Forum: Panorama
Debatte über Legalisierung von Cannabis: "Ich halte das für unverantwortlich"
AFP

Cannabis soll legalisiert werden, fordert der Bund Deutscher Kriminalbeamter. Der Straf- und Medizinrechtler Gunnar Duttge hält dagegen: Die Legalisierung wäre ein "unverantwortliches Humanexperiment".

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oaonorm1 12.02.2018, 11:11
90. Heroin

zumindest ist es das an was ich denke, wenn ich dem Herrn Duttge seine Ausführungen lese.
Ich kenne niemanden der nach THC süchtig ist. Nicht eine EINZIGE PERSON.

Alle die ein Konditionierungsproblem mit Ihrem Belohnungszentrum hinbekommen haben, schaffen das auch mit Schokolade. Wie soll ich ohne Sucht zu Beschaffungskriminalität kommen? Lächerlich und an der Realität vorbei. Er behauptet einfach irgendwas... Wirft anderen vor Studien nicht zur Kenntnis zu nehmen ohne zu sagen welche er meint. Mir ist keine Studie bekannt die THC in Verbindung mit Psychischen Krankheiten bringt oder in irgendeiner Weise bleibende Veränderungen hervorruft.
Eine wirklich Kriminelle Laufbahn schlagen die meisten ein, nachdem sie die Berührungsängste mit diesem Milieu verloren haben.
Wenn er Kinder schützen will, dann am besten mit der Legalisierung und Shops die niemals ihre Konzession aufs Spiel setzen würden. Mit anständiger Aufklärung (Herr Duttge wirkt als fängt er gleich von den rosa Elefanten an...) die nicht kontraproduktiv ist.

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colinchapman 12.02.2018, 11:11
91. zweierlei Maßstab

der Konsum von Cannabis an sich schafft erst mal kein Suchtpotenzial, anders als Alkohol, der ein Suchtpotenzial hat. Von daher macht es keinen Sinn, Cannabis stärker zu kriminalisieren als Bier. Jugendschutz sollte natürlich sein, Bier darf auch nicht an Kinder ausgeschenkt oder verkauft werden. Aber anders als Alkohol zu trinken macht Hasch rauchen an sich erst mal nicht süchtig.

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prefec2 12.02.2018, 11:12
92. Tolle Lösung

Er meint also wenn alles so bleibt wie es ist und wir mehr Prävention betreiben wäre alles gut. Warum darf ich denn nicht selbst entscheiden ob ich Cannabis konsumieren darf? Ich darf das doch bei Alkohol und Nikotin ebenfalls. Oder bei so allerlei Schmerzmitteln. Ich gebe ihm Recht darin, dass mehr Aufklärung bei Drogen sinnvoll ist. Das gilt jedoch auch für Verhaltensüchte, die im Moment überhaupt nicht adressiert werden. Da er das nicht anspricht, scheint mir sein Gesundheitsargument nur vorgeschoben. Klassisch konservativ. Veränderung ist Böse.

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SethSteiner 12.02.2018, 11:13
93. Kein Argument, wie so oft

Es ist erschreckend wie in Deutschland Gesetze gemacht und verteidigt werden. Das Cannabisverbot ist absolut willkürlich, wie sogar der BDK festgestellt hat. Abweichend von seiner Meinung muss man sogar feststellen dass zweifelhaft ist ob die Wirkung von Cannabis Probleme im Straßenverkehr verursacht, Belege dafür fehlen nämlich. Und hier kommt Frau Duttge und schwafelt was von Humanexperiment. Ich halte ihr etwas entgegen das rechtsstaatliche Grundprinzipien sein sollten:
Subsidiaritätsprinzip
Prinzip der Verhältnismäßigkeit

Fakten sind interessant und nicht willkürliches "das mag ich nicht weil isso".

