Forum: Panorama
Downshifting: Weniger Arbeit, mehr Leben

Heidi Fink tauscht Bilanzen gegen Wander-Boots. Die Steuerfachwirtin tritt beruflich und finanziell kürzer, um mehr Zeit in den Bergen zu verbringen. Downshifting heißt das Prinzip, das vor allem ein Ziel hat: raus aus dem Hamsterrad, rein ins Leben.

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supertobi 04.10.2012, 08:00
10. optional

Einerseits lesen wir über Altersarmut, andererseits reduzieren Menschen freiwillig ihr Einkommen um 50 %, um mehr Freizeit zu haben. Na, dann wollen wir mal für Heidi hoffen, dass ihre Strategie nicht zu kurz gedacht ist...

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spon-48t-823r 04.10.2012, 08:01
11. Reduziert habe ich...

und zwar meine vertragliche Wochenarbeitszeit von 40h auf 35h. Vor den Sommerferien war ich einfach "durch". Mit der Steuerung mehrerer Projekte habe ich mich fast zerissen. Bevor ich mich der Modekrankheit "Burn-Out" hingebe, ziehe ich doch lieber die Handbremse, verzichte auf einen Teil des Gehaltes, halte die Arbeitszeit penibel ein, und gehe jeden Tag mental noch frisch nach hause.

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loncaros 04.10.2012, 08:03
12.

Tja, wohl dem, der es sich leisten kann. Mehrere Millionen Menschen in Deutschland könnten keineswegs auch nur 10% weniger Lohn verkraften.

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soubrettel 04.10.2012, 08:15
13. downschiffing...

das können auch nur die Deutschen - einen dämlichen englischen Begriff für ein vollkommen normales Syndrom wie "Kürzertreten" verwenden...

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f_aus_m 04.10.2012, 08:17
14. wer ist denn das Kind auf dem Bild?

Schòn Heidi, das mit dem Wandern. Ich wandere auch gern. Auch nett vom Arbeitgeber, aber da ich aus der Branche komme, weiss ich von der saisonalen Beanspruchung. Aber: Es handelt sich doch um ein etwas variables Teilzeitmodell. Nix besonderes. und das Kind? Ist es Ihres? Wo ist den der Vater/Mann, der wohl auch verdient? Wenn das nicht Ihr Kind ist, welchen Egoismus legen Sie denn als 36 jàhrige an en Tag? Wenn in 20 Jahren die Wehewehchen anfangen, nicht beschweren, dass die Rente niedrig ist und keiner sich um sie kùmmern will. Oder von denen verlangen, die voll einzahlen und ausserdem die zukùnftigen Steuer/Rentenzahler grussziehen.

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mjs2342 04.10.2012, 08:17
15. Diese Story ergibt noch lange keinen Trend

oder: Eine Schwalbe macht noch lange keinen Sommer!
Aus einem Einzelfall (Frau, Mutter, Sportlich, inder Gastronomie erfahren) jetzt einen neuen Trend zu kreieren lernt man wahrscheinlich auf der Journalisten-Schule, ist aber Quatsch. Der geschilderte Einzelfall ergibt noch lange keinen Trend. Viele können es sich nicht leisten kürzer zu treten, andere haben die notwendigen Qualifikationen nicht. Und das eine Frau nicht so sehr das Arbeiten am PC schätzt als den Umgang mit Menschen ist auch nicht so wirklich was Neues (für mich als Mann).

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farview 04.10.2012, 08:24
16. Super

Zitat von sysop
Heidi Fink tauscht Bilanzen gegen Wander-Boots. Die Steuerfachwirtin tritt beruflich und finanziell kürzer, um mehr Zeit in den Bergen zu verbringen. Downshifting heißt das Prinzip, das vor allem ein Ziel hat: raus aus dem Hamsterrad, rein ins Leben.
Endlich begreifen einige jungen Leute worauf es ankommt. Und dass mit "sich-leisten-können" ist auch so eine Sache. Wer in der Stadt lebt braucht keinen BMW 35.000 Euro aufwärts, zum Telefonieren und SMSen braucht man auch kein iPhone. Zum Nicht-Nass-werden keine Markenklamotten.

Wenn man nicht hungert und nicht friert und eine ordentliche Krankenversicherung hat, dann geht es einem eh schon besser als 95 % der Menschheit. Für den restlichen Schnickschnack lasse ich mich auch nicht mehr einspannen, nur damit die Nachbarn meinen Garageninhalt bewundern.

Zeit für mich und meine Liebsten zu haben ist dann die Währung in der ich Lebensqualität messe.

Ich würde den Artikel deshalb gerne erweitern: Raus aus dem Konsumwahnsinn, rein in die Freiheit.

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xees-s 04.10.2012, 08:25
17. mit 50 geht das nicht mehr

da hat die frau aber glück dass sie so jung und gut ausgebildet ist, vermutlich keine mutter ist oder sonstwie gebunden ist.
Sobald man einen Kreditabbezahlen muss oder das Einkommen in einer Großstadt grad so für die Miete reicht geht das alles nicht mehr.
Es wird also eine Ausnahme bleiben, leider.

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andy69 04.10.2012, 08:25
18. kann in ihrem Fall sogar klappen...

Zitat von supertobi
Einerseits lesen wir über Altersarmut, andererseits reduzieren Menschen freiwillig ihr Einkommen um 50 %, um mehr Freizeit zu haben. Na, dann wollen wir mal für Heidi hoffen, dass ihre Strategie nicht zu kurz gedacht ist...
... aber eben nur, weil sie Single ist und ausser für sich für niemanden sonst Verantwortung übernimmt.

Ein Familienvater, eine allein erziehende Mutter, Menschen mit geringerem Einkommen oder finanziellen Verpflichtungen (z.B. Unterhaltszahlungen) können über die Art von Selbstverwirklichung nur müde lächeln.

Die meisten Menschen hierzulande arbeiten halt doch nicht deshalb so hart, um sich den Viertwagen oder das Ferienhaus im Süden leisten zu können, sondern für ein Eigenheim, für Rücklagen zur Alterssicherung oder um mit der Familie was unternehmen zu können.

Insofern ist die genannte Dame schlichtweg privilegiert...

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KuGen 04.10.2012, 08:26
19. Work-Life-Balance

Als ich dieses Wort vor 10 Jahren bei einem Bewerbungsgespräch in den Munde nahm, klappte meinen beiden Gesprächspartnern die Kinnlade runter.

Ich habe es trotzdem immer umgesetzt. Mehr noch, heute als knapp 60ger arbeite ich Teilzeit (80%) mit freiem Mittwoch. Einfach genial ! Ich habe 2 freie Wochenenden pro Woche !

Ich gebe zu, dass sich dies nicht jeder leisten kann. Trotzdem sollte sich mancher , der sich hierüber ecchaufiert mal darüber nachdenken, wieviele Jahre er für seine Autos gearbeitet hat.

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