Forum: Panorama
Ebola-Angst: Amerika ist infiziert
AFP

In den USA herrscht höchste Ebola-Alarmstufe. Vor allem konservative Medien und Politiker verbreiten Desinformation über die Seuche, um Zuschauer in Angst zu bannen - und gegen US-Präsident Obama und Einwanderer zu keilen.

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nalodü 14.10.2014, 15:48
170. Ärzte ohne Grenzen

Ärzte ohne Grenzen hat seine Mitglieder bereits Anfang diesen Jahres darüber informiert, dass die Ebola-Epedemie dieses Mal aus dem Ruder zu laufen scheint. Wer den Informationsbrief gelesen hat, hat dies angesichts der deutlichen Worte sofort verstanden. Mich wundert wirklich, warum diese frühen Warnungen nicht zum Anlass genommen wurden, vor Ort vermehrt (auch finanzielle) Hilfe zu leisten. Kann es wirklich daran liegen, dass die Ansteckungsgefahr unterschätzt wurde? Ich glaube eher, dass nunmehr aufgrund der Beteiligung der Medien eine Gefahr herbeigeredet wird, die nicht wirklich existent ist. Das mag naiv sein, aber die Zeitspanne, in der der Ausbruch und seine möglichen Gefahren für Europa diskutiert wird, wird immer länger, ohne dass etwas passiert. Insofern sehe ich das Thema sehr unaufgeregt. Was mich hingegen entsetzt, ist dass die "Könnte es uns auch treffen"- Panik meinem Eindruck nach dazu führt, dass den wirklich betroffenen Gebieten nicht die Aufmerksamkeit, Unterstützung und das Mitgefühl zuteil wird, welche/welches erforderlich ist.

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Buchbetreuerin 14.10.2014, 16:12
171. Gezieltes Schüren von Angst

Der Artikel sagt es an mehreren Stellen sehr deutlich: Da werden gezielt Ängste in der Bevölkerung geschürt, dabei ist bei den paar wenigen Fällen nichts zu befürchten. Außerdem heißt es ja im Artikel: Das US-Gesundheitssystem hat alles im Griff. So what?
Das erinnert mich sehr an 2009, als in Deutschland künstlich Panik wg. irgendeines Virus ausgelöst wurde, ich glaube, es war die Schweinegrippe. Nur wenige Leute ließen sich wie empfohlen impfen, und die Pharmaindustrie hat doch nicht das Riesengeschäft gemacht, das sie sich erhofft hatte; es mussten sogar Riesenmengen an Impfstoffen wieder vernichtet werden. Nachher verschwand das Thema mir nichts dir nichts aus den Medien - und den Virus gab es plötzlich gar nicht mehr. Die Panikmache in der Bevölkerung blieb erfolglos.
Cui bono, muss man da fragen - wem nutzt die gezielte Panikmache? Der Pharmaindustrie? Denen, die Obama weghaben wollen? Keine Ahnung! Jedenfalls bräuchten sich deutsche Medien nicht so intensiv an das Thema dranhängen.

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shorie77 14.10.2014, 16:18
172. peinlich...

...wieviele sich hier bedroht fühlen.
Jährlich sterben weltweit bis zu 500.000 Menschen an Grippe. Niemand würde auf Idee kommen deswegen Grenzen zu schließen usw...nur weil man glaubt dies im Griff zu haben (die Zahlen haben sich in den letzten Jahrzehnten jedoch nur verschlimmert).
Das die westlichen Staaten sich so sehr engagieren ist nötig und richtig. Jedoch sollte man nicht die Augen vor ernsten Bedrohungen verschließen in dem man den Medien die Aufmerksamkeit für pseudo Bedrohungen gibt (mir ist die Ironie bewusst, das ich in diesem Fall gerade hierunter poste)

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t dog 14.10.2014, 16:25
173.

Ist die Aussage vom Robert Koch Institut, des CDC und der Kolegen in London. In Deutschland wird immernoch spätestens zu Weihnachten ein unkontrollierter Ebolafall erwartet. Wenn jetzt der zivile Passagierflugverkehr mit den Ebola Ländern ausgesetzt wird, verschafft uns das mehr Zeit. Nach und nach wird sich Ebola über Land bis Nordafrika ausbreiten, wenn die Ebolagebiete nicht gesäubert werden. Dann beginnt ein massiver und lange anhaltender Angriff von Ebola auf Europa. Mit fast absoluter Wahrscheinlichkeit wird es Ebola dann schaffen sich in Europa zu etablieren. Alle Experten sind sich einig, das Ebola in Afrika gestoppt werden muss, da es sich sonst weltweit verbreiten wird. Dazu gibt es 2 Varianten. 1. Medizinisch ( wird nicht klappen ) und 2. Militärisch. Weiteres Zögern wird nur die Grösse des Ebolaausbreitungsgebietes erweitern und immer mehr Menschen das Leben kosten.

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t dog 14.10.2014, 17:32
174. Zu Beitrag 174

Ebola hat eine Tödlichkeit von 80%. Grippe nicht. Das ist eine grobe Verharmlosung. Sollte Ebola mutieren, wird es sich demnächst genauso schnell wie Grippe verbreiten. Dann helfen auch keine Grenzschliessungen. Was wäre denn ihre Komplettlösung für das Ebolaproblem? Einfach abwarten?

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gegenpressing 14.10.2014, 17:58
175.

Nö, ist es nicht. An welcher Krankheit sterben mehr Menschen? Darauf kommts an, wenn man die Gefahr einer Epidemie auch nur irgendwie einschätzen will.

Eine Grippewelle ist eben nicht harmlos, deshalb kann es keine Verharmlosung sein!

Und es wartet auch niemand ab! Man tut eben das, was geboten ist. Die Experten vom RKI, die Sie so gerne zitieren, sehen Deutschland aktuell auch nicht gefährdet.
Es ist halt einfach unnötig und unverhältnismäßig, die Grenzen dicht zu machen. Es stoppt ja auch niemand den gesamten Luftverkehr, weil mal irgendwo ein Flugzeug abstürzt.

Ich verstehe Ihr Problem auch gar nicht. Dann decken Sie sich halt mit Tütensuppe für ein halbes Jahr ein, machen die Tür zu und berühren keine anderen Menschen, wenn Sie so eine Panik schieben.
Nach nem halben Jahr können Sie ja dann wieder rauskommen und werden verwundert feststellen, dass alle noch da sind.

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jakam 14.10.2014, 21:07
176.

Ebola wird unterschätzt, gegen diese Virenart ist alles, was sie bisher an Viren gesehen haben oder hatten, ein totaler Kinderzirkus.
Trotzdem bringt dieses Panikgetexte nichts, es ist nur ein den immens einfältigen republikanischen Wählern willkommenes Dramafutter für ihre Anti-Obama Maschinerie für schlichte Gemüter.

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steffen-wurster 15.10.2014, 00:24
177.

Zitat von Buchbetreuerin
Außerdem heißt es ja im Artikel: Das US-Gesundheitssystem hat alles im Griff.
Das US-Gesundheitssystem hat gar nichts im Griff. Auch seriöse Medien wie die NY Times melden jetzt, dass es keinerlei Vorbereitung des Personals in den USA auf Ebola gibt. Die Krankenhäuser wirtschaften ergebnisorientiert, für die Vorbereitung auf sehr sehr seltene Krankenheiten gibt es kein Budget. Die tote Krankenschwester hatte schlicht keine Chance, und die Amerikaner wissen das.

Das sollte man bedenken, bevor man sich über Rush Limbaughs Attacken gegen das amerikanische Gesundheitssystem lustig macht. Bitte schaut euch kurz die New York Times HP an: Ebola ist hier aus gutem Grund das Thema Nummer 1.

Auch wenn einem deutschen Hörer Rushs Argumentationskette "ein Drittwelt-Präsident bringt US-Krankenhäuser auf Drittwelt-Standard und holt jetzt Drittwelt-Krankheiten ins Land" lächerlich erscheint.

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Maria-Galeria 15.10.2014, 09:20
178. Leider

gibts noch nicht einmal einen Impfstoff gegen diese Seuche, vermutlich ist die Gefahr realer als man denkt, darum das Schweigen der Lämmer.

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degraa 15.10.2014, 10:44
179.

Zitat von future-trunks
wenn es so wäre, wäre es wirklich bedenklich. allerdings ist die krankheit in dieser zeit nicht ansteckend. dies ist erst möglich, wenn sich die ersten sympthome zeigen.
Dumm nur, das die ersten Ebola Symptome erhöhte Temperatur, Durchfall, Übelkeit und erbrechen sind - damit gehen die meisten Menschen erst mal nicht zum Arzt. Und in diesen Tagen ist man hoch infektiös.

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