Forum: Panorama
Drakonisches Abtreibungsverbot: Alabama soll erst der Anfang sein
Mickey Welsh/The Montgomery Advertiser/ AP

Alabamas Gouverneurin hat das umstrittene Gesetz unterzeichnet, das Abtreibungen in dem US-Bundesstaat verbietet. Angestachelt von Donald Trump hoffen die Republikaner auf einen landesweiten Effekt.

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themistokles 16.05.2019, 12:39
30.

Zitat von mimas101
Wandert halt der abtreibungswillige US-Amerikaner in den nächstgelegenen Nachbarstaat und läßt dort den Eingriff vornehmen. So einen Tourismus gab es schon einmal. Das Alabamagesetz ist halt kein Bundesrecht sondern nur ein einzelstaatliches Recht (hier wäre sowas nicht möglich zumal auch das BVerfG querschießen würde). Durchsetzen kann das Gesetz auch kein Alabamapolitiker außerhalb seines Staates.
Mir scheint, Sie haben die Tragweite nicht ganz verstanden. Denn es geht gerade eben um die Frage, inwieweit dieses jetzt eine Ausstrahlungskraft in andere Bundesstaaten mit Trump- hörigen Anhängern hat. Bitte lesen Sie zumindest einmal mehr als die Überschrift, wenn Sie schon kommentieren müssen.

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almeo 16.05.2019, 12:40
31.

Zitat von Kampfgeist
Der "Feind" scheint gefunden. "Der alte weiße Mann" ist es (mal wieder). [...] Es ist wohl eher "die dicke weiße Frau", die Babies soooo niedlich findet und das unnötige Schreddern von niedlichen Säuglingen, weil die Mutter noch auf Parties will, nicht mit sich und Gott im Einklang bringen kann. [...]
Zugegeben, den Ausschlag dürften da nicht unbedingt die alten weißen Männer gegeben haben, sondern der Zuspruch dürfte durchaus aus der Evangelikalen Ecke kommen. Trotzdem hätte man als Politiker hier auch die Möglichkeit, sich solchen rückständigen Vorschlägen zu entziehen. Klappt ja auch immer super, wenn in den USA mal was potentiell "sozialistisches" wie eine Krankenversicherung gefordert wird. Am Ende können die Evangelikalen und die "Rednecks" noch so sehr schreien, es ist halt doch immer ein "alter, weißer Mann", der vor lauter Angst um seinen Senatorenposten sowas durchwinkt...

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Wal-Ire 16.05.2019, 12:47
32. Leider nicht

Zitat von mimas101
Wandert halt der abtreibungswillige US-Amerikaner in den nächstgelegenen Nachbarstaat und läßt dort den Eingriff vornehmen. So einen Tourismus gab es schon einmal. Das Alabamagesetz ist halt kein Bundesrecht sondern nur ein einzelstaatliches Recht (hier wäre sowas nicht möglich zumal auch das BVerfG querschießen würde). Durchsetzen kann das Gesetz auch kein Alabamapolitiker außerhalb seines Staates.
Das Gesetz greift auch, wenn eine Frau aus Alabama den Eingriff woanders durchführen lässt. Kommt Sie zurück nach Alabama oder reist nur durch und wird aufgegriffen, kriegt sie ein Verfahren angehängt.

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madameping 16.05.2019, 12:53
33.

Zitat von Beat Adler
Die USA schreiten zurueck ins 19. Jhd. Na und? Wen interessiert das? Wenn INNERHALB der USA Abtreibungen verboten werden, Leute dort ohne Krankenversicherung dahindarben, die Trinkwasserversorgung gewaltige Luecken hat, dafuer jeder ein paar Knarren mit sich herumschleppt, dann interesiert das uns, die NICHT-Amerikaner, die AUSSERHALB der USA leben und das Land "nur" von Geschaeftsreisen her kennen, wenig bis gar nicht. Was passiert wohl in Europa, wenn die Nationalisten die EU aufloesen und auch ins 19. Jhd. der Nationalstaaterei zurueckschreiten. Das Jahrhundert, das die Einwanderer der USA aus Europa lieferte, deren Nachkommen nun wieder zurueck zur guten alten Zeit wollen. Wie waere es mit Wiedereinfuehrung der Sklaverei, der Abschaffung des Frauenstimmrechtes? mfG Beat
Genau das ist der Grund, weshalb hier die halbwegs aufgeklärten Normal-Bürger so Sturm laufen gegen solche Vorhaben, wie sie soeben in den USA stattfinden.
Wie Sie ganz richtig schreiben, sind die USA, was das Gesellschaftspolitische betrifft, dabei, ins 19. Jh. zurückzugehen. All die rechtspopulistischen/rechtsnationalistischen Parteien, diese Gespenster mit ihren feixenden Monstern an der Spitze, die gegen die EU wettern, würden das machen, was sie am besten können: nach oben dienern und nach unten treten.
Das beginnt am besten mit der Abschaffung von Frauenrechten...

