Forum: Panorama
Downshifting: Weniger Arbeit, mehr Leben

Heidi Fink tauscht Bilanzen gegen Wander-Boots. Die Steuerfachwirtin tritt beruflich und finanziell kürzer, um mehr Zeit in den Bergen zu verbringen. Downshifting heißt das Prinzip, das vor allem ein Ziel hat: raus aus dem Hamsterrad, rein ins Leben.

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dinkybash 04.10.2012, 10:50
110.

Klingt doch gut. Ich bewundere solche Menschen, die einfach mal das tun, was sie möchten und was sie für sich am besten finden.
Könnte mir sowas durchaus auch für mich vorstellen.

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joespangenberger 04.10.2012, 10:54
111. Viel Spaß in den Bergen

Hallo Frau Fink,

ich denke daran wenn Sie in 30 Jahren nach Deutschland zurückkehren und Sie nur eine Sozialrente bekommen weil sie ja nix mehr eingezahlt haben. Ihre Sozialrente und auch Ihre Gesundheitsversorgung wird dann von den Menschen bezahlt die dann in Deutschland arbeiten.

Diese Menschen sind übrigens die Kinder von uns, die diese Kinder finanzieren und es Ihnen ermöglichen später zu arbeiten.
Und wir sind es, die genau deshalb NICHT in die Berge fahren können um uns selbst zu verwirklichen...

Viel Spaß noch...

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Currie Wurst 04.10.2012, 10:56
112. ...

Zitat von dale_gribble
Doch. Ich habe 2. Mit dem Schwerpunktmaessig nicht bei mir wohnen haben Sie allerdings teilweise Recht. Allerdings wuerde es auch so gehen, da ich keine Miete zahlen muss und ein ausgesprochen guenstiges Auto fahre.
Klar kann man mit 1000 Euro auskommen. Vor allem bei einem so konkurrenzlosen Modell: keine Miete, das hätten andere sicher auch gerne.

Leisten Sie von Ihren 1.000 Euro auch Unterhalt für Ihre Kinder oder muss das jemand anders übernehmen, damit Sie Ihr günstiges Lebensmodell hier lobpreisen können ?

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rokokokokotte 04.10.2012, 11:00
113. @Suppenkoch

Zitat von suppenkoch
@ rokokokokotte: Der Begriff "Rokokokokotte" bezieht sich immer auf eine Frau. Dann sollte man sich nicht auch nicht wundern, wenn man als Frau angesprochen wird.
@Suppenkoch
Zitat Wikipedia:

"...Eine Kokotte ist ein feuerfester Schmortopf, der zum Braten und Backen verwendet wird.Kokotten werden aus Steinzeug oder Porzellan, seltener aus Gusseisen hergestellt. Der Name leitet sich von der ursprünglichen Verwendung zum Schmoren eines Huhns ab."

Schauen Sie, da liegen Sie aber total daneben!
Vermutlich sind Sie - mangels Fachwissen - auch kein Suppenkoch...

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sertim 04.10.2012, 11:01
114. Oh, dear...

Zitat von Kometenhafte_Knalltüte
Downshifting??? Mit Schaudern nimmt man die Zersetzung der deutschen Eigenständigkeit in der Medienlandschaft der letzten Jahre wahr, wo jegliche Phrasen auf denglish umgemünzt werden. Ist ja "en vogue", statt klarer Sprache lieber oberflächlich mit Fremdspracheneinlage die Banalität des Themas zu kaschieren.

Manche Menschen (und gar nicht so wenige) haben den Vorteil, zwei-oder mehrsprachig zu sein, entweder so aufgewachsen, oder ein-und ausgewandert (freiwillig oder nicht). Sprache verändert sich, immer, andauernd, unwiderruflich manchmal. Man borgt sich Begriffe, die nett klingen oder cool und witzig, die den Kern einer Aussagen besser treffen, asl die "eigene". Elegant oder einfach als "shortcut". Man anglisiert, japanisiert, türkisiert, deutschisiert, arabisiert, ivritisiert, vanuatisiert. Hören Sie sich einfach einmal um, im Bus, auf der Strasse, in der Schule. So ist Sprache - Sprache ist nicht banal, nicht oberflächlich - das Thema ebensowenig. Und: wir kommuniziere ja nicht nur über Sprache, n'est ce pas? Jalla, det är absolut lagom. Aus über 6000 gesprochenene Sprachen wird man sich doch hin und wieder etwas ausleihen dürfen?

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Stäffelesrutscher 04.10.2012, 11:03
115.

Zitat von sanctum.praeputium
Heidi Fink ist 36, sieht gut aus und hat gut Lachen. Das Lachen würde sich erst gar nicht einstellen, wenn sie 56 wäre. Downshifting mit 36 ist Träumen von einer guten Gesellschaft, Downshifting mit 56 ist Hartz4 und ist Angekommensein in der Leistungsgesellschaft. Und wenn man dort ist, wo man schon immer war, ohne es zu merken, hat man keine Lust mehr in den Bergen zu wandern. Unser Staat, der den wir uns gewählt haben, behandelt nicht wenige seiner Bürger wie Feinde.
Ich würde sagen, Heidi Fink arbeitet daran, auch mit 56 so gut auszusehen, wie andere nicht mal mit 36 aussehen. Im Hamsterrad klappt das nicht.

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osos1009 04.10.2012, 11:05
116. Das Hamsterrad sitzt viel tiefer!

