Forum: Panorama
Eklat um "Maria 2.0": Pfarrer bricht Gottesdienst wegen rebellischen Gläubigen ab
DPA

Sie saßen weiß gekleidet in der ersten Reihe: In Unterfranken hat ein katholischer Pfarrer Aktivistinnen der Frauenbewegung "Maria 2.0" aus der Kirche geworfen. Das Bistum spricht von einer unglücklichen Überreaktion.

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insu-bordi-nation 16.08.2019, 17:13
30. klasse!

obwohl die gotteshäuser mich alle nur von hinten kennen, würde ich, um meine Solidarität zu bekunden und weil ich glaube, maria2.0 ist der einzige weg für die Kirche zurück zu ihren Schafen zu finden, mich auch für einen Sonntag weiß anziehen und in meinem fränkischen Ort mitmachen!!! danke, dass es solche Menschen noch gibt!

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oloh 16.08.2019, 17:14
31. sui generis

Zitat von pegoce
Diese Aktion war gezielt darauf ausgerichtet, den Gottesdienst zu stören. Es ging den Frauen einzig und allein darum, zu provozieren. Wäre das Ziel ein konstruktiver Dialog gewesen, dann wären sie nicht so in der Kirche zur Messe erschienen, sondern hätten davor oder danach das Gespräch mit dem Pfarrer außerhalb der Kirche gesucht oder die sonstigen Möglichkeiten der Kirchgemeinde genutzt. So wurde nur für die Schlagzeile ein Pfarrer am Ring durch die Manage geführt. Insoweit sei an Norbert Lammerts Appell an die Abgeordneten vor der Abstimmung über die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare erinnert: Es sprechen gewichtige Gründe für die eine oder andere Seite und diese sollten im Respekt voreinander ausgetauscht werden. Die plaktive Stimmungsmache mit vermeintlichem hoheitlichen WIssen einer Vielzahl von Foristen hier lässt nur auf eine Meinungsbildung sui generis schließen, die mit den allgemeinen Grundsätzen nicht vereinbar ist.
"lässt nur auf eine Meinungsbildung sui generis schließen, die mit den allgemeinen Grundsätzen nicht vereinbar ist."

"sui generis" heißt von eigener Art. Sie als Individuum sind z.B. von eigener Art - wie jedes Individuum.
Insofern ist eine Meinungsbildung "sui generis" eine tautologische Formulierung und ziemlich redundant. Denn nicht jede Meinungsbildung gleicht der anderen wie ein Ei dem nächsten.

Welche Meinungsbildung cuius generis ist nun "mit den allgemeinen Grundsätzen" nicht vereinbar? Und was sind die allgemeinen Grundsätze??

Schwurbeldischwurbeldischwurbel...

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cobaea 16.08.2019, 17:20
32.

Zitat von ruhepuls
Nix gegen Quanten, aber mir hat noch nie ein Quant einen Tipp gegeben, wie ich mit Liebeskummer oder Trauer um Verstorbene umgehen soll. Nietzsche war vielleicht erhellend, aber dabei eher deprimierend.. Wer das braucht...
Die Kirche - und zwar alle Fraktionen - haben mir in solchen Fällen auch noch nie weiter geholfen. Manchmal haben sich die Vertreter dieser Vereine menschlich vernünftig verhalten, manchmal allerdings auch unter jedem Hund. Wenn man in solchen Fällen keine FreundInnen hat, dann lieber zum Psychologen oder Therapeuten statt zu den Talarträgern.

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Zoroaster1981 16.08.2019, 17:21
33.

Zitat von jozu2
Kirche 2.0 ist jedenfalls keine Aufklärung 2.0, bestenfalls verdient das die Versionsnummer 1.2. Wie kann man im Zeitalter der Quantenphysik in weit über 1000 Jahre alten Büchern nach Lebensweisheiten suchen? Gehen diese Menschen auch zum Schmied statt zum Zahnarzt. Sind die Geschichten von irgendwelchen Erlösern und Propheten tatsächlicher erhellender als Nietzsche?
Vielleicht deswegen, weil die Quantenphysik auch bisher noch niemand wirklich durchdrungen bzw. begriffen hat.

Und Nietzsche ist was für die Pubertät bis man feststellt, dass dessen Ergüsse nur reichlich unreifes Getue sind.

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Zoroaster1981 16.08.2019, 17:27
34.

Zitat von heissSPOrN
Was für ein Heck-meck! Hatte die katholische Kirche nicht erst neulich die vielen Kirchenaustritte beklagt? Hier ein Beispiel, warum die Leute scharenweise weglaufen...
Also, im Ernst. Wenn ein Zölibat eingeführt werden würde oder eine Frau Priesterin werden könnte, wäre ich trotzdem nicht in der kath. Kirche geblieben. Für mich wird ein Zirkus auch nicht ernsthafter, wenn der Clown von einer Frau gemacht wird

Die Gründe sind banal: erstens glaube ich nichts und zweitens - der Hauptgrund - ich will keine Kirchensteuer zahlen.

Und ich denke, die meisten Austreter ticken da ähnlich.

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cobaea 16.08.2019, 17:29
35.

Zitat von hmueller0
Also, ich bin kein Anhänger der Institution Kirch und erst recht nicht der katholischen - genauer gesagt so wie sie sich darstellt / die Standpunkte die sie vertritt. Aber grundsätzlich gehe ich davon aus, dass es in der Kirche eine Art Hausrecht gibt und der Pfarrer (Priester?) hier quasi das letzte Wort hat. Mir stößt häufiger auf, dass erstens, jeder der irgendwie seine Vorstellung durchsetzen will oder sich irgendwie auslebt gleich ein Aktivist ist - klingt natürlich gleich viel wertvoller - und zweitens, dass man meint sich immer, überall und jederzeit alles rausnehmen zu können. Das ist aber ein Irrtum, da andere Menschen eben auch ihre Grenzen haben. Und lustiger Weise gibts hier sicher genügen Kommentare, die es ok finden, weil es geg. die kath Kirche geht - aber es bei - sagen wir mal einer anderen Religionsgemeinschft natülich völlig unmöglich fänden, sich über deren Gefühle und Gepflogenheiten inweg zu setzen. Ich denke zB, die Frauen könnten ja auch vor der Kirche weiter demonstrieren, Flyer verteilen oder was auch immer. Gegenseitiger Respekt funktioniert halt in beide Richtungen.
Nichts gegen das Hausrecht der Kirche. Aber laut Artikel hatten sich die 20 Frauen einfach nur weiss gekleidet in die erste Bankreihe gesetzt. Zum Eklat kam es nicht, weil die Frauen Rederecht gefordert hätten etc. sondern das folgte erst auf die Aufforderung des Priesters an die "weissen Frauen", die Kirche zu verlassen. Da kann man vielleicht schon mal die Meinung vertreten, der kirchliche Hausherr habe ein schwaches Nervenkostüm.
Aber ich weiss eh nicht, warum Frauen, die das Grundgesetz ("Männer und Frauen sind gleichberechtigt") ernst nehmen und auch Homosexuelle unbedingt zu einem Verein gehören wollen, der sie nicht als gleich gestellt behandelt. Austreten, sich eine andere Religionsgemeinschaft suchen und damit dem diskriminierenden Verein Finanzen entziehen. Das wirkt vermutlich mehr als jeder Protest. Für Katholikinnen, die sich mit dem Protestantismus schwer tun, gäbe es da z.B. noch die altkatholische/christkatholische Kirche, die längst Frauen zum Priesteramt zulässt.

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ralf.becker6791 16.08.2019, 17:43
36. Falsch!

Zitat von sabine_fauer
Wenn denen nicht passt, dann sollen sie aus der Kirche austreten und ihre eigene Sekte gründen. Minderheiten muss vor Augen geführt werden, dass sie der Mehrheit nicht ihren Irrglauben aufs Auge drücken können.
Sicher, dass "Maria 2.0" eine Minderheit ist? Ich sehe das ganz anders. Und wenn die alten Dogamtiker sich nicht bald vom Acker machen oder grundlegend ändern, wird es Eure römisch-katholische Kirche mittelalterlicher Prägung bald nicht mehr geben.

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neanderspezi 16.08.2019, 17:47
37. Zahlreicher Marienauflauf bringt den Priester leicht in die Bredouille

Auf welche Diskussion hätte sich der Priester beim Gottesdienst zu Mariä-Himmelfahrt mit den weißgekleideten Betschwestern von Maria 2.0 einlassen sollen? Die Damen hatten vermutlich nichts anderes im Sinn, als den Priester in Verlegenheit zu bringen und den Gottesdienst zu einem Happening aufzumischen und die übrigen Gläubigen hätten sich der Aufführung beugen müssen. Vielleicht wird ein Priester sich in Zukunft zu einem Rundtanz um den Altar mit Hopsassa, Tirallala und händchenhaltend an einem christlichen Gedenktag bereit zeigen müssen, und mit Jauchzen und einem guten Umtrunk die Mariendarstellerinnen in zweiter Prägung die Liturgie neu arrangieren lassen. Die katholische Kirche muss zurzeit schon sehr demütig zu Kreuze kriechen und der Papst traut sich nicht ex cathedra ein Machtwort gegen die vielfältigen Anmaßungen zu sprechen.

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carlitom 16.08.2019, 17:51
38.

Zitat von lucbauer
Die halbe Republik aus der Kirche ausgetreten. Vom Rest geht 1% in die Kirche. Und dieser Pfarrer schmeißt die paar Übriggebliebenen raus.
Tja, das muss man sich leisten können.

Ist in der evangelischen Kirche ähnlich. Die meisten Pfarrer machen z.B. derart unlustig Konfirmandenunterricht (lästig, diese Teenies) und fahren Repressalien bis hin zur Drohung, den Delinquenten nicht zu kofirmieren (bei Bagatellen wie Schwätzen oder nicht häufig genug in die Kirche gehen), dass die Folge davon ist, dass sich Clubs bilden, die gemeinsam schwören, nach der Konfirmation nie wieder eine Kirche zu betreten und natürlich ab sofort Ethik in der Schule zu besuchen. DAS muss man sich leisten können, auch die letzten freiwilligen Kirchenmitglieder zu verprellen, wenn man eh schon fallende Zahlen hat.

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carlitom 16.08.2019, 17:54
39.

Zitat von ruhepuls
Nix gegen Quanten, aber mir hat noch nie ein Quant einen Tipp gegeben, wie ich mit Liebeskummer oder Trauer um Verstorbene umgehen soll.
Das machen Pfarrer auch nicht. Im Gegenteil. Bei Menschen, die nach einem Termin für Gespräche mit dem Pfarrer fragen, kommt häufig die Antwort: "Ich habe wirklich Wichtigeres zu tun" (z.B. Umbauarbeiten an der Kirche leiten und Ähnliches).

Allerdings erscheint es mir sowieso eher unlogisch, einen katholischen Priester im Falle von Liebeskummer zu Rate zu ziehen. Und die meisten kirchlichen Beerdigungen mit Predigttexten aus der Konserve und ohne Herz zeigen zudem, dass auch in Sachen Trost der Priester wohl kaum der richtige Ansprechpartner ist.

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