Forum: Panorama
Deutsche Rekorde: Superlative, aufsteigend sortiert
Henning Kaiser/ DPA

Sommerzeit, Hitzerekord, schlimmste Nachrichten aller Zeiten. Wir fassen es nicht, was dauernd los ist. Und das nächste Schneechaos wird sicher das Fürchterlichste. Hier sind noch ein paar Anregungen.

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im_ernst_56 04.07.2019, 14:34
1.

"Was soll diese Sucht nach Superlativen? Jeder weiß doch, dass es extrem unwahrscheinlich ist, dass das Leben, die Gesellschaft, der Frauenfußball oder die Straftäter ununterbrochen Rekorde und Superlative hervorbringen." Wie wahr.
Ein wunderbarer Beitrag zum (fast) Wochenende. Er liest sich fast wie die Empfehlung an die SPON-Redaktion und die anderen Kolumnisten, die Aufregungsspirale gelegentlich etwas herunterzudrehen. Selbst in der Zeit des sog. Sommerlochs.

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K. Larname 04.07.2019, 14:39
2.

Chapeau, was für eine feine Analyse.
Definitiv einer der superlativsten Kolumnenbeiträge überhaupt!

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swnf 04.07.2019, 14:55
3. Wer kann es besser als Thomas Fischer?

Niemand!
(das Superlativ musste sein)

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michel.favre 04.07.2019, 15:15
4. Der beste Artikel!

Das war der beste Artikel zu diesem Thema seit 28 Jahren.

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urbanism 04.07.2019, 15:50
5. vielleicht sind die Superlativen dem schnellen Leben geschuldet

was die ganzen Superlativen sollen? Vielleicht ist es die Kunst ein Produkt zu vermarkten? Es geht um Einschaltquote und Verkaufszahlen. Je weiter ich in die Superlative und blanken Horror abdrifte, desto mehr wird der Konsument auf das Produkt aufmerksam.
Wer macht heute noch mit 3% Rabatt Werbung? Heute müssen es mindestens 20% oder am besten mit Personalrabatt 70% sein.
Oder wenn ich noch an meine Heimatstadt mit 45.000 Einwohner denke, bei dem bei jedem verkaufsoffenen Sonntag 100.000 Besucher in die Läden einfallen. Zumindest wenn man der lokale Presse glauben darf....
Vielleicht sind die Superlativen auch dem schnelleren Leben geschuldet. Was Heute Inn ist, ist morgen out. Da musst du schnell sein, um die Konsumenten zu begeistern.

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Hexavalentes Chrom 04.07.2019, 15:58
6. Ich muss doch bitten:

Es ist der freie Markt, also der enthemmte Wettbewerb, der nur noch den Superlativ kennt. Die Ökonomie ist kein Ort für Zurückhaltung, Diskretion und Empathie. Deren Abart - die Aufmerksamkeitsökonomie - schon gar nicht. Maximaleffekte und Gewinnmaximierung sind selten das Ergebnis von Disziplin. Im Sport schon gar nicht. Dort nennt man das Doping. Alles ist gedopt. Alles, was vielleicht noch anders wäre, wird platt gewalzt.

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motoko_kusanagi 04.07.2019, 16:15
8. Tolle Schreibe

und bemerkenswert auf den Punkt gebracht.
Top!

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fundierte_info 04.07.2019, 16:23
9.

Spiegel Online bedient täglich die Übertreibung, die Superlative und man hat egal bei welchem Thema (Brexit/Euro Krise/Iran Krise etc.) immer das Gefühl das ist jetzt definitiv das Ende der Welt.

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