Forum: Panorama
Diskussion auf dem Kirchentag: "Die AfD missbraucht Christen als Feigenblatt"
DPA

Hochumstritten war der Auftritt der AfD-Politikerin Anette Schultner auf dem Kirchentag in Berlin. Ihre Gesprächspartner agierten sachlich und wohlerzogen. Teile des Publikums zeigten sich empört.

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widder58 25.05.2017, 21:29
1. Die Frage ist

ob Links- und Flüchtlingspopulisten irgendwann mal begreifen, dass man bei dem Thema durchaus geteilter Meinung sein kann. Offenbar hält man sich in bestimmten Kreisen aber für auserwählt, die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben. Schultner hat verständlich eine Position vertreten. Es gibt in Deutschland sowas wie Meinungsfreiheit. Über Lösungen muss man nachdenken. Sicher ist nur, dass die Lösungen der Krawallmacher keine sind - schlicht weil sie keine anbieten.

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schroedgt 25.05.2017, 21:50
2. Das muß ja eine Versammlung gewesen sein!

Ich bin auch aktiver ev. Christ! Ich bin erschüttert, was ich in diesem Bericht gelesen habe! Ich gehe nämlich konform mit fast allen Aussagen der AfD-Frau! Jeder Mensch hat eine Würde, dem stimme ich zu! Dass diese Würde aber jeden Menschen berechtigt, dort hinzugehen, wo es ihm beliebt, dem stimme ich nicht zu. Auch ich möchte Kriegsflüchtlingen helfen, aber dort, nicht hier! Ich möchte nicht noch mehr Islam in Deutschland, als wir ohnehin schon haben! Herr Höcke verbreitet auch kein völkisches Gedankengut, wenn Sie das endlich einmal einsehen würden! Das Publikum hätte aus der Kirche gewiesen werden müssen! Als Zuhörer benimmt man sich so nicht! Man möchte gerne mit der AfD sprechen, man weiß aber nicht, wie man es anstellen soll? Solche Veranstaltungen bringen nichts, man sollte sich das sparen! Als AfD-Vertreter würde ich an solchen Diskussionen nicht mehr teilnehmen!

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oromayeti 25.05.2017, 21:53
3. Schlechter Kommentar statt Berichterstattung

Die Fragen und Antworten der AfD-Frau haben Sie im Artikel gar nicht genannt, nur kommentiert und vor allem schon einmal für- und vorsorglich bewertet. Sie haben nichts dazugelernt - das ist Nanny-Journalismus und hat auch nichts mit "links" zu tun, sondern ist einfach journalistisch von sehr schlechter Qualität. Wenn es um die AfD geht, haben immer noch zu viele Mitarbeiter bei Ihnen den hässlichen Schaum des Eiferertums vor dem Mund.

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gammoncrack 25.05.2017, 21:54
4. Ich finde das gut, dass jemand von der AfD zum Kirchentag eingeladen wurde.

Die Kirche steht für vieles, u. a. auch für "Mitleid haben".

Das ist also eine sehr noble Geste gegenüber denjenigen, die man durchaus als sozial verwirrt bezeichnen darf. Auch diesen Menschen gegenüber darf sich die Kirche nicht verschließen.

Wobei ich mir allerdings sicher bin, dass eine AfD sich der Kirche gegenüber weniger tolerant zeigen würde.

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Bayrischer Michel 25.05.2017, 21:56
5. Diskussion

Ob man wohl je dazu kommt, auch den politischen Gegner zu Wort kommen zu lassen, wenn er nicht stramm links ist?

