Forum: Panorama
Der Kommentar am Morgen: Mord bleibt Mord
DPA

Das oberste US-Gericht stoppte die Hinrichtung von Russell Bucklew in letzter Sekunde - wegen gesundheitlicher Probleme des Mörders. Grundsätzlich aber halten die Amerikaner an der Todesstrafe fest: Ein Skandal, an den wir uns nie gewöhnen dürfen.

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trolleyhog 21.05.2014, 12:04
260. nur eine frage

an die befürworter der todesstrafe. was unterscheidet den richter und henker vom mörder? nichts! er tötet!!!!!

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h.hass 21.05.2014, 12:06
261.

Zitat von Meskiagkasher
Es gibt grundsätzlich keinen Anspruch auf Leben. Anderen Spezies gesteht man das ja auch nicht zu, warum also dem Menschen?
So werde ich als Mörder argumentieren, wenn ich vor Gericht stehe. Das dürfte doch ganz in Ihrem Sinne sein, oder?

Ich werde dann für den Mord an, sagen wir, meinem Nachbarn dieselbe Strafe fordern, die ich erhalte, wenn ich z.B. einem Huhn den Kopf umdrehe. Denn: es gibt keinen Anspruch auf Leben für die Spezies Mensch, zu der ja auch mein Nachbar zählte.

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Robeuten_II 21.05.2014, 12:07
262.

Zitat von flaviussilva
Mit demselben Argument können Sie Menschenopfer auch von Kindern, siehe Azteken, Inka und Karthago rechtfertigen, Kannibalismus wie in Neu Guinea oder auch andere Verbrechen gegen die Menschlichkeit wie in der jüngeren Geschichte in Deutschland und der UdSSR geschehen, ohne Probleme damit rechtfertigen das es zum Leben derjenigen Völker dazugehört !
GUT GESPROCHEN!
Ändert aber nichts daran, daß die Todesstrafe durchaus Kennzeichen eines zivilisierten Staates sein kann; grausame Körperstrafen wie in der Scharia eher nicht...

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maledicto 21.05.2014, 12:07
263.

Zitat von kewlo
... hat man "Verständnis" für Mörder, meint, die könnten "resozialisiert" werden, wenn man sie nur "nett" behandelt. In diesem Fall hätte Herr Bucklew in Deutschland höchstens 10 Jahre abzusitzen - ungefähr das gleiche, als wenn er Steuerhinterziehung begangen hätte. Was ist denn schon ein Menschenleben in Deutschland wert?
Das ist falsch. Absicht oder Unwissen?
Mord wird in Deutschland mit einer lebenslangen Freiheitsstrafe bestraft. Lebenslang bedeutet für eine unbestimmte Zeit aber mindestens 15 Jahre.

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Böhse 21.05.2014, 12:09
264. Es ist wie bei allem anderen-Ansichtsache

Für einen nachgewiesenen Mord ist nur die Todesstrafe
die richtige Strafe.Egal was manche darüber denken,die
betroffenen(Angehörige)haben das Recht auf Rache,und wie Mann weist ist nach Liebe,Hass,die Rache die dritt stärkste Empfindung!

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maledicto 21.05.2014, 12:12
265.

Zitat von santoku03
"Es gibt kein Argument für die Todesstrafe. Würde sie tatsächlich abschreckend wirken, es gäbe in den USA längst keine Morde mehr. Das Leid, das der Täter verursacht hat, wird durch sie nicht ungeschehen gemacht. Und der Wunsch nach Rache ist ein Gefühl, aber keine Aufgabe eines Rechtsstaates." ...lässt sich 1:1 auf jede, aber auch jede Strafe anwenden, taugt also nichts.
Nein, lässt sich nicht auf jede Strafe anwenden. In Deutschland steht der Gedanke der Resozialisierung immer an erster Stelle zusammen mit dem Gedanken der Bestrafung, also das Aufzeigen von Konsequenzen für das eigene Handeln.
Dies führt nachweisbar zu einem Rückgang von Wiederholungstaten.

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nixkapital 21.05.2014, 12:12
266. NA ja...

Zitat von grafheini2
... Da die Todesstrafe in den USA legal ist erfüllt sie also nicht die Voraussetzung eines Tötungsdeliktes.
Das ist sie in China, Indonesien, japan, Nord Korea, etc.ppp auch.

Schon einmal etwas von universalen Menschenrechten gehört? Da ist z.B. vom Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit die Rede. Ist übrigens auch von den USA unterzeichnet worden. Ob es uns gefällt oder nicht, auch ein Mörder steht unter deren Schutz...

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flaviussilva 21.05.2014, 12:13
267. Bitte lesen Sie den...

Zitat von Robeuten_II
Die Fehlerrate ist bei den zum Tode verurteilten Verbrechern eher gering, da bekanntermaßen auch in den USA der Richter bei Restzweifeln lieber eine Freiheitsstrafe verhängt. Es ist also zu mutmaßen, daß - nicht nur in den USA - irgendwo im mittleren einstelligen Prozentbereich Unschuldige einsitzen. Denen wird ihr Leben halt stückweise gestohlen - ist das besser? Nochmals, Fehlerquote ist kein Argument für oder gegen eine bestimmte Strafart, sondern Auftrag, diese weiter zu minimieren!
....ursprünglichen Kommentar den ich kommentiert habe.

Der Forist hat doch ganz einfach behauptet, das die Fehlerquote,
hier unschuldig hinter Gitter sitzende oder gar ermordete Menschen,
doch einfach hin zu nehmen seien, da nunmal kein System perfekt ist.

Insofern ist das für mich ein klares Argument gegen eine " Strafart " !

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kastenmeier 21.05.2014, 12:13
268.

Zitat von KarlFaktor48
(...) Dieser Feigling Breivik hätte unter der Voraussicht, die Todesstrafe zu erhalten, höchstwahrscheinlich seine Untaten nicht ausgeführt. Das gilt meiner Meinung nach auch für eine ganze Reihe von Morden hierzulande.
Irgendetwas muss es geben, was zu dieser Meinung führt. Daran wäre ich brennend interessiert, weil mir nicht eine einzige ernstzunehmende Untersuchung bekannt ist, die das auch nur ansatzweise stützen könnte.

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Robeuten_II 21.05.2014, 12:14
269.

Zitat von nixkapital
...und es wird gerechter, wenn sich der Staat auf die moralische Stufe des Mörders begibt? Die Bibel, auf die sich die USA so gerne beruft ist da eindeutig: Du sollst nicht töten.
NEIN - da steht sogar sehr genau drin, auf was für Vergehen der Tod steht!!!

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