre kein Experiment, sie ist an vielen Orten schon längst Realität, Kanada folgt als nächstes. Die Prohibition von Cannabis als Jugendschutz zu verstehen ist nichts als lächerlich. Nach dem Motto:“Wir schützen Dich, indem wir dich kriminalisieren, dir einen Eintrag in das Bundeszentralregister verpassen, du deinen Job und deine Wohnung verlierst.“. Das macht keinen Sinn. Die Legalisierung ist notwendig und Sinnvoll, dieser Mann ein Ewiggestriger.

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marialeidenberg 12.02.2018, 09:55
5. Die - wie ich finde - gut begründete wissenschaftliche Aussage,

dass regelmäßiger Cannabiskonsum vor allem das jugendliche ZNS irreversibel schädigt macht natürlich Angst. Dass die Strafverfolger den medizinischen Aspekt weniger prominent sehen ist ebenso natürlich. Sie lassen sich eher von praktischen Überlegungen leiten: Wenn ich einen Regelverstoß nicht verfolgen kann macht es keinen Sinn in zu sanktionieren, ein Grundsatz, der allenfalls im Ordnungswidrigkeitenrecht und keinesfalls im Strafrecht geduldet werden kann.

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demiurg666 12.02.2018, 09:56
6. Überschrift

Alle Cannabis Konsumenten fangen also mit dem dealen an? Der Mann hat richtig Ahnung und rudert sofort zurück wenn es um Alkohol geht, da er wahrscheinlich auch Mal ein Glas Wein oder Bier trinkt, er behauptet dann wegen dennoch, daß Canabis auch für nicht Konsumenten gefährlich ist, weil Bekiffte gefährlich im Straßenverkehr sind. Er lässt aber vollkommen außer acht wie viele Menschen betrunken oder mit legalem Schmerzmitteln unterwegs sind. Eine stringente Argumentation sieht anders aus. Peinlicher Lobbyismus

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schauüberdentellerand 12.02.2018, 09:58
7. es wird zeit

canabis frei zugeben. So wie Alkohol und Zigaretten. Der wirtschaftliche schaden ist durch Alkohol und Zigaretten weit höher. Wir verzeichnen auch mehr tote durch die legalen Drogen. Letztlich hat kein stichhaltiges Argument geliefert für ein verbot.

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GungaDin 12.02.2018, 09:58
8. Ach der Herr Duttge,

immer messerscharf an der Realität vorbei, und tief in der Vergangenheit verwurzelt. Niemand will Cannabis frei an Kinder und Jugendliche verteilen, niemand unterschätzt die Suchtgefahr ALLER Drogen inklusive Alkohol. Man muss einfach mal die Realität sehen: Verbote verhindern nicht, das man an fast jeder Strassenecke Drogen kaufen kann (die Pulle Klaren sowieso), Polizei und Gerichte müssen wegen fünf Gramm Cannabis einen Riesenaufwand treiben, und der illegale Handel wirft Milliardengewinne für Drogenhändler ab.

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olli-e 12.02.2018, 10:00
9. wo lebt denn der?

Die Prohibition ist völlig gescheitert - gerade durch das Verbot und das Leugnen von Cannabis konsumieren es eben 12jährige! Wenn es legalisiert wird, soll es ja nicht an Minderjährige verkauft werden - der Schwarzmarkt, den jetzt schon die Kinder nutzen, würde ja dadurch verschwinden. Genauso wie gestrecktes und schlechtes Material. Mit einer Legalisierung sollte der Umgang mit Drogen jeglicher Art in den Schule aufgeklärt werden. Es ist doch erschreckend zu sehen wieviele sich nichtswissend schon derzeit mit Tabak und Wodka die Gesundheit ruinieren. Richtig aufgeklärt würde der Konsum ohnehin abnehmen.
Das eine Legalisierung funktioniert machen uns ja gerade Colorado & Kalifornien vor.

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