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chris2000 12.02.2018, 11:15
94. Bedenklich,

einen Prohibitionsbefürworter hier so eine Plattform zu bieten. Mit Verboten ist noch nie etwas erreicht worden. Im Übrigen ist seine Argumentation ziemlich unlogisch. Es geht auch nicht um die Legalisierung für 13 Jährige - das sollte man handhaben, wie Nikotin und Alkohol - sondern um eine Endkriminalisierung des Besitzes. Genau die Beschaffungskriminalität öffnet die Türen zu härteren Drogen, da es ja vor dem Gesetz wurscht ist, ob ich mit ein paar Blättern Canabis erwischt werde, oder mit Heroin.

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Strichnid 12.02.2018, 11:16
95.

Was für ein hysterischer Schwarz-Weiß-Maler.

Ja, Heranwachsende müssen vor Alkohol, Zigaretten und Cannabis geschützt werden.

Aber was hat das mit dem Verbot für Erwachsene zu tun? Und was soll die dreiste Behauptung, alle Konsumenten würden irgendwann kriminell?

Mit solcher Argumentation macht er sich lächerlich und schadet seinem Anliegen.

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EmKay 12.02.2018, 11:17
96. Aha

Zitat von tropfstein
Denjenigen, die Cannabis freigeben wollen und womöglich noch fur "cool" halten, würde ich einmal einen Besuch in der Jugensdpsychiatrie empfehlen: dort können sie sich über die hirnorganischen Konsequenzen von schon geringem Cannabiskonsum anschauen und sich die tragischen Schicksale von jungen Menschen und ihren Angehörigen sehen. Wer das nicht erlebt hat, dem spreche ich die Kompetenz ab, da mitzureden. (Ich habe - leider - diese Kompetenz.)
Interessanter Ansatz: Wir haben Jugendliche in Psychatrien. Schlussfolgerung: Cannabis muss weiter verboten werden.

Aber wie sind diese an Cannabis bekommen? Was wäre deren Ersatzstoff gewesen existierte kein Cannabis?
Alkohol? Tabletten? Klebstoff? Selber gepantschter Mist? Oder doch temporär legal erhältiche Cannbis-Derivate wie Spice?

Das ist in etwa so wissenschaftlich wie die Statements von dem Typen in dem Interview. Seine lächerlichen Befürchtungen.

Ein gefährliches Humanexperiment also - aha. Wieviel Promille der Zeit der Menschheitsgeschichte ist Cannabis verboten? Was ist also das Humanexperiment? Wann jemals hat Prohibition etwas gebracht?

All die Menschen, die mir erzählen wollen, dass wir Menschen schützen müssen, sollen mir ein einziges Gefängnis in Deutschland zeigen, in dem es kein Cannibis gibt. Die mit Abstand am stärksten kontrollierten Bereiche zum Auftenthalt von Menschen.

Alleine daraus lässt sich nur eine logische Schlussfolgerung ziehen. Eine Kontrollierte Abgabe bei völliger Straffreiheit des Besitzes zum Eigenkonsum.

Und für die Volkswirtschaft kostet das Verbot deutlich mehr Geld als die Kosten für die paar Kliniken. Sie tun ja so, als wären die Städte voll mit Kliniken und gescheiterten Existenzen.

Diese wird es immer geben. Egal was sie noch alles verbieten wollen.

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Atheist_Crusader 12.02.2018, 11:17
97.

Ich sehe da nicht das große Drama. Unsere Gesellschaft leidet durch Alkoholismus, alkholbedingte Leberschäden, alkoholinduzierte Gewalt, Tote durch betruneknes Fahren, geschädigte Kinder durch Alkohol in der Schwangerschaft, minderjähriger Alkoholkonsum, gefährliche Billigimporte... trotzdem wird Alkohol nicht nur gesellschaftlich toleriert, sondern sogar gefeiert (Sektempfänge, Frühschoppen, Schampusduschen für Rennfahrer, ...).
Aber Niemand spricht sich halb so drastisch gegen Alkohol aus. Zigaretten sind auch in Ordnung. Genauso Schmerzmittel, Nasenspray, Zucker und diverse andere Dinge die abhängig machen und der Gesundheit schaden können.

