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Elterncouch: Vegane Kleinkind-Ernährung? Nein, danke!
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u30 06.01.2017, 11:17
10.

Tatsächlich gibt es Daten. Eine ganze Kaste in Indien ernährt sich vegetarisch und schliesst auch Eier aus - und die sind ja auch nicht alle dumm und unterentwickelt. Da es dort so normal ist müssen sich die Leute dort aber auch nicht so sehr mit dem Thema befassen, da sie automatisch ihre Nährstoffe in ihre traditionellen Nahrung aufnehmen. Ein Europäer dessen Küche halt eben nicht traditionell vegan ist muss sich halt damit befassen. Hier hätte der Artikel auch ansetzen können, statt zu meckern. Und das sage ich als Fleisch-Esserin.

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koves 06.01.2017, 11:19
11.

Wichtigster Ernährungstipp: Auf seinen Magen hören, frische Produkte mit wenig Fertigprodukten verwenden und Abwechslung auf den Teller bringen.
Interessant ist übrigens, dass die im Zusammenhang mit gesunder Ernährung oft genannte Deutsche Gesellschaft für Ernährung in ihren Rezepten Hersteller von Fertigprodukten (z.B. Knorr) benennt.
Wie heißt es doch gleich so schön: Wessen Brot ich ess', dessen Lied ich sing'.

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Maler 06.01.2017, 11:20
12.

Fanatismus und Rigidität sind immer schlecht. Solche Menschen sind zumeist auch sonst gegenüber gewissen Dingen, und vor allem der Lebensweise anderer intolerant. Wenn man dann diesen Fanatismus dann auch noch den eigenen, unmündigen Kindern aufzwingt, dann ist es bei mir mit dem letzten Rest Verständnis vorbei. Was diese wahnhafte Frau gemacht hat ist Kindesmisshandlung.

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MartinJenne 06.01.2017, 11:20
13.

Sicher gibt es Menschen, die sich - ohne sich genügend zu informieren - vegan ernähren. Aber daraus zu folgern, vegane Ernährung sei falsch, halte ich für unredlich. Zum Egoismus: natürlich lernen Kinder von den Eltern, wie man sich ernährt; von wem sonst? Deshalb gibt es auch so viel übergewichtige Kinder... Die Ernährung zum Religionsersatz zu machen ist in der Tat bedenklich, aber was ist daran zu bemängeln, wenn man/frau aus tierethischen Gründen versucht, Kükenschreddern, Turbokühe oder sonstige unsägliche Tierquälereien überflüssig zu machen?
Die Frage nach den Nahrungsergänzungsmitteln ist berechtigt - da lebt eine ganze Industrie von. Wissen Sie, wie das B12 in den Fisch und das Fleisch kommt? Ganz sicher nicht über das Futter...
Über eine verpflichtende Ernährungsberatung kann man streiten (da hätte ich noch ein paar weitergehende Ideen), aber wie wäre es, wenn die Politik sich mal darum kümmern würde, daß Nahrungsmittel ihren Namen wieder verdienen und daß tierquälerische Schweinereien wenigstens nicht mehr subventioniert werden?

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sam-berlin 06.01.2017, 11:21
14.

Vielen Dank für diesen wichtigen Beitrag. Veganismus ist für mich eine Ernährungsperversion einer übersättigten, selbstgefälligen Gesellschaft, die ihre Ernährung in den Rang eines Religionsersatzes gehoben hat. Wobei ich es gut und wichtig finde, sich mit seiner Ernährung zu beschäftigen. Aber während Mangelernährung in vielen Teilen der Welt aus Armut (wie früher auch hierzulande) zustande kommt, schaffen wir es bei uns aus freiwilligen Stücken. Eltern, die ihre Kinder so ernähren, sind ein Fall fürs Jugendamt. Absolut bemerkenswert finde ich, wie es die Nahrungsmittelindustrie (!) geschafft hat, die Formel "Vegan = gesund" zu etablieren. Eine Marketingcoup sondergleichen. Chapeau! Mit Ersatzstoffen vollgepumpte Lebensmittel sollen zum Glauben verleiten, man sei ein besserer Mensch und tue etwas für sich und seine Umwelt. Der Gipfel der Perversion sind vegane "Wurst" und "Fleischprodukte". Und jetzt Ring frei!

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what! 06.01.2017, 11:22
15.

Vegane Ernährung ist keine Diät! das erstmal vorweg! und wenn man sich mit einer veganen Ernährung richtig auseinander setzt dann weiß man,das man natürlich gewisse Vitamine (vitamin b12 )zusätzlich nehmen muss...ansonsten ist an dieser Ernährungsweise absolut nichts
auszusetzen auch bei Kleinkindern nicht. Eine ausgewogene Ernährung ist immer wichtig egal was man isst!

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exil-teutone 06.01.2017, 11:22
16.

[Ah, Forumssoftware aktualisiert - endlich! :-) ]

Zum Thema:
Ich kann die Gründe, oder genauer: die Auslöser für ein Nachdenken über alternative Ernährung sehr gut nachvollziehen, denn sie sind auch meine.

Nur die Konsequenzen dieser Reflektion sind völlig andere. Ich stimme der Autorin zu, daß für viele unbewußt Aufmerksamkeitsdrang und Sinngebung des eigenen Lebens eine Rolle spielen, salopp formuliert: "Mir ist langweilig, also lege ich mir ein paar nette nachhaltige Probleme zu." Nachhaltig in dem Sinn, daß es ein ergiebiges, weil langwieriges und wohl unlösbares Problem in der modernen Gesellschaft ist - jedenfalls lösbar wohl nur über mehrere Generationen hinweg.

Nach allem, was ich über Ernährung so zusammengetragen haben, haben sich Vegetarier, insbesondere aber Veganer heillos in Ideologie und Dogmatik verrannt, mit haarstäubenden Konsequenzen für die Gesellschaft. Es ist mir leider keine Studie bekannt, die meine Beobachtungen in meinem Umkreis stützen könnte, aber insbesondere Veganer der zweiten Generation sind derart gesundheitlich angeschlagen, daß sie - finanziell gesehen - eine völlig unnötige negative Beeinflussung der Sozialsysteme darstellen.

Ein weiterer Aspekt: Convenience food, auch und insbesondere für Veganer verfügbar! In welchem veganen Laden findet man *nicht* industriell hergestellte Fertigprodukte, zugeknallt mit Stabilisatoren, Emulgatoren, Konservierungsmitteln, Geschmacksverstärkern(!) und anderen Segnungen des modernen Lebens... Nicht, daß es das nicht auch für Normalesser gibt, aber gerade die der Markt für Ernährungsauffällige ist damit besonders durchseucht...

*Meine* Strategie für ein besseres, gesünderes Leben, sind frische nährstoffreiche Lebensmittel aus nicht-industriellem Anbau, soweit wie möglich lokale Direktbezugsquellen (d.h. Bauer oder Märkte) und anderes. Natürlich kostet das Geld, aber dafür bin ich mehr als bereit, auf viele Konsumgüter zu verzichten, die mir die Unterhaltungs- und andere Industrien ohnehin nur aufschwatzen wollen, ohne ein echtes Bedürfnis zu stillen. Muß ich das neueste Auto, Handy, Spielkonsole, Bezahlfernsehen haben? Muß ich (ein wahrscheinlich ohnehin vom Marketing induziertes) Fernweh mehrmals jährlich stillen?

Mir ist ein gesundes Leben wichtiger.

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isokoo 06.01.2017, 11:24
17.

Hinzu gesellen sich die Impfverweigerer. Gender und inhaltlich korrekt müsste es aufgrund der Menge eher Impfverweigerinnen heißen. Bei denen ist nicht nur die Gefahr für das eigene Kind gegeben, sie gefährden auch andere Kinder. Und das nachweislich. Ist das eigentlich ein Straftatbestand?

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adolfo1 06.01.2017, 11:24
18.

Es gibt sicher Extremfälle, aber wie oft kommen sie vor? Wir kennen eine Familie, da bleiben die Kinder zuhause wenn der Schularzt kommt, damit er die schlechten Zähne der Kinder (einseitige Ernährung) nicht sehen soll.
Hinzu kommt, dass die beiden Kinder auf dem Pausenhof Abstand zu Mitschülern halten, die ein mit Wurst belegtes Pausenbrot essen. Anstatt die Kinder regelmäßig zum Zahnarzt zu schicken, schwört man lieber auf
sogenannten "Engelskult" und versucht mit Beschwörungen zu heilen. Ein Einzelfall??

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max_schwalbe 06.01.2017, 11:28
19.

Ganz einfach: Werden bei einem Kind Leiden festgestellt, die in Zusammenhang mit einer Mangelernährung stehen, sollten die Eltern aufgefordert werden, die Mangelernährung abzustellen. Wenn sie sich dagegen sträuben, muss das Jugendamt eben einschreiten und wenn nachweisbar ist, dass die Eltern das Kind gezielt und ganz bewusst weiterhin mangelernähren, wirds Zeit für Knast. Dem Kinde tut dann jedes Internat besser als solche Eltern!

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