Weder das Malochen in einem Steuerbüro, noch das Bedienen irgendwelcher Urlauber in der Tourismusindustrie hat irgendetwas mit Selbstbestimmung zu tun, auch das sinnlose Erklimmen von Kreuzen diverser Watzmänner nicht. Doch es ist die tiefe Sinnlosigkeit all seiner Unternehmungen, die dem modernen Menschen in der Waren- und Industriegesellschaft so sehr und immer mehr zu schaffen macht. Solange die Menschen die Notwendigkeiten ihrer eigenen Existenz nicht selbst in überschaubarer Gemeinschaft und konkret direkt bewältigen können, solange sie ALLE am Tropf entfremdeter und entfremdender Arbeit zur Produktion von Handelswaren hängen, die mehr oder weniger über Betrug und Lüge zu Geld, d.h. zur Eintauschmöglichkeit für allen möglichen Quatsch (Autos, Urlaube, schicke Einfamilienhäuser, iMacs, Lady Gaga Konzerte, etc.) aber eben auch für das eigene Überleben, gemacht werden müssen, solange kann es weder Selbstbestimmung noch einen tieferen Lebenssinn geben, solange befinden wir uns im Hamsterrad.

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Currie Wurst 04.10.2012, 11:05
117.

Zitat von joespangenberger
ich denke daran wenn Sie in 30 Jahren nach Deutschland zurückkehren und Sie nur eine Sozialrente bekommen weil sie ja nix mehr eingezahlt haben. Ihre Sozialrente und auch Ihre Gesundheitsversorgung wird dann von den Menschen bezahlt die dann in Deutschland arbeiten. Diese Menschen sind übrigens die Kinder von uns, die diese Kinder finanzieren und es Ihnen ermöglichen später zu arbeiten. Und wir sind es, die genau deshalb NICHT in die Berge fahren können um uns selbst zu verwirklichen... Viel Spaß noch...
Nana, das ist aber doch etwas übertrieben.
Die Kinder von heute werden morgen nicht so blöd sein, hier leben zu wollen, wenn ein Großteil der Wähler dann aus uns Rentnern von morgen besteht, die diejenigen wählen, die uns höhere Renten versprechen. Bei einem Beitragssatz von 45 % für die wenigen Berufstätigen.

Trauen Sie Ihren Kindern genug Weitsicht zu, es wird so kommen. Nur machen Sie dafür nicht Frau Fink verantwortlich, die kann nichts dafür. Schauen Sie sich lieber die Lobbyisten an, die unseren Politikermarionetten diktieren, wo es langzugehen hat.

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gazettenberg 04.10.2012, 11:08
118.

Zitat von joespangenberger
Hallo Frau Fink, ich denke daran wenn Sie in 30 Jahren nach Deutschland zurückkehren und Sie nur eine Sozialrente bekommen weil sie ja nix mehr eingezahlt haben ... Diese Menschen sind übrigens die Kinder von uns, die diese Kinder finanzieren und es Ihnen ermöglichen später zu arbeiten
Bitte den Artikel mal richtig lesen, die Frau arbeitet weiterhin zwei Drittel des Jahres und bezieht dafür knapp 75 Prozent ihres bisherigen Gehaltes. Warum sie darauf Ihrer Meinung nach keine Sozialbeiträge abführt, erschließt sich mir nicht.

Und dass Ihre Kinder später für andere Menschen altruistisch die Rentenbeiträge zahlen, glaube ich Ihnen nicht. Die zahlen nur ein, um selber mal eine Rente zu bekommen.

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UweZ+ 04.10.2012, 11:11
119. Mit Verlaub,...

Zitat von pepe_sargnagel
Wahrscheinlich ist es rational! Wirtschaftlich wägen die rationalen "homo oekonomicus" ab, ob es sich lohnt Freizeit zu haben oder arbeiten zu gehen...Wenigstens kann man feststellen, dass die Menschen sich nur durch äußere Gewalt "versklaven" lassen und im Fall der Fälle ökonomisch rational handeln.
...Sie verheimlichen, dass die mitleiderregend sozial hirnleistungsbehinderten "homines oeconomici" nur eine kleine Minderheit darstellen.
Die allenfalls auf dem Strassenstrich homo-ökonomischer Ideologie, lustvoll vornübergebeugt das Röckchen lüpfend, lauter zu Schreien vermag (Marketing), als ihre sozial-hirnleistungsintakten Mitbürger...:-)

Wollen Sie unser Dasein tatsächlich dauerhaft ausgerechnet von jenen asozialen Vollpfosten bestimmen lassen, die, gänzlich zur zwischenmenschlichen Empathie unfähig, vom menschlichen Durchschnitt abweichende, hirnleistungstechnische Defizite aufweisen...?

Hirnleistungstechnisch ist ein "homo oeconomicus", wegen seines bedauernswertenl Mangels an Spiegel-Neuronen, doch allenfalls irgendwo zwischen "Normalo" und hirnbiologischem Einzeller einzuordnen...!

Würde uns nicht ständig eingetrichtert, dass homo-ökonomisch totalisierter Konkurrenzkampf angeblich der Normalfall wäre, hätten wir sozial nicht unterbelichteten Normalos für die bedauernswerte Minderheit der "homines oeconomici" aus unserer Mitte doch längst Arbeitsplätze in Werkstätten für behinderte Menschen bereitgestellt...

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