Forum: Panorama
Doppelte Staatsbürgerschaft: Emily Blunts Steuer-Stunt
AFP

Neu-Amerikanerin Emily Blunt strapaziert die Nerven ihrer Mitbürger. Nachdem sie erst über die Republikaner lästerte, gab sie nun den wahren Anlass für ihre doppelte Staatsbürgerschaft bekannt.

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Elizabeth_Tudor 05.10.2015, 12:34
10. Doppelte Besteuerung wartet....

Dann wird Sie jetzt wenigstens doppelt besteuert...denn die USA besteuern ihre Buerger auf weltweites erwirschaftetes Einkommen..u.d. Einkommensmeldegrenzen sind katastrophal niedrig u. beinhalten auch die Angabe des Einkommens des auslaendischen Partners. US Buerger sind mittlerweile unerwuenschte Kunden bei europaeischen Banken

Man lese nur einmal ueber FATCA u. FBAR.

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acer66 05.10.2015, 12:37
11.

Wer das erste Interview gesehen hat weiss das sie da nur rumgealbert hat, wie das in diesen Talkshows halt so gang und gebe ist.
Manche von den eher rechten Rand haben daraus nur versucht ne grosse Sache zu machen.
Sie tut sich jetzt aber wirklich keinen gefallen zu sagen das ist nur wegen der Steuer, das kommt hier nicht so gut an.

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hansgustor 05.10.2015, 12:43
12. legitim

Zitat von wll
Und wie erklären Sie sich dann die Rosinenpickerei, wie sie die besagte Dame an den Tag legt? Loyalität heißt ja wohl auch, die Nachteile einer Staatsbürgerschaft (Steuern, Wehrpflicht u. ä.) zu akzeptieren - und sich nicht mit Verweis auf die jeweils andere Staatsbürgerschaft zu drücken, oder sich wie Herr Di Lorenzo Vorteile durch Inanspruchnahme beider Staatsbürgerschaften zu......
"Wenn man sich mehr zu einem anderen Land hingezogen fühlt und dort längere Zeit oder dauerhaft leben will, bitte. Dann sollte man aber eben nur die dortige Staatsbürgerschaft annehmen und die bisherige aufgeben."

Und hier löst sich ihr ganzer Kommentar in Wohlgefallen auf, weil es vielen Leuten so geht, dass sie nicht dauerhaft in einem Land, sondern wechselhaft in zwei Ländern leben möchten.
Z.B. Eltern leben im Ausland, man selbst ist aber eingebürgert und hat seine eigene Familie hier. In der Praxis sieht es dann so aus, dass man keine Chance hat sich um die Eltern im Ausland zu kümmern und sie deshalb nach Deutschland nachholen muss, wofür man dann wiederum angefeindet wird.

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stonki 05.10.2015, 12:44
13. volle Zustimmung

Zitat von Elizabeth_Tudor
Dann wird Sie jetzt wenigstens doppelt besteuert...denn die USA besteuern ihre Buerger auf weltweites erwirschaftetes Einkommen.. Man lese nur einmal ueber FATCA u. FBAR.
Danke und volle Zustimmung. Da hat die gute Frau das mit Sicherheit nicht zu Ende gedacht. meine Bekannten mit US Pass müssen jährlich 2x Steuern zahlen

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irgendeinleser 05.10.2015, 12:53
14.

Zitat von wll
Es gibt imho keinen legitimen oder gar zwingenden Grund, zwei Staatsbürgerschaften zu besitzen. Wenn man sich mehr zu einem anderen Land hingezogen fühlt und dort längere Zeit oder dauerhaft leben will, bitte. Dann sollte man aber eben nur die dortige Staatsbürgerschaft annehmen und die bisherige aufgeben.
Es gibt einen relativ einfachen Grund, der gelegentlich auftaucht (auch in meinem Bekanntenkreis): Volle Einbürgerung hier gewollt (z.B. um hier als Professor verbeamtet zu werden), aber das Heimatland entlässt keinen keiner Bürger aus der Staatsbürgerschaft. Für diese Konstellation wurde die Doppelte Staatsbürgerschaft in Deutschland schon lange vor den Diskussionen zur "Einführung" der Doppelten Staatsbürgerschaft akzeptiert.

