Forum: Panorama
Elterncouch: Der Vater, der seinen Sohn im Schlafanzug in die Kita brachte
Michael Meißner & Mona Eing

Anziehen am Morgen ist für Eltern oft der Horror: Kinder bestehen auf Badeanzug und Ballerinas im Winter. Oder sie wollen überhaupt nichts anziehen. Brief an einen Helden des allmorgendlichen Ankleide-Kriegs.

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sitiwati 18.01.2016, 11:37
50.

meine Kinder gingen in eine indonesische Schule, schon im kindergarten Schulkleidung, -keine Uniform-an den Farben konnte man schon sehen, in welcheKlasse die Kinder gingen, aber auch das Schulpersonal hatte seine Kleidung, das ganze war für alle vorteilhaft!

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abby_thur 18.01.2016, 11:38
51. Kommentar

Zitat von schutsch
Wem gefällt das nicht? Nebenbei ist Haare färben, Schmincken und Schmuck tragen verboten. Dumm, daß andere Schulen sich das Leben so schwer machen.
Wem das nicht gefällt? Jedem, der gegen Militarismus ist.
Jedem, der sein Kind als Individuum begreift und nicht als einem unter viele.

Bitte danke.

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martine-primus 18.01.2016, 11:40
52.

wozu Elternratgeber? Es gibt doch ein gesundes Bauchgefühl - oder traut Mann/Frau sich nicht? Kinder sind kleine Tyrannen.
Ich habe vor vielen Jahren aus ebendieser Trödelei (ich war schon verschwitzt, bevor wir das Haus verlassen konnten) ebenso meinen einen Sohn im Schlafi und barfuß zur Kita gebracht. Es war sogar regnerisch und alles voller Pfützen. Nö, und ich kam mir nicht wie eine Rabenmutter vor, denn diese Art "wer nicht hören will, muss fühlen" finde ich völlig korrekt. Und was soll ich sagen? Angezogen waren sie dann immer!
Wenn ich eins nicht mag, sind es Kinder, die wie Götter behandelt werden. Wie weit sollen die denn ihre Grenzen noch austesten dürfen?

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spon-facebook-830968780 18.01.2016, 11:51
53.

So habe ich das auch gehalten. Keine lange Diskussion, Abgabe im Kindergarten sowie mein Sohn gekleidet war. Ob Schlafanzug, zu kalt für den Winter, zu warm für den Sommer, seltsame Farben - egal. Das regelt sich von selbst - die "Peer group" hat mehr Einfluß auf ein Kind als die blöden Eltern :)

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Frau S. 18.01.2016, 11:55
54.

Wer schon im Kleinkindalter anfängt zu diskutieren, der diskutiert später auch darüber, ob die Hausaufgaben gemacht werden, ob man seinen Beitrag zur Hausarbeit leistet und ob man sich an andere Mindeststandards hält. Was in der Familie im kleinen beginnt, wirkt sich später auch in Beruf und Beziehung aus. Unter anderem daraus resultieren dann erstmal erhebliche Disziplinprobleme an so ziemlich allen Schulen und später werden das dann die vielen Menschen, die sich nicht einfügen und nicht binden können.

Dass wir unsere Kinder heute mitreden lassen, ist okay - entscheidend ist das Maß. Und Jesper Juul hat mit seiner "Gleichwürdigkeit" und seinen widersprüchlichen Ratschlägen so viel Erziehungswirrwarr gestiftet, daß er eigentlich besser das Feld der Ratgeber verlassen sollte.

Viele Eltern hören nicht mehr auf ihr Bauchgefühl und trauen sich gar nicht mehr, das Heft in die Hand zu nehmen. Ausbaden dürfen das dann die Lehrer, die Partner, die Chefs.

Weniger diskutieren - mehr handeln. Diese Wende in der Erziehung ist dringend nötig.

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pritt 18.01.2016, 11:56
55. @ die-ohne-probleme

einige scheinen hier ja die toughen Eltern zu geben. Stichwort: Richtlinienkompetenz oder autoritärer Erziehung... Wie lächerlich! Sie habe keine Ahnung. Das mag ja bei Ihren Kindern geklappt haben, aber Gott sei Dank sind ja nicht alle gleich. Es gibt Kinder, die bereits sehr früh ein Gespür für Stress entwickeln und die setzen durch autoritäres Getue ganz schnell ein apokalyptische Spirale in Gang die auch SIE nicht aufzuhalten vermögen. Sein sie froh, dass Ihnen diese Erfahrung erspart geblieben ist...Ich bezweifle allerdings, ob die Autoren dieser Kommentare wirklich die Erzieher dieser Kinder waren. Wahrscheinlich am Wochenende und nach der Kita zwischen 17 und 19 Uhr...

