Forum: Panorama
Elterncouch: Die Durchschlaf-Lüge
Michael Meißner

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Walter Sobchak 22.01.2016, 12:26
110.

@kika2013 Zitat von
es mal etwas schreien zu lassen und ja sogar schnell als mama wieder arbeiten zu gehen. sind das jetzt alle pyschopathen
Wenn Sie schon so fragen: Ja. Wenn ein Kind für Sie nur nervend ist und keine Bedürfnisse hat, hinter den die der Eltern erstmal zurückzutreten haben, dann eindeutig ja. Und wer "Arbeit" höher bewertet als Kindeswohl, dem ist leider eh nicht zu helfen. Dem armen Kind leich gleich garnicht.

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NewYork76 22.01.2016, 15:19
111.

Wenn man das so liest, dann hoert es sich ja fast so an als ob das Durchschlafen ein mysterioeser Akt waere, der - wenn die Eltern glueck haben - mal frueher die Kinder auserwaehlt oder eben nicht. Dazu sage ich: Riesen Bloedsinn!

Kinder lernen. Kinder / Babies muessen erst lernen Durchzuschlafen. Dazu gehoert hauptsaechlich zu lernen ohne Mama's und Papa's Hilfe wieder einschlafen zu koennen. Denn ALLE Menschen wachen mehrmals pro Nacht auf und schlafen wieder ein. Dazu gibt es genug Literatur.

3 - 5 harte Naechte und das Kind schlaeft i.d.R. durch. Unsere zwei Kinder haben im Alter von 9 - 12 Monaten durchgeschlafen (8pm - 6am). Wenn man nicht den "Luxus" hat sich die Naechte um die Ohren zu hauen, so findet man relativ schell eine Loesung.

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kika2012 22.01.2016, 15:20
112.

Jaja die Übereltern. Bin ich froh, dass ich solche Leute nicht im Bekanntenkreis habe (bis auf eine Freundin, und die geht nicht arbeiten)...anstrengend...
Sie haben offensichtlich Ihre Bedürfnisse schon längst vergessen..

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NewYork76 22.01.2016, 20:05
113. Lernprozess

Zitat von Walter Sobchak
@kika2013Wenn Sie schon so fragen: Ja. Wenn ein Kind für Sie nur nervend ist und keine Bedürfnisse hat, hinter den die der Eltern erstmal zurückzutreten haben, dann eindeutig ja. Und wer "Arbeit" höher bewertet als Kindeswohl, dem ist leider eh nicht zu helfen. Dem armen Kind leich gleich garnicht.
Mit Kindern gibt es einen Lernprozess auf beiden Seiten. So wie Kinder gewisse Dinge lernen muessen, so muessen auch Eltern unterscheiden lernen zwischen der Erfuellung von "echten Beduerfnissen" und kontraproduktiven Lernprozessen.

Wenn Ihr Kind jeden Tag neues Spielzeug will (ein Beduerfniss), so haben die Eltern erstmal zurueckzutreten?
Zum Thema Kontraproduktives Lernen:
Wenn ein Kind in der Nacht aufwacht, schreit weil es nicht einschlafen kann und sofort kommen Mama oder Papa zum Kuscheln angelaufen; was lernt das Kind dann wohl? Wenn ich schreie, dann kommt die Mama und welches Kind will das nicht. Bei staendiger Wiederholung kommt es sogar soweit, dass das Kind sich selbst aufweckt um mit Mama oder Papa zu kuscheln. So bekommen weder Kind noch Eltern genug Schlaf. Und Schlaf ist fuer die Entwicklung des Kindes extreme wichtig. Aber die Eltern haben dem Kind genau das Falsche angelernt.
Was das Kind hingegen wirklich lernen sollte ist selbstaendig einzuschlafen, wenn es in der Nacht aufwacht. Das ist gut fuer die Eltern und fuer die Entwicklung des Kindes.

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liolin 22.01.2016, 20:26
114.

Zitat von NewYork76
Mit Kindern gibt es einen Lernprozess auf beiden Seiten. ..
Sehe ich alles genau so. Da wo es passt, kann man das so machen. Die Bekannten, die es angewannt haben mussten nie länger eine halbe Stunde aushalten. Dann war Ruhe. Und nach ein paar Tagen, bei ihnen, war das Thema wirklich durch.
Aber wenn wie bei uns nach Stunden und Wochen sich nichts ändert... wo wären ihre Grenzen? Auch als ganz ehrliche Frage an alle in der Runde.

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NewYork76 22.01.2016, 21:30
115. Kein Kind ist gleich

Zitat von liolin
Sehe ich alles genau so. Da wo es passt, kann man das so machen. Die Bekannten, die es angewannt haben mussten nie länger eine halbe Stunde aushalten. Dann war Ruhe. Und nach ein paar Tagen, bei ihnen, war das Thema wirklich durch. Aber wenn wie bei uns nach Stunden und Wochen sich nichts ändert... wo wären ihre Grenzen? Auch als ganz ehrliche Frage an alle in der Runde.
Wir haben viele Fachbuecher zum Thema gelesen und viele Fachbuecher ignoriert weil wir entweder mit der Methode nicht einverstanden waren, oder weil wir es probiert haben und es nicht den gewuenschten Erfolg brachte.

Im nachhinein betrachtet gib es zwei Dinge, die sich (fuer uns) wirklich als hilfreich erwiesen haben:
1) Ein Video-Babymonitor. Oftmals haben unsere Kleinen in der Nacht geweint und wir sind herbeigeeilt...und haben das Kind erst richtig aufgeweckt. Mit Video-Monitor haben wir erkannt, dass Kinder auch oft im Schlaf weinen und aber ganz ohne zutun der Eltern wieder aufhoeren. Zudem gibt der Monitor ein Sicherheitsgefuehl, da man sieht dass das Kind "nur" weint und nicht in Schwierigkeiten ist.
2) Ausdauer. Schlaftraining ist ein langer Prozess. Monate der Durchschlafens koennen durch Jetlag oder andere Brueche in der Routine wieder zunichte gemacht werden. Dann sind wieder 2-3 Traenenreiche Naechte noetig (fuer Kind UND Eltern). Aber man sollte sich immer bewusst machen, dass es zum Wohle des Kindes passiert.
Wer nach 3 Tagen Schlaftraining noch keinen Erfolg erziehlt, der sollte nach anderen Ursachen suchen. Vielleicht ist ein Nachtlicht noetig. Oder eine Umstellung der Ernaehrung. Viele machen auch den Fehler zu denken wenn ein Kindspaet ins Bett geht und uebermuedet ist, dann schlaeft es laenger/besser. Das genaue Gegenteil ist der Fall. Auch Routine ist ganz wichtig fuer ein Kind. Wer sein Kind zu 5 verschiedenen Zeiten in der Woche ins Bett bringt, der wird wahrscheinlich Probleme mit der Schlafroutine haben.

Ich koennte hier noch mehr schreiben, aber da das hier SPON und nicht das Eltern-Kind Forum ist, belasse ich es dabei.

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