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Emeritierter Papst Benedikt XVI.: "Die Kräfte schwinden"
DPA

Joseph Ratzinger hat einen offenen Brief geschrieben. Darin bedankt er sich bei den Lesern einer italienischen Zeitung für ihre "Liebe und Güte", mit der sie ihn auf seinem "letzten Wegstück" begleiten.

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Larnaveux 07.02.2018, 14:25
1. Zweiter deutscher Papst

Zitat: "Demnach bereitet sich Joseph Ratzinger, der als zweiter deutscher Papst in die Geschichte einging, auf den Tod vor."
Mit dem "wer ist deutsch?" ist das zwar so eine Sache in der Geschichte, wenn man Jahrhunderte zurückgeht, aber in der Geschichtsschreibung gilt Benedikt XVI. nicht einmal annähernd als zweiter deutscher Papst.

Ein Beispiel für eine Liste deutscher Päpste:
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_deutschen_Päpste

Wie gesagt, das Heilige Römische Reich (HRR) kannte gerade in der Frühzeit kein "Deutsch" im Sinne einer Nation, aber in der Geschichtsschreibung werden auch die Päpste des Mittelalters rückwirkend oft heutigen Nationen zugeschrieben, obwohl die Nationalstaaten erst in der Folge entstanden. Und so gibt es reichlich deutsche Päpste in dieser Zeit.
Wie sich in dem Beitrag die Zählung "zweiter deutscher Papst" ergibt, ist somit völlig unklar, da der einzige Papst, der in der Neuzeit aus dem HRR kam (Hadrian VI.), nicht eindeutig Deutschland oder den Niederlanden zugerechnet werden kann.
Benedikt XVI. wünsche ich eine geruhsame letzte Lebenszeit.

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saaman 07.02.2018, 23:24
2. Der zweite Deutsche im Papstamt...

hat mit der Tradition und Würde des Amtes gebrochen, die darin besteht, auf Lebenszeit dieses Amt - und sei es noch so schwer - zu tragen. Sein Vorgänger hat, in seinen letzten Jahren schwer krank, gezeigt, dass auch der Papst ein schweres Kreuz bis zum Ende zu tragen hat. Nein, Karl-Josef Ratzinger war und ist nicht überzeugend.

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gammoncrack 08.02.2018, 01:37
3. Genau. Ich empfehle SPON einmal

Zitat von Larnaveux
Zitat: "Demnach bereitet sich Joseph Ratzinger, der als zweiter deutscher Papst in die Geschichte einging, auf den Tod vor." Mit dem "wer ist deutsch?" ist das zwar so eine Sache in der Geschichte, wenn man Jahrhunderte zurückgeht, aber in der Geschichtsschreibung gilt Benedikt XVI. nicht einmal annähernd als zweiter deutscher Papst. Ein Beispiel für eine Liste deutscher Päpste: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_deutschen_Päpste Wie gesagt, das Heilige Römische Reich (HRR) kannte gerade in der Frühzeit kein "Deutsch" im Sinne einer Nation, aber in der Geschichtsschreibung werden auch die Päpste des Mittelalters rückwirkend oft heutigen Nationen zugeschrieben, obwohl die Nationalstaaten erst in der Folge entstanden. Und so gibt es reichlich deutsche Päpste in dieser Zeit. Wie sich in dem Beitrag die Zählung "zweiter deutscher Papst" ergibt, ist somit völlig unklar, da der einzige Papst, der in der Neuzeit aus dem HRR kam (Hadrian VI.), nicht eindeutig Deutschland oder den Niederlanden zugerechnet werden kann. Benedikt XVI. wünsche ich eine geruhsame letzte Lebenszeit.
den SPON-Artikel

http://www.spiegel.de/panorama/kirchengeschichte-die-qualen-der-deutschen-paepste-a-352190.html

aus 2005.

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Mardor 08.02.2018, 09:02
4. Quark

Zitat von saaman
hat mit der Tradition und Würde des Amtes gebrochen, die darin besteht, auf Lebenszeit dieses Amt - und sei es noch so schwer - zu tragen. Sein Vorgänger hat, in seinen letzten Jahren schwer krank, gezeigt, dass auch der Papst ein schweres Kreuz bis zum Ende zu tragen hat. Nein, Karl-Josef Ratzinger war und ist nicht überzeugend.
Entschuldigung, aber das ist salbungsvoller Unsinn, den Sie hier von sich geben - mal abgesehen davon, dass Sie noch nicht einmal in der Lage sind, den bürgerlichen Namen des emeritierten Papstes, Joseph Aloisius Ratzinger, richtig wiederzugeben - nix mit "Karl-Josef"!
Überkommene Traditionen sind nicht per se richtig und erhaltenswert. Das öffentliche Dahinsiechen von JP II war ein Trauerspiel, das mit Würde nichts mehr zu tun hatte. Ratzingers Schritt war goldrichtig.

