Forum: Panorama
Drogen-Experiment in Portugal: Speed für zehn Tage ist erlaubt
Björn Göttlicher/ Visum/ DER SPIEGEL

Im Krieg gegen die Drogen hat Portugal die Strafen für Konsumenten gestrichen. Wer mit kleinen Mengen Marihuana, Kokain oder Heroin erwischt wird, kommt nicht mehr vor Gericht. Die Justiz wertet den Besitz als Ordnungswidrigkeit - wie Falschparken. Funktioniert das?

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LH526 20.03.2013, 09:32
1.

... natürlich funktioniert das, wenn die Konsumenten eigenverantwortlich damit umgehen und mit ihren späteren Folgen nicht der Allgemeinheit zur Last fallen. (Gilt übrigens für sämtliche Rauschmittel)

Dann noch Steuern auf Drogen und das Problem ist wenigstens zu großen Teilen nicht mehr in illegalen Händen.

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jamesbrand 20.03.2013, 09:33
2. ob

das funktioniert weiss ich nicht aber die bisherige Methode hat doch eindeutig versagt.

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fatherted98 20.03.2013, 09:41
3. Da in Portugal...

...eh keiner mehr Arbeit findet muss man das Volk eben unter Drogen setzen...so richtig gut ist das aber noch nicht...die Drogen muessten auch auf Schlhoefen frei verkaeuflich sein...erst dann wird ein Schuh draus...und das ganze koennte bei Anbeu im eigenen Land auch noch einen Wirtschaftsschub geben...siehe Kalifornien....also noch ein Gesetz aendern....

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Vito.Andolini 20.03.2013, 09:43
4. Legalisieren!!

Meines Erachtens sollte man den Drogenkonsum vollständig legalisieren. Man kann ihn ja doch nicht verhindern. Die - jetzt sinnlos mit Drogendelikten beschäftigte - Justiz könnte sich dann in angemessener Weise mit den Wirtschaftskriminellen befassen, die einen gewaltigen Schaden verursachen und mangels Strafverfolgungskapazitäten nicht angemessen bestraft werden können.

Allerdings sollte man dann auch die Behandlung von Drogensüchtigen nicht mehr durch die Krankenkassen und/oder den Staat finanzieren lassen. Drogensucht ist nämlich keine Krankheit, sondern eine vorsätzlich herbeigeführte Eigenschädigung. Hierfür sollte die Allgemeinheit nicht aufkommen müssen.

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air plane 20.03.2013, 09:48
5. Mein Profil

Zitat von sysop
Die Flugzeuge sind nicht gekommen, Portugal ist kein Drogenslum geworden.
Natürlich nicht von einem Tag auf den anderen.
"Man kann Gras nicht wachsen sehen" könnte man passend anmerken.
Aber irgentwann ist die Wiese da.

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zweiundvierzig 20.03.2013, 09:52
6. Warum sollte man...

...Leute davon abhalten, Drogen zu nehmen? Das muss jeder für sich selbst wissen. Und jetzt kommen mir keiner mit dem Argument der Gesundheitskosten...dann muss man auch umgehend Alkohol und fettiges Essen und Rauchen sowieso verbieten. Das größte Problem im Zusammenhang mit Drogen ist die Beschaffungskriminalität. Hier habe ich jedoch Befürchtungen, dass sich daran nicht viel ändern würde. Auch wenn das Produkt legal wäre, hätte es immer noch einen Preis, den sich viele Junkies nicht so einfach leisten können...sprich sie würden sich die finanziellen Mittel weiter illegal besorgen. Allerdings spricht dafür, dass man den Drogenhandel selbst viel besser kontrollieren könnte und sogar Steuereinnahmen generieren könnte. Alles in allem spricht sicherlich mehr für eine Legalisierung als dagegen. Was dem jedoch hierzulande vor allem noch entgegensteht, sind krude Moralvorstellungen einer protestantisch geprägten Leistungsethik, die den Junkie zu einem unproduktiven und damit unerwünschten Teil der Gesellschaft macht. Würden wir endlich aufhören Produktivität als Maßstab für Menschen anzusetzen, sehe die ganze Sache schon ganz anders aus.

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lock_vogell 20.03.2013, 09:53
7. ehrm..

... wird das in deutschland nicht genauso gehandhabt? es gibt hier nur keine liste wo steht wieviel/e gramm/pillen als eigenbedarf gelten...
zumindest bei den "leichten" drogen wird es genauso gehandhabt und ich möchte wetten, das niemand der mit maximal einem gramm kokain oder heroin gefunden wird eine ernsthafte strafe droht. O_o

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anbue 20.03.2013, 09:54
8. Interessant

Zitat von sysop
Im Krieg gegen die Drogen hat Portugal die Strafen für Konsumenten gestrichen. Wer mit kleinen Mengen Marihuana, Kokain oder Heroin erwischt wird, kommt nicht mehr vor Gericht. Die Justiz wertet den Besitz als Ordnungswidrigkeit - wie Falschparken. Funktioniert das?
wären vielleicht noch Erkenntnisse über die Entwicklung der Preise gewesen. Wenn der Drogenkonsum nicht "massiv rauf" geht, die Preise aber drastisch sinken, könnte dies weniger Umsatz bei den Dealern bedeuten - auch eine Form von Entwicklungshilfe für Länder wie Mexiko.

Aber an den Preisen wird sich vermutlich nur was ändern, wenn man auch den "Vertrieb" entkriminalisieren oder gar legalisieren würde.

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frubi 20.03.2013, 09:55
9. .

Zitat von sysop
Im Krieg gegen die Drogen hat Portugal die Strafen für Konsumenten gestrichen. Wer mit kleinen Mengen Marihuana, Kokain oder Heroin erwischt wird, kommt nicht mehr vor Gericht. Die Justiz wertet den Besitz als Ordnungswidrigkeit - wie Falschparken. Funktioniert das?
Richtig so. Ein Vorbild für Deutschland. Die Portugiesen sparen damit einen Haufen Geld und mit Strafen kriegt man die Drogennutzer sowieso nicht davon ab, die Drogen zu konsumieren.

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