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Drogenkartell-Bruderkrieg in Mexiko: Gemetzel im Zeichen des Z
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Verrat, Mord, Massaker - die brutalste Verbrecherorganisation Mexikos, das Zeta-Kartell, tötet im Moment mehr eigene Mitglieder als Gegner. Das Machtgefüge unter den Kriminellen des Landes gerät in Bewegung. Dem künftigen Präsidenten bereitet das schon vor seinem Amtsantritt Probleme.

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Dubbel 04.10.2012, 22:54
20.

Zitat von Blaue Fee
Glauben Sie wirklich, dass dann die Gewalt im Land verschwindet?! Alleine die vielen getöteten und verscharrten illegalen Migranten und die abertausend verschwundenen jungen Frauen und Kinder sprechen eine andere Sprache. Und die vielen Entführungen mit tödlichem Ausgang gehen auch auf Kosten der Narcos, die ausserdem das mafiöse "Uso-de-Suelo" (quasi Gewerbesteuer) inzwischen massiv erpressen, so dass viele kleine Geschäfte verschwinden, weil sie das "Schutzgeld" nicht aufbringen können oder Rache an Familienangehörigen befürchten.
Natürlich wird die Gewalt nicht von heute auf morgen verschwinden, nur weil die USA Drogenbesitz und -konsum entkriminalisieren und Drogen zur kontrollierten Abgabe in staatlichen Einrichtungen vergeben.
Viele tausend junge Männer haben in Mexiko ja nichts anderes gelernt als mit (über die US-Grenze geschmuggelten) Kriegeswaffen aufeinander zu schießen.

Aber langfristig würde der Drogenmafia einfach jede Menge Gewinn wegbrechen - auch wenn sie sich natürlich nicht direkt auflösen, sondern sich auf Schutzgeld konzentrieren würde.
Dann wäre vermutlich weniger Geld für Beamtenbestechung da - ein großes Problem Mexikos, wie Pränki schon sagte.

Es wäre natürlich schöner, wenn alle Süchtigen von heute auf morgen auf legale und illegale Drogen verzichten würden - aber wir alle wissen, dass das leider nicht passieren wird.
Portugal hat Drogenbesitz und -konsum legalisiert und erzielt damit große Erfolge bei der Bekämpfung des Drogenproblems, weil alle Süchtigen nicht ins Gefängnis, sondern in Therapie gesteckt werden.

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philippz 05.10.2012, 23:13
21. Hier gibt's Nachrichten von der Quelle

In Spanisch: http://www.blogdelnarco.com/

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Blaue Fee 05.10.2012, 02:41
22.

Zitat von tobo5824
... Und natürlich würde sich dieses Problem extrem entschärfen lassen, wenn im Norden (wozu ich jetzt auch Europa zähle), weiche Drogen legalisisiert würden. Denn wer ordentlich stoned ist, kommt gar nicht mehr auf die Idee, härteres Zeug zu konsumieren.
Das stimmt nicht ganz, denn Opiate wurden in Mexiko schon seit 1880 (von den chinesischen Eisenbahnarbeitern importiert) angebaut und 1939 in einem Roman als Lebensgrundlage im Bundesstaat Sinaloa beschrieben.
Es gibt in der Hauptstadt sogar einen Stadtteil, der sich auf die Opiumgewinnung bezieht (Tierra Blanca), dort wurde Gummi aus Mohn produziert.

Aber die Auswirkungen von freiem Opiumkonsum hat Lin Tse Hsu (Lin Zexu) schon deutlich beschrieben. Nicht umsonst kam es zum Opiumkrieg.

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dergepriesene 05.10.2012, 03:25
23. nicht ganz einverstanden

gras rauchen is nämlich so gar nicht hip oder cool, es könnte ja aus Mexiko stammen. Noch weiter hergeholt geht es ja kaum noch. Wenns danach ginge dürften Sie gar nichts mehr konsumieren. Denn wer weiß wo das alles herkommt und wen Sie dadurch alles unterstützen könnten. Stellen Sie sich das mal vor, da ist die hippe Grastüte gar nichts gegen !!

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tinosaurus 05.10.2012, 07:01
24. Legalisierung

Wieviele Tote muss es noch geben, bevor ernsthaft über eine Legalisierung nachgedacht wird. Aber vielleicht will man keine grundlegende Änderung. Die Waffen-Industrie will bestimmt auch weiterhin gute Gewinne einfahren. Bei einer ständig wachsenden Bevölkerung wird es vorprogrammierte und bewaffnete Konflikte geben. Der Anti-Drogen-Kampf wird ja seit Jahrzehnten geführt, nur ein Sieg ist bis jetzt nicht zu verzeichnen. Die ganze Angelegenheit ist ein schlechter Witz.

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guera 05.10.2012, 07:06
25. optional

Ich möchte den Kommentar von Pränki noch ergänzen: 100 Pesos sind derzeit 6 Euro. Das erklärt für mich alles. All diejenigen, die nach der Legalisierung schreien, sollten sich mal wirklich mit Mexiko befassen. Dann würden sie erkennen, dass das Problem die schlechten Löhne und die Korruption sind. Freunde von mir haben selber schon Polizisten bestochen wegen einem Joint, den sie bei uns im Auto gefunden haben (war alles nicht meins, ich wusste von den Kontrollen und war am Ende stinksauer). Die Korruption macht in Mexiko vieles verdammt einfach und eben auch für die Narcos. Die Polizei ist sowieso ein riesen Problem. Die Bevölkerung hasst die Polizei und es ist allseits bekannt, dass wenn man die Polizei zu etwas hinzu ruft, man ein noch grösseres Problem hat. Mexikaner können gar nicht verstehen, dass wir Deutschen z.B. unsere Polizei nicht hassen und spreche hier nicht von irgendwelchen anarchistischen Hippies, sondern von ganz normalen Bürgern. Viele Narcos sind im übrigen Ex-Militärs oder Ex-Polizisten.

Pränki, wo gibt's den Film? Ich hab selber in Chiapas gelebt bis vor kurzem, den würd ich sehr gerne sehen!

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wissuz 06.10.2012, 15:20
26.

hier tümmeln sich ja wieder experten! klar, die jungs hier in deutschland rauchen gras aus mexiko.wieder mal keinen plan aber hauptsache was erzaehlen. gras in mexiko ist meistens outdoor gewachsen. heisst: sie aus wie ne hecke und ist relativ schwach. die jungs hier muessten 8 joints rauchen um die wirkung eines joints aus deutschland zu erreichen! vergessen wir nicht die transportkosten...gras hat ja auch so eine gewinnspanne wie koks. man man! ausserdem sind deutsche unternehmen auch nicht ganz ohne. eine in deutschland unbekannte storry. na basf schoen am meth geld verdient:32d7a640938f7ce677f525dc61b3951e
einziger deutscher artikel. in spanisch und englisch gibts mehr!

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