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Ende des Kirchentags: Zehntausende feiern Abschlussgottesdienst
DPA

In Wittenberg haben zahlreiche Gläubige den Abschluss des Evangelischen Kirchentags gefeiert, auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Es war einer der Höhepunkte des fünftägigen Glaubensfestes.

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kyon 28.05.2017, 15:38
1. Emanzipation 2.0 nötig

Luther hat seinen zivilisatorisch unverzichtbaren Beitrag zur Emanzipation des Menschen von der Bevormundung durch eine religiöse Macht geleistet. Aber er kann in einer aufgeklärten Zeit wohl kaum der "Leitfaden", das "GPS", für die "nächsten 500 Jahre" sein, die zivilistorisch dazu führen müssen, dass sich die Menschen endlich von den Scheinwelten religiöser Konstrukte emanzipieren und ihre selbstverschuldete Unmündigkeit verlassen.

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goat777 28.05.2017, 16:45
2. Religion ist gut!

Wenn man die ganzen Kommentare der Besucher des Kirchentags sieht, kann man nur zu dem Schluss kommen, dass Religion gut ist. Nächstes mal gerne 100 Millionen Steuergelder dafür raushauen.

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ptb29 28.05.2017, 16:47
3. Als Atheist sehe ich das als überflüssige Veranstaltung,

die 22 Millionen Euro wären dort besser angelegt, wo die Menschen unter den Segnungen der Kirche zu leiden hatten und haben. Mit Luthers chauvinistischen Ansichten würde man heute geteert und gefedert werden. Aber gut, glaubt an Gott, es ist Eure Sache!

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ackermart 28.05.2017, 16:56
4. Luther...

war sozusagen der erste Kanz(e)ler, der seine Schäfchen nicht länger abkanzelte und ihnen statt dessen sagte - sie seien alle Gottes Lieblinge, die sich für nichts zu rechtfertigend endlich auch keine Beichte mehr nötig hätten. Diese neue "moralische Freiheit", bzw. Freiheit von Moral nahm man dann auch alsbald anhaltend wahr - in einem Kriegsexzess, der 30 Jahre dauernd beinahe der Untergang der europäischen Zivilisation war. Solche politischen Ableger der Theologie nennen sich noch heute Chancellor oder eben Kanzler. Manchmal lassen sie sich als Gottmenschen verehren und werden andermal in einem Gefolge von "Gutmenschen" nicht weniger gefährlich. Denn ihre Politik ist Herrschen mit Teilen des Volkes, also mit denen die den anderen Mitteilen, dass sie eben keine Gutmenschen seien. Meistens sind die "Guten" heut auch die das meiste Gut haben, wie gleich sam(e) ihr "Guthaben" bei Gott, an den jene Armen statt dessen auch gerne geistig in allem Ernst glauben können.

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nickleby 28.05.2017, 17:00
5. Fest des Protestantismus ?

Mitnichten. Diese Veranstaltung war ein Großereignis des Selbstbeweihräucherns, der Bigotterie gegenüber Christen, die nicht links sind, der Toleranz gegenüber denjenigen, die die Dreieinigkeit als Häresie ansehen und mit Verfolgung beantworten ( siehe Attentate in Ägypten), der Beliebigkeit, was moralische Grundwerte angeht, der Verleugnung des Taufbefehls Jesu Christi und des Tanzes um das goldene Kalb der multikulturellen Religiosität. Hinzu kommt, dass die € 22 Millionen für das gesamte Spektakel auch von denen aufgebracht werden, die diese Massenveranstaltung ablehnen. Religion ist Privatsache und darf nicht von denen bezahlt werden, die die Veranstaltung als Steuergeldverschwendung ansehen, zumal nur 30% der Deutschen Protestanten sind. Dann kann diese Gruppe auch nicht mehr " Volkskirche" genannt werden. Der Kirchentag war der moraltheologische Offenbarungseid der Evangelischen Kirche. Logische Forderung : Abschaffung der Privilegien beider sogenannter "Volkskirchen". Sie sind reich genug, um für sich zu sorgen und bedürfen nicht der staatlichen Fürsorge, die auch von Nichtkirchenmitgliedern getragen wird.

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martin-gott@gmx.de 28.05.2017, 17:15
6. bessen investieren

Zitat von goat777
Wenn man die ganzen Kommentare der Besucher des Kirchentags sieht, kann man nur zu dem Schluss kommen, dass Religion gut ist. Nächstes mal gerne 100 Millionen Steuergelder dafür raushauen.
das Geld sollte man lieber in nützliche Projekte stecken z. B. um herauszufinden mit welchen chemisch biologischen Prozessen das Leber auf der Erde entstanden ist.

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isar56 28.05.2017, 19:12
7. Die Kirchen horten

Milliarden und dieses "Event" wird aus Steuergeldern finanziert. Wieder ein Beispiel mehr von Steuerverschwendung. 22 Mio. Euro für eine Hand voll Leute. Ich dachte wir sind säkular!!!

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toskana2 28.05.2017, 19:51
8. Pfadfindertreffen

Ein großer Aufwand an Kosten und Menschenmassen
für eine Versammlung, die mich an ein Pfadfindertreffen erinnert.
Die Guten kämpfen gegen Böse in der Welt in Schwarzweissfilm-Manieren.

Ja, die Liebe wäre die Lösung unserer Gegenwartsprobleme,
in der Tat.
Aber schaut doch euch um, ihr Schwestern und Brüder von Luther,
wie unsere Gegenwart aussieht!
Wo wollt ihr diese Unmengen von Liebe hernehmen?

Meint ihr, ihr könnt das Elend dieser Welt stemmen,
indem ihr euch in die Arme werft, und euch gegenseitig
Mut sprecht?
Das Elend der Welt braucht ganz andere Anstrengungen - vor Ort.

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tatsache2011 28.05.2017, 22:01
9. Ihr Irrtum

Zitat von ackermart
Luther...war sozusagen der erste Kanz(e)ler, der seine Schäfchen nicht länger abkanzelte und ihnen statt dessen sagte - sie seien alle Gottes Lieblinge, die sich für nichts zu rechtfertigend endlich auch keine Beichte mehr nötig hätten. Diese neue "moralische Freiheit", bzw. Freiheit von Moral nahm man dann auch alsbald anhaltend wahr - in einem Kriegsexzess, der 30 Jahre dauernd beinahe der Untergang der europäischen Zivilisation war....
Wie kommen Sie darauf, dass "Luther... sagte - sie seien alle Gottes Lieblinge, die sich für nichts zu rechtfertigend ... hätten."
Sie meinen, dadurch entstand "Freiheit von Moral"?
Wieso wirkte diese angebