Forum: Panorama
"Dritter Weg": Eine Nazipartei macht sich in Plauen breit
REUTERS

Am 1. Mai marschieren sie wieder durch Plauen: Die Nazis vom "Dritten Weg", die seit Jahren die Stadt in Sachsen infiltrieren - sehr zum Ärger vieler Plauener. Doch der Oberbürgermeister schaut lieber weg.

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danmage 01.05.2019, 00:53
30.

Zitat von Sendungsverfolger
"Der 'Dritte Weg' ist keine verbotene Partei. Damit ist sie in einer Demokratie legitimiert" ist leider richtig. Ob es einem passt oder nicht. Damit sind rechtliche Mittel durch den armen Bürgermeister hier leider begrenzt. Und wie immer schlägt man hier auf die Verwaltung ein, die sich aber nunmal nach 20(3) GG an Recht und Gesetz halten muss. Keiner fragt mal nach, warum und woher diese grün-braunen Gestalten eigentlich ihre treibende Kräfte haben. Misthaufen brauchen einen fruchtbaren Boden. Etwas oder jemand muss den ja bereitet bzw. gedüngt haben. Gedanklicher Extremismus kennt eben keine Farben...
Lesen hilft:
"...Der Eindruck bleibt: Während die Kommunalpolitiker in Franken dem FNS immer wieder Steine in den Weg legten und damit letztlich Erfolg hatten, passiert genau das in Plauen nicht...."

"...Unbeantwortet lässt er hingegen die Frage, was er in Sachen Hausaufgabenbetreuung und Selbstverteidigungskurse unternommen habe...."

Es gibt einen großen Unterschied zwischen Vogel Strauß-Politik und wegschauen und nichts tun und andererseits auf legalen Wege Demokratiefeinde bremsen.

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mima84_84 01.05.2019, 01:38
31.

Zitat von m.klagge
Seit fast hundert Jahren wird im Osten Deutschlands hinter irgend welchen Fahnen marschiert. Das ist in manchen Gegenden, wo die Menschen nicht so sehr mit Hirn gesegnet sind, ein pavlov'scher Reflex. Die können gar nicht anders als dem größten lokalen Schreihals zu folgen. Eventuell könnte Bildung helfen, Auch wenn's weh tut. Die schaffen das dann.
Wieso, Bildung haben die doch alle. Facebook Bachelor auf der Youtube Uni und dann noch ein Compact Magazin Master draufgesetzt.

Und schon hat man die Bildung, die einem die Links Grüne Bildungselite vorenthält.

Aber dann flennen, wenn man sozial abgehängt ist. So wie die IS Kämpfer, die sind auch nichts anderes als AfD und 3. Weg Wähler.

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SchneiderG 01.05.2019, 01:39
32. Schona Makaber

..., an und für sich müsste man den 01. Mai als Feiertag ja abschaffen, da er 1933 durch die Nationalsozialisten zum gesetzlichen Feiertag in Deutschland wurde.

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netzroht 01.05.2019, 01:43
33. Na immerhin...

...berichtet Spiegel Online jetzt mal, aber dieses Phänomen. Dies auf Plauen zu reduzieren ist wohl der versuchten bundesweiten Berichterstattung geschuldet.

Tatsache ist, dass "dieses keine Ahnung was auch immer es darstellen will Vereinigung" in West-Deutschland schon lange Fuß gefasst hat. Sowieso kommen die Hauptakteure mit aus Würzburg.

Als ich SPON vor ca. 3 Jahren durch eine E-Mail bat über die Geschehnisse eines Aufzuges von eben diesen hier in Fulda berichtete und in naiver Weise quasi um Hilfe rief, wurde dies gekonnt ignoriert...
Auch als diese kürzlich wieder in Fulda aufzogen … das ist Demokratie. Die Gegendemo war auch Demokratie. Und ja, endlich habe ich mich nach 2 Jahrzehnten wieder aufgerafft und war ein Gegendemonstrant. (Wenn SPON schon nicht, dann wenigstens ich xD). Es brachte die Erkenntnis, Demokratie lebt und muss nach wie vor auf die Straße gebracht werden.
Die Straße, Gassen, Marktplätze sind die Basis. Hier nicht in Erscheinung zu treten, nur Online zu kommentieren, ist eine Fehleinschätzung. Digitale funktionsweisen ähneln viel zu sehr früherer, zum glück misslungener, Gleichschaltungsversuchen. Das ist alleine schon darin begründet, dass diese kommentar Funktionen bei jedem User graphisch viel zu gleich aussehen. Leute so Billig sind wir nicht ^^

Aufwachen! Es geht nicht wirklich um Menschen anderer Herkunft. Es geht um unseren freien Lebensstil und Entfaltungsmöglichkeiten. Dies zu verdeutlichen geht nur im direkten Kontakt und keinesfalls mehr oder weniger online-anonym.

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SchneiderG 01.05.2019, 01:45
34.

