Forum: Panorama
Eltern zwischen Monotonie und Überforderung: Der Alltag frisst mein Leben auf
Getty Images/ iStockphoto

Seite 6 von 11
Diskussionsteilnehmer 23.02.2019, 22:10
50.

Nach dem Ausbleiben des Erfolges der modernen Medizin wurden wir das kinderlose Paar im Freundeskreis. Unglücklich waren wir nicht. Man muss den anderen ihre Kinder gönnen können und sich aus der Traurigkeit retten. Sehr wohl wahrgenommen haben wir, wie festgelegt die anderen in ihren Abläufen waren und viel Zeit und Mühe Kinder machen. Unglücklich sind die Eltern aber auch nicht. Wie das dann manchmal so ist, kam dann doch ein Baby zu uns. Jahrelang gings nicht, und dann war "passiert ja eh nichts" auch falsch. Wir sind über 40... Aber naja großes Hurra bei Familie und Freunden, ich verdächtige die ja der klamheimlichen Freude darüber, dass unser Lotterleben als "double income no kids" Leute nun vorbei ist. Und was soll ich sagen: Unglücklich sind wir nicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
pommesbay 23.02.2019, 22:21
51. Unsere Kinder

sind ein großes Glück und haben uns auch immer wieder an unsere Grenzen gebracht. Klar gab es Tage, an denen ich dachte, ich will nicht mehr. Das ist wohl ziemlich normal. Jetzt sind unsere Jungs fast erwachsen und ich bin froh, zu sehen, wie sie sich entwickeln. Sie sind unsere Zukunft. (Und die Überbevölkerung findet nicht in Deutschland statt, das nur mal Rande) Im Freundeskreis habe ich bisher die Erfahrung gemacht, das kinderlose Menschen seltsam anders sind. Ihnen fehlt was. Die Umsicht, Verantwortung, Toleranz scheinen nicht so entwickelt, wie auch, Sie müssen sich ja nur um sich selbst sorgen. Kommt mir jedenfalls so vor und ist kein Pauschalurteil. Ich bin jedenfalls froh über die Entwicklung die ich nehmen könnte durch unsere Kinder.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
weltgedanke 24.02.2019, 02:05
52.

Ich beobachte, dass hier fast jeder Diskutant das Lebensmodell verteidigt, in dem er lebt. Das ist ja schon einmal ein gutes Zeichen, wenn auch ein etwas kurioses.

Die Tendenz bei manchen Beiträgen, Kinder allgemeingültig als Segen und Bereicherung darzustellen, würde ich nicht unerstützen. Nicht, weil sie in der Sache falsch ist, sondern weil es meines Erachtens gar keine argumentativ zu lösende Fragestellung ist. Ich wünsche vielmehr jedem Kind Eltern, die von sich aus ein Leben mit Kindern wollen.

Die mehrfach geäußerte Kritik an dem Artikel kann ich aber genauso wenig nachvollziehen. Der Autor hat nicht gesagt, dass er grundsätzlich in Frage stellt, Kinder bekommen zu haben, und ich glaube auch nicht, dass er es insgeheim tut. Ihn als Bestätigung für ein Lebensmodell ohne Kinder heranzuziehen, führt für mich deshalb zu weit. Er sieht wohl, dass es ein herausforderndes Leben ist und dass er noch nicht alle Antworten gefunden hat auf die Fragen, die es aufwirft. Herausforderungen sind aber völlig normal in Situationen, in denen man das erste Mal ist. Wenn man sich ihnen stellt, führen sie zu Wachstum, und dieses macht auf relativ direktem Weg glücklich. Ich bin sicher, der Autor wird das auch immer wieder erleben.

Familien sind sehr komplexe und einzigartige Gebilde. Ich bezweifle, dass Aussagen der Art "man sollte mindestens einen Tag pro Woche allein mit dem Partner verbringen" je allgemeingültig sein können. Vielmehr handelt es sich dabei um richtige Antworten in einer Situation und um falsche in einer anderen. Jeder muss seinem Herzen folgen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
thoreaus_soulmate 24.02.2019, 03:11
53.

