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Elterncouch: Vegane Kleinkind-Ernährung? Nein, danke!
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Gleichstrom 08.01.2017, 16:01
130.

Ja, tut er. Ist jedenfalls informativer als der Krempel hier und läßt Sorgfalt erkennen.

Warum sone Diskussion immer mit einem Negativartikel begonnen werden muß und jedesmal der gleiche Blödsinn an Vorurteilen wieder rausgekramt wird ... läßt sich das nicht sinnvoller machen, also könnte ein Massenmedium wie der Spiegel nicht sinnvoller handeln, wenn er darüber berichtete, wie es richtig geht, anstatt zu verallgemeinern?

Besonders die Gehässigkeit find ich erschreckend. "Jetzt zeigen wirs den Pflanzenfressern mal, endlich gibt es eine Gelegenheit dazu!" - und um die Kinder solls Euch gehen? Wer soll das glauben?

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IB_31 08.01.2017, 18:03
131.

Zitat von Guido F. Gebauer
Der Artikel von Juno Vai ist ein wahres Traktat gegen die vegane Ernährung von Kindern. Allerdings argumentiert die Autorin nach meiner Überzeugung jenseits von wissenschaftlicher Redlichkeit und verbreitet letztlich Vorurteile gegen eine ganze Bevölkerungsgruppe. Aufmerksamkeitssuche, Dekadenz,
Wissenschaftliche Redlichkeit besteht aber auch nicht aus:
"Milch ist für Kälber"
oder wenn Leute mittlerweile auch Hauskatzen glauben
Vegan füttern zu müssen
Das ist dann in der Tat dekadent.

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geronym 08.01.2017, 18:27
132.

IB_31 erklären Sie mal, was daran wissenschaftlich unredlich ist, dass Milch für Kälber ist und Katzen nicht vegan ernährt werden können. Wir sind gespannt.

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IB_31 08.01.2017, 19:02
133.

Zitat von geronym
IB_31 erklären Sie mal, was daran wissenschaftlich unredlich ist, dass Milch für Kälber ist und Katzen nicht vegan ernährt werden können. Wir sind gespannt.
Mag ja sein.
Aber es gibt keine einzige wissenschaftliche Studie,die
"Milch ist für Kälber" auch nur nahelegt also behauptet
Dass aus Milch nicht auch Käse,Joghurt,Sahne Creme fraiche...
Hergestellt werden sollte. Und verzehrt werden kann
...Da nich für.. sagt man hier in Hh

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muehlenmaedel 08.01.2017, 20:18
134.

Guten Abend,
Ich habe soeben Ihre Stellungnahme zum Thema vegane Ernährung von Kindern gelesen. Leider macht diese auf mich einen sehr subjektiven Eindruck und widerspricht sich in diversen Punkten selbst.
1. "Eine 33-jährige Veganerin aus dem US-Bundesstaat Pennsylvania soll ihren elf Monate alten Sohn ausschließlich mit Nüssen und Trockenobst gefüttert haben." Das ist schlimm, aber nicht "dem Veganismus" geschuldet, sondern einer extrem einseitigen Ernährung, die nur 2 Nahrungsmittel beinhaltet. Die Tatsache, dass diese nun zufällig vegan sind, für die generelle Verurteilung einer veganen Ernährungsweise zu nutzen, entbehrt jeder Logik. Googlen Sie mal nach veganen Rezepten - da werden Sie aber staunen, wie viel mehr als "Trockenobst und Nüsse" darin steckt. Wenn die Mutter ihrem Kind monatelang nichts anderes als Fleisch und Fisch zu essen gegeben hätte, hätte es genauso Mangelerscheinungen bekommen.
2. "In meinem Umfeld ernähren fasst alle Veganer auch ihre Kinder vegan - und die können sich naturgemäß schlecht dagegen wehren. " ...Ebenso, wie die Eltern in Ihrem Umfeld, die "alles" essen, vermutlich auch ihre Kinder mit "allem" füttern, ohne dass die sich dagegen "wehren" können. In beiden Fällen gibt man dem Kind eine Ernährungsweise vor. Anders geht es ja auch schlecht, ein Kleinkind ist nun einmal darauf angewiesen, von seinen Eltern versorgt zu werden. In Fall 1 werden bestimmte Nahrungsmittel weggelassen, was dem Kind nicht schadet, solange die Ernährung dennoch ausgewogen ist und man auf die B12-Zufuhr achtet (kein Kind wird sich darüber beschweren, dass es eine Tablette täglich zu lutschen bekommt oder seine Pflanzenmilch entsprechend angereichert ist...). In Fall 2 bringt man es dazu, bestimmte Nahrungsmittel zu essen, die zum Leid anderer beiträgt. Warum sollte die Ernährungsweise, die mit erheblichem Schaden für andere Lebewesen verbunden ist, angemessener sein? Was sagen Sie denn zu anderen Fällen von KIndesverwahrlosung und -unterernährung, von denen man immer wieder hört? Waren die Eltern etwa alle Veganer? Ich glaube kaum.
3. "Ernähren sich Stillende ausschließlich vegan, besteht demnach das Risiko schwerer neurologischer Störungen und Entwicklungsverzögerungen für das Kind." Jede halbwegs informierte Veganerin weiß, dass sie einige Mikrogramm B12 am Tag ergänzen muss. Tut sie das, besteht für sie und das Kind keine Gefahr. Wenn Sie B12 als Argument gegen die vegane Ernährung anführen, dann schreiben Sie doch bitte auch dazu, dass der tägliche B12-Bedarf eines Erwachsenen etwa 3 Mikrogramm und somit 8 ml (!) Milch entspricht. Verzehrt man eine größere Menge an tierischen Produkten, soll man sich eine bessere Begründung einfallen lassen als die x-fache Überdosierung seines B12-Bedarfes.

