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Embleme in sächsischem Polizeipanzer: Der Fall "Survivor R"
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Stickereien auf den Sitzen eines sächsischen SEK-Panzers sorgen für Empörung: Verharmlosen die Sicherheitsbehörden NS-Ästhetik?

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dasfred 18.12.2017, 18:59
120. Gesticktes Arschgeweih

Nicht mehr und nicht weniger als ein gesticktes Arschgeweih hat sich das SEK dort andrehen lassen. Es ist völlig unzeitgemäss, niemand sollte davon wissen und jetzt, wo es hervorblitz ist es einfach nur peinlich. Etwa so, als hätte der Einsatzleiter persönlich ein Arschgeweih, das plötzlich sichtbar wird, wenn bei einer Rangelei das Hemd aus der Hose rutscht. Höher brauchen wir diese Geschmacklosigkeit nicht aufhängen. Reicht doch, dass die ganze schöne PR Veranstaltung so in Erinnerung bleiben wird. Die politische Einstellung der Polizisten kann ich an diesem Machwerk nicht erkennen, wenn es fast so alt ist wie die Leute, die ihren Rücken dran scheuern.

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Paul Max 18.12.2017, 18:59
121.

Zitat von Yggdrasil
Eine Sicherheitsbehörde mit einer solchen Kompetenz im Erkennen von Neo-Nazi-Symbolik soll vor Rechtsradikalen schützen? Wie aberwitzig gruselig ist das denn? Und der Herr gibt das auch noch ganz treudoof zu.
sollen die das (wirklich)? wenn man den NSU-Komplex betrachtet, kann man zu anderer Auffassung gelangen.
Es scheint eher so, dass man immer stärker, frecher und öfter austestet, wie weit man gehen kann, und wie stark der Widerstand (noch) ist.
Irgendwann hört er auf; siehe Österreich (immer ein Vorbild).

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irobot 18.12.2017, 18:59
122.

Zitat von der_weisse_wal
mal endlich in Ruhe. Wenn es so viele stört, dass das rechte Gezumpe überall die Schriften verwendet, dir ihr Gröfaz eigentlich verboten hatte, dann sollte wir alle anderen auch mehr gebrochene Schriften verwenden. Nehmt den rechten Hohlbirnen die Fraktur weg. Wenn jeder sie verwendet, haben sie nichts besonderes mehr. Kritisierbar sind aber die Adlerschwingen, die eindeutig eine rechte Ästhetik der 30/40er Jahre bedienen.
Also mich erinnern die Schwingen an meine Bundeswehrzeit (Barettabzeichen Heeresflieger). Ebenso das Eichenlaub. Die Frakturschrift allerdings nicht. Bei der hätte man wirklich etwas Fingerspitzengefühl zeigen sollen. So scheiden sich die Geister.

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genugistgenug 18.12.2017, 18:59
123. Back to the Roots?!

Die Niederlage am 08/05/1945 ist schon lange her und trotzdem haben die Bürokrateten das immer noch nicht gemerkt - auch nicht, dass wir so was wie Demokratie haben. Man hängt immer noch den alten Mustern nach und ist unfähig endlich in der heutigen Zeit anzukommen.
Bereits die Aussage "Innenraum zeigt keine Außenwirkung" ist entweder schlicht dumm bis saudumm oder beweist eben, dass man sich nur als Demokrat getrant hat, um sich die Versorgung zu sichern und weiter gegen Grundgesetz arbeitet. Denn diese Signets müssen ja abgesegnet werden und das geht sicher nicht durch einen kleinen Sachbearbeiter*.
Theorie: In der vielgerühmten freien Wirtschaft die von diesen Politikern doch immer hoch gehalten wird, wäre bei so was, die entsprechende Person mal kurz in die 'Agentur gegen Arbeit' versetzt worden, bzw. das hätte es veermutlich nicht gegeben.

*Oder war es wie beim Dieselbetrug der ehem. Freund der Tochter des Pförtners der die Berugssoftware gebastelt hat?

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atmin 18.12.2017, 19:01
124. Vollkommen harmlos

Warum nicht noch gleich die vollkommen harmlosen Vokabeln "Staffel" und "Schutz" einflechten. Beides gut, oder? Zusammen dann "Schutzstaffel", die Abkürzung dürfte in Sachsen bestens bekannt sein.

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Little_Nemo 18.12.2017, 19:02
125. Dubiose Zusammenhänge im Kopf

Zitat von tiggowich
Ich drehe die Frage herum: Reagieren Linke nicht vollkommen über und müssten mal diese ständige Hysterie abstellen? Es ist das verdammte Herstellerlogo auf Sitzen eines Fahrzeugs. Was läuft da in den Köpfen derer verkehrt, die da irgendeinen vollkommen dubiosen Zusammenhang zur NS Zeit herstellen wollen??? Diese Menschen sollten sich mal schleunigst am Kopf untersuchen lassen.
Der Hersteller heißt "Sondereinsatzkommando Sachsen"? Das ist aber mal ein origineller Firmenname für einen Fahrzeughersteller.

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otto_lustig 18.12.2017, 19:02
126. Es gibt keine "altdeutsche Schrift"!

Zitat von touri
*seufz* altdeutsche Schrift wird häufig in Symbolen und Urkunden verwendet, weil es einfach historisch und ich finde auch schön aussieht. Nicht nur in Sachsen. Ich habe selbst schon bei Tabletopturnieren altdeutsche Schrift in den Urkunden verwendet. Ja ich weis, ganz böse...
Man unterscheidet zwischen Frakturschrift, Kurrentschrift und Kanzleischrift. Später kam Sütterlin hinzu. Davor gab es andere verschiedene Schriftarten. Mir erschließt sich nicht, was dieses Wappen in einem Fahrzug der Polizei zu suchen hat. Wollen wir künftig in bayrischen Polizeifahrzeugen das bayrische Wappen an den Sitzen oder in Niedersachsen das Niedersachsenroß? Auf welche Gefahrenlage will sich da der Freistaat Sachsen vorbereiten? Mir schwant da wirklich Böses. Wer diesen Blödsinn zu verantworten hat, sollte schleunigst aus dem Dienst entfernt werden.

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keinfickgeber 18.12.2017, 19:04
127. reflexartig

reagiert in erster Linie das sächsische Innenministerium, indem es zunächst erklärt es handele sich um ein vom Hersteller eigenständig angebrachtes Logo, um dann zu bemerken, dass es sich um eine (kostenlose) Beauftragung handelt. Plötzlich heißt es dann, das Wappen sei längst polizeiintern in Verwendung. Ist schon alles sehr fragwürdig. Und natürlich ist in Sachsen niemand auch nur im Entferntesten auf der rechten Seite. Das scheinen die Herrschaften wohlbfalsch verstanden zu haben. Mit der rechten Seite ist nicht die richtige sondern die nationalistische Seite gemeint. Dann würde die Aussage wohl verifiziert werden. Ein Schelm wer da böses denkt.

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Referendumm 18.12.2017, 19:04
128.

Zitat von tiggowich
Ich drehe die Frage herum: Reagieren Linke nicht vollkommen über und müssten mal diese ständige Hysterie abstellen?
Ich bin KEIN Linker, aber wer diesen Müll in Auftrag gegeben hatte, war entweder komplett von allen Geistern verlassen oder total betrunken.

Einen sensibleren Umgang mit NS-Symbolen (auch angelehnte) hätte ich mir heutzutage schon gewünscht.
Mein Vorschlag: Umsticken und den Auftraggeber rauswerfen!

Wir sind doch nicht im Zirkus!

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Calen 18.12.2017, 19:05
129. Sachsen und immer wieder Sachsen

Man kann sich den Vorredner nur anschließen, es wäre nur eine lächerliche Randnotiz der Geschichte gewesen, wenn es nicht ausgerechnet wieder in Sachsen passiert wäre, wo die Polizei schon öfters solche (Rechts-)Probleme hatte.
Jeder regt sich über eine noch nicht bewiesene Unterwanderung der Polizei in Berlin durch Angehörige von kriminellen Clans auf und verschließt bewusst die Augen vor der bereits erfolgten Unterwanderung der Polizei in Sachsen durch Rechte.
Kann sich noch jemanden an den Pegida-Aufkleber auf dem Schlagstock erinnern? Das Auto hat aber in Sachsen zumindest seine Daseinsberechtigung. Allerdings glaube ich nicht, dass dieses Gefährt dafür eingesetzt wird, nämlich bei Einsätzen gegen Polizisten jagende Rechte in Freital oder randalierende Nazis in Leipzig, gegen rechte Hooligans aus Dresden oder gegen "friedliche" Pegida oder Legida-Demonstranten. Insofern Veruntreuung von Steuergeldern, Hr. Barth bitte übernehmen Sie....

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