Forum: Panorama
Diskriminierung an der Disco-Tür: DU kommst hier nicht rein

Ein*junger Mann*wird vor einer Discothek abgewiesen, angeblich wegen seiner dunklen Hautfarbe. Ein Richter erkennt zwar die Diskriminierung - verweigert aber jede Entschädigung. Nun geht der Teenager in die Berufung, sein Anwalt sieht das Verfahren als symbolträchtig.

Seite 5 von 14
hdudeck 24.08.2011, 20:26
40. Fragliche Formulierung

Immerhin findet sich auf der Internetseite des M-Park unter der Rubrik "Einlasskriterien" ein Zusatz zur Hausordnung. Man lehne "jede Art von Diskriminierung" ab und das Sicherheitspersonal !!!! sei nicht angehalten !!! "eine willkürliche Selektion nach Herkunft oder Nationalität vorzunehmen".

Ich finde, dieser Satz zeigt doch schon wo es langgeht - sei nicht angehalten - bedeutet doch, dass es aber erwuenscht ist, zumindest akzeptiert wird, aber nicht direkt angeordnet ist. Korrekt mueste es heissen: sei angehalten, keine willkürliche Selektion nach Herkunft oder Nationalität vorzunehmen".

Beitrag melden
heutedoch 24.08.2011, 20:27
41. Das dachte ich mir auch

Erstaunlich, daß aufgrund einer simplen Behauptung überhaupt ein Verfahren angestrengt wird.

Wahrscheinlich hieß es einfach: "Sie nicht" und da keimte die Idee der Diskriminierung auf.

Letztendlich, sagt jemand zu mir (und ich habe einen Zeugen dabei): Du kommst nicht rein, weil Du "schwarz, türkisch, zu dick, zu häßlich, Mann oder Frau" bist, dann merke ich mir den Namen, bzw. lasse ihn mir geben und erstatte DANN Anzeige wegen Diskriminierung.

Das treibt ja immer seltsamere Blüten hier.

Zitat von Dyke
"5000 Euro Entschädigung forderte der Teenager, vor allem aber eine aufrichtige Entschuldigung der Nachtclub-Betreiber. (...) bis heute ist nicht klar, welcher Türsteher den verhängnisvollen Satz gesagt haben soll. Der Sicherheitsleiter des Unternehmens hatte jedoch als Zeuge in Tübingen ausgesagt, von der gezielten Abweisung ausländisch wirkender Gäste wisse er nichts." Da ist also ein Jungspund nicht in die "Disse" reingekommen, ob einer der Türsteher etwas gesagt hat und welcher, ist nicht festzustellen, aber es sollen 5k Euro rausspringen als "Entschädigung"... Lächerlich.

Beitrag melden
s.s.t. 24.08.2011, 20:27
42. ...

Zitat von nurmeinsenf
...man darf es nur nicht sagen. Egal ob es um Disco-Eintritte oder Bewerbungen geht. Deshalb erwischt ein Anti-Diskriminierungsgesetz auch nur diejenigen, die dumm genug sind, den wahren Grund auszusprechen. Wahrscheinlich werden die Türsteher jetzt instruiert, sich gefälligst hinter unangreifbaren Formulierungen zu verstecken. Rein kommt er aber trotzdem nicht.
So ähnlich wie bei einem Arbeitszeugnis. Da darf man auch nicht schreiben "Der Mitarbeiter war eine Null", auch wenn es zutrifft, sondern man schreibt etwas über seine Bemühungen.
(Achtung: Es geht hier um sog. juristisch einwandfreie Formulierungen.)

Beitrag melden
heutedoch 24.08.2011, 20:29
43. Wieso

Zitat von anomie
Das was sie erfahrungen nennen, sind vorurteile. Durch nichts belegt und nur in ihrem kopf. Und nur weil ihnen viele andere raassisten zustimmen würden, ist die einstellung trotzdem nicht richtig. Vielleicht besuchen sie mal eine "weiße" schlagerparty, da kommen sie plötzlich auf ganz neue vorurteile..
unterstellen Sie dem Foristen seine Erfahrungen als Phantasie?

Sind nur Ihre Erfahrungen echte Erfahrungen?

Ihr letzter Vorschlag ist ein suggestiertes Vorurteil, keinen Deut besser als das, was Sie dem Mitforisten einfach mal so unterstellen.

Beitrag melden
JohnMurdoch 24.08.2011, 20:29
44. ich hoffe

ich hoffe, dass der Kläger recht bekommt.

Wo sind wir denn, dass genetische Merkmale eine Rolle beim Einlass spielen? Sorry, hier sollte kein Hausrecht der Welt gelten. Das ist Rassismus par Excellence.

Beitrag melden
daniellaun 24.08.2011, 20:30
45. -

Wenn der Typ gewinnt, dann müssen die Türsteher ja alle Schwarzen reinlassen, sonst gäbe es ja Ärger. Das kann doch nicht funktionieren. Nach den Schwarzen kämen dann die Asiaten, Latinos, usw. Am Ende wäre jegliche Abweisung ein Fall von Diskriminierung.

Beitrag melden
heutedoch 24.08.2011, 20:30
46. Was nicht bewiesen ist.

Zitat von anomie
Dann lesen sie doch erstmal den artikel. Es geht nicht um das nicht hereinlassen, sondern das nicht hereinlassen, weil er schwarz ist.
Wäre es bewiesen, wäre es zu ahnden. Nur, geht es um Diskriminierung oder um Geld??? ;o)

Beitrag melden
OskarVernon 24.08.2011, 20:34
47. Glaub' ich nicht:

Zitat von nurmeinsenf
Wahrscheinlich werden die Türsteher jetzt instruiert, sich gefälligst hinter unangreifbaren Formulierungen zu verstecken.
Die (Wirte wie Türsteher) werden Abgewiesenen wohl schlicht gar keine Begründung mehr mitliefern - ein einfaches "Dukummsthiernetnei" reicht doch ohnehin völlig aus ;-)

Beitrag melden
c++ 24.08.2011, 20:35
48. .

Zitat von hdudeck
Immerhin findet sich auf der Internetseite des M-Park unter der Rubrik "Einlasskriterien" ein Zusatz zur Hausordnung. Man lehne "jede Art von Diskriminierung" ab und das Sicherheitspersonal !!!! sei nicht angehalten !!! "eine willkürliche Selektion nach Herkunft oder Nationalität vorzunehmen".
Kommt eigentlich auch rein, wenn man schon 40, 50, 60 oder 70 ist und Singel?

Oder darf nur nach Herkunft nicht selektiert werden? Gilt sonst jede Diskriminierungsfreiheit und Selektionsfreiheit?

Beitrag melden
UHamm 24.08.2011, 20:37
49. Diskriminierung muß für alles herhalten...

In meiner Stadt gabs eine Disco, in der zunehmend Ausländer gingen. Die Folge war, daß die einheimischen Jugendlichen zunehmend wegblieben. Am Ende mußte der Betreiber aufgeben und schließen.

So wurde der Betreiber auch diskriminiert, um dieses schwammige, für alles zu gebrauchende Wort zu benutzen.

Ich bin schon der Meinung, daß der Inhaber seine Kundschaft auswählen kann und nicht jeden einlassen muß. Dies tut er aus geschäftlichen Gründen, nicht aus irgendwelchen an den Haaren herbeigezogenen anderen Gründen.

Beitrag melden
Seite 5 von 14
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!