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skeptikerin007 08.02.2018, 11:14
5. Man sieht es,

Zitat von saaman
hat mit der Tradition und Würde des Amtes gebrochen, die darin besteht, auf Lebenszeit dieses Amt - und sei es noch so schwer - zu tragen. Sein Vorgänger hat, in seinen letzten Jahren schwer krank, gezeigt, dass auch der Papst ein schweres Kreuz bis zum Ende zu tragen hat. Nein, Karl-Josef Ratzinger war und ist nicht überzeugend.
....sie sind nicht katholisch, sonst hätten sie den Namen vom Papst gewusst.
So eine blödsinnige Siehtsweise. Warum sollte der erste Mann der katholischen Kirche krank, unter Umständen geistig nicht mehr an der Höhe von Betreuer und Berater präsentiert werden. Macht abgeben ist schwer, wir können bei uns sehen, wie die Bundeskanzlerin ihre Partei und ihre Leute wegen Machterhalt verkauft. Dann lieber so, wie Joseph Aloisius Ratzinger, auch wenn sein Nachfolger viele Katholiken abstößt.

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brotherandrew 08.02.2018, 14:44
6. Er heißt ...

Zitat von saaman
hat mit der Tradition und Würde des Amtes gebrochen, die darin besteht, auf Lebenszeit dieses Amt - und sei es noch so schwer - zu tragen. Sein Vorgänger hat, in seinen letzten Jahren schwer krank, gezeigt, dass auch der Papst ein schweres Kreuz bis zum Ende zu tragen hat. Nein, Karl-Josef Ratzinger war und ist nicht überzeugend.
... nicht "Karl-Josef und es ist immer billig, von Anderen zu fordern, ein schweres Kreuz zu tragen. Ratzinger ist quasi erst mit 86 Jahren "in Rente" gegangen. Würden Sie so lange warten? Es ist doch nun wirklich nachvollziehbar, dass ein Mensch mit Mitte 80 ein solches Amt abgibt, weil er es nicht mehr bewältigen kann.

Meinen Respekt dafür hat er.

Johannes Paul II hat einen anderen Weg gewählt. Auch dafür hat er meinen Respekt. Nur ist es hirnrissig, diesen Weg für Andere verpflichtend zu machen.

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olli_b 08.02.2018, 15:20
7.

Zitat von saaman
hat mit der Tradition und Würde des Amtes gebrochen, die darin besteht, auf Lebenszeit dieses Amt - und sei es noch so schwer - zu tragen. Sein Vorgänger hat, in seinen letzten Jahren schwer krank, gezeigt, dass auch der Papst ein schweres Kreuz bis zum Ende zu tragen hat. Nein, Karl-Josef Ratzinger war und ist nicht überzeugend.
Wenn ich die Berichterstattung damals noch richtig in Erinnerung habe, gab es davor auch schon Päpste, die das nicht bis zu ihrem Tod durchgezogen haben. Mich hat gerade dieser Schritt beeindruckt, weil ich das nicht erwartet habe.

Wenn es diese Möglichkeit gibt und er das für richtig hielt, warum soll er das dann länger machen? Ein Papst ist nicht Jesus und bisher war sein Nachfolger doch gar nicht schlecht?

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melusine79 08.02.2018, 16:09
8.

Zitat von saaman
hat mit der Tradition und Würde des Amtes gebrochen, die darin besteht, auf Lebenszeit dieses Amt - und sei es noch so schwer - zu tragen. Sein Vorgänger hat, in seinen letzten Jahren schwer krank, gezeigt, dass auch der Papst ein schweres Kreuz bis zum Ende zu tragen hat. Nein, Karl-Josef Ratzinger war und ist nicht überzeugend.
Finden Sie das nicht ein bisschen anmaßend? Auch ein Papst ist zuallererst ein Mensch, und als solcher hat er das Recht auf Ruhe und Frieden im Alter, statt sich derart überfordern zu müssen, wie Karol Wojtyla das (freiwillig) gemacht hat, und vor allem sein Leiden und Sterben nicht vor der Öffentlichkeit zu zelebrieren, wenn er es nicht möchte. Jedem anderen billigt man das schließlich auch zu. Außerdem: Wenn all das keine Bedeutung haben sollte, was glauben Sie denn, wie viele Entscheidungen Ratzingers Vorgänger in seinen letzten Tagen noch selbst getroffen hat? Hat die katholische Christenheit denn keinen Anspruch darauf, dass der "der Papst" auch wirklich derjenige ist, der auf den Petersthron sitzt, und nicht irgendwelche unbekannten Personen im Hintergrund, die das Ganze lenken?
Ich jedenfalls wünsche Josef Ratzinger weiterhin alles Gute!

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spezialdm 09.02.2018, 15:48
9.

Zitat von skeptikerin007
... auch wenn sein Nachfolger viele Katholiken abstößt.
Aber nur die Fundis die geistig irgendwo zwischen Mittelalter und den 1950er stehen geblieben sind.

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