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Trevor Philips 16.05.2019, 12:54
34.

Zitat von Sibylle1969
Frauen in Alabama und den ganzen USA: wehrt euch dagegen, was weiße, alte, männliche republikanische Senatoren euch vorschreiben wollen! Ich fasse es nicht, dass wichtige Frauenrechte, die vor fast 50 Jahren erkämpft wurden, rückgängig gemacht werden sollen.
Zerstört es Ihr Weltbild sehr wenn auch junge schwarze Frauen extreme Abtreibungsgegnerinnen sind?
Schauen Sie doch einfach mal nach der NBPLU, Sie könnten ein (hoffentlich nicht christliches) Erweckungserlebnis haben.
Es gibt da eine Bruchlinie in den USA (nicht nur dort) und die läuft nicht zwischen alt, männlich, weiß und dem Rest der Welt.

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Mooncake 16.05.2019, 12:55
35. Immer noch nicht begriffen wohin die Reise geht?

Zitat von mimas101
Wandert halt der abtreibungswillige US-Amerikaner in den nächstgelegenen Nachbarstaat und läßt dort den Eingriff vornehmen. So einen Tourismus gab es schon einmal. Das Alabamagesetz ist halt kein Bundesrecht sondern nur ein einzelstaatliches Recht (hier wäre sowas nicht möglich zumal auch das BVerfG querschießen würde). Durchsetzen kann das Gesetz auch kein Alabamapolitiker außerhalb seines Staates.
Und nicht nur bei diesem Thema:

"Hoffen auf den Supreme Court

Zwar dürfte das neue Gesetz sofort von Klagen blockiert werden. Doch genau darauf zielen die Abtreibungsgegner ab, nicht nur in Alabama: Sie wollen das Reizthema durch die Instanzen treiben, bis hinauf zum Supreme Court - in der Hoffnung, dass dessen neue konservative Mehrheit das landesweite Verfassungsrecht auf Abtreibung, das in den USA seit 1973 verankert ist, ganz kippt."

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HerrPeterlein 16.05.2019, 12:59
36. Zurück in die Vergangenheit

Trump und den Republikanern ist mittlerweile jedes Mittel Recht um Wähler zu gewinnen, ob es nun Krieg oder Abtreibungen sind.
Als wenn nur ein ranghoher Republikaner tatsächlich an die Vorteile glaubt, oder auch nur im entferntesten nach christlichen Regeln lebt.
Doch den ist ihr unteres Wahlvolk völlig egal, ob es den nun schlecht oder sehr schlecht geht.
Das Land hat jetzt schon enorme innere Probleme, diesen werden jetzt noch mehr verstärkt. Bis der Punkt erreicht wurde, wo das ganze Land zusammen bricht.

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Ashurnasirapli 16.05.2019, 12:59
37.

Gut, haben wir jetzt alle den Sinn der Präsidentschaft Donald Trumps erkannt. Fundamentalistische Christen unterstützen einen Mann, der seine erste Frau mit seiner zweiten Frau betrogen hat. Warum? Genau. Supreme court justices, life tenure.

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der Guru 16.05.2019, 13:01
38. einfache Antworten auf komplizierte Fragen

Danke Donnie, du machst die Welt wirklich besser! Dreht das Rad der Zeit zurück!

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madameping 16.05.2019, 13:07
39.

Zitat von tom_qv
Ich lebe in Namibia, z.B. hier bricht jedes dritte Mädchen unter 15 die Schule vorzeitig ab wegen Schwangerschaft. Selbst das lliberalste Abtreibungsrecht würde das Problem nicht lösen, nämlich daß Männer ungehemmt und ungestraft ihre Triebe ausleben können. Und nur darum geht es letztendlich. "Handsmade Tales" ist längst Realität.
Genau das ist das Problem, wobei Frauen mitunter sehr gut mithalten können:
In Kamerun zum Beispiel, werden jungen Mädchen von den Müttern die Brüste gebügelt (sic!), damit sie nicht attraktiv sind für Männer und wenigstens die Schule beenden können... Was ist das für eine perverse Denkweise?
Einerseits der Männer und andererseits der erwachsenen Frauen, die eigenen Töchter zu quälen, anstatt sich endlich gegen dieses hirnamputierte Kollossal-Unrecht zu wehren und den Männern Feuer unter dem Hintern zu machen.
Um nicht weiter abzuschweifen: letztlich steht ja auch der gleiche Gedanke dahinter, Frauen das Recht zur Abtreibung zu verwehren: die Einstufung der Frauen als rechtloses Wesen, das nur zum gebären da ist... So verstörend es ist, aber DAS ist der Kerngedanke.

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