Zitat von adal_
Die Rechtsmittel sind in Plauen auch nicht begrenzter als im benachbarten bayrischen Oberprex. Sie werden bloß nicht angewandt. ...Erst als das bayerische Innenministerium das Kameradschaftsnetzwerk "Freie Netz Süd" (FNS) verbot und sein Vermögen konfiszierte, kamen die Aktivisten hierher. Plauen ist nur 30 Kilometer von Oberprex in Franken entfernt, wo das FNS seinen Schwerpunkt hatte...
Da stimmt was nicht mit ihrer Aussage. Politisch desorientiert ?

In Plauen soll der "kleine" Bürgermeister ein Verbot aussprechen, das in Bayern der Innenminister des Landes macht ?

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maxmarius 01.05.2019, 03:27
35. Es ist zum verzweifeln

Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass die Stadt nichts gegen diese Lumpen unternehmen kann. Es ist aber auch so, dass es die meisten Plauener nicht wirklich interessiert, solange es sie selbst nicht betrifft. Hinzu kommt auch bei vielen Angst, da der dritte Weg viele der lokalen Gewalttäter eingebunden hat und die Leute sich kennen und nach Gegendemonstrationen Racheakte befürchten.
Mir ist vor allem die Örtlichkeit Wartburgplatz ein Rätsel: eine ovale Wiese mit Blumenbeeten ringsum, umgeben von meist Doppelhäusern mit Gärten. Wie die Polizei das absichern will ist schleierhaft. Vor allem, da die Zahl von 200 angemeldeten Teilnehmern absehbar falsch ist.

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max.schmitt 01.05.2019, 03:45
36. Das ist halt das Ergebnis,

wenn "man" bestimmte Regionen veröden lässt, die Mittelschicht langsam aber stetig verarmt, Sozialleistungen für hier schon länger Lebende nach unten fährt, gleichwohl aber 2 Mio. Zuwanderer ins Land lässt und diese vergleichsweise großzügig und sanktionsfrei versorgt.

Wenn die Berliner Republik nicht die Kurve bekommt, wovon fast auszugehen ist, das Wirtschafswachstum weiter abnimmt, werden das immer mehr solcher Gestalten. Da nützt es irgendwann auch nicht mehr, alle(s) zu dämonisieren oder Probleme unter den Tisch zu kehren.

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steve_burnside 01.05.2019, 05:43
37. Der Bürgermeister ist ein Totalversager.

Wenn ein Bürgermeister an die Bürger die Empfehlung gibt, nicht zu demonstrieren, dann hat er komplett versagt. Sie zu ignorieren, bedeutet sie gewähren zu lassen. Er signalisiert damit den Rechten "kommt zu uns, da habt ihr keine Gegenwehr zu erwarten."

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pit.duerr 01.05.2019, 06:46
38.

Zitat von Southwest69
Ich kann absolut verstehen warum Frankreich und England sich gegen die Wiedervereinigung "gesträubt" haben. Deutschland war nie in der Lage der braunen Brut Herr zu werden und es sieht nicht danach aus als würde sich daran was ändern.
Wurde nicht immer behauptet Le Pen sei auch braun?? Oder Italiens diverse Parteien? Oder Österreichs ? Scheint doch recht weit verbreitet zu sein diese angebliche Braune Brut!! Also anscheinend doch nicht nur ein rein deutsches Problem. Allerdings bin ich der Meinung, das die Wegbereiter schon auch in Berlin tätig sind. Wenn ein Großteil der Bevölkerung einfach vergessen oder einfach nicht zur Kenntnis genommen wird bei etlichen Themen z.B. Altersarmut, Krankenkassen, Kinderarmut, etc ,etc, also weiter gedacht auch etwas Demokraturisch, braucht es wirklich niemanden zu wundern, wenn sich dann diese Bevölkerungsschichten, anderen Heilsversprecher Parteien zuwenden, egal jetzt ob bei uns in Deutschland oder einem anderen Land. Ob es besser werden würde, weiß natürlich keiner, kann man nur drüber spekulieren.

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HansGnodtke 01.05.2019, 07:05
39. Wer versagt?

Wenn das alles so stimmt was in dem Artikel über den dritten Weg zusammengetragen wird, vor allem die lückenlose Identifizierung mit der NSDAP dann handelt es sich wohl wirklich um einen sehr unappetitlichen Haufen. Aber dann ist doch wohl eher Verfassungsschutz, der Beweise sammelt und die Bundesregierung gefordert, die könnten ein Verfahren zur Feststellung der Verfassungswidrigkeit nach Art. 21 Grundgesetz in die Wege leiten, ein Bürgermeister kann das nicht. Was nicht sein kann und auch nicht sein sollte, ist dass sich jeder Dorfbürgermeister als sein eigenes Bundesverfassungsgericht aufführt. Parteiverbote sind ein massiver Eingriff in die Freiheitsrechte der Bürger und deshalb auch allein dem Bundesverfassungsgericht vorbehalten, wie zuletzt beim NPD Verbotsantrag noch einmal bestätigt wurde. Das kann man begrüßen oder beklagen, aber man sollte nicht den Bürgermeister einer Kleinstadt dafür verantwortlich machen.

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