Forum: Panorama
Elterncouch: Die Durchschlaf-Lüge
Michael Meißner

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igni_cremari 21.01.2016, 11:03
50.

Zitat von daxgrai
es ist ganz einfach.es gibt ein Buch: Jedes Kind kann schlafen lernen. Es ist zwar hart, aber danach schläft Euer Kind durch!!!
Erm. Nein. Das Buch steht (bzw. stand) in jedem Elternregal in unserem Bekanntenkreis. Inzwischen dürften die meisten den verstaubten Schinken entsorgt haben. Schlicht und ergreifend weil keiner den ich kenne viel Erfolg mit dieser Methode hatte.

Aber so ist es mit vielen der gut gemeinten Elternratgeber, Erziehungstipsbücher und anderen Regalplatzverschwendern. Mein Fazit?

Wir brauchen dringend eine DIN für Eltern und Kinder!

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daniel79 21.01.2016, 11:04
51.

Mein Sohn hat angefangen durchzuschlafen nachdem ich ihn auch mal hab schreien lassen ohne direkt total panisch rüberzurennen und das volle Unterhaltungs- und Betütelungsprogamm aufzufahren.
Wenn dadurch jetzt tatsächlich das vielbeschworene Urvertrauen flöten gegangen ist und er in der Pubertät anfängt, kleine Säugetiere zu quälen und zu köpfen, hab ich eben Pech gehabt.
Aber immerhin hatte ich bis dahin 13 Jahre lang einen ruhigen Schlaf.

Ich sehe nicht ein, warum ich morgens mit total verpennt und mit mit Mega-Laune auf der Arbeit hocken soll nur weil der Panz Nachts bespaßt werden will.

Ein Bekannter überwacht sein Kind Nachts mit restlichtverstärkender Kamera und 5.1 Dolby-Ton. Ist doch krank sowas.

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n-k_blum• 21.01.2016, 11:06
52. Volltreffer!!!

Keine Mutter / Vater will von anderen Eltern nach einer wiederholten schlaflosen Nacht hören, dass deren Liebling durchschläft. Also: einfach mal Rücksicht nehmen und die "Klappe halten"?.

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alaba27 21.01.2016, 11:19
53. Selbst Schuld

Meine Kinder haben mit 2 Monaten durchgeschlafen. Ins Elternbett war eine Ausnahme - und selbst da hat es funktioniert. Sie waren nur die ersten Tage in unserem Zimmer - in einem separaten Kinderbett. Regelmäßig Essen und schlafen, zwischendurch ein bißchen bespaßen und frische Luft. Ist gar nicht so schwierig. Aber nachdem der kleine Olli jetzt 1,5 Jahre machen durfte, was ER wollte, wird das wohl nix mehr. Viel Spaß mit dem verwöhnten Schnösel.

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kika2012 21.01.2016, 11:23
54.

@igni_cremari
Errr doch! ich brauchte das Buch nicht, wir haben das einfach so gemacht. Mit 3 Wochen ins eigene Bett im eigenen Zimmer. Klar, die ersten 3 Monate hieß durchschlafen bei uns von 19 Uhr bis 24 Uhr und dann wieder bis 4 Uhr und dann bis 6 Uhr, aber ab da hat er von 19 Uhr bis ca. 5 oder & Uhr geschlafen. Er kann sích alleine beruhigen, was wir sehr wichtig finden. Und ja, auch Eltern brauchen mal Luft zum Atmen und um morgens wieder fit auf der Arbeit zu sein.

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thseeling 21.01.2016, 11:29
55.

Ich finde es von den Mitforisten ganz schön heftig, jedem, der hier schreibt, dass sein Kind einigermaßen durchschläft, vorzuwerfen, dass man das Kind "schreien lässt" und es ignoriert.

Jedes Kind ist anders.
Manche schlafen wirklich.
Andere wachen auf, sind aber leise und brauchen auch keinen Zuspruch.
Andere wiederum sind unglücklich und weinen dann.
Dann bekommt es Nestwärme und gut is.
Ist doch alles in Ordnung.
Einfach keine Panik schieben und ganz normal mit dem Kind umgehen.

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daxgrai 21.01.2016, 11:29
56.

nochmal zum Buch "jedes Kind kann schlafen lernen"
Wenn wie beschrieben so viele Eltern mit dem Buch scheitern, dann mit Sicherheit deswegen, weil és nicht konsequent umgesetzt wurde (wie so oft in der Kindererziehung)
Ja es war hart, wenn man nur kurz zu seinem weinenden Kind reingegangen ist, es kurz beruhigen sollte und dann wieder rausgehen muss aus dem Kinderzimmer....
Aber bei uns hat es super funktioniert...

