Forum: Panorama
Debattenthema sexuelle Belästigung: Was Frauen sagen, was Männer sagen
imago/ Westend61

Wird sexuelle Belästigung in Deutschland ausreichend thematisiert? Nein, sagt eine knappe Mehrheit der Bevölkerung. Männer und Frauen unterscheiden sich in ihren Antworten deutlich.

Seite 1 von 7
silberstern 23.10.2017, 18:30
1. verständlich

Hier geht es rein um eine Verteilungsdebatte. Dass die profitierende Zielgruppe dem Zugewinn eher zugeneigt ist als die nicht profitierende Gruppe ist selbstverständlich.

Viel interessanter ist eher, dass der Unterschied zwischen beiden Gruppen durch die Bank weg sehr klein ist und das Spektrum recht gleichmäßig verteilt ist. Das zeigt die gesellschaftliche Relevanz des Themas. Jede/r hat eine x-beliebige Meinung.

Die Umfrage ist nicht geeignet, das Thema weiter zu befeuern. Aber trotzdem jeden Tag einen Artikel dazu...

Beitrag melden
bestrosi 23.10.2017, 18:46
2. wo ist die Grenze?

Wer das Interview mit Laura Himmelreich im "Spiegel" liest, stellt sich vor allem die Frage: Wo ist die Grenze, und wer bestimmt sie? Frau Himmelreich sagt einerseits selbst, wie viele andere, die Grenzen (zwischen Flirt und Sexismus etwa) seien "individuell", Männer sollten "einfach nachfragen". Andererseits sagt sie, Frauen hätten "Besseres zu tun, als ständig unsere Grenzen zu markieren" - also Auskunft zu geben, was geht und was nicht. Abgesehen davon, dass damit ein (eventuell sogar rechtlich sanktionierbarer) Verstoß ins Belieben der Frau gestellt würde - hier tut sich ein Widerspruch auf: wer klare Grenzen und offene Kommunikation anmahnt, muss das auch für sich gelten lassen.

Also: Nein heißt Nein, aber dazu gehört auch ein klares Ja. Nichts versteht sich im Zwischenmenschlichen von selbst.

Beitrag melden
Hans Neumann 23.10.2017, 18:49
3.

Ich sehe darin eher eine neue Prohibition, nicht mehr. Und vermutlich mit denselben fatalen Folgen.
Das Gegenteil von gut ist gut gemeint.

Beitrag melden
Duracellhase 23.10.2017, 18:57
4. Hysterische Zeiten eben.

In den USA wird ein Mistkerl endlich entlarvt. In Deutschland wird daraufhin eine Debatte losgetreten, deren Bedeutung sich mir nicht so richtig erschließt.
Hier gibt es deutlich wichtigere Baustellen. Der derzeit bedeutendste Missstand liegt m.E. in der immer weiter fortschreitenden finanziellen Auseinanderentwicklung der Gesellschaftsschichten, inkl. Folgen wie Verarmung, polit. Rechtsruck usw.
Aber gut, wer bin ich schon.

Beitrag melden
butzibart13 23.10.2017, 18:59
5. Gerade die heuchlerischen Grünen

Den dümmlichen Sprücheklopfer Brüderle zu attackieren, wie im Jahr 2013 geschehen, dafür aber die tätlichen Übergriffe in Köln zu Silvester 2015 zu verharmlosen und die Polizei noch durch Frau Peter in der Silvesternacht 2016 madig zu machen, ging und geht gar nicht.

Beitrag melden
Grübler 23.10.2017, 19:16
6. Das Verhalten

mancher Männer ist einfach nur beschämend. Was mich noch mehr irritiert ist, dass manche Frauen Sexisten anscheinend attraktiv finden und sich solche Männer auch noch als Partner aussuchen und danach enttäuscht sind, dass sie ihn nicht ändern konnten.

Beitrag melden
Educa15 23.10.2017, 19:24
7. Zuwenig wird auch darüber diskutiert, wie

Frauen im Falle einer Scheidung, zumeist mittels falscher Anschuldigungen vor Deutschen Familiengerichten gegen die Väter der gemeinsamen Kinder vorgehen. Aus Rache und Habgier wird der Kontakt zu den Kindern verweigert und masslose Unterhaltsforderungen durchgesetzt.
Aufgrund falsch verstandenem Mitleid und veralteter Rollenbilder urteilen die Gerichte viel zu oft zu Gunsten der Frauen und zum Leid der Väter un Kinder.
Es gibt genügend Schicksale, die in Bezug auf psychische Belastung und Folgeschäden viel schwerer wiegen als mache sexuelle Belästigung. Nicht nur weil unter der Handlung einer Person (der Mutter) meist mehrere Opfer leiden - nämlich die Kinder und der Vater.
Aber auch darüber wird gerne geschwiegen. Bzw. die Väter trauen sich zuwenig an die Öffentlichkeit. Und die Kinder verstehen die Welt nicht mehr.
Im Vergleich dazu erscheint es mir lächerlich, sich über dumme Bemerkungen oder leichtfertige Berührungen aufzuregen
.

Beitrag melden
TS_Alien 23.10.2017, 19:27
8.

Die Diskussion ist verlogen. Auch weil Feministinnen mitmischen. Sexuelle Belästigungen gibt es jedoch unabhängig vom Geschlecht. Und in vielen Ausprägungen. Völlig unpassende Kleidung, bei der man keine Fantasie mehr benötigt, bei einem Vorstellungsgespräch finde ich belästigend. Es kommt eben wie so oft auf die Situation an.

Was ist eigentlich mit den Frauen, die zwielichtige Angebote unprofessioneller Chefs angenommen und dadurch anderen Frauen den Job weggenommen haben? Verlieren diese Frauen jetzt ihre Jobs?

Beitrag melden
spdf 23.10.2017, 19:36
9. Gegenseitig

Das Thema geht in beide Richtungen. Es gibt auch Frauen die sich falsch verhalten. Nur weil Frau eine Abfuhr bekommt, ist das noch lange kein Grund zu extremen Hasstiraden. Eine ehemalige Studienkollegin hat jeden Mann als impotent beschimpft, der ihr nicht hinterherrannte. Manche Frauen denken, dass Mann nur mit ihnen redet um sie ins Bett zu kriegen. Wenn sie dann merken, dass dem überhaupt nicht so ist, ist die Reaktion extrem.
Solange die Diskussion das Fehlverhalten der Frauen gegenüber Männern als nicht existent betrachtet, ist die ganze Sache unehrlich.

Beitrag melden
Seite 1 von 7
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!