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muehlenmaedel 08.01.2017, 20:18
135.

4. ""Aber meinem Nachwuchs geht es blendend!", werden überzeugte Veganer jetzt rufen. Glück gehabt. Oder recht gehabt?" Wenn man sich über Ernährung informiert, kann man seine Kinder problemlos entsprechend ausgewogen ernähren. Wer sagt, dass eine Ernährungsweise erstrebenswert ist, bei der blindlings "alles" in sich rein gefuttert wird, damit man es möglichst einfach und bequem hat?
5. "Mir persönlich ist es völlig wurscht, was ein erwachsener Mensch zu sich nimmt und aus welchen Gründen er es tut. Wenn aber die Gesundheit eines Kindes in Gefahr ist, sollte Schluss sein mit Selbstverwirklichung und Ideologie." Und was ist mit Ihrer eigenen Ideologie, dem Karnismus? Der Überzeugung, dass es "richtig" und "normal" sei, durch seine Ernährungsweise Tierleid zu unterstützen? In diese Weltanschauung werden bei weitem mehr Kinder hineingeboren und -erzogen als in den friedlichen Veganismus.
6. "Wieso gehen Eltern davon aus, dass ihr Kind dieselben Vorlieben hat wie sie selbst und daher dasselbe essen muss?" Gute Frage! Wieso gehen Sie als Omnivorin davon aus, dass Ihr Kind ebenso willig und bereit dazu ist wie Sie, mit seiner Ernährungsweise Tierleid und Umweltbelastung zu unterstützen?
7. "Solange ich nicht weiß, was eine bestimmte Substanz im Körper meines Kindes anrichtet, sollte ich sie weglassen. Solange ich nicht weiß, ob das Weglassen einer Substanz gesundheitsgefährdend ist, sollte ich sie weiter zuführen."
Wenn ich das nicht weiß, sollte ich mich besser einmal über Ernährung informieren. Es ist kein Geheimnis, welche Nährstoffe ein Mensch in verschiedenen Lebensphasen in welchen Mengen benötigt, und abgesehen vom B12, zu dem ich mich oben bereits äußerte, kann ein Erwachsener ebenso wie ein Kind alle essentiellen Substanzen auch über pflanzliche Nahrung zu sich nehmen.
8. "Der Aufwand, das ständige Reden übers Essen, die soziale Aufwertung durch Abgrenzung sorgen für maximale Aufmerksamkeit im Umfeld. " Sie scheinen die gängigen Beweggründe für eine vegane Ernährungsweise leider nicht verstanden zu haben. Für die meisten Veganer steht der Tierschutz an oberster Stelle, gefolgt häufig vom Umwelt- und Klimaschutz. Nach Ihrer Logik dürften Sie niemandem auf der Welt helfen, da es Ihnen ja in Wirklichkeit gar nicht darum ginge, diesem jemanden zu helfen, sondern sich selber interessanter zu machen und besser dazustehen.
9. "Es gibt Daten, die solche Weisheiten belegen - und andere, die sie widerlegen. Vertrauen Sie auf Fakten, nicht auf gefühlte Wahrheiten." Nächster Widerspruch. Wie soll ich Fakten erkennen und ihnen vertrauen, wenn es gegensätzliche Studien dazu gibt?
10. "Ich denke deshalb manchmal an meine Freunde in ärmeren Gegenden dieser Welt, die froh sind, wenn sie überhaupt etwas Vernünftiges auf den Tisch bekommen - während sich vegane Mütter in Deutschland darüber beschweren, dass Vitamin-B12-Tabletten perfiderweise von der Industrie mit einem Laktosefilm überzogen würden." Sie betrachten es also als Argument für sich, Schaden anrichten zu dürfen, weil Menschen in anderen Ländern ja schließlich auch dazu gezwungen sind? Weil andere nicht die Möglichkeit haben, zu helfen, sollte man es selber also auch nicht tun?

