Forum: Panorama
Deutsche im Flüchtlingsboot: "Ich will nur noch nach Hause"

Ihre Alptraumfahrt übers Meer dauerte 20 Stunden: Die Deutsche Tina R. und ihre Tochter flohen auf einem überfüllten tunesischen Flüchtlingsboot nach Italien. Ihr Ex-Mann aus Djerba wollte das gemeinsame Kind nicht freigeben - da vertraute die 40-Jährige ihr Leben einer Schleuserbande an.

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expat4 08.03.2011, 17:26
110. Genau

Zitat von timte
an die beiden Tunesier hier im Forum: Schön zu sehen, daß es Menschen gibt die mit soviel.....

Und Ihnen auch recht herzlichen Dank! Sie sprechen mir aus dem Herzen.

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sexobjekt 08.03.2011, 17:49
111. ....

Zitat von expat4
Als Deutsche, die seit vielen Jahren im Ausland lebt, finde ich den allgemeinen Unterton in den Kommentaren zu diesem Thema ganz schön besorgniserregend. Ich hoffe nur, dass die hier geäußerten Vorurteile und die oftmals sehr einseitige Sichtweise nicht die Stimmung im Land .....
...eine Freundin von mir ist vor ihrem prügelnden deutschen Ehemann in ein Frauenhaus geflohen.
Eine der ersten Fragen der anderen dort hingeflohenen Frauen an sie war:
"Na, und wo kommt deiner her?"

Gemeint war die Nationalität des Ehemannes.
Ausnahmen bestätigen die Regel.

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teletubbi 08.03.2011, 17:58
112.

Zitat von Tunesier
Um "Kindesentführungen" zu verhindern, ist es in Tunesien so, dass bei binationalen Ehen der tunesische Vater zustimmen muss, wenn das Kind alleine mit der Mutter (bzw. dem anderen Elternteil) das Land verlassen will. Meistens genügt eine schriftliche beglaubigte Zusage.
Und das ist auch richtig so !
Anderenfalls würden Kindesentführungen durch die Mütter legalisiert. In Deutschland leider Alltag.

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teletubbi 08.03.2011, 18:08
113.

Zitat von lektra
Das alleinige Sorgerecht für die Mutter klärt die Rechtslage eindeutig.
WENN es tatsächlich so gewesen sein sollte.
Ich habe da so meine Zweifel, denn warum lies sie sich nicht einen neuen Pass von der deutschen Botschaft ausstellen und verließ offiziell das Land ? Möglicherweise ist das alleinige Sorgerecht nur eine falsche Behauptung, um das gemeinsame Kind nach Deutschland zu entführen.

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user24 08.03.2011, 18:11
114. Schon länger weg?

Zitat von expat4
Als Deutsche, die seit vielen Jahren im Ausland lebt, finde ich den allgemeinen Unterton in den Kommentaren zu diesem Thema ganz schön besorgniserregend. Ich hoffe nur, dass die hier geäußerten Vorurteile und die oftmals sehr einseitige Sichtweise nicht die Stimmung im Land wiederspiegeln. Gewalt gegen Frauen, männliche Dominanz und einfach nur idiotisches Verhalten gibt es überall. Schauen Sie doch einfach mal in Ihrer Tageszeitung nach, wenn wieder mal ein deutscher Mann seine Frau oder sein Kind krankenhausreif geschlagen oder getötet hat, seine Kinder körperlich oder sexuell misshandelt hat usw. Würden Sie das das ebenfalls so interpretieren, dass deutsche (christliche) Männer nun mal so sind? Und würden Sie dann die Frau dafür verurteilen, dass Sie diesen Mann geheiratet hat? Dies kommt auch in allen sozialen Klassen vor, nur wird es vielleicht bei manchen nicht an die Öffentlichkeit getragen.
Mal ganz nüchtern betrachtet geht es in Internetforen natürlich oft deftiger zu als in einer normalen Diskussion. Das ist aber nicht spezifisch für dieses Thema.

Des weiteren merkt man an Ihren Aussagen, dass Sie offenbar schon eine Weile weg sind.

Lesen sie mal regelmäßig eine Tageszeitung einer deutschen Großstadt. Werfen Sie z.B. mal einen Blick in den Tagesspiegel. Oder auch in süddeutsche Publikationen, von denen man eigentlich ausgehen müßte, dass es in ihrem jeweiligen lokalen Umfeld ruhiger zu geht.

Vermutlich werden Sie erschrecken, was in manchen Gegenden mittlerweile los ist. Und das eben nicht nur medial in der Zeitung aufgebauscht, sondern leider auch ganz real erfahrbar im Alltag.

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expat4 08.03.2011, 18:28
115. Frauenhaus

Zitat von sexobjekt
...eine Freundin von mir ist vor ihrem prügelnden deutschen Ehemann in ein Frauenhaus geflohen. Eine der ersten Fragen der anderen dort hingeflohenen Frauen an sie war: "Na, und wo kommt deiner her?" Gemeint war die Nationalität des Ehemannes. Ausnahmen bestätigen die Regel.

