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Diskriminierendes Gesetz: Bryan Adams sagt Konzert in Mississippi ab
REUTERS

"Ich kann nicht in einem Staat auftreten, der Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung Grundrechte verweigert": Bryan Adams hat aus Protest gegen ein diskriminierendes Gesetz ein Konzert in den USA abgesagt.

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gandhiforever 12.04.2016, 00:19
10. Nach Springsteen

ein weiterer Musiker, der von seinem Recht Gebrauch macht.

Im uebrigen kann diese Gesetzgebung sowohl in Mississippi als auch in Noth Carolina diese Bundesstaaten viel Geld kosten, denn Bundesrecht verbietet die Diskriminierung auf Grund der sexuellen Orientierung.

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jojack 12.04.2016, 03:28
11.

Zitat von chuckal
wäre es doch, auch insgesamt auf Einnahmen aus diesen Staaten zu verzichten. Wie auch aus den Staaten, die die Todesstrafe exekutieren.
Man kommt um den Verdacht nicht umhin, dass Adams und andere eher auf der Aufmerksamkeitswelle surfen, als ein echtes Anliegen zu verfolgen. Der Vergleich mit der Todesstrafe ist legitim. Mir wäre nicht bekannt, dass Springsteen oder Adams deswegen Konzerte abgesagt hätten.

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kasam 12.04.2016, 05:07
12. Ach, wenn doch alle Künstler

das gleiche tun, vielleicht beginnt dieser Staat an zu denken...wer weiss....

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outsider-realist 12.04.2016, 06:03
13. Na ja....

Bei allem Respekt für die Entscheidung. Gravierender finde ich es, wenn in einigen Bundestaaten Menschen hingerichtet werden und nicht wenige nachweislich unschuldig. Hat deswegen schon einer der Stars ein Konzert abgesagt? Merkwürdige Gewichtung.

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Gregor Weißenborn 12.04.2016, 06:25
14. Verfassung?

Kann ein einzelner Bundesstaat überhaupt wirksam ein Gesetz erlassen, das im Widerspruch zur Verfassung des Staates steht? Vielleicht kann das ja bei einer höheren Instanz auch wieder gekippt werden, wenn sich ein Betroffener an sie wendet.

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oxybenzol 12.04.2016, 06:28
15.

Bei solchen Gesetzen frag ich mich, warum die Amis Angst vor dem Islam haben. Die Scharia stallt doch auch den Glauben über Grundrechte.

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at.engel 12.04.2016, 07:09
16.

Die USA sind eine der wenigen, wenn nicht die einzige westliche Demokratie, die nicht auf den Werten der Aufklärung beruht. Vor Gott sind zwar alle irgendwie gleich, aber hier auf Erden hat "Ordnung" zu herrschen, und die ist so (...wie sie ist) gottgewollt. So ähnlich hatten auch Luther oder auch Locke noch argumentiert. Und dementsprechend wird auch volkommen bedenkenlos die Todesstrafe vollzogen, oder werden Leute zu 150 Jahren Gefängnis verurteilt.
In jeder anderen westlichen Demokratie wären solche Gesetze nicht einmal mit der Verfassung vereinbar. Und ganz nebenbei zeigt es, dass Religion prinzipiell einfach nicht mit den Werten eines demokratischen Rechtsstaates vereinbar ist. Dass das bei uns etwas anders ist, ist nicht einer besonders toleranten und aufgeklärten Kirche zu verdanken, sondern vielmehr eines jahrhundertlangen Kampfes, die die Kirche mehr oder weniger in die private Sphäre verwiesen hat. Und darauf sollte sie sich meiner Meinung nach auch beschränken.

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flyhi152 12.04.2016, 07:31
17. Todesstrafe....

hier wird einmal wieder deutlich, wo in den USA die Prioritaeten liegen: kein prominenter Kuenstler sagt in Staaten in denen Menschen hingerichtet werden, Konzerte ab, die Toilettenfrage fuer die LGBT Gemeinde scheint einen hoeheren Stellenwert zu haben.

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fatherted98 12.04.2016, 07:36
18. naja...

...ist wohl eher eine Bestrafung der Fans...hoffentlich wird er auf Schadenersatz verklagt...das in diesem Staat diese Gesetze gelten wußte der gute Mann ja wohl vor der Tourplanung...also nur ein PR Gag...der ihn hoffentlich teuer zu stehen kommt.

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michael.mittermueller 12.04.2016, 07:53
19. Palestina, Israel, Südafrika, Iran, Syrien, Russland, Gay Rights

Welches Embargo ist nun erlaubt und welches nicht ?
Weshalb gelten in den besetzten Gebieten links und rechts von Israel andere Regeln als in den Südstaaten der USA. South Carolina etwa war der erste Bundesstaat, der ein Gesetz gegen ein Embargo auf den Weg brachte.
Obama wiederum drohte nun genau mit einem Embargo.

Ich verstehe nicht mehr nach welchen Regeln hier die jeweiligen Entscheidungen zugunsten von Boykotts und Embargos getroffen werden. Oder gibt es hier doch Regeln.

Das Embargo etwa gegen den Iran geht auf Lobbyismus durch Saudi Arabien und durch Israel zurück. Das Anti Embargo und der Anti-Boykott in Sachen besetzte Gebiete geht auch auf Lobbyismus zurück.

Spielt hier Geld eine Rolle und politisches Kalkül ? Beides ist anzunehmen. Ich bin hier für eine ruhigeres Vorgehen.
Demokratie bedeutet, die Menschen abzuholen, nicht sie über den Haufen zu rennen. Sowohl in der Außenpolitik als auch in gesellschaftlichen Fragen.

Das Halt den Mund bestimmt den Ton. Auch hier in Deutschland. Bunt ? Demokratisch ? Moralisch überlegen? Wohl eher das Gegenteil, wie das Beispiel von Herr Volker Beck zeigt. Fassaden bestimmen das Bild, nicht die Realität dahinter.

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