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muehlenmaedel 08.01.2017, 20:19
136.

11. "Wieso sollte man seinem Kind überhaupt Nahrungsergänzungsmittel zuführen, wenn es die Nährstoffe auch ganz bequem über das Essen aufnehmen kann?" Wieso sollte man für ein paar Mikrogramm B12 täglich Tierleid unterstützen, wenn man sie auch ganz bequem auf andere Weise zu sich nehmen kann?
12. "Aber was ist zu tun, wenn Eltern manisch an gefährlichen Essgewohnheiten festhalten, auf Kosten der eigenen Kinder? " Dann sollte man sie entsprechend aufklären. Aber nicht zu Lasten von Tieren, sondern so, dass man niemandem damit schadet.
13. "Mehr Vertrauen ins Kind und seine Bedürfnisse wäre schön. Wenn es auf irgendein Lebensmittel besonders große Lust hat, wird das seine Gründe haben."
Richtig. Die Gründe heißen zum Beispiel Gewohnheiten, Geschmacksverstärker, spezielle Gewürze, das Verhalten der Eltern, ... Sollen wir unseren Kindern Ihrer Meinung nach auch nach Belieben Fastfood, Chips und Süßigkeiten anbieten, weil es auf diese Lebensmittel so "große Lust" hat? Was denken Sie denn, wodurch eine solche "Lust" entsteht? Ein Kind, das nie Fleisch gegessen hat, vermisst es auch nicht. Ein Mensch, der Fleisch kennt und es "vermisst", vermisst in erster Linie die lieb gewonnene Gewohnheit und den Geschmack - und der entsteht durch die Art und Weise der Zubereitung und die angewandten Gewürze. Daher kann man die meisten Fleischgerichte auch völlig problemlos aus pflanzlicher Kost "nachahmen", ohne dass ein Fleischesser den Unterschied bemerken würde. Oder verspüren Sie gelegentlich Appetit auf das pure, rohe, ungewürzte Stück Tier?

Ich finde Ihre Abwehrhaltung traurig und kann nicht nachvollziehen, dass Menschen wie Sie eine tier- und umweltfreundliche Ernährungsweise als persönlichen Angriff werten und mit den absurdesten Argumenten dagegen wettern, weil sie den Gedanken nicht zulassen möchten, dass die eigene Ernährungsweise weder ideal noch die einzig ausgewogene ist. Klar - wenn Ihnen ein Veganer begegnet, sehen Sie sich mit einer gut funktionierenden Alternative zu Ihrer eigenen, mit Leid verbundenen Ernährungsweise konfrontiert. Es ist ein psychologisches Phänomen, in diesem Fall den bequemeren Weg zu wählen und lieber auf Abwehr zu schalten, als Selbstkritik zuzulassen. Aber es zeugt leider auch von Schwäche und Rücksichtslosigkeit.
Desweiteren deutet es auf eine äußerst verdrehte Denkweise hin, ausgerechnet diejenigen als "Egoisten" zu bezeichnen, die sich gezielt so verhalten, dass ihrer Umwelt möglichst WENIG geschadet wird - während man selber zugunsten von Bequemlichkeit, Gewohnheit und persönlicher Geschmacksvorlieben abscheuliche Tierquälerei unterstützt.
Freuen Sie sich doch künftig besser über jeden Menschen, der dem Egoismus und der Ausbeutung unserer heutigen Welt entgegenwirkt, wenn Sie es schon nicht selber tun - und versuchen Sie nicht, den Ruf dieser Menschen auch noch zu schädigen, nur um sich selber vorgaukeln zu können, Sie verhielten sich richtig.

