Forum: Panorama
"Dritter Weg": Eine Nazipartei macht sich in Plauen breit
REUTERS

Am 1. Mai marschieren sie wieder durch Plauen: Die Nazis vom "Dritten Weg", die seit Jahren die Stadt in Sachsen infiltrieren - sehr zum Ärger vieler Plauener. Doch der Oberbürgermeister schaut lieber weg.

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Sendungsverfolger 30.04.2019, 20:58
1. So einfach ist es nicht

"Der 'Dritte Weg' ist keine verbotene Partei. Damit ist sie in einer Demokratie legitimiert" ist leider richtig. Ob es einem passt oder nicht. Damit sind rechtliche Mittel durch den armen Bürgermeister hier leider begrenzt.

Und wie immer schlägt man hier auf die Verwaltung ein, die sich aber nunmal nach 20(3) GG an Recht und Gesetz halten muss. Keiner fragt mal nach, warum und woher diese grün-braunen Gestalten eigentlich ihre treibende Kräfte haben. Misthaufen brauchen einen fruchtbaren Boden. Etwas oder jemand muss den ja bereitet bzw. gedüngt haben. Gedanklicher Extremismus kennt eben keine Farben...

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lerby4711 30.04.2019, 21:16
2. Rechtsruck?

Ist das einfach nur ein Rechtsruck oder auch eine Linksflucht? Denn - Flucht bedeutet immer eine schnelle und unbedachte Handlung mit ungewuenschten Ergebnissen. Als Journalist sollte man doch fragen - warum das alles? Ich denke, solche Veraenderungen sind das Resultat einer Flucht, halt einer Linksflucht.

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charlybird 30.04.2019, 21:19
3. Das ist ja

eine ekelhafte Bagage. Unglaublich, dass so etwas in den Straßen marschieren darf und von einem Stadtbürgermeister obendrein als ''Partei'' angesehen und geduldet wird.
Diesem ''Bürgermeister'' gehört allerdings nochmal eine Extrageschichtsstunde vorgetragen, ganz alleine und alles zum mitschreiben.
Diese geschichtlichen Defizite scheinen mir im übrigen in einigen Kleinstädten da drüben zum guten Ton zu gehören, da wundert's einen dann auch nicht, wenn die AfD in einigen Gegenden 30 und mehr Prozent erhält.
Fürchterlich, da fängt man politisch ja quasi komplett bei Null an.

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Brinke 30.04.2019, 21:24
4. Wie geht man mit Nazis um?

Ignorieren oder bekämpfen? Bin für Ignorieren auf medialer Ebene und bekämpfen auf politischer Ebene. In meiner Heimatstadt gab es einst auch ein großes Naziproblem, heute sind die Nazis quasi ausgestorben. Wie? Man hat in den 90ern viele Spätaussiedler und Flüchtlinge dort angesiedelt. Anfangs gab es Probleme sowohl mit den Nazis, als auch mit den Linksextremen und Migranten, die Kriminalitätsrate stieg, die Arbeitslosenquote auch. Heute sieht es ganz anders aus, die Migranten haben sich gut integriert und gehören zur Stadt, wie jeder andere auch und leisten ihren Beitrag wie jeder andere auch. Die Nazis sind verschwunden, ebenso die Linksextremen. Wirtschagftlich boomt die Stadt seit 6-7 Jahren förmlich, die Arbeitslosenquote ist innerhalb von 15 Jahren von 18!% auf heute 6% gesunken und auch demgraphisch sieht es blendend aus. Mein Fazit? Mehr bunt! Mehr Fördergelder für Integrationsprogramme!

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spon-1178958794633 30.04.2019, 21:43
5. Ekelhaft.

Unfassbar, was sich da in einigen Bereichen Ostdeutschlands abspielt. Es sind wirklich diejenigen, die dort die politische Verantwortung tragen, und das nicht erst seit heute sondern bereits seit der Gutsherrenregierung des drögen Herrn Biedenkopf der diese Horden in Sachsen leugnete und damit denen den Weg ebnete.

Das Argument, dass die Partei (?) nicht verboten und damit demokratisch legitimiert sei lässt erkennen, dass es dort selbst Verantwortungsträgern an staatsbürgerlicher Bildung fehlt. Aber das scheint in Ostdeutschland ein Massenphänomen zu sein. Einfach nur entsetzlich!