Ich bezweifle doch, dass Cannabis so viel gefährlicher ist oder so viel drastischere Auswirkungen hätte. Es gibt Dinge die so gefährlich sind dass es sinnvoll ist wenn der Staat sie verbietet (z.B. Crystal Meth) - aber Cannabis fällt doch unter "kann Erwachsenen zugemutet werden selbst über den Konsum zu entscheiden".

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der_piet 12.02.2018, 11:19
98. Nicht legal in den Niederlanden!

Immer und immer wieder wird berichtet das es in den Niederlanden legal ist. Nein, ist es nicht. Es ist liberalisiert. D.H. per Gesetzt immer noch unter Strafe aber es wird nicht mehr verfolgt. Gar nicht. Aus dem Grund macht sich der Deutsche in den Niederlanden auch strafbar beim erwerb. Es ist dort eben per Gesetz immer noch verboten, es ist in Deutschland sowieso per Gesetzt verboten, also darf der deutsche Staatsbürger dort nicht einkaufen. Er macht sich in jeglichem Falle strafbar. Die einzige legale Möglichkeit wie ein Deutscher derzeit nach recht und Gesetz kiffen darf ist, wenn er das Gras zum Konsum angeboten bekommt, aber keinen Besitz erwirbt. Coffeeshops in Holland dürfen übrigens zudem nicht legal Gras einkaufen oder züchten. Das perfide daran ist, dass das meiste Gras aus Holland aus Deutschland kommt. Bitte mal etwas näher mit dem Thema beschäftigen!

Und jetzt noch zum eigentlichen Artikel. Es wurde schon einige male gesagt. Jugendschutz steht an erster Stelle, keiner will Kindern und Jugendlichen den Zugang ermöglichen. Mir ist unbegreiflich, wie ein eigentlich kluger Mann wie Herr Duttge da so einen Dreh bekommt. Den Zugang haben die doch eh schon. Es ist, gerade in der Großstadt überhaupt kein Problem an Gras zu kommen. Aber das ist dann Straßendreck der da verkauft wird. Unkontrolliert, gestreckt! Der Sumpf gehört ausgetrocknet. Damit hört auch die Spirale auf. Graskonsumenten hätten dann gar keine Möglichkeit mehr an härter Drogen zu kommen, da Sie keine Dealer mehr kennen, die härter Drogen verkaufen. Die werden nicht über Gras angefixt. Die werden vom Dealer angefixt der seine Profite maximieren will. Gras bringt deutlich weniger ertrag ein als Koks etc.

Wie es geht zeigen die USA. Per Gesetz einen Großteil der Steuereinnahmen in Prävention und Infrasturktur (Schulen, Sozialbhörden etc.) stecken und schon hat man eine win win win für alle. Die Strafbehörden kosten deutlich weniger und können sich vermehrt auf andere bereiche konzentrieren, die Infastruktur wird verbessert durch spurdelnde Einmnahmen die vorher soweiso nicht da waren und auch nicht gekommen wären, ebenso verbessert sich der Jugendschutz und, besonders lustig und paradox dabei. Der Konsum geht zurück. Jahaaaa meine lieben IchBinDagegen! Nachweislich sind es weniger Konsumenten. Quellen und Informationen dazu gibt es zuhauf im Netz. Man muss nur mal seinen bequemen A. bewegen und sich informieren. Und das nicht nur auf einer Seite sondern auf vielen. Erst dann wird ein Schuh draus.

Gebt es endlich frei. Millionen tun es sowieso. Warum es endlich legal sein sollte wurde ebenfalls schon millionen mal durchgekaut. Also, Hopp Hopp. Übrigens, Parteien die keine Legalisierung in Ihrem Wahlprogramm haben, sind bei mir direkt unwählbar. Und ich bin nicht alleine!

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Olaf 12.02.2018, 11:19
99.

Zitat von kickmeto
Und die aktuelle Gesetzlage geht einfach an der Realität vorbei. Viel mehr gibt es dazu nicht zu sagen.
Mit dem Argument könnte man auch Steuerhinterziehung, Schwarzfahren, Geschwindigkeitsübertretungen, Falschparken und Ladendiebstahl legalisieren.

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