Forum: Panorama
Deutsch-kambodschanische Liebe: "Wer mit einer Asiatin zusammenlebt, ist zum Abschuss

Benjamin Prüfer verliebte sich im Kambodscha-Urlaub in eine Prostituierte. Sie heirateten und zogen nach Deutschland. Sein autobiografischer Roman war Vorlage für den Kinofilm "Same Same But Different". Im SPIEGEL-ONLINE-Interview spricht der 29-Jährige über sein Leben mit Sreykeo.

Seite 4 von 18
blowup 21.01.2010, 14:21
30. Vorurteil?

Zitat von kiki84
Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es deutsche Männer, die zusammen mit einer Thailänderin/Phillipinierin/... in Deutschland leben doppelt schwer haben. Neben den üblichen Ressentiments gegen Ausländer kommt noch das Vorurteil der gekauften Ehefrau dazu. Gerade wenn der Mann nicht ganz dem westlichen Schönheitsideal entspricht heisst es sofort, dass er sich eine Asiatin besorgt hat, die aus Not alles nimmt, weil er keine deutsche Freundin gefunden hat.
Tja, da gibt es sicher viele Urteile aber auch Urteile. Gut, Ausnahmen gibt es überall, aber nach meinen Erfahrungen (ich kenne eine ganze Reihe solcher Beziehungen) und der Lektüre einiger (meist englischsprachiger) Bücher zu dem Thema kann ich empirisch feststellen, dass die meisten Männer, die eine Prostituierte geheiratet haben,
* eine geringe Ausbildung / Bildung besitzen
* einen gering bezahlten Job ausüben (wenn überhaupt)
* vor ihrer Ehe wenig oder kaum feste Beziehungen hatten
* Frauen gegenüber eher unsicher sind
* und vom Typ her, eher schon dem "der-hat-ja-hier-keine-abgekriegt"-Vorurteil entsprechen
* sowie oft erheblich älter als ihre Gattinen sind.

Wer das einfach als Vorurteile abtut, dem empfehle ich, eine der recht zahlreichen Veranstaltungen anläßlich thailändischer Feiertage hier in Deutschalnd zu besuchen.

Ein weiteres Vorurteil betrifft die Thailänderinnen, die sich angeblich prostituieren müssen, um nicht zu verhungern. Das war vielleicht einmal. Heute trifft man in Thailand sehr selbstbewusste Damen, denen es ums besser-leben-bei-geringem-Aufwand geht, um Mopeds, Handys, Klamotten etc. Darüber gibt es auch Untersuchungen.

Beitrag melden
tj79 21.01.2010, 14:23
31. Schwerer haben es wohl die Frauen

Zitat von kiki84
Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es deutsche Männer, die zusammen mit einer Thailänderin/Phillipinierin/... in Deutschland leben doppelt schwer haben. Neben den üblichen Ressentiments gegen Ausländer kommt noch das Vorurteil der gekauften Ehefrau dazu. Gerade wenn der Mann nicht ganz dem westlichen Schönheitsideal entspricht heisst es sofort, dass er sich eine Asiatin besorgt hat, die aus Not alles nimmt, weil er keine deutsche Freundin gefunden hat. Eine interkulturelle Ehe innerhalb Europas ist zwar auch nich einfach, aber vermutlich unterstellt wenigstens keiner Käuflichkeit als Motiv...
Also zum einen kommen die Vorurteile gegenüber wohlbeleibten Deutschen, die aus dem Urlaub in Thailand eine Ehefrau mitbringen in diesem Fall nicht aus dem Nichts. Die Gruppe "Bläck Föös" hat da ein Lied drüber gemacht namens "Herman the German".
Ich bin aber der Auffassung, dass die ausländischen Frauen unter diesen Vorurteilen noch weit mehr zu leiden haben. Und glaubt man einer Deutschen Zwanzigjährigen aus stabilen Verhältnissen nicht, dass sie den siebzigjährigen Millionär aus Liebe geheiratet hat, so ist dasselbe Vorurteil bei Frauen, die verarmt im Ausland leben und dann einen Wohlhabenden Deutschen heiraten, zumindest nicht sonderlich überraschend.
Ich habe leider keinerlei Erfahrungen mit ausländischen Ehepartnern (auch nicht im Bekanntenkreis). Sollte der direkte Freundes- und Familienkreis nicht beurteilen können, ob man ein typisch deutscher Sextourist ist, oder ob man sich ganz einfach verliebt hat, während man im Urlaub andere Kulturkreise erlebt hat.
Mich würde allerdings interessieren, wie man als Tourist mit Prostituierten in Kambodscha in Kontakt kommen kann, ohne ihr Freier zu sein.

