Forum: Panorama
Elterncouch: Der Vater, der seinen Sohn im Schlafanzug in die Kita brachte
Michael Meißner & Mona Eing

Anziehen am Morgen ist für Eltern oft der Horror: Kinder bestehen auf Badeanzug und Ballerinas im Winter. Oder sie wollen überhaupt nichts anziehen. Brief an einen Helden des allmorgendlichen Ankleide-Kriegs.

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Mensch02 18.01.2016, 14:02
90.

1. meine Frau und ich haben herzlich gelacht und uns in Einigem darin wieder erkannt. Danke für den Humor! Ja, so sieht es auch bei uns mitunter aus.
2. ich bin erschrocken über soviel Anfeindung und Wut anderer Eltern.

Ich bin Vater von demnächst 5 Kindern und habe schon eine erwachsene Tochter. Als Selbstständiger kann ich mir meine Zeit frei einteilen und hatte und habe sehr viel mit meinen Kindern zu tun, was wunderbar ist. Aber eben auch sehr anstrengend. Ein Rezept für Kindeserziehung, wie einige hier vorgeben, gibt es mE nicht. Ich finde es gut und richtig, wenn wir unsere Erziehungsmuster unserer Kindheit immer wieder neu überdenken und unsere Kinder beobachten lernen. Ich lernen noch soviel von den Kleinen und will weiter offenen bleiben. es ist mitunter verdammt hart!!!! Danke an die Autorin

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MütterchenMüh 18.01.2016, 14:03
91.

Vor rund 38 Jahren gab es ebenfalls solche Rumhampeleien mit unserem Sohn, bis sie ihn im Schlafanzug in die Schule brachte. Den ganzen Tag verbrachte er dort im Schlafanzug.

Danach gab es keine nennenswerten Meutereien unseres Sohnes.

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BeKos 18.01.2016, 14:18
92.

Also im Gegensatz zu meinen kindern bin ich der der jeden Morgen im Schlafanzug in Schule und KiGa aufkreuzt. Ich schaffe es gerade meine Kinder anzuziehen da bleibt für mich meist keine Zeit.

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syssifus 18.01.2016, 14:19
93.

Später sind das etwa die Kinder,die ihre Eltern verprügeln ,wenn das Taschengeld nicht hoch genug ist ? Da geht mir schon die Hutschnur hoch bei diesem Demokratieirrsinn der "Antiautoritäten".

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markus_wienken 18.01.2016, 14:42
94.

Zitat von der_lasso
Ich meinte natürlich, dass ich eine Diskussion, die darin endet, dass das Kind im Schlafanzug in die Kita kommt, nicht gut finde. Ansonsten ist eine Diskussion schon in Ordnung. Aber Kinder können einfach gewisse Entscheidungen noch nicht ohne elterliche Unterstützung treffen.
Da sind wir einer Meinung.
Forist "wolfgangreusch" hat es meiner Meinung nach in Post 80 gut dargestellt, wie so etwas mit kleinen Kindern ablaufen könnte und ich es in ähnlicher Weise auch mit meinem Filius getan habe.

Weder völlige Freiheit (ähnlich wie im Artikel) noch das Erzwingen (wie es manche Foristen hier propagieren) sollten in einer guten Erziehung vorkommen.

Auch das Zeitargument mancher Foristen finde ich mehr als lächerlich, Kleidung kann man abends rauslegen/diskutieren und für den ruhigen Kaffee am morgen (ist mir auch wichtig) steht man halt 20min. früher auf.
Stellt sich mir ernsthaft die Frage, wie manche Menschen ihren Alltag bewältigen, wenn man bereits bei einem so banalen Thema wie Kinder anziehen auf beinahe unüberwindliche Hindernisse stößt...

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tomkater 18.01.2016, 14:43
95.

Zitat von Annabelle1811
Wie nennt sich sowas? Antiautoritäre Erziehung.
Das ist Laissez-Faire/Antierziehung aber keine antiautoritäre Erziehung, bei der sehr wohl handlungsregulierend und somit erziehend eingegriffen aber auf Zwänge möglichst (nicht zu verwechseln mit vollständig) verzichtet wird. Wenn ein Kind spürt, dass es ernst genommen wird. wenn man ihm auf Augenhöhe ( im wörtlichen Sinne ) und mit Respekt begegnet, wenn es den Sinn von Regeln versteht ( "Ich Chef Du nix" reicht da nicht aus ), dann werden Regeln auch befolgt, ohne dass Erziehende den Großen Zampano raushängen lassen müssen.