Ich kann verstehen, warum Sie so denken, allerdings finde ich diese Schlussfolgerung etwas voreilig. Das ist die Erfahrung Ihrer Freundin, was nicht unbedingt heißen muss, dass dies der Regelfall ist. Außerdem müsste man sich mal genauer ansehen, wer genau in Frauenhäusern Zuflucht sucht (es könnte z.B. sein, dass es sich bei der Mehrzahl der Frauen um Ausländerinnen handelt, und in diesem Fall wäre die Frage dann auch nicht überraschend. Deutsche Frauen haben oftmals Freunde oder Familienangehörige, zu denen sie fliehen können). Ich weiß es nicht, und will damit auch nicht sagen, dass Sie unrecht haben, aber man sollte vorsichtig sein, andere einfach alle über einen Strich zu ziehen.

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immigrantin 08.03.2011, 18:36
116. einfache Welt, in der sie leben

Zitat von hilfloser
hat selbst Schuld! Man sollte sich ein bißchen anschauen mit wem man sich einläßt. Interessant aber das, wenn es Probleme gibt, der Deutsche Rechtstaat so ungezwungen in die Pflicht genommen wird. Für Ihre Freundin NULL Mitleid.
Meine Freundin braucht Ihr Mitleid nicht. Sie ist eine starke und intelligente Frau (ich wäre froh so programmieren zu können wie sie:) Ihre Ehe war ein Fehler, was sie korrigiert hat. Als deutsche Staatbürgerin hat sie das Recht auf die Hilfe des Staates, wenn sie von einem anderen deutschen Staatsbürger mit Waffe bedroht wird.

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torquemada 08.03.2011, 18:43
117. Themawechsel (Pardon)

Zitat von glen13
Vorsicht! Heute ist Weltfrauentag. Jetzt fällt mir auf: Gar kein Forum zu dem Thema. Schade.
Jawoll! Nachdem die Ferres (zumindestens optisch) sich ja auch gutt in Bayreuth beim nächsten Ring machen würde, schlage ich sie als Rächerin der 'Enterbten' vor :-)

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expat4 08.03.2011, 19:07
118. Tageszeitung

Zitat von user24
Mal ganz nüchtern betrachtet geht es in Internetforen natürlich oft deftiger zu als in einer normalen Diskussion. Das ist aber nicht spezifisch für dieses Thema. Des weiteren merkt man an Ihren Aussagen, dass Sie offenbar schon eine Weile weg sind. Lesen sie mal regelmäßig eine Tageszeitung einer deutschen Großstadt. Werfen Sie z.B. mal einen Blick in den Tagesspiegel. Oder auch in süddeutsche Publikationen, von denen man eigentlich ausgehen müßte, dass es in ihrem jeweiligen lokalen Umfeld ruhiger zu geht. Vermutlich werden Sie erschrecken, was in manchen Gegenden mittlerweile los ist. Und das eben nicht nur medial in der Zeitung aufgebauscht, sondern leider auch ganz real erfahrbar im Alltag.

Ja, Sie haben recht, ich lebe schon länger nicht mehr in Deutschland, aber ich bin regelmäßig dort und verfolge auch täglich die deutschen Nachrichten. Also bin ich nicht ganz so abgeschnitten vom Geschehen, wie Sie sich das sicher vorstellen.

Den zweiten Teil Ihres Kommentars verstehe ich nicht so richtig. Was wollen Sie damit sagen? Ich habe eben mal die Internetseiten einiger Zeitungen überflogen, und von einer Kindesentführung in Brandenburg (deutscher Familienvater), über die wütenden Missbrauchsopfer der Odenwaldschule bis zum Mord an einer schwangeren 21-Jährigen (scheint kein deutscher Name zu sein) alles finden können.

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lektra 08.03.2011, 20:21
119. Hätte, wäre, wenn

Zitat von teletubbi
WENN es tatsächlich so gewesen sein sollte.
Ja: hätte, wäre, wenn und möglicherweise. Als Leser hat man naturlich wenig Möglichkeiten, alles zu überprüfen. Vielleicht ist es etwas blauäugig, aber ein wenig hoffe ich doch immer noch auf die journalistische Sorgfaltspflicht.

Nur gibt es immer wieder Berichte von Frauen, die in Nordafrika leider kaum die Chance hatten, ihre gesetzlich verbrieften Rechte wahrzunehmen. Man muss ja auch erstmal heil zur deutschen Botschaft kommen, um neue Papiere zu beantragen, und dann muss man später noch einmal heil hinkommen, um die Ersatzpapiere abzuholen. Gerade, wenn man kein sonderlich großes Vertrauen darauf haben kann, dass die dortige Polizei bei Problemen wirklich hilft. Zudem hilft einem ein deutscher Pass für ein Kind, das auch die tunesische Staatsangehörigkeit hat, nicht weiter.

Sicher kann man sich nicht sein, ob das alles so abgelaufen ist, doch halte ich es nicht von vorneherein für unwahrscheinlich. Wenn mehrere Familienmitglieder dabei zusammenarbeiten, auf eine Frau "aufzupassen", und auf die lokale Polizei kein Verlass ist, weil die natürlich nicht gegen den ehrenwerten Herrn Doktor vorgehen würde, kann es sehr schwer werden, auf sein Recht zu pochen.

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