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Claudia_D 30.04.2019, 21:52
6. Tipp für den Bürgermeister aus Plauen:

"Bad Nenndorf ist bunt"
http://www.bad-nenndorf-ist-bunt.com/home.php

Hat gedauert, aber hat gewirkt.

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Southwest69 30.04.2019, 22:04
7. Unter den Teppich passt nichts mehr...

Ich kann absolut verstehen warum Frankreich und England sich gegen die Wiedervereinigung "gesträubt" haben. Deutschland war nie in der Lage der braunen Brut Herr zu werden und es sieht nicht danach aus als würde sich daran was ändern.

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mr.zoui 30.04.2019, 22:07
8.

Zitat von Brinke
Ignorieren oder bekämpfen? Bin für Ignorieren auf medialer Ebene und bekämpfen auf politischer Ebene. In meiner Heimatstadt gab es einst auch ein großes Naziproblem, heute sind die Nazis quasi ausgestorben. Wie? Man hat in den 90ern viele Spätaussiedler und Flüchtlinge dort angesiedelt. Anfangs gab es Probleme sowohl mit den Nazis, als auch mit den Linksextremen und Migranten, die Kriminalitätsrate stieg, die Arbeitslosenquote auch. Heute sieht es ganz anders aus, die Migranten haben sich gut integriert und gehören zur Stadt, wie jeder andere auch und leisten ihren Beitrag wie jeder andere auch. Die Nazis sind verschwunden, ebenso die Linksextremen. Wirtschagftlich boomt die Stadt seit 6-7 Jahren förmlich, die Arbeitslosenquote ist innerhalb von 15 Jahren von 18!% auf heute 6% gesunken und auch demgraphisch sieht es blendend aus. Mein Fazit? Mehr bunt! Mehr Fördergelder für Integrationsprogramme!
Schöne Geschichte.
Nur sollten Sie solche Vorbilder auch beim Namen nennen können,
um Glaubwürdigkeit überprüfbar und sich nicht angreifbar zu machen.

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urbuerger 30.04.2019, 22:11
9. Es gibt in der Politik einfach zuviele Menschen, die ...

... den Nazis gesinnungsmäßig sehr nahe stehen, aber nicht den Schneid auf bringen, sich zu bekennen, da sie dadurch ihren sicheren Posten verlieren!
Es spielt keine Rolle in welcher Partei sie sich verorten, die Rechtsradikalität steckt eben in ihren Köpfen, sie lassen es aber nicht nach außen dringen, da sie wissen, wie rigoros die Bürger darauf reagieren würden, durch ihre Billigung der Nazis, versuchen sie deren Anliegen eine Stütze zu sein!
Das beste Beispiel dürfte wohl der ehemalige BfV Direktor Maßen gewesen sein, der sich sogar dazu verleiten ließ der AFD Tipps zu geben, wie sie eine Beobachtung durch den Verfassungsschutz entgehen kann!
Wie man sieht, sehen die Zahlen zu der Menge der Rechtsradikalen viel schlimmer aus, als zu Zeiten unter Maßen, der wohl vieles hat unter den Tisch fallen lassen!

Aber man kann davon ausgehen, dass noch viel mehr Politiker aus ihrem Posten heraus äußerst Rechts blinken, ohne es deutlich zu zeigen, anders lässt es sich kaum erklären, dass die Rechtsradikalen, die Reichsbürger, die Identitären und die Neonazis so wie der Dritte Weg überhaupt noch so unbehelligt agieren können!
Normaler Weise müsste viel mehr passieren, nach dem immer häufiger selbst in der Beamtenschaft extrem Rechtsgerichtete Menschen erkannt werden, z.b. bei der Polizei bei der Bundeswehr und mit hoher Wahrscheinlichkeit auch in der Verwaltung auf allen Ebenen!

Es muss dringend etwas passieren, denn der Ruf der Bundes Republik Deutschland steht auf dem Spiel und wird sehr unter dem Antisemitismus und den neuen Rechtsextremistischen Bewegung leiden!
Leider unternimmt unsere Regierung, ähnlich wie der Oberbürgermeister von Plauen, wenig bis gar nichts, denn auch in der Regierung ist das Mantra ignorieren anstatt zu bekämpfen angesagt!!!

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