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realist4 18.01.2016, 14:44
96.

Anziehen ist nur der Horror, wenn man als Eltern bei der Erziehung schon längst versagt hat. Mit zunehmendem Alter ändern sich dann die Motive aber die Probleme bestehen weiter. Kinder muss man liebhaben, aber die Unterscheidung richtig und falsch, lieb und böse beginnt am Tag der Geburt. Eltern müssen Kinder erziehen und nicht umgekehrt.

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windexx 18.01.2016, 14:52
97.

Konsens im Forum: Aetsch, ich mache alles richtig, und ihr alles falsch. Selbst schuld.

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misslongstocking 18.01.2016, 14:53
98.

Ich bin ehrlich gesagt geschockt, wie viele Über-Eltern der Autorin hier Erziehungsunfähigkeit vorwerfen. Einige andere Foristen haben hierzu schon sehr treffende Entgegnungen abgegeben... Jeder hat seinen eigenen Erziehungsstil, und ich bin mir sehr sicher, dass die Autorin hier sehr pointiert geschrieben hat. Was viele zu vergessen scheinen: Nur, weil irgendetwas bei IHREN Kindern funktioniert, heißt das nicht, dass es der Königsweg ist. Jedes Kind ist unterschiedlich, die Temperamente sind unterschiedlich, und warum ein autoritärer Erziehungsstil, der oft genug reine Machtdemonstration der "überlegenen" Erwachsenen darstellt, jetzt das Allheilmittel sein soll, sei dahingestellt. Man hat in der Vergangenheit sehr gut gesehen, was sowohl autoritäre als auch anti-autoritäre Erziehung "anrichten" kann. Die Mutter soll ihre Kinder nicht "im Griff" haben? Sie kann nicht organisieren, es fehlt ihr an "Richtlinienkompetenz"? Wahnsinn, so viel Gehässigkeit. Und der psychologische Weitblick: Wenn das jetzt schon so ist, sind das später zügel- und disziplinlose Jugendliche/junge Erwachsene, die ja gar nicht anders KÖNNEN, als auf die schiefe Bahn zu geraten... Wow. Wer das glaubt, MUSS natürlich darauf achten, seine Kinder in ein Regekorsett zu zwängen, auf dass sie sich nie trauen, selbst Verantwortung zu übernehmen oder zu entscheiden...
Ich finde den Text witzig, das eine oder andere ist auch mir (Mutter von zwei kleinen Töchtern) nicht unbekannt. Noch etwas, damit ich nicht falsch verstanden werde: Ich bin mir sicher, dass jede/jeder hier seine Kinder nach bestem Wissen und Gewissen und mit den besten Absichten erzieht. Aber man möge doch bitte nicht andere Eltern für deren Erziehung VERurteilen, sondern eben immer auch daran denken, dass jedes Kind anders ist. Manchmal muss man auch als Eltern erst einige Zeit "rumprobieren", bis man den richtigen Weg für sich und fürs Kind gefunden hat. Das ist kein Verbrechen, sondern schlicht und ergreifend normale Realität.

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Rainer Helmbrecht 18.01.2016, 15:07
99.

Zitat von der_lasso
Ich meinte natürlich, dass ich eine Diskussion, die darin endet, dass das Kind im Schlafanzug in die Kita kommt, nicht gut finde. Ansonsten ist eine Diskussion schon in Ordnung. Aber Kinder können einfach gewisse Entscheidungen noch nicht ohne elterliche Unterstützung treffen.
Ich frage mich, wie Eltern ihre Kinder auf einer Flucht motivieren. Nichts zu Essen, Schlafmangel, Kriegshandlungen und bockige Kinder.
Da meine Mutter 45 auch mit mir über die grüne Grenze nach Töpen ging, kenne ich die Probleme aus eigenem Erleben.
Disziplin hat nichts mit Kinderliebe zu tun.

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