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Dresden: Diebstahl im Grünen Gewölbe - Juwelen werden restauriert
David Brandt/ Staatliche Kunstsammlungen Dresden/ AP/ DPA

Beim Einbruch in das Grüne Gewölbe besprühten die Täter viele historische Schmuckstücke mit einem Pulver. Inzwischen sind Experten optimistisch, dass "die verbliebenen Werke rückstandslos gereinigt werden können".

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The Restless 03.12.2019, 11:07
1.

Mich wundert halt, dass man einfach durch ein Fenster einsteigen kann, ohne dass ein großer Alarm direkt bei der Polizei ausgelöst wird. Hier gingen kostbare Minuten verloren, da die Wachmannschaft die Einbrecher erst auf Videos sehen und dann selber die Polizei benachrichtigen mussten. Fenster und Türen zu sichern dürfte keine unlösbare Aufgabe darstellen. Jede einzelne Vitrine zu sichern dürfte dagegen teuer werden.

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Wolfilein 03.12.2019, 11:15
2. Sparen ohne Rücksicht auf die Folgen?

Dies ist ja nicht das erste mal dass wertvolle Kulturgüter gestohlen oder vernichtet wurden. Entweder weil die Räume nicht gesichert waren, keine USV da ist oder keine tragfähiges Brandschutzkonzept vorliegt.
Meiner Meinung nach sollte zusätzlich noch auf jedenfall die Digitalisierung massiv vorangetrieben werden. Von gestohlenen Kunstwerken oder abgebrannten Gebäuden könnten dann aus den Daten eines 3D Scans Repliken erstellt werden. Ähnliches gilt für die Digitalisierung von Bibliotheken und Archivbeständen.
Einmal digitalisiert lassen sich die Daten an verschiedenen Orten archivieren und sind so besser vor Verlust geschützt, Forscher müssen nicht vor Ort mit den wertvollen Originalen arbeiten (z.B. alte Handschriften) und hätten leichter Zugang zu Bibliotheken.

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selber_weiter_denken 03.12.2019, 11:42
3. Polizeiprasenz

Die Frage ist doch, warum mitten in der Dresdner Innenstadt die Polizei mehrere Minuten braucht. Liegt doch eher daran, dass die Polizei keine Streifen mehr unterwegs hat. Die Sicherheitskräfte im Museum sind praktisch unbewaffnet. Sollen die sich möglicherweise schwer bewaffneten Räubern entgegenstellen? Nein, die rufen die Polizei und damit die Staatsgewalt. Das die erst die Autoschlüssel suchen muss und nachts vermutlich nur einen Fahrer für den Streifenwagen hat, ist nicht Schuld des Museums. In meinem Kreis (im Nichts) hat die Polizei vor kurzem im Lokalblatt bekannt gegeben, dass sie die Bevölkerung nicht schützen könne. Wenn nachts ein Unfall auf der einen Seite des Kreises ist, ist der Rest auf sich allein gestellt. Da dauert es dann schon gut 30 Minuten, bis wer da sei. Die meisten Wachen wurden geschlossen und Personal ist reduziert worden.

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Pyco 03.12.2019, 11:43
4.

Sehr traurig was da passiert ist. Es werden unbezahlbare Schmuckstücke vernichtet nur wegen der Habgierigkeit einzelner Leute, die den Schmuck für einen Bruchteil der Kosten verkaufen werden.

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AndiAm 03.12.2019, 12:02
5. Pflicht der Wachleute zum Eingriff ?

Die Wachleute werden ausschließlich dafür bezahlt, die Kunstschätze zu schützen - notfalls auch mit ihrem Leben. Und dass solche Einbrecher nicht mit Löffeln in Erscheinung treten werden war den Wachleuten auch klar. Es ist also durch nichts zu entschuldigen, dass sie nicht entsprechend vorbereitet waren und sich den Tätern entgegenstellten. Durch gar nichts. Die Sicherheitsfirma muss für den Schaden haften, da sie grandios versagt hat.

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sailor ron 03.12.2019, 12:11
7. Ganz einfache Rechnung!

Im Zusammenhang mit Einbruchmeldeanlagen ist der Widerstandszeitwert die Zeit von der Auslösung des Alarms bis zum Einbruch unabhängig von den Schutzmaßnahmen. Er soll größer sein als die Zeit, die hilfeleistende Kräfte voraussichtlich brauchen, um den Ort des Angriffs zu erreichen (Interventionszeit).

wer sich mit dem Thema professionell befasst, könnte die Lösung schon seit Jahrzehnten kennen! Das ist nicht neu! Aber die Museen müssen das eben realisieren und im Sicherheitskonzepte umsetzten.
Dir Alarmierung muss frühzeitig erfolgen, der mechanische Schutz muss länger Widerstand leisten ( Widerstandswert), als die Polizei benötigt, um vor Ort zu kommen (Interventionszeit!

Quelle: https://www.secupedia.info/wiki/Widerstandswert_/_Widerstandszeitwert#ixzz672bBRYum
Lizensiert unter CC-BY-SA 3.0 Germany (http://secupedia.info/wiki/SecuPedia:Lizenz)

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Europa! 03.12.2019, 12:27
8. Also echt jetzt ...

Kann man die blöden Klunker nicht einfach mal weglassen? Die sind doch so was von hässlich und altmodisch. Dafür könnte man lieber einen schönen Park anlegen, von dem alle was haben.

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Tobi55 03.12.2019, 12:37
9.

" AndiAm heute, 12:02 Uhr
5. Pflicht der Wachleute zum Eingriff ?
Die Wachleute werden ausschließlich dafür bezahlt, die Kunstschätze zu schützen - notfalls auch mit ihrem Leben. Und dass solche Einbrecher nicht mit Löffeln in Erscheinung treten werden war den Wachleuten auch klar. Es ist also durch nichts zu entschuldigen, dass sie nicht entsprechend vorbereitet waren und sich den Tätern entgegenstellten. Durch gar nichts. Die Sicherheitsfirma muss für den Schaden haften, da sie grandios versagt hat."

Im Sicherheitsgewerbe gibt es einen kleinen aber feinen Unterschied zwischen "Bewachen" und "Beschuetzen". Die Aufgabe von Wachleuten ist das Bewachen und Ausloesen von Alarm. Fuer die physische Verteidigung sind "Objektschuetzer" zustaendig. Ein Wachmann, der versucht, eigenmaechtig ein Objekt zu "schuetzen", waere unter Umstaenden nicht einmal versichert. Das Museum hat halt nur Bewachung bestellt und bezahltund keinen Objektschutz.

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