Forum: Panorama
Düsseldorfer Bordelle: Willenlos im Whirlpool
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In den Düsseldorfer Bordellen von Bert Wollersheim begannen die Nächte an der Bar. Für viele Freier endeten sie im Delirium und mit Kreditkartenabbuchungen über Tausende Euro. Die Männer sollen mit K.o.-Tropfen betäubt worden sein. Immer mehr melden sich als Zeugen und berichten von üblen Machenschaften.

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symbadisch 15.08.2012, 18:02
50. Naiv oder dumm...

... muss Wollersheim wohl sein. Sich an solchen Machenschaften zu beteiligten und dazu in seiner eigenen Dokusoap im Fernsehen zu sehen sein wäre wohl eher dümmlich und daher unwahrschleich. Wie die vielleicht gespielte Naivität zu bewerten ist kann ich/man nicht beurteilen...

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JaguarCat 15.08.2012, 19:46
51. Entrotlichtisierung

Zitat von fatherted98
[Die Bordellbranche]...sollte sich endlich vom Schmuddel-Zuhälter Image abkehren und zum Dienstleistungszentrum mit transparenten Arbeits- und Kundenbedingungen umschwenken...vor allem weg von Rotlicht, Kriminalität, Drogen und Schlägern...der Umsatz würde sicher in kurzer Zeit verdoppelt.
Von Frauen (meist ehemalige Prostituierte) geführte Wohnungsbordelle und komplett selbständig arbeitende Prostituierte (hier ist nicht der Straßenstrich gemeint, sondern Frauen mit Kontaktanbahnung über das Internet) gibt es doch zuhauf. Und die kommen alle ohne Rotlicht, Kriminalität, Drogen und Machotypen aus.

Von außen klar als Bordell erkennbare Betriebe in den typischen "Rotlichtvierteln", die auch noch zu später Stunde offen haben, brauchen hingegen schon deswegen einen Türsteher, um stark alkoholisierte oder aus anderem Grund nach "Problem riechende" Männer erfolgreich verjagen zu können. Ob der dann nicht nur dafür da ist, Problemkunden draußen zu halten, sondern auch die Mädchen drinnen, kann man nie so genau wissen.

Am Ende entscheidet der Kunde, wohin er geht.

Die Städte können übrigens ebenfalls mithelfen, die Szene zu entschärfen, indem sie ihre Sperrgebietsverordnungen liberalisieren. Je größer das Gebiet, in dem Bordelle legal sind, desto schwieriger fällt es der Halbwelt, dieses unter ihre Kontrolle zu kriegen.


Jag

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impetrare 15.08.2012, 20:30
52.

Zitat von JaguarCat
Von Frauen (meist ehemalige Prostituierte) geführte Wohnungsbordelle und komplett selbständig arbeitende Prostituierte gibt es doch zuhauf. Und die kommen alle ohne Rotlicht, Kriminalität, Drogen und Machotypen aus.
Hm, ja. Es gibt Ausnahmen aber ja.

Zitat von JaguarCat
Die Städte können übrigens ebenfalls mithelfen, die Szene zu entschärfen, indem sie ihre Sperrgebietsverordnungen liberalisieren. Je größer das Gebiet, in dem Bordelle legal sind, desto schwieriger fällt es der Halbwelt, dieses unter ihre Kontrolle zu kriegen. Jag
Har har, sorry, du hast keine Ahnung. Nicht nur das die Komunen momentan aktiv an der Verschlechterung qua Sperrbezirksverordnung arbeiten (zumindest in Sachsen und Bayern). Das Bauordnungsamt wird genau vor den selben Karren gespannt um ihnen das Leben so schwer wie möglich zu machen.
Google mal nach der sog. "milieubedingten Unruhe" oder nach "Vergnügungsstätten nach § 8 Abs. 3 Nr. 3 BauNVO". Das macht wirklich keinen Spass. In der letzten Zeit (dieses Jahr!) gibt es zum Glück höherinstanzliche Urteile die das Verhältniss wieder etwas zurechtrücken. Aber das interessiert z.B. den Sachbearbeiter im Bauordnungsamt eher wenig. Ihn kostet das Verfahren ja auch nichts.

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waldstern 15.08.2012, 20:38
53. Schade, Bordelle sind zu wichtig, als das geduldet werden kann.

Das unschöne an solchen Geschichten ist nicht dass sie passieren, sondern dass damit Bordelle in den Verruf kommen. Bordelle Sind aber der Tempel der Venus, Plätze an denen sich die schönsten Momente im Leben eines Mannes erleben lassen.

Der Mann sucht den Tempel auf und sucht sich eine Venuspriesertin und zelebriert mit ihr die heilige Messe zugunsten der Venus, der Göttin der Liebe, des erotischen Verlangens und der Schönheit. Solch heilige Handlungen werden durch die geschilderten Vorfälle entweiht - und den Männern wird die Furcht vor der heiligen Messe, der religiös motivierten Zusammenkunft mit der Venus eingegeben, anstatt zum Tempelbesuch auzuregen, die männliche Besuchsbereitschaft anzukurbeln und zu fördern.

Der Mann darf sich nicht fürchten, wenn er dort einen Gottesdienst zelebrieren möchte, denn er bringt sich sonst um die Wonnen die er erfährt, wenn er versucht dort mit der Göttin Venus in Verbindung zu treten, mit ihr Gemeinschaft zu haben oder ihr sein Opfer zu bringen und die ihm auferlegte religiöse Pflicht zu erfüllen. Wer wie ich den Gottesdienst regelmäßig zelebriert, kennt die Wonnen ihrer Liturgie, die keinen Mann vorenthalten sein sollten.

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_oscar_ 16.08.2012, 02:20
54.

Warum muss Berti in seinem Alter eine Zahnspange tragen ?

Aber eines ist doch positiv:

Auch wenn seine Wohnung aussieht wie eine Mischung aus Harrys Hafenbasar und Sondermülldeponie, der Müll scheint in den Betrieben doch vorbildlich getrennt zu werden.

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JaguarCat 16.08.2012, 14:16
55. Einfluss der Kommunen auf das "Rotlicht-Gewerbe"

Zitat von impetrare
Har har, sorry, du hast keine Ahnung. Nicht nur das die Komunen momentan aktiv an der Verschlechterung qua Sperrbezirksverordnung arbeiten (zumindest in Sachsen und Bayern). Das Bauordnungsamt wird genau vor den selben Karren gespannt
Ich kenne die Situation für Betreiber in den genannten Bundesländern nicht (und in den anderen auch nicht). Ich denke aber, dass mein ursprünglicher Satz: "Die Städte können übrigens ebenfalls mithelfen, die Szene zu entschärfen, indem sie ihre Sperrgebietsverordnungen liberalisieren." dennoch richtig ist. Natürlich gilt auch die Umkehrung: Wenn Städte die Sperrgebiets- und Bauverordnungen verschärfen, schaffen sie genau die Konzentration der Betriebe, und damit das "Mlieu", das sie angeblich nicht wollen.

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albert schulz 17.08.2012, 15:09
56. Hat die Obrigkeit gepennt ?

Düsseldorf hat es schwer. Der Blick auf den Rhein, ein paar Messen und die dazugehörigen Bordelle. Und das war es auch schon. Diese Nachkriegsstadt mit ihren breiten Straßenschluchten hat wirklich nicht viel zu bieten. Man ist eben schnell in Wuppertal oder Köln. Na gut, es gibt noch einen offenen Bierausschank mit ein paar Frittenbuden drumherum. Sie nennen das Altstadt und die Biergläser sind wenigstens zur Hälfte mit Schaum gefüllt. Das gemeine Volk aus der Provinz wird sich schon nicht beschweren.

Wenn sich jetzt ein paar ehrbare Bürger der Stadt zusammentun, um den Bedürfnissen der gern gesehene Gäste in seriöser Weise ein wenig entgegenzukommen, so sind moralische Vorwürfe fehl am Platze. Man weiß doch gar nicht, aus welchem Land sie kommen, und ob dort die Männer kurz gehalten werden. Der Mann soll wiederkommen, und er soll Geld dalassen, kostbare deutsche Waren ordern, den Ruhm Deutschlands in der Welt verbreiten.

Daß die finanzierenden Honorationen in diesem Gewerbe nach wie vor mit Halbweltgrößen zusammenarbeiten ist ein wenig unverständlich. Das Geschäft müßte doch genug abwerfen, um studierte Eventmanager, Betriebswirtschaftler und Juristen mit der Organisation betrauen zu können, die zwar auch Halbweltler beschäftigen würden, aber doch nur in untergeordneten Positionen als Türsteher und Rausschmeißer.

Diese Leute demolieren aus reiner Geldgier nicht nur das protestantisch prüde Antlitz dieser seriösen Stadt, sondern sorgen dafür, daß das ganze Land als Hort der Unzucht empfunden wird, voller betrügerischer Liebesdienerinnen und deren Komplizen. Und das führt zwangsläufig zu einer Reduktion der Messebesucher aus aller Welt, und damit zu einem Messesterben. Sie und nur sie treiben dieses Land in den Abgrund, indem sie unseren einwandfreien und tadellosen Ruf in den Dreck ziehen.

Man fühlt sich an die britische Ministerin erinnert, die ihrem Mann Pornos auf Staatskoten gekauft hat, um der Belästigung entledigt zu sein. Hundert Pfund die Woche waren der geizigen Dame zu viel.

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