Wenn ich das hier an Kommentaren lese, dann wird es doch ganz einfach! Ein gewisser Teil der Menschheit scheint sich durch Kinderablehnung aus dem Genpool dieser Welt zu entfernen, ein zweiter Teil scheint unfähig zu sein, je mit eigenen Kids umzugehen und der restliche Teil pflanzt sich fort und bleibt am Leben. Darwin Awards...um mehr geht es nicht :)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
sesselpuperl 24.02.2019, 08:00
54. früher, damals, früher, damals

Wenn ich das schon wieder lese, wird mir echt übel!
"Damals" gab's auch weniger Verkehr, weniger Irre auf der Straße welche unter Zeitdruck stehen und fernab jeglicher Verkehrsregeln und Menschenvernunft Auto fahren.
Es gab auch weniger unsoziale, verrohte Kinder welche andere Kinder auf die Straße schubsen!
Von Pädophelie und Menschenhandel spreche ich noch nicht mal.
Vor paar Monaten ist ein Vater mit Kind in München zusammen mit dem Fahrrad zur schule gefahren, das Kind wurde dennoch vom ab biegenden LKW überrollt und hat nicht überlebt, obwohl Pappa brav hinter her gefahren ist und aufgepasst hat!
Wieviel tote, verletzte oder verschleppte Kinder gäbe es wohl, wenn wir sie nicht sicher und geschützt zur Schule bringen würden?
zum Thema selbst:
Heut besteht das Leben eben fast nur noch aus Arbeit.
In einem Land, indem beide Eltern Vollzeit arbeiten müssen um überhaupt die Kita und alles drum herum finanziell zu stämmen, sollte man über ganz andere Themen sprechen als um Freizeit!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mariahellwig 24.02.2019, 19:37
55.

Mein Sohn ist heute 15 und rücklickend würde ich heute vieles anders machen. Ich würde heute nicht mehr mein Leben am Wohle des Kindes ausrichten, sondern am Wohle der Eltern. Es muss nicht immer die beste Kita oder die beste Schule für mein Kind sein...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
nomadas 25.02.2019, 05:33
56.

Die Paarliebe hat Vorrang vor der Elternliebe. Systemisches Gesetz. Wer es beachtet, hat Glück. Die meisten tun es nicht, was üble Folgen haben muss. Doch, sie wissen es nicht. Sollten es aber. Keiner sagt es ihnen. Schade. Wenn sie selber dahinter kommen, ist es meist zu spät. da capo al fine

Beitrag melden Antworten / Zitieren
fatherted98 25.02.2019, 08:51
57.

oh je...was für ein Schicksal....nicht mehr Essen gehen zu können, nicht mehr ins Kino oder in die Disko....statt dessen auf den Nachwuchs achten....einfach nur schrecklich....was haben sich diese Leute mit der Entscheidung für Kinder nur angetan.....sehr zu bedauern diese Menschen....das Leben ohne jeglichen Spaß....evtl. sollte über eine Freigabe zur Adoption nachgedacht werden....evtl. sind andere Elternpaare leidensfähiger.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
karlsiegfried 25.02.2019, 10:17
58.

Kinder können Glück oder Unglück bedeuten. Dies abzuwägen sollte bereits vor der vorsätzlichen Zeugung von Kindern vorgenommen worden sein. Zum Beispiel durch Hören, Sehen, Denken, Analysieren (auch die persönliche, finanzielle und Wohnungssituation. Nicht nur zum eigenen Wohl, sondern auch zum Wohle des Kindes, welches ohne gefragt zu werden, auf diese Welt 'geschmissen' wird. Weil die Eltern ein Kind wollen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
rainer-rau 25.02.2019, 10:20
59.

"so what": Logisch!! Weniger Autos - weniger Kosten - weniger arbeiten müssen. Weniger Telekommunikation - viel mehr Zeit für wichtige Dinge. Wenn Facebook, Twitter und Genossen für die Zeit der Nutzer zahlen würden wären sie wahrscheinlich die größten Arbeitgeber. Nur schade, dass die Kinder von ihren "Vorbildern" lernen, das macht so pessimistisch.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 6 von 11