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Teilzeitalleinerzieherin 21.01.2016, 11:36
57.

meine beiden Kinder haben im ersten Jahr sehr sehr schlecht geschlafen. Bei Nr. 1 wurde es tatsächlich besser, als wir eine strikte Routine eingeführt haben mit starren Schlaf- und Wachzeiten. Nr. 2 wurde in diese Routine hineingeboren und war trotzdem im ersten Jahr jede Nacht von Mitternacht bis 2 Uhr nachts wach - unabhängig davon, ob er um 8.00 Uhr oder erst um 10.00 Uhr schlafen gelegt wurde. Hatte aber weder Hunger noch Durst. Pünktlich zum ersten Geburtstag schlief er dann durch. Beides Stillkinder, beide haben die ersten 14 Monate im eigenen Bett aber im Elternschlafzimmer geschlafen. Ich kann den Autor verstehen, dass er den Eltern, die mit ihren durchschlafenden Kindern prahlen, nicht glauben will. Ich hatte zumindest den Vorteil, dass ich die offensichtliche Schnelligkeit meiner beiden im motorischen und sprachlichen Bereich gegenüber anderen Eltern immer damit abmildern konnte: "Schläft aber immer noch nicht durch" :-)

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daxgrai 21.01.2016, 11:37
58.

Klappe halten???
Für was??? für inkompetente Eltern, die Ihre Kinder beim kleinsten Wehwehchen ins Elternbett holen, die sich Abends mit Ihren Kindern ins Bettlegen und sich dann wundern, wenn sie selbst nicht mehr aufstehen???
Ich lach mich tot.
Das schlimme ist nur, das sich diese Art von Erziehung fortsetzt und unsere Gesellschaft mit diesen Weichei-Kindern konfrontiert wird...

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volkmar.glauche 21.01.2016, 11:45
59.

Das Schlafen funktioniert bei jedem anders, und die Schlafgewohnheiten können sich im Laufe des Lebens immer mal wieder ändern.
Unsere beiden Großen wurden als Baby ca. 6-7 Monate vollgestillt, ohne Flaschennahrung. Da hatten sie natürlich auch nachts regelmäßig Hunger. Trotzdem hat der ältere mit 3 Monaten 6 Stunden am Stück durchgeschlafen. Bei ihm war allerdings z.B. auch das Zahnen kein Problem, die Zähne sind geschossen wie die Pilze nach einem Regen.
Der jüngere hat deutlich unruhiger geschlafen, und die Zähne kommen im Abstand von 4-8 Monaten, einzeln und zumindest im Babyalter mit einigen Unannehmlichkeiten.
Bis zum Ende der Stillzeit haben beide Kinder haben im Elternschlafzimmer ein eigenes Bett gehabt. Nachts zum Stillen erst in ein anderes Zimmer zu gehen wäre keine Option gewesen.
Jetzt teilen sich beide zum Schlafen das gemeinsame Kinderzimmer. Ein eigenes Zimmer für jedes Kind wird es auch auf absehbare Zeit nicht geben - unbezahlbar.
Für den Großen war es nach dem Auszug aus dem Elternschlafzimmer bis zum Alter von etwa 3 Jahren immer klar, dass dort sein Bett steht. Er ist wirklich nie auf die Idee gekommen, mal ins Elternbett zu krabbeln - noch nicht mal morgens nach dem Aufwachen. Inzwischen (seit etwa dem 4. Lebensjahr) träumt er sehr phantasievoll und kommt oft nachts aufgeregt oder schweißgebadet an. Dann hilft auch kein Reden oder diskutieren, sondern nur der Umzug ins Elternbett. Sonst hat man innerhalb von Minuten auch den anderen mit geweckt.
Der Jüngere schläft dafür jetzt sehr ruhig und lässt sich oft auch von den unruhigen Träumen seines älteren Bruders nicht beeindrucken.
Seit wir öfters in Jugendherbergen im Familienzimmer Urlaub machen, ist es übrigens der ausdrückliche Wunsch beider Kinder, doch auch zu Hause ein großes gemeinsames Schlafzimmer zu haben. In den Urlaubsnächten im 4er-Zimmer wird übrigens meist durchgeschlafen.
Insgesamt mache ich mir aber um die Schlafgewohnheiten meiner Kinder keine Sorgen. In ein paar Jahren wird keines mehr ins Elternbett steigen wollen. Dann bleiben hoffentlich noch viele Jahre elterlicher Zweisamkeit, bis man sich aus Altersgründen dauerhaft fürs Getrenntschlafen entscheidet.

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