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maxderzweite 18.01.2016, 11:58
56. Was zum Henker...

ein dreijähriges Kind will etwas nicht anziehen, ja und? Kindliche Selbstbestimmung ist ja etwas gutes, aber es beherrscht wohl kaum den Weitblick seiner Eltern...
Bei manchen Dingen sollte man nicht diskutieren!

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andreasclevert 18.01.2016, 12:03
57.

Die Frage ist, ob das schlafanzugtragende Kind von der Mutter gebracht ähnlich ausführliche Elogen in Glosse und Kommentaren gebracht hätte. Oder ob nicht wieder die Rabenmütterfraktion zugeschlagen hätte...

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igni_cremari 18.01.2016, 12:04
58.

@Frau Beck: dachte kurz, Sie wären heute morgen bei uns gewesen. Unsere 3 Jungs (8, 5, 2) sind ähnlich gelagert. Wir haben aber die beiden Großen durchaus auch schon im Schlafanzug bis vor die Kindergartentür gefahren. Oder nackt in den Schnee gestellt, weil sie der Meinung waren, draußen ist es nicht kalt - lagen ja auch nur 40cm Schnee vor der Tür. Kommt vor, führt zu erstaunlichen Effekten. Kann ich nur empfehlen, und so wird der jüngste vermutlich auch irgendwann seine Erfahrungen machen "dürfen". Andererseits stehen die großen auch durchaus schonmal morgens vor dem Frühstück fertig angezogen vor uns am Bett. Und ja: die haben jeder vollen, selbstständigen Zugriff auf ihre Klamotten. Übergangszeiten, so vom Sommer zu Herbst sind manchmal knifflig. Die kurzen Hosen sind halt sehr beliebt. Wächst sich aber mit den Jahren aus.

@Erziehungsprofis: entspannen Sie sich. Kinder sind nun mal Gott sei dank unterschiedlich, und bloß weil es morgens halt manchmal etwas quirlig und stressig sein mag, heißt das ja nun noch lange nicht, dass die Kinder "mißraten" - an welchem Maßstab man das auch immer festmachen mag. Unsere Jungs, die wie gesagt, dem Textbeispiel sehr gut entsprechen sind so höflich, nett und hilfsbereit uns und anderen gegenüber und untereinander, das der Rest des Tages in der Regel sehr sehr entspannt und "nach Elternwillen" abläuft. Klar, die klettern auf Bäume, hüpfen in Pfützen, raufen und zanken. Aber sie teilen auch von sich aus die letzten Süßigkeiten, helfen und bauen zusammen die tollsten Sachen.

Kleine Anekdote zum Abschluß: Bekannte mit Tochter gaben uns immer "gute Tips", weil man muß mit nem Kind ja nur vernünftig reden, dann sehen die das schon ein und ansonsten gibt man halt vor was das Kind so tun darf oder nicht. Der Blick dazu war die typische "Du Versager und dein verzogenes Balg"-Arroganz, die auch in etlichen der obigen Postings zu lesen ist. Bis dann als zweites Kind einen Sohn kam. Der dann auf einmal nicht auf vernünftige Erklärungen gehört hat, der rumtobte und als es dann völlig erstaunt, fast schon verstört, hieß "hätt ich ja nie gedacht, aber so Kinder gibt's ja echt. Der hört ja auf nix!" - habe ich gelacht und sie in der Realität begrüßt.

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nur_mut 18.01.2016, 12:04
59.

Ich wünsche der Autorin schonmal viel Spaß und gute Nerven in der Pubertät, die wird sie bei dieser Erziehung nämlich brauchen. Ich rege mich über die Nicht-Erziehung anderer Eltern nicht mehr auf, sie werden ihre selbst gemachten Probleme in der Pubertät und auch noch später lange auslöffeln müssen. Leid tun mir nur die Kinder, die in der Schule und später im Erwachsenenalter Regeln/gemeinschaftliches Miteinander und gegenseitige Rücksichtnahme auf die harte Tour lernen müssen.

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