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Drakonisches Abtreibungsverbot: Alabama soll erst der Anfang sein
Mickey Welsh/The Montgomery Advertiser/ AP

Alabamas Gouverneurin hat das umstrittene Gesetz unterzeichnet, das Abtreibungen in dem US-Bundesstaat verbietet. Angestachelt von Donald Trump hoffen die Republikaner auf einen landesweiten Effekt.

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mimas101 16.05.2019, 11:24
1. Na und?

Wandert halt der abtreibungswillige US-Amerikaner in den nächstgelegenen Nachbarstaat und läßt dort den Eingriff vornehmen. So einen Tourismus gab es schon einmal.

Das Alabamagesetz ist halt kein Bundesrecht sondern nur ein einzelstaatliches Recht (hier wäre sowas nicht möglich zumal auch das BVerfG querschießen würde). Durchsetzen kann das Gesetz auch kein Alabamapolitiker außerhalb seines Staates.

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pariah_aflame 16.05.2019, 11:32
2. Mir völlig schleierhaft

Es ist mir völlig schleierhaft, warum solche Lebensfeinde und religiöse Fanatiker noch immer als "Konservative" bezeichnet werden. In Texas sollte ja sogar die Todesstrafe für Abtreibung eingeführt werden.

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Sibylle1969 16.05.2019, 11:34
3.

Frauen in Alabama und den ganzen USA: wehrt euch dagegen, was weiße, alte, männliche republikanische Senatoren euch vorschreiben wollen! Ich fasse es nicht, dass wichtige Frauenrechte, die vor fast 50 Jahren erkämpft wurden, rückgängig gemacht werden sollen.

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supernicky_reloaded 16.05.2019, 11:39
4.

Zitat von mimas101
Wandert halt der abtreibungswillige US-Amerikaner in den nächstgelegenen Nachbarstaat und läßt dort den Eingriff vornehmen.
Ist halt nicht so einfach, weil zum einen sich die ausführenden Ärzte damit ja nach Lage trotzdem strafbar machen würden und zum anderen, wie es im Artikel ja auch steht, in erster Linie ein Problem für ARME Menschen ist. Die haben da gar kein Geld für, mal eben irgendwo anders hin zu fahren. Ich kann mich an einen Beitrag erinnern, wo eine Ärztin ein 12-jähriges Mädchen wieder wegschicken musste, weil sie illegalerweise aus einem Nachbarstaat kam.
Und wo wir gerade beim Thema sind: letzten Sonntag im Weltspiegel, Venezuela? Das 14-jährige Mädchen, was nach der Nioederkunft hohes Fieber hatte und vermutlich gerade stirbt? Weil kein Geld für einen Arzt/Medikamente da ist?
Das ist alles kein "Na und" in meinen Augen. Aber ich erspar mir die Flüche, weil: hier könnten ja auch Kinder mitlesen.

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spon_2999637 16.05.2019, 11:42
5. Dann...

Zitat von mimas101
Wandert halt der abtreibungswillige US-Amerikaner in den nächstgelegenen Nachbarstaat
Dann müssen wir ja nicht weiter über's deutsche Abtreibungsrecht sprechen - Holland oder Frankreich sind ja auch nicht so weit weg und haben deutlich liberalere Regelungen....

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zadar 16.05.2019, 11:43
6. @1 Soso...

Wie es im Artikel steht, sind insbesondere finanzschwache Frauen betroffen. Wie sollen diese sich eine solche Reise+Eingriff leisten können? Zumal viele andere Staaten ähnlich scharfe Regelungen in Erwägung ziehen und Abtreibungskliniken ohnehin sowohl von 'Aktivisten' als auch staatlicher Seite schikaniert werden.

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cs01 16.05.2019, 11:44
7.

Zitat von mimas101
Wandert halt der abtreibungswillige US-Amerikaner in den nächstgelegenen Nachbarstaat und läßt dort den Eingriff vornehmen. So einen Tourismus gab es schon einmal. Das Alabamagesetz ist halt kein Bundesrecht sondern nur ein einzelstaatliches Recht (hier wäre sowas nicht möglich zumal auch das BVerfG querschießen würde). Durchsetzen kann das Gesetz auch kein Alabamapolitiker außerhalb seines Staates.
Das kann für die ärmeren Schichten der Bevölkerung durchaus zum Problem werden. Das muss man sich leisten können. In der Praxis werden dann eher "freiberufliche Abtreibungshelfer" sprich Kurpfuscher in die Lücke springen. Mit drastischen gesundheitlichen Risiken. Vollkommen unnötig.

Ich bin ja auch dafür, Abtreibungen möglichst zu vermeiden und auch der Meinung, dass das werdene Leben bereits Rechte hat, aber das Strafrecht ist m.E eines der untauglichsten Mittel, so etwas durchzusetzen. Leider wird es immer einen gewissen Prozentsatz an Abtreibungen geben, Personen die sich ohnehin in Notlagen befinden auch noch zu kriminalisieren, ist unmenschlich. "Pro life" sollte etwas für das Leben sein und nicht gegen die Schwangere.

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ecnis 16.05.2019, 11:46
8. Traurig

Es ist traurig, dass weder in den USA (noch in D, Europa) und eigentlich weltweit Lösungen bei ungewollten Schwangerschaften gefunden werden, die wirklich von einer breiten Bevoelkerungmehrheit wenigstens mittelfristig mitgetragen werden (können). Und es immer dann, wenn sich das Stimmungsbild ein bisschen verschiebt, die neue Mehrheit auf Kosten der anderen durchsetzt.

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misterknowitall2 16.05.2019, 11:46
9. In Alabama...

Zitat von Sibylle1969
Frauen in Alabama und den ganzen USA: wehrt euch dagegen, was weiße, alte, männliche republikanische Senatoren euch vorschreiben wollen! Ich fasse es nicht, dass wichtige Frauenrechte, die vor fast 50 Jahren erkämpft wurden, rückgängig gemacht werden sollen.
reagiert eine Frau.

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