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Debatte über Legalisierung von Cannabis: "Ich halte das für unverantwortlich"
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Cannabis soll legalisiert werden, fordert der Bund Deutscher Kriminalbeamter. Der Straf- und Medizinrechtler Gunnar Duttge hält dagegen: Die Legalisierung wäre ein "unverantwortliches Humanexperiment".

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mhwse 12.02.2018, 11:57
130. Also wenn er gerne Suchtkrankheiten verhindern will

soll er mal mit offenen Augen durch eine Filiale der drei grossen Discounter in Deutschland gehen.

Da werden Sucht und Krankheit produzierende Substanzen, sogar noch als Nahrungsmittel, und gesund für Kinder angeboten.

Von der Alkoholstrasse die zum Teil 1/8 des Ladens einnimmt noch gar nicht gesprochen ..
(und Alkohol - egal wie man die Flasche nun bedruckt - ist ein pures Suchtgift, das schnell abhängig und krank macht .. das können auch blumige Umschreibungen nicht wegdichten)

ich würde kein Cannabis konsumieren - bin aber dafür, diese im Vergleich, zu schon jetzt in Massen verkauften und Abhängigkeit produzierenden "Nahrungsmitteln" doch eher harmlose und dann erst ab dem 18 Lebensjahr unter Auflagen abzugebenden Substanz (z.B. nur in der Apotheke - als apothekenpflichtig ..) freizugeben.

Schlicht weil dadurch ein Stück Schizophrenie aus dem Alltag gestrichen würde ..
(Oder man prohibiert alle krank machenden Substanzen - das würde dann allerdings vermutlich Aufstände nach sich ziehen ..)

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PolitBarometer 12.02.2018, 11:57
131.

Ich halte diese Diskussion für scheinheilig. Ich selbst rauche zwar nicht, und ich konsumiere auch kein Cannabis. Aber was bitte hat das jetzt mit einem Suchtproblem zu tun, das sich von dem mit Zigaretten und Alkohol unterscheidet? Sorgen Letztgenannte nicht auch für eine mögliche Abhängigkeit und warum schreitet der Gesetzgeber hierbei dann nicht auch so deutlich ein, wie es beim Cannabis-Konsum der Fall ist? Klar, dem stehen wirtschaftliche Verflechtungen und Interessen gegenüber und die Möglichkeit des Staats, Steuergelder daraus zu ziehen, was für sich genommen eine Perversion ist.

Der Drogenmarkt würde durch die Legalisierung von Cannabis seine kriminellen Machtstrukturen und Wirkweise verlieren, was ja ein ziemlich großer Erfolg wäre. Denn nur mit dem was illelgal ist, lassen sich kriminelle Strukturen aufbauen, deren Bekämpfung im Nachhinein dann wieder äusserst kompliziert ist.

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hausfeen 12.02.2018, 12:02
132. Das "Humanexperiment" läuft doch schon länger.

Seit Generationen. Legal als Alkohol, diskriminiert bei Cannabis.
Cannabis ist aber mittlerweile allgemeiner Alltag und nicht mehr die Droge einer "verdammungswürdigen Jugend". Das sollte man zur Kenntnis nehmen oder Pflegestufe 0 beantragen.

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spon-tan 2012 12.02.2018, 12:02
133. Nach Gesetzeslage: Strafbar

Der Gelegenheitskonsument, der in die Fänge von Polizei und Justiz gerät, wohlmöglich seinen Job und Führerschein verliert, sich mit Anwälten und Gerichten rumschlagen muss, dem ist es herzlich egal, wie er letztlich bestraft wird ... Problem Nr. 1 ist und bleibt doch, dass er überhaupt verfolgt wird. Wie soll ich meinem Arbeitgeber erklären, dass ich wg. BTM verurteilt werden soll ?. Der fragt doch nicht nach der Menge oder der Häufigkeit der Einnahme. Solange alle Bundesländer nach Gutdünken und aktueller Landesregierung formulieren (können), was Eigenverbrauch ist, bleibt die allg. Verfolgung Tatsache. Dies ist mit einer freiheitlichen Gesellschaft nicht vereinbar. Jeder der raucht, ist zwangsläufig im Besitz, also straffällig geworden. Dies ist das Übel. Alles andere lässt sich regeln bzw. steht einer Entkriminalisierung nicht im Weg.

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scoopx 12.02.2018, 12:02
134. Neuronaler Trümmerhaufen

"Konsum ist nach geltendem Recht ohnehin straflos. Strafbar ist nur der Besitz." Das sagt Gunnar Duttke im Interview. Also das gibt's nicht. Ich kann mir nicht vorstellen daß es so im Gesetz steht. Denn Konsum setzt ja Besitz voraus.