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Gleichstrom 08.01.2017, 20:21
137.

Man kann das alles herstellen. Man kann auch eine Flöte aus dem eigenen Unterschenkelknochen herstellen, wenn einem da was amputiert werden muß - aber muß das wirklich sein? Ok, wenn es das eigene Bein ist, stehen mir keine Einwände zu, mit sich selbst darf wohl jeder, was immer ihm paßt.

Das Konzept Säugetier hat sich in etwa so entwickelt, daß das komplette Larvenstadium im Inneren des Muttertiers stattfindet, und wenn eine kritische Größe erreicht ist und im Prinzip alle Merkmale weitgehend entwickelt sind, wird draußen weitergemacht (so groß wie möglich, klein genug, um durchzupassen). Dann säugt das Muttertier das Jungtier. Und nicht den ganzen Wald, oder die restliche Fauna oder auch nur ein einziges Mitglied dieser - freiwillig jedenfalls nicht.

Wissenschaftlich vollständig korrekt müßte es lauten "Milch ist für Jungtiere der Spezies, deren Milch Gegenstand der Betrachtung ist." - im Fall von Kuhmilch nennt man die Adressaten der Milch also Kälber. Lämmer wärens bei Schafmilch, hier im Westen dominiert allerdings Kuhmilch. Da paßt das schon...

Katzen kann man vegan ernähren? Hm ... Katzen sind Raubtiere. Da sehe ich ehrlichgesagt nicht die Veranlassung zu (Raubtier ißt Fleisch, falls es einer deutlich will, ich meine an dieser Stelle, daß die mehr dürfen als Menschen wie ich) und ich hab arge Zweifel, daß das sinnvoll ist, aber mein Chef (Kater ... machen wir uns nichts vor, ich muß tun, was er will und braucht, er hat gehorchen nicht nötig...) ist eh n Sonderfall. Der bekommt nierenschonendes Freßchen und seit gestern Abend versuche ich, ihm eine Tablette als lecker zu verkaufen. Beeindruckend, wie lieb und widerborstig zugleich die sein können.

Bevor das kommt: bei mir wohnen nur Tiere, die übrig waren, und ich harmoniere mit Katzen sehr gut. Gezüchtete Haustiere kommen nur in zweiter Hand in Frage. Die es sowieso gibt, nicht in meinem Auftrag gezeugt wurden.

Es gibt auch Milch für Menschen. Ist total einfach und plausibel, welche das ist, es handelt sich um Menschenmilch. Die meisten von uns haben, solange das sinnvoll ist, davon gelebt, evtl sogar einige Zeit von nichts Anderem. Und dann wurden wir größer, lernten das Essen und ließen irgendwann davon ab, die Titten unserer Mütter mit den frischgewachsenen Zähnen zu traktieren. Vermutlich haben die sich darüber gefreut - soll ich mal fragen?

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geronym 08.01.2017, 22:03
138.

IB 31 Es gibt diese Studien sehr wohl. Siehe China Study, Dr. Jacobs Weg usw. Dort finden sich auch entsprechende Verweise auf Studien. Es geht auch nicht um Käse oder Joghurt, sondern um die Schädlichkeit der Milch und der daraus hergestellten Produkte für den Menschen. Käse und Joghurt lässt sich auch ohne Tierprodukte herstellen. Nicht vegan ist dekadent, sondern mit umweltschädlichen Methoden massenhaft Tiere totzuquälen um gesundheitsschädliche Produkte zu gewinnen. Nein, nicht nur dekadent sondern auch ausgesprochen idiotisch.

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