Beitrag melden
smilesuomi 21.01.2010, 14:26
32. wow...

Zitat von Si_iso
... sogar mit Happy End. Ach wie toll! Was aber hier noch gar nicht angesprochen wurde ist die Tatsache, dass die Prostitution fuer viele dieser Jungen Frauen die einzige Hoffnung auf ein besseres Leben ist. Sie verkaufen sich, setzten sich dem Risiko von ansteckenden Krankheiten und mit Sicherheit oft auch brutaler Gewalt und Vergewaltigung aus, nur weil es in ....
1. man kann ja generell gegen Prostitution sein. Aber zu glauben dass nur Prostituierte nur im Ausland es aus finanzieller Abhängigkeit machen, ist wohl eher naiv. Klar haben die Nutten hier alle richtig Spass dran.
2. bin ich froh, dass meine Kinder und auch die Frau schön blond sind und so richtig "deutsch" aussehen. Das hilft bei den allgemeinen Vorurteilen. Zumal ja Skandinavier eh noch akzeptiertet sind als - ach je - Osteuropäer. Die kommen doch auch alle nur des Geldes wegen aus Polen und Rußland. Libe gibts da weniger.
3. Dass es bei der Frau zuerst Sehnsucht nach einem besseren Leben und anscheinend später Liebe war (oder auch gleich Liebe). Kann man ihr - wie Sie schon sagten - nicht verdenken.
4. Ich glaube aber kaum, dass ein Teenager nach dem Abitur sich normalerweise gleich nach Thailand aufmacht, um ne Frau zu finden. Und selbst wenn er sie erst "beruflich" kennenlernte. Ich weiß es nicht. Ist aber auch wirklich "scheißegal.
5. Dass Sie alle in einen Sack stecken und draufhauen, mag ihre Erfahrung aus Ihrem Bekanntenkreis sein. Da hoffe ich, dass Asiaten, die z.B. seit Geburt hier leben, sich schön an die Rassenvorschriften halten, um den vielleicht "weißen" Partner nicht Ihrer Verachtung auszusetzen.

Michael

Beitrag melden
cucco 21.01.2010, 14:26
33. Intelligente Einwanderer werden abgeblockt

Oft sind es gar keine dramatischen Lebensläufe, wenn ein solider Mann in Deutschland eine gut ausgebildete traditionelle Asiatin heiraten möchte und nach Deutschland bringen will. Bei einem solchen Unterfangen gibt es eine Serie von Schikanen wie die zahllosen kostspieligen Dokumente oder die jahrelangen Wartezeiten, bis die deutsche Botschaft in dem asiatischen Land ein Einreisevisum erteilt.

Während z.B. Türken und Ex-Türken in Deutschland ohne Probleme in kürzester Zeit völlig ungebildete und unbedarfte junge Mädchen als Ehefrauen, teilweise als 2.Ehefrauen zu einer existierenden 1.Ehefrau aus der Türkei nach Deutschland bringen können ( die Sprachtests sind ein Witz), ist das deutschen Männern mit asiatischen Ehefrauen nicht möglich. Dabei spielt es gar keine Rolle, ob die Asiatin eine Ärztin, eine Software Spezialistin oder sonst eine hochqualifizierte Person ist.