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traurigeWahrheit 25.05.2017, 21:59
6. Da habe ich aber

eine andere Veranstaltung gesehen. Frau Schultner hat sich tapfer geschlagen, trotz teils pöbelnden Publikums und eine "Moderatorin", die weder neutral noch fair war. Eine Veranstaltung "Einer gegen alle", das kennt die AFD allerdings ais sämtlichen Talkshows und sollte Frau Schultner nicht überrascht haben.
Schwach fand ich Frau Bednarz, man hätte das Gefühl, sie wollte nur ihr Buch promoten. Bischof Dröge war bei seinem Heimspiel zwar fair zum Gegner, aber er konnte nicht so überzeugen, fand ich. Er war schlecht vorbereitet, vermied es Gott sei Dank aber, gegenüber Frau Schultner persönlich zu werden.
Frau Schultner war in der "Höhle des Löwen" die beste, auch wenn das Publikum (das sorgsam ausgewählt wurde) ihr am wenigsten applaudiert hat.

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GünterLichtner 25.05.2017, 22:07
7. Kultivierte Gesprächspartner?

"In der Debatte ließ sie [Schultner] sich nicht aus der Reserve locken, während ihre Gesprächspartner vielleicht allzu kultiviert und wohlerzogen mit ihr umgingen." Kultiviert und wohlerzogen - gilt das auch für Bischof Dröge, welcher die AfD-Zugehörigkeit als ein Ausschlußkriterium für das Christsein deklariert und für dieses und andere Pauschalurteile - sicherlich mit Wohlbehagen - "tosenden Applaus" erntet? Und der vermutlich auch nicht gegen die verbalen Pöbeleien protestiert hat, die Frau Schultner seitens des Publikums zu erdulden hatte? Ich als Christ meine, daß Frau Schultner in allen Punkten recht hat, und ich bewundere ihren Mut, unter den gegebenen Bedingungen überhaupt aufgetreten zu sein.

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frietz 25.05.2017, 22:17
8.

Zitat von schroedgt
Ich bin auch aktiver ev. Christ! Ich bin erschüttert, was ich in diesem Bericht gelesen habe! Ich gehe nämlich konform mit fast allen Aussagen der AfD-Frau! Jeder Mensch hat eine Würde, dem stimme ich zu! Dass diese Würde aber jeden Menschen berechtigt, dort hinzugehen, wo es ihm beliebt, dem stimme ich nicht zu. Auch ich möchte Kriegsflüchtlingen helfen, aber dort, nicht hier! Ich möchte nicht noch mehr Islam in Deutschland, als wir ohnehin schon haben! Herr Höcke verbreitet auch kein völkisches Gedankengut, wenn Sie das endlich einmal einsehen würden! Das Publikum hätte aus der Kirche gewiesen werden müssen! Als Zuhörer benimmt man sich so nicht! Man möchte gerne mit der AfD sprechen, man weiß aber nicht, wie man es anstellen soll? Solche Veranstaltungen bringen nichts, man sollte sich das sparen! Als AfD-Vertreter würde ich an solchen Diskussionen nicht mehr teilnehmen!
warum gestehen sie es nicht jedem menschen zu, das beste für sich zu suchen? tun sie das nicht auch?
wenn sie morgen evtl. zu ihren Arbeitsplatz pendeln, warum sagen sie da nicht auch, "hey ich muss xx km fahren, ich kann mir doch auch einen Job in meinem ort suchen, da hat dann jemand anders in der Stadt meinen Job." ist das gleich in kleinerem maßstab. Was würden sie sagen, wenn sie an der Stadtgrenze abgewiesen werden würden mit dem hinweis, die Stadt muss erst mal für ihre leute sorgen, such dir zuhause einen Job" sie wären sicher begeistert.
ich finde es abartig, andern leuten zu verbieten zu wollen, für sich ein besseres leben zu suchen. dann noch zu behaupten man sei Christ, ist die Frechheit obendrein. aber das sieht man ja in den c-Parteien, wie christlich die sind

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Denker-99 25.05.2017, 22:23
9. Auslaufmodel Kirche

Die Kirchen werben für den Islam und für Flüchtlinge Das ist so als wenn die CDU für die SPD wirbt ! Warum treten immer mehr aus den Kirchen und Gewerkschaften aus weil die sich nicht für die Deutschen Bürger einsetzen.

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