Forum: Panorama
Der Kommentar am Morgen: Mord bleibt Mord
DPA

Das oberste US-Gericht stoppte die Hinrichtung von Russell Bucklew in letzter Sekunde - wegen gesundheitlicher Probleme des Mörders. Grundsätzlich aber halten die Amerikaner an der Todesstrafe fest: Ein Skandal, an den wir uns nie gewöhnen dürfen.

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Lankoron 21.05.2014, 08:27
50. Aber vergessen wir mal nicht,

warum wir in Deutschland KEINE Todesstrafe haben. Nicht aus freien Stücken, nicht nach Diskussionen oder Volksentscheiden...nein, damit Deutschland die Todesstrafe abschafft, mussten wir knapp 10 Millionen Menschen in Lagern und Gaskammern abschlachten, weitere Millionen auf Schlachtfeldern töten und von anderen Völkern von einer (übrigens gewählten) Regierung befreit werden. Also sollte man vorsichtig sein, wenn man eine moralische Keule schwingen will.

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lezel 21.05.2014, 08:27
51. kein Mord

Die Vollstreckung der Todesstrafe ist kein Mord.

Es ist eine Tötung, aber eben kein Mord.
Keines der Mordmerkmale ist erfüllt.

Wer die Hinrichtung einen Mord nennt, wertet damit kein Argument auf. Stattdessen wertet er das Wort "Mord" ab, dann dann eben nur noch die Bestrafung eines Menschen bedeutet, der selbst schon schlimmeres verbrochen hat. Letztlich bringt man sich damit um ein Wort, das einmal nützlich gewesen war. Man verliert ein Wort und gewinnt dafür nichts.

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supergrobi123 21.05.2014, 08:28
52. Ja, die Amis.

Merkwürdig ist in den USA vor allem die Doppelmoral. Denn gerade dort wird doch immer ganz besonders dem Heiland Jesus Christus gefrönt. Aber dessen Worte von Nächstenliebe und Vergebung, vom ersten Stein werfen und andere Wange hinhalten etc. pp. interessiert da keinen. Im Gegenteil. Eine Krankenversicherung, die auch mal die Bedürftigen heilt, ist böser Sozialismus. Und Verbrecher gehören aus reiner Lust an der Rache umgebracht.

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ingorlon 21.05.2014, 08:31
53. Auge um Auge ...

Ein Mensch, der für sich in Anspruch nimmt die Regeln der Gesellschaft mit Füssen treten zu können, der sollte den Anspruch verlieren sich NACH der Tat auf selbige berufen zu können.
Einen Mörder interessieren auch nicht die Träume/Wünsche seines Opfers und dessen Angehörigen.
Das ist nur Rache ? Okay, dann ist es eben Rache. Ich kann Rache durchaus positive Seiten abgewinnen.
Nichts Positives abgewinnen kann ich hingegen Leuten, die den armen Täter mehr bemitleiden als das Opfer - natürlich nur, solange es sie nicht selbst betrifft.
Der Mörder kennt kein Erbarmen - warum sollte er Erbarmen erfahren?
Schlecht ist nicht die Todesstrafe in Amerika an sich, schlecht ist die manchmal katastrophale Beweisführung. Die Todesstrafe sollte nur verhängt werden bei eindeutiger Täterschaft.

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spon-453-7coi 21.05.2014, 08:34
54. Auch ich stehe der Todesstrafe kritisch gegenüber,

es überrascht und ärgert mich aber immer wieder, mit welcher Empathie über Mörder geschrieben und diskutiert wird. Ich wünschte mir, die selbe Empathie würde man den Opfern entgegenbringen. Sowieso würde sich die Meinung über die Todesstrafe bei den meisten schnell sich ändern, wenn das Opfer aus der eigenen Familie oder aus dem Bekanntenkreis stammte. Also liebe Autoren und Todesstrafenverabscheuer, denkt auch mal an die Opfer.

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Pfaffenwinkel 21.05.2014, 08:35
55. Die Todesstrafe

und das Recht für jeden auf legalen Waffenbsitz - das ist das häßliche Gesicht der USA.

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einemeinungvonvielen 21.05.2014, 08:37
56. So ein Schwachsinn!

Zitat: "Es gibt kein Argument für die Todesstrafe. Würde sie tatsächlich abschreckend wirken, es gäbe in den USA längst keine Morde mehr." In Deutschland gibt es auf Mord die Gefängnisstrafe - trotzdem morden die Menschen immer weiter. Gibt es jetzt etwa auch keine Argumente mehr für die Gefängsnisstrafe? Wollen wir sie einfach abschaffen und mal gucken, ob Gartenarbeit oder streicheln gegen Mord hilft? Das einzige Problem an der Todesstrafe sind die ewigen Zeiten davor. Warum sitzt ein Mörder noch 18 Jahre (auf Kosten der Steuerzahler) rum? Warum verfügt man die Todesstrafe nicht innerhalb von 3 Jahren. Das reicht um Beweise zu sammeln und danach ist halt, im wahrsten Sinne des Wortes, Sense.

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true2 21.05.2014, 08:41
57.

ich bin ein Befürwörter der Todesstrafe. Wie viele Mörder frei kommen und dann wieder eine Straftat begehen. Wer ein Leben auslöscht, dessen Leben muss auch beendet.

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vulcan 21.05.2014, 08:43
58.

Zitat von LDaniel
Ist das ein Skandal? Die Amerikaner habeb sich selbst dieses Strafrecht auferlegt. Frei und demokratisch. Niemand hat es ihnen aufgezwungen also wieso haben wir das Recht sie dafür zu verurteilen? Wir entscheiden*uns, Mörder und andere Schwerverbrecher nach wenigen Jahren wieder freizulassen, damit sie wieder Täter werden können. All deren Opfer hat die Deutsche Justiz zu verantworten - und die waren gänzlich unschuldig! Ich glaube eine Meinungsumfrage in Deutschland, ob man diese Praxis, Straftäter so zügig wieder freizulassen, gut findet würde deutlich schlechter ausfallen als eine zur Todesstrafe in den USA! Also wo ist der Skandal und wer fällt Urteile im Namen des Volkes? Es soll nicht heißen, dass ich die Todesstrafe will oder sie zwingend gut heiße - nur unser Opfer verachtendes Strafrecht finde ich schlimmer!! Und ich bin mir sicher, dass dieser Beitrag nicht durch die Zensur kommt. Weil ich habe ja eine Meinung die nicht 100% PC ist...
Ist doch durchgekommen :-)
Sehr wahr übrigens - ich bin auch kein Freund der Todesstrafe, aber von der -wie üblich- überhöhten moralischen Position des typischen Mitteleuropäers aus nichts anderes gelten zu lassen als die eigene Position zeugt von Arroganz und Ignoranz.
Der Argumentation zufolge brauchte man ja gar keine Strafen verhängen - auch Gefängnisstrafen wirken nicht abschreckend...wozu also? Oder wie ist das gedacht?
Und -da gehe ich vollkommen mit Ihnen konform- die oft wenigen Jahre, die auch die brutalsten und verachtungswürdigsten Mörder, etc. im Gefängnis verbringen, überraschen und empören zumindest mich immer wieder. Vielleicht sollte man hierzulande auch mal sehen, ob diese bedenkliche Praxis nicht ebenso 'verwerflich' ist - so man denn mal in der Lage ist, auch an die Opfer und deren Hinterbliebene zu denken - ganz zu schweigen von zukünftigen Opfern dieser Leute. Kommt ja immer wieder vor.

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eckbusch 21.05.2014, 08:44
59. Staatlicher Mord

wird mit der Todesstrafe möglich. Deswegen bin ich immer und ausnahmslos dagegen. In zweiter Linie aus ethischen Gründen, in erster Linie aus politischen. Keinem Staat auf der Welt würde ich soweit trauen, dass er in revolutionären Situationen dieses Instrument nicht zur Ermorderung politischer Gegner nutzen würde. Schaut Euch an, wo die Todesstrafe vollstreckt wird. Fast immer unter undemokratischen Regimes.

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