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Deutsche Bischöfe: Materieller Verzicht geht nicht

Verzicht? Ohne mich!*Deutsche Bischöfe sind nach SPIEGEL-Informationen offenbar nicht bereit, dem Papstaufruf zu materiellen Einschränkungen*zu folgen. Immerhin geht es um 190 Millionen Euro im Jahr.

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Sunny 01.10.2011, 15:20
10.

Zitat von burgundy
mit sozialen Hilfswerken, Kindergärten, Schulen, Krankenhäusern, hat sie auch Anspruch auf Unterstützung durch die Gesellschaft.
Dann frage ich Sie: wer bezahlt denn die Gehälter z.B. von Bischöfen und co.? Wer finanziert denn mit mehr als (aus dem Gedächtnis) 90% die "kirchlichen" Einrichtungen? Der Staat - also auch ich. Und dafür haben dann die Kirchen 100% Bestimmungsrecht über die vom Staat finanzierten Einrichtungen, inkl. Auswahl von Personal und Ausweitung der Überwachung bzw. Sanktionierung des Lebenswandels der Angestellten bis in den privaten Bereich (Stichwort: Scheidung/2. Ehe).

Die Arroganz der Kirchen ist nach wie vor ungebrochen. Und der institutionalisierten Kirche geht es nur um Macht und Geld. Das war immer so und wird immer so bleiben.

Zum Glück gibt es innerhalb der Kirchen noch viele Menschen, denen der Inhalt des Glaubens mehr bedeutet, als den Funktionsträgern...

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badduck 01.10.2011, 15:23
11. Die

katholische Kirche spart wo sie kann... aber ganz bestimmt nicht bei ihren Bischöfen. Eher schon bei den Entschädigungen für Missbrauchsopfer ihrer Priester.
http://de.wikipedia.org/wiki/Sexuell...lischen_Kirche

" Zum großen Teil hatte keine Strafverfolgung der Täter durch Staatsanwaltschaft oder Polizei stattgefunden. Opfer erhielten keinen oder unzureichenden Schutz. ...In Deutschland wurde durch die römisch-katholische Kirche ein kombiniertes Entschädigungspaket erarbeitet und auf der Frühjahrsvollversammlung der deutschen Bischöfe im Jahre 2011 beschlossen. Danach erhalten Missbrauchsopfer eine Entschädigung von 2000-5000 Euro."

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UHamm 01.10.2011, 15:27
12. Enteignung von Kirchengütern

Da bleibt mir die Spucke weg! Wenn man nämlich mal zurückverfolgt, woher diese Kirchengüter stammen, dann kommt man in ganz dunkle Zeiten.

Meist wurden die Länder einfach geraubt, wer die Macht hatte, hatte auch das Land.

Die Kirchenoberen haben auch nie das Land selbst bestellt, das mußten die Leibeigenen und Bauern.

Für mich gibt es da nichts zu entschädigen, im Gegenteil, die Kirche sollte besser in sich gehen und ihre damaligen Praktiken überdenken und Buße tun.

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adam68161 01.10.2011, 15:31
13. Wenn Enteignungen dadurch kompensiert wurden,

dass man die unbefristete Zahlung und Eintreibung von Kirchensteuer und Zuschüssen vertraglich vereinbart hat, dann sind diese Verträge einzuhalten. Pacta sunt servanda! Welcher der Foristen würde denn freiwillig auf solche Zahlungen verzichten? Können Verträge aber rechtswirksam gekündigt werden, dann ist zu überlegen, ob man das nicht tun sollte.

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frommerstop 01.10.2011, 15:31
14. nicht nur das

ein anfang w2äre schon mal wenn Bischöfe nicht mehr vom Staat bezahlt würden und zukünftig mit dem Rad fahren und nicht mit dem vom staat gestellten Dienstwagen.

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black wolf 01.10.2011, 15:32
15. .

Unter unseren "Volksvertretern" gibt es weit mehr kirchenpolitiker, als es dem Glauben der Bevölkerung entspräche; selbst viele Christen sind gegen diese Zahlungen. Aber solange das Volk bei der Wahlentscheidung darauf nicht achtet und diese insgesamt 19 Milliarden Euro pro Jahr an direkten Zahlungen, Einnahmeverzicht und Subventionen nicht zum Wahlkampfthema gemacht wird, geht der Prunk weiter. Ganz zu schweigen von den etlichen schwarzen Kassen, die bereits aufgeflogen sind und den Dutzenden, die bestimmt noch bestehen.

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Markus Heid 01.10.2011, 15:32
16. ...

Zitat von sysop
Verzicht? Ohne mich!*Deutsche Bischöfe sind nach SPIEGEL-Informationen offenbar nicht bereit, dem Papstaufruf zu materiellen Einschränkungen*zu folgen. Immerhin geht es um 190 Millionen Euro im Jahr.
Hat etwa irgend jemand tatsächlich Moral und Anstand von diesen scheinheiligen Brüdern erwartet?
Die predigen doch in allerkatholisten Tradition Wasser und saufen selbst Wein.

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denker77 01.10.2011, 15:35
17. Säkularisierung

Säkularisierung sieht doch ein wenig anders aus...

-Der Staat treibt die Kirchensteuer ein
-Der Staat zahlt für die Kirchen hunderte Mio. Euro
-Der Staat subventioniert die Kirche
-Kirchliche Hilfswerke bekommen staatliche Zuschüsse
-Die Kirchen sitzen im Medienrat der Öffentlich-Rechtlichen Sender
-Die Kirchen verstoßen jeden der die Pflichtabgabe in Form der Kirchensteuer ablehnt - man wird Ungläubiger in den Augen der Kirchen, weil man es sich vielleicht auch gar nicht leisten kann
-Die Kirchen sind korrupt, Pädophile werden in Missbrauchs-fällen einfach weitergereicht in die nächste Gemeinde - dort treiben sie ihr Unwesen weiter

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sjhsjh 01.10.2011, 15:40
18. Bezeichnend!

Es ist ein Ding der Unmöglichkeit mit welcher Frechheit und Dreistigkeit die röm.-kath. Kirche hier auf angeblichen Rechten besteht. Ich plädiere für eine ganz strikte Trennung von Staat und Kirche:
- Keine Anerkennung als Körperschaften öffentlichen Rechts und damit auch keine Sonderrechte für kirchliche Arbeitgeber
- Keine Prälatengehälter mehr aus der Staatskasse
- Keinen Einzug der Kirchensteuer durch den Staat
- Keine Zahlungen mehr für die Kirchen aus angeblichen Verpflichtungen aus der Säkularisation
- Keine Posten für Kirchenvertreter in Rundfunkräten, Ethikkommissionen, etc.
...

Es ist schon bezeichnend, dass die dt. Bischöfe gerne in vatikanischer Linie gegen staatliche Regeln opponieren, wenn es um Homorechte, Schwangerschaftsabbruch u.ä. geht, dass man aber rundheraus den Rat des Papstes ablehnt, wenn es um die eigenen Pfründe geht!

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Wolle3108 01.10.2011, 15:53
19. Zins und Zinseszins

Zitat von sysop
Verzicht? Ohne mich!*Deutsche Bischöfe sind nach SPIEGEL-Informationen offenbar nicht bereit, dem Papstaufruf zu materiellen Einschränkungen*zu folgen. Immerhin geht es um 190 Millionen Euro im Jahr.
Nur mal so: wenn man dieses Geld jährlich mit 3% verzinst hätte, wären das jetzt 2.402.907.767.923,05 Euro (2,4 Billiarden).

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