Man fragt sich , was für Scheuklappen behangene unbedarfte Sessel-Beamten die Einwanderungs Konditionen und die Prüfverfahren bestimmen. Es zeugt von menschlichem Verwirrtsein des Entscheidungsträgers , wenn ein Beamter der Ausländerbehörde in Mannheim z.B. von einer diplomierten Japanerin, die bereits ein Anstellungsangebot eines deutschen Unternehmens in der Tasche hat, verlangt, ihren Studienabschluss in einem Examen zu wiederholen, wofür sie noch 2 Jahre in Deutschland hätte studieren müssen, obwohl ihr japanisches Diplom einen höheren Stellenwert hat, und sie gut Deutsch und Englisch spricht. Damit wäre die Japanerin Lichtjahre der Bildung von einer anatolischen türkischen Braut entfernt, welche sofort eine Aufenthaltsgenehmigung nach einem Sprachtest hier in Deutschland erhält, den man nur als Farce bezeichnen kann.

Beitrag melden
own_brain_user 21.01.2010, 14:27
34. habe ich was überlesen, oder...

Zitat von kurtwied
Sobald der Sextourist links-liberal ist, ist alles okay und er darf sogar ohne kritische Fragen über die böse, vorurteilbehaftete, deutsche Gesellschaft herziehen. Verlogener geht es kaum.
... wo steht das denn in dem Artikel, dass Herr Prüfer als Sextourist in Kambodscha war? Schon eine gewagte Unterstellung, auch wenn die Umstände vielleicht in diese Richtung denken lassen.
Und wenn er einer gewesen sein sollte, dann hat er zumindest eine so beachtliche Wendung hin zu einem anderen Lebensstil hingelegt, dass sie auf überdurchschnittliche soziale und emotionale Intelligenz schließen lässt.

Und auch eine solche Vergangenheit würde ihm nicht verbieten, die Konfrontation mit dem Schubladendenken so anzuprangern, wie sie nun mal ist - hier und anderswo. Wer sich mit "Fremden" "einlässt"... Irgendwas "Unnormales" wird immer gesehen, und wenn dann auch nur ein paar wenige Leute mit Dreck werfen, bleibt immer etwas hängen - am Ruf wie am Befinden.

Beitrag melden
tetaro 21.01.2010, 14:28
35. ..

Zitat von Vallecas
Das passiert in Deutschland nicht, da dort fast alle Ausländer als unzuverläßlich, faul, krimenell, etc. gelten!
Komisch das das anscheinend keinen ausländischen Ingenieuren, Ärzten, Krankenschwestern etc. passiert. Ich denke vielmehr, dass sich Vorurteile generell vorwiegend gegen soziale Verhaltensweisen richten (aktive Abgrenzung vor allem) und genau so Deutsche treffen, wenn sie sich ähnlich verhalten.

Umgekehrt wird von vielen ja nun auch verlangt, dass Deutsche selbst bei einem zweiwöchigem Urlaub in Spanien nicht den Touristen raushängen lassen, sondern sich anpassen und am besten auch in der Frittenbude nur im spanischen Ortsdialekt die Bestellungen aufgeben.

Gefühlte Ausländerfeindlichkeit ist meiner Meinung nach eher ein Problem, unter dem Leute leiden, die auch in ihren Heimatländern nicht adäquat angepasst wären. Hier können sie ihre eigene Fehlanpassung viel einfacher vom Tisch wischen als im Herkunftsland, wo sie sich vielleicht ein wenig bemühen müssten, um mit anderen klar zu kommen.

Beitrag melden
asteria 21.01.2010, 14:29
36. Tsetsetse...

Ja, wie Recht er hat, es ist unglaublich schwierig wenn nicht gar unmöglich, hier als "Ausländer" völlig normal behandelt zu werden. Egal ob im Job oder sonstwo. Einmal Ausländer, immer Ausländer und die Leute merken nichtmal, wie schlimm es ist. Es ist egal, ob man hier geboren wurde oder nicht - es reicht aus, wenn man es einem ansieht. Oder etwas Akzent hört.
Leider hat er Recht.

Beitrag melden
kosi 21.01.2010, 14:30
37. rapunzel laß den Titel runter

Zitat von sosonaja
Leider hat der junge Mann recht. Ist ja schließlich ein Unding, wo es in Deutschland doch so viele intelligente, tolle, toughe, erfolgreiche, emanzipierte Farauen, Superweiber, Powerfrauen, Ladies mit Niveau,... gibt. Ach ja, habe ganz vergessen, die will niemand haben.
mmmm ich glaube die haben sich alle hübsche Latinos und Afrodeutsche geangelt, da denen die prolligen ungepflegten und Fettleibigen Deutschmänner nicht gefielen.
Das war jetzt ironisch gemeint. Bitte nicht als Meinung interpretieren.
Es geht am Thema vorbei zu diskuttieren ob Ausländische Frauen nun besser seine da sie die "wahren" weiblichen Werte besser erfüllen.
Anderseits ist dies genau der Punkt:
Mann verliebt sich in eine Frau anderer ethnischer Herkunft und schon geht es auf beiden Seiten los:
-Frau ist besser das sie auf KKK steht.
-Mann hat sie eingekauft
-Frau will nur die deutsche Staatsbürgerschaft
-Mann kriegt sonst keine Andere
....etc
und was ist wenn sich da zwei Menschen einfach nur gefunden haben?
Wahrscheinlich glauben sie vor lauter Stereotypen und Vorurteilen bald selbst nicht mehr dran.

Beitrag melden
Ycare 21.01.2010, 14:39
38. die Butter vom Brot

Zitat von sosonaja
Leider hat der junge Mann recht. Ist ja schließlich ein Unding, wo es in Deutschland doch so viele intelligente, tolle, toughe, erfolgreiche, emanzipierte Frauen, Superweiber, Powerfrauen, Ladies mit Niveau,... gibt. Ach ja, habe ganz vergessen, die will niemand haben.
Mich läß aber das Gefühl nicht los, dass diese ganzen "deutschen Powerfrauen" sich deshalb immer über die Beziehungen zu ausländischen Frauen aufregen, da sie fürchten, das diese anderen ihnen die "Butter vom Brot" stiehlt. Die ganze Empörung, wg. Unterdrückung, Ausbeutung etc. ist schlichtweg gespielt.

Beitrag melden
Loso 21.01.2010, 14:39
39. arme Asiatin?

Zitat von blowup
...Aber es ist ja leichter sich in Vorurteilen zu suhlen, sowohl was die Ausländerfeindlichkeit angeht, als auch was die asiatischen Mitbürger angeht. Ist ja auch unterhaltsamer für die vielen Gutmenschen.
Vollste Zustimmung. Bin selber elf Jahre mit einer Thailänderin verheiratet. So etwas wie Ausländerfeindlichkeit ist meiner Frau nie auch nur ansatzweise entgegengeschlagen. Im Gegenteil, das öffentlich zelebrierte schlechte Gewissen gibt ihr eher einen teilweise unangemessenen Bonus (weil es den Integrationsdruck wegnimmt). Das Märchen von den schwachen Frauen aus Asien kann ich nicht mehr hören. Aus meiner Erfahrung in der Community sind gefühlte 99% der deutschen Männern ihrer (thailändischen) Frau emotional nicht gewachsen, sind verständniss- und rücksichtsvoll, aber spielen im Grunde nur den Ehe-Dackel. Asiatinnen kennen dieses Verhaltensmuster nicht und nutzen das beinhart aus. Beziehungen wie die des Film-Hauptdarstellers, wo dann auch noch durch Übersiedlung ins Heimatland der Frau vor dem Rentenalter die wirtschaftliche Existenz auf unsicheren Beinen ist, sind - so meine Erfahrung - zu 100% zum Scheitern verurteilt. Den Frauen ist da kein Vorwurf zu machen, da sie selten eiskalt berechnend sind, zwar ursächlich zur Absicherung (auch der Familie) heiraten, aber wie alle Frauen dieser Welt auch von der grossen Liebe träumen und Gefühle investieren. Die unangemessene Nachgiebigkeit der deutschen Partner entzieht diesen Ehen die Geschäftsgrundlage, und im Heimatland der Frauen gehen diese psychisch und finanziell schleichend vor die Hunde.
Ich komme selber aus der linken, friedensbewegten Grünen-Ecke. Das Klischee vom bösen Sex-Touristen, der sich eine hilflose Schönheit holt oder Diskriminierung im Alltag (NRW), sorry: Ich hab´s definitiv in vielen Jahren nicht gefunden, obwohl es mein Weltbild in den ersten Jahren aufs beste bedient hätte.

Beitrag melden
Seite 4 von 18
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!