Ich denke, wer diesen offensichtlichen Widerspruch nicht mal, haha, "ansatzweise" bemerkt, dessen Gehirn ist ein neuronaler Trümmerhaufen. Das sieht mir schwer nach einer "irreversiblen Schädigung" durch eine Droge aus. Auch das Nachschwätzen uralter Drogenbekämpfer-Parolen aus den 70er Jahren ("Suchtkarriere") ist sehr bedenklich. Nur hat damals noch keiner von "Neuronen" gesprochen. All unsere Qual ist heute neuronal.

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kv21061929 12.02.2018, 12:04
135. seit Anbeginn der Menschheit

werden Drogen konsumiert. Man muss wohl zur Kenntnis nehmen das es ein Grundbedürfnis nach Drogen gibt. ZITAT:" ....Das gilt nicht nur für den Straßenverkehr, sondern zum Beispiel auch für Körperverletzung".Zitat ende. Größeren Unsinn kann man nicht verbreiten. Gewalttaten unter Cannabiseinfluß gibt es nicht. Cannabis macht Menschen eher friedlich. Von allen Drogen der Welt ist wohl Cannabis die harmloseste Droge die seit tausenden Jahren konsumiert wird. Wer sein ganzes Leben mit dem Kampf gegen Cannabis verbringt, wie Herr Duttge, hat wohl keine andere Wahl als auch weiterhin für ein Verbot von Cannabis einzutreten. Damit verdient er auch sein Geld.

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mhwse 12.02.2018, 12:06
136. essen Sie regelmässig Fleisch und Rohrzucker - trinken sogar Alkohol

Zitat von marialeidenberg
dass regelmäßiger Cannabiskonsum vor allem das jugendliche ZNS irreversibel schädigt macht natürlich Angst. Dass die Strafverfolger den medizinischen Aspekt weniger prominent sehen ist ebenso natürlich. Sie lassen sich eher von praktischen Überlegungen leiten: Wenn ich einen Regelverstoß nicht verfolgen kann macht es keinen Sinn in zu sanktionieren, ein Grundsatz, der allenfalls im Ordnungswidrigkeitenrecht und keinesfalls im Strafrecht geduldet werden kann.
es ist wissenschaftlich belegt, dass das süchtig macht, das Leben verkürzt und zum Teil erhebliche Kosten für die Allgemeinheit verursacht

- was wäre dann nach Ihrer Aussage die Schlussfolgerung?

Es geht doch primär darum den Verkauf auszutrocknen (der ist die Straftat - zum Glück bekommt der Käufer meist - im ggs. zu den USA, nur eine Verwarnung - kann aber auch hierzulande den Führerschein verlieren .. auch wenn er gar nicht unter Drogeneinfluss fährt ..)

Wenn die Droge in einem für Jugendliche unzugänglichen Bereich, legal verkauft wird - wäre das besser als jetzt.

Ja es würde Lecks geben - ganz klar - aber keinen regelmässigen Konsum.

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ubbo 12.02.2018, 12:08
137. Naja

Ob das jetzt Fliegenpilze, Engelstrompeten, Muskatnüsse, Tollkirschen oder sonstwas sind. Wenn der Mensch meint sich "vergiften" zu müssen, so wird er dies auch tun. Scheint als wäre der Mensch allgemein süchtig nach "Rausch", denn in allen Kulturen gabs meines Wissens nach sowas.
Warum man dann aber ein relativ harmloses Rauschmittel härter sanktioniert als ein gefährliches ist nicht logisch zu begründen sondern kulturell.
Ich bin gespannt wie sich die Situation entwickeln wird.

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streetbob011 12.02.2018, 12:08
138.

Wenn ich lese was der Duttge so von sich gibt, fällt mir nichts mehr ein. Er sollte mal die Studien von USA und den Niederlanden zur Pflichtlektüre zu lesen bekommen.

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benutzername_optional 12.02.2018, 12:08
139. Gefahr für Jugendliche...

Also in der Mehrheit soll dies das totschlagargument für die CONTRA Legalisierung Fraktion sein. Wenn diese Leute doch elnfach mal einen Schritt weiter denken würden...die Gefahr für Jugedliche ist ja fast schon DAS PRO Argument schlecht hin. Kontrollierte Abgabe von qualitativ guten Cannbis an Volljährige, Steuereinnahmen aus Cannabis Verkauf in die Aufklärund und Prävention investieren und Verkauf und mit den jetzt verfügbaren Resorucen die richtige Kriminalität bekämpfen (und Verkauf anf Jutendliche hart bestrafen)...kommt mal bitte in der Realität an, jeder 12 jährige kann sich den Stoff jetzt leichter besorgen, als wenn es keinen Schwarzmarkt geben würde und der Verkauf reglementiert würde. Aber anscheinend raffen das einige der älteren Generationen nicht (oder wollen es einfach nicht wahrhaben). Übrigens bin ich nicht Raucher...habe es aber mal probiert...(und wie leicht war es doch, sowas zu bekommen)...

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