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Bondurant 05.10.2015, 12:53
15. Das ist wahr

Zitat von Elizabeth_Tudor
Dann wird Sie jetzt wenigstens doppelt besteuert...denn die USA besteuern ihre Buerger auf weltweites erwirschaftetes Einkommen..u.d. Einkommensmeldegrenzen sind katastrophal niedrig u. beinhalten auch die Angabe des Einkommens des auslaendischen Partners. US Buerger sind mittlerweile unerwuenschte Kunden bei europaeischen Banken
Ich habe mich auch gewundert: normalerweise begibt sich kein normaler Mensch freiwillig in die Hände der amerikanischen Steuerbehörde IRS. Das nimmt allenfalls in Kauf, wenn man aus anderen Gründen unbedingt US-Bürger werden will. Als entweder hat sie den falschen Steuerberater. Oder sie weiß was über EUROPA, das uns alle interessiert, aber noch geheim ist.

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ArgumentBot 0.9 05.10.2015, 12:56
16.

Frau Blunt sollte sich von der Steuerersparnis einen neuen PR-Berater zulegen.

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gregpeters 05.10.2015, 13:00
17. Britischer Humor

Zitat von Bondurant
Ich habe mich auch gewundert: normalerweise begibt sich kein normaler Mensch freiwillig in die Hände der amerikanischen Steuerbehörde IRS. Das nimmt allenfalls in Kauf, wenn man aus anderen Gründen unbedingt US-Bürger werden will. Als entweder hat sie den falschen Steuerberater. Oder sie weiß was über EUROPA, das uns alle interessiert, aber noch geheim ist.
Kann es denn nicht einfach sein, dass der britische Humor so gemeint war, dass sich Fr. Blunt sehr wohl der steuerlichen Konsequenzen (Doppel-Besteuerung; hoch komplex => hohe Steuerberaterkosten; etc.) bewusst war und sich aber "der Liebe wegen" für die Doppelstaatsbürgerschaft entschieden hat. Die Aussage könnte also einfach sarkastisch gemeint sein, denn offensichtlich sind Steuern ganz sicher KEIN Argument für eine doppelte Staatsbürgerschaft in den USA.

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wll 05.10.2015, 13:06
18. Kein Titel

Zitat von Bondurant
das in den USA egal ist. Bei Einbürgerung müssen Sie den Oath of Allegiance schwören, in dem Sie versichern, alle anderen Loyalitäten als zu den USA in Zukunft abzustreifen. Da ist dann so gesehen unwichtig, ob Sie formal auch noch Bürger eines anderen Landes sind. Das meinen die Amerikaner auch so; möglicherweise hat Ms. Blunt da was nicht richtig mitgekriegt.
Steuerlich scheint es ja wohl einen Unterschied zu machen, oder habe ich Frau Blunt da falsch verstanden? Und die Bereitschaft, die Aufgaben des Staates durch Zahlen der zu entrichtenden Steuern zu unterstützen, gehört für mich ganz klar zum Thema "Loyalität" dazu. Die Infrastruktur nimmt die Dame ja vermutlich ganz gerne in Anspruch, aber vor der Finanzierung drückt sie sich dann unter Zuhilfenahme ihrer doppelten Staatsbürgerschaft soweit es nur geht. Ich sehe so etwas als Mißbrauch an, und dieser gehört imho abgestellt...

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Bondurant 05.10.2015, 13:09
19.

Zitat von gregpeters
Kann es denn nicht einfach sein, dass der britische Humor so gemeint war, dass sich Fr. Blunt sehr wohl der steuerlichen Konsequenzen (Doppel-Besteuerung; hoch komplex => hohe Steuerberaterkosten; etc.) bewusst war und sich aber "der Liebe wegen" für die Doppelstaatsbürgerschaft entschieden hat. Die Aussage könnte also einfach sarkastisch gemeint sein, denn offensichtlich sind Steuern ganz sicher KEIN Argument für eine doppelte Staatsbürgerschaft in den USA.
Kann es denn sein, dass sie als Britin nicht mit ihrem amerikanischen Mann in den USA zusammenleben darf? Das wäre allerdings erschütternd.

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