Forum: Panorama
Debatte über schwarzen James Bond: Sag niemals nie

In "Spectre" ist Daniel Craig noch als James Bond zu sehen, doch Idris Elba wird seit Jahren als Nachfolger gehandelt. Manche träumen schon vom schwarzen 007, andere halten an der Tradition fest. Der Überblick.

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vwievendetta 26.10.2015, 20:48
40. Die Farbe ist egal...

...denn die Geschichte soll unterhaltend erzählt werden. Und der Schauspieler, der Bond zukünftig spielt, sollte schauspielerisch was draufhaben. Unerträglich, wenn Unterhaltung
irgendwelchen Quoten unterläge. Will keiner.

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agt69 26.10.2015, 20:58
41. Warum muss das sein?

Idris Elba ist ein cooler Typ und ein guter Schauspieler, er würde sicher einen guten Geheimagenten abgeben. Aber warum unbedingt James Bond? In der Romanvorlage ist er nunmal weiß, der Sohn eines Schotten und einer Schweizerin. Obendrein der Inbegriff des britischen Gentleman, ein Schwarzer passt da einfach nicht. Es käme auch niemand auf die Idee, Superman oder Old Shatterhand mit einem Schwarzen zu besetzen, oder Shaft mit einem Weißen.
Genauso gut könnte man Bond mit einer Frau besetzen, mit einem Asiaten, oder ihn plötzlich homosexuell sein lassen. Wäre das ein Gewinn für die Gleichberechtigung? Ich glaube kaum.

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j.w.pepper 26.10.2015, 21:14
42. Gar nicht.

Zitat von petrapanther
Erklären Sie mir bitte, was es für einen Unterschied machen würde, wenn Daniel Craig schwarz wäre. Wie genau würde sich das auf die Handlung der Filme auswirken?
Außer dass er nichts mehr mit der literarischen Figur zu tun hätte, die einen schottischen Vater und eine Schweizer Mutter hatte. Ich halte auch nichts davon, Hamlet von einem Weißen spielen zu lassen, schon gar nicht schwarz geschminkt, obwohl das zweifellos selbst Shakespeare so beabsichtigt hat.

Vor allem aber finde ich nicht, dass es ernsthaft etwas mit Gleichberechtigung, politischer Korrektheit und Antirassismus zu tun hat, wenn man eindeutig definierte Figuren aus dem Bereich der Kunst (ok, Trivialliteratur zähle ich dazu) aus Prinzip bzw. auf Krampf mit der gegensätzlichen Hautfarbe/Religion/sexuellen Orientierung besetzt, oder was sonst noch für -ismen in Frage kommen. Wahre Gleichberechtigung ist erst dann erreicht, wenn das Ganze ein Un-Thema wird, statt es ständig aufs Tapet zu bringen, vor allem, wenn es so komplett überflüssig ist.

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peter.asche 26.10.2015, 21:17
43. James Bond,--die Zukunft...

Es muß ein Brite sein, oder Herkunftsland / Staatsoberhaupt die Queen.
1. Clive Owen (..vielleicht zu alt...)
2. Jude Law
3. Christian Bale
4. Eddie Redmayne (..mal was anderes...)
5. Hugh Jackman
6. Tom Hardy
7. Gerald Butler
8. Luke Evans
9. Charlie Hunnam
10. Marl Strong ( mal was böses...)

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dol2day_er 26.10.2015, 21:17
44. Nicht zu sehr von der Vorlage abweichen

Elba ist ein toller Schauspieler. In Luther ist er klasse und Mandela hat er exzellent gespielt. Aber Bond? Man sollte sich für die politische Korrektheit bzw. "weil es einfach mal Zeit ist" nicht derart von der Vorlage entfernen. Bond ist nun mal "weiß" angelegt. Mag es bei der Haarfarbe noch variabel sein; dunkel wie Connery, Lazenby, Brosnan und Dalton, heller wie Moore und Craig. Aber die Abweichung bei der Hautfarbe des Titelhelden wäre - sorry - m.E. zu markant. Zuletzt gab es mehrere hohe Wettplatzierungen (Insider?) auf Damian Lewis. Den könnte ich mir gut vorstellen.

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Lankoron 26.10.2015, 22:05
45. Komisch....

alle diskutieren über einen "schwarzen" oder "weissen" Bond....wäre es nicht sinnvoller, mal über gute und schlechte Bonds nachzudenken? Elba würde bei mir durchfallen, weil er zumindest bisher keinerlei "Englishman" im Auftreten signalisiert, eine gewisse kultivierte Verhaltensweise, ein Understatement. Er ist in meinen Augen bereits zu amerikanisch, um einen guten Bond abzugeben.

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petrapanther 26.10.2015, 23:05
46.

Zitat von lupidus
eben was elba gesagt hat, er wäre nur der schwarze bond. alles andere wäre egal. keine berauschende vorstellung für einen Schauspieler. craig hat bond revolutioniert, seine Vorgänger nur connery plagiiert.
Ich habe gefragt, wie sich die Hautfarbe auf die Handlung des Films auswirken würde. Sie haben darauf also keine Antwort?

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lupidus 26.10.2015, 23:14
47.

Zitat von peter.asche
Es muß ein Brite sein, oder Herkunftsland / Staatsoberhaupt die Queen. 1. Clive Owen (..vielleicht zu alt...) 2. Jude Law 3. Christian Bale 4. Eddie Redmayne (..mal was anderes...) 5. Hugh Jackman 6. Tom Hardy 7. Gerald Butler 8. Luke Evans 9. Charlie Hunnam 10. Marl Strong ( mal was böses...)
ja, die üblichen verdächtigen. das bringt mich auf was anderes, den bösen. bond steht und fällt mit seinem gegner und diesbez. liegen dr.no, fröbe und bardem ganz weit vorne. richtig cool wäre mark strong als böser. oder tom wilkinson oder clive owen. oder auch ne böse frau, eine die echt was auf dem kasten hat. eine jodie foster, sigourney weaver, gyllenhall oder theron mal so richtig fies auf den putz hauend....

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quark2@mailinator.com 26.10.2015, 23:14
48. :-)

Nachdem die ursprüngliche Bond-Figur ohnehin dem Feminismus geopfer wurde, können sie von mir aus auch noch weitere Punkte abhaken, wenn sie wollen. Am Ende ist es vermutlich eine Transgenderfrau mit leichter Behinderung und aztekisch/aboriginalem Elternhaus auf einer vom Klimawandel versenkten Insel ... oder sowas.

Der ursprüngliche Bond - man lese Flemings Bücher - ist ein souveräner, weltgewandter Typ, den die Frauen mögen und der sie mag. Da ist nix von Craigs Deprinummer und Selbstverzweiflung, M ist männlich, Moneypenny ist weder spöttisch noch herablassend, sondern mag ihren Chef, etc. pp. Wie gesagt, man lese die Originalbücher - sind zwar etwas angestaubt für heutige Verhältnisse und nun wahrlich keine Weltliteratur, aber man bekommt keine Kopfschmerzen vom moralinsaueren pc-Quatsch ...

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petrapanther 26.10.2015, 23:29
49.

Zitat von j.w.pepper
Außer dass er nichts mehr mit der literarischen Figur zu tun hätte, die einen schottischen Vater und eine Schweizer Mutter hatte. Ich halte auch nichts davon, Hamlet von einem Weißen spielen zu lassen, schon gar nicht schwarz geschminkt, obwohl das zweifellos selbst Shakespeare so beabsichtigt hat. Vor allem aber finde ich nicht, dass es ernsthaft etwas mit Gleichberechtigung, politischer Korrektheit und Antirassismus zu tun hat, wenn man eindeutig definierte Figuren aus dem Bereich der Kunst (ok, Trivialliteratur zähle ich dazu) aus Prinzip bzw. auf Krampf mit der gegensätzlichen Hautfarbe/Religion/sexuellen Orientierung besetzt, oder was sonst noch für -ismen in Frage kommen. Wahre Gleichberechtigung ist erst dann erreicht, wenn das Ganze ein Un-Thema wird, statt es ständig aufs Tapet zu bringen, vor allem, wenn es so komplett überflüssig ist.
"Außer dass er nichts mehr mit der literarischen Figur zu tun hätte, die einen schottischen Vater und eine Schweizer Mutter hatte."

Das mag jetzt ein Schock für Sie sein, aber es gibt auch in Schottland und der Schweiz Menschen mit dunkler Hautfarbe. Des weiteren wäre der Original-Bond inzwischen über 80 - finden Sie nicht, dass Daniel Craig viel zu jung ist für die Rolle?

"Ich halte auch nichts davon, Hamlet von einem Weißen spielen zu lassen, schon gar nicht schwarz geschminkt, obwohl das zweifellos selbst Shakespeare so beabsichtigt hat."

Sie meinen vermutlich Othello. Bei dem hat die Hautfarbe allerdings direkt mit der Handlung zu tun, anders als bei James Bond.

"Vor allem aber finde ich nicht, dass es ernsthaft etwas mit Gleichberechtigung, politischer Korrektheit und Antirassismus zu tun hat, wenn man eindeutig definierte Figuren aus dem Bereich der Kunst (ok, Trivialliteratur zähle ich dazu) aus Prinzip bzw. auf Krampf mit der gegensätzlichen Hautfarbe/Religion/sexuellen Orientierung besetzt, oder was sonst noch für -ismen in Frage kommen."

Was das 'eindeutig definiert' angeht - wie gesagt, der Original-Bond wäre inzwischen ein Greis. Warum stört Sie die ständige Verjüngung und Modernisierung nicht, wohl aber die (völlig belanglose) Hautfarbe des Schauspielers?
Ausserdem, wieso 'auf Krampf'? Idris Elba ist ein toller Schauspieler, der zweifellos genug Charisma für die Rolle mitbringt. Ausserdem hat er recht wenig Interesse an der Rolle, und trotzdem gehen hier Leute auf die Palme bei der blossen Vorstellung eines schwarzen Bonds.

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