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Einbruchsversuch in Hannover: Staatsanwalt will Haftbefehl für Todesschützen
DPA

Ein 40-jähriger Werkstattbesitzer hat in Hannover einen mutmaßlichen Einbrecher erschossen - offenbar aus nächster Nähe. Die Ermittler glauben nicht an Notwehr.

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zinobln 10.06.2015, 20:27
50. als der deutsche austausschüler...

in den usa erschossen wurde, haben wahrscheinlich einige hier zeter und morio geschriehen...jetzt wird dem ruf nach verteidigung von haus und hof mit der waffe in der hand gehuldigt. die waffenvollpfosten aus den schützenvereinen haben in dt. schon wahrlich genug opfer gefordert. wenn die staatsanwaltschaft keinen haftbefehl beantragen würde, wäre der s.g. selbstverteidigung mit der waffe in der hand alle türen geöffnet. ein warnschuss in die luft und vorher die 110 wählen, hätte die einbrecher auch vertrieben. nein, es muss ein gezielter schuss sein...die ehre des sportschützen könnte kratzer bekommen.
p.s. ein leben ist ein leben, egal welche nationalität es hat.

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carlitom 10.06.2015, 20:28
51.

Zitat von gaiusmuciusscaevola
Warum soll der noch leben? Um weiter einzubrechen und vielleicht dabei auch mal einen totschlagen odser ein Kind vergewaltigen? Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um!
Entschuldigung, aber Sie haben sie doch nicht alle. Klar sind alle Einbrecher (war es überhaupt einer, auch das ist nicht belegt) auch gleichzeitig Mörder und Vergewaltiger, natürlich auch noch besonders gerne von Kindern. Und am liebsten fressen Sie sie danach auch noch mit Haut und Haar.

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archivdoktor 10.06.2015, 20:29
52. Mutig

Zitat von pharaodream
Das Opfer..wird zum "Täter"abgestempelt. Wenn mehrere Typen in der Nacht auf dem Grundstück oder am Gebäude sich zu schaffen machen,was soll man als Eigentümer denn tun?
In Hannover wurden in letzter Zeit unzählige Werkstätten ausgeraubt - und bei Wohnungseinbrüchen ist Hannover seit Jahren Spitze: von Festnahmen hört und liest man nichts.....Das muss man sich mal vorstellen: da überrascht Bassam A. drei Einbrecher (diesmal waren es drei Moldawier), gerät höchstwahrscheinlich in Panik und wehrt sich. Was sollte er auch machen - mit denen reden??? Das mit "die Polizei rufen" kann doch nicht ganz ernst gemeint sein! Für mich ist der Mann einer der wenigen Mutigen, die den Einbrechern zeigen, dass man ein Risko eingeht, wenn man andere Leute überfällt....

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graealex 10.06.2015, 20:29
53.

Zitat von bellfleurisse
Allerdings ist auch dann zunächstt zu ermitteln, ob ein gezielter Schuss eines (hier) Sportschützen in die Beine des Täters nicht genügt hätte.
Das ist Dummfug. Wenn man sich entschließt, von der Waffe Gebrauch zu machen, nimmt man den Tod des anderen immer billigend in Kauf. Schüsse auf die Beine sind weder zielführend, da sie einen Angreifer nicht zwangsweise stoppen, noch ein Garant für sein Überleben. Ein gezielter Schuss in die Beine, und der Getroffene verblutet trotzdem in Minuten. Also lieber gleich auf den Oberkörper zielen, der ist groß, leicht zu treffen, gefährliche Durchschüsse unwahrscheinlicher, und stoppt in aller Regel. Die gleiche dämliche Diskussion gab es bei dem Verrückten im Brunnen in Berlin - Schüsse auf die Extremitäten wären durch das Risiko, zu verfehlen, lediglich eine Gefahr für den Beamten selbst sowie die umstehenden Personen gewesen.

Nein, er hätte ruhig seine Waffe schussbereit machen können, das würde ich im Zweifel in solch einer Situation auch tun - es kann ja niemand vorhersehen, welche Gefahr die Täter tatsächlich darstellen. Aber bitte vorher die Polizei informieren, und dann eben für die Täter hoffen, dass sie nicht auf die irsinnig dumme Idee kommen, auch noch in die Wohnung des Schützen einzudringen, wo dieser auf das Eintreffen der Polizei wartet.

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Willi.Bald 10.06.2015, 20:30
54. Eine Medaille ...

... hätte der Mann verdient, und nicht eine Anklage!

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the lucky one 10.06.2015, 20:30
55. typisch deutsch...

Anstatt die Täter zu jagen, werden arme Opfer zu Tätern gemacht.

Wenn jemand mein Leben oder meinen hart erarbeiteten Besitz bedrohen würde - vor allem 3 Personen zeitgleich - dann würde ich auch sofort schießen und mich nicht auf einen für tödlichen Plausch am Gartenzaun einlassen.

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thg 10.06.2015, 20:30
56. Der Verlust von Sachwerten ist das eine,

das Töten von Menschen das andere. Eine Waffe zu sehen mag den sofortigen Gebrauch irgendwie rechtfertigen, die Ansicht derselben scheint aber wenig furchteinflössend gewesen zu sein. Immerhin war Zeit das Equipment zusammen zu suchen um dann zu schießen. Hier geht es m.E. wohl eher um das Ego eines Sportschützen, als um eine Notwehr. Insofern scheint der Haftbefehl begründet. Gottseidank werden hierzulande 18 jährige nicht inflationär abgeknallt wie in den USA.

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n.nixdorff 10.06.2015, 20:30
57. Wir

haben hier nicht, wie in den USA, ein „Stand-Your-Ground-Law“, welches die Anwendung von Gewalt bis hin zu tödlicher Gewalt auch zur Verteidigung von Haus und Hof erlaubt. Dass selbst das in die Hose gehen kann, haben wir im Fall des erschossenen Austauschschülers gesehen. Ich habe vor Jahren einem Einbrecher ein Mag-Light über die Birne gezogen und hatte ziemliche Probleme mit der Justiz (Unverhältnismäßigkeit der Mittel), die nur mit anwaltlicher Hilfe aus der Welt geräumt werden konnten. In Deutschland wird der Täterschutz nach wie vor sehr hoch bewertet – ich erinnere an den Fall des Rentners aus Sittensen, der einen Einbrecher erschoss. Auch er wurde wieder und wieder vor den Kadi gezerrt, bis eine Verurteilung erfolgte. Einen Haftbefehl halte ich im aktuellen Fall für völlig überzogen, es sieht doch wirklich nicht so aus, als wolle der Mann sich der Gerichtsbarkeit entziehen.

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tlhuerth 10.06.2015, 20:32
58. So ein Unfug

Zitat von bellfleurisse
" er habe in der Nacht zum Dienstag vom Fenster aus drei Unbekannte auf seinem Gelände erblickt. Einer der drei sei bewaffnet gewesen. Daraufhin habe er seine Waffe gegriffen und die Haustür geöffnet." Wenn diese Schilderung stimmt. Es ist keine Not zur Wehr gegeben, wenn man durch ein Fenster auf dem Gelände jemanden erblickt. Der Schütze hatte Zeit seine Waffe zu holen, die verschlossen in einem Schrank aufbewahrt wird, die Munition gesondert verschlossen in einem anderen Schrank, zu laden, also hatte er Zeit ein Telefon zu bedienen. Telefon, Polizei und wenn dann ein Täter tatsächlich bewaffnet ins Haus dringt, dann könnte der Gebrauch einer Waffe Notwehr sein meiner Einschätzung nach. Allerdings ist auch dann zunächstt zu ermitteln, ob ein gezielter Schuss eines (hier) Sportschützen in die Beine des Täters nicht genügt hätte.
1. Munition und Waffe müssen nur dann getrennt aufbewahrt werden, wenn die Waffe transportiert wird, z.B. auf dem Weg zum Schießverein.

2. 3 Personen, die sich unbefugt auf einem Grundstück befinden, sind schon bedrohlich. Wenn dann eine Brechstange, Messer o.ä. im Besitz einer dieser Personen sich befinden, dann ist eine Notwehrlage gegeben.

3. Die Polizei kann nur verspätet ankommen und die Bewohner des Hauses wären vielleicht bis dahin schon niederegemetzelt worden.

Wer sich noch nie in einer Notwehrsituation befunden hat, kann nicht beurteilen, wie sich ein Mensch in einer solchen Situation zu verhalten hat. Ich war schon mal in einer solchen Lage und habe auch etwas härter zur Gegenwehr gegriffen als es eigentlich notwendig gewesen wäre. Trotzdem trifft in einer solchen Situation die Schuld alleine den ursächlichen Rechtsgutverletzer und nicht dem, der sich gegen einen unmittelbar vorstehenden oder schon in der Phase der Vollendung befindenden Angriff wehrt. Sie dürfen zum Beispiel jemandem, der seine Faust erhoben hat und zum Schlag ausholt die Beine wegtreten. Begründung: Für Sie sieht es so aus, als ob ein rechtswidriger Angriff bevorsteht und da steht jedem das Recht eine Notwehr oder Nothilfe zu. Anders ist es hier auch nicht und dafür den Familienvater in den Knast zu schicken ist bei weitem übertrieben. Von mir würde er eher eine Medaille bekommen. Er hat seine Familie geschützt und das muss honoriert werden.

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K3pl3r 10.06.2015, 20:32
59. Legalwaffennesitzer

Sind hier nicht das problem. Daher sind mir die abstrusen Forderungen nach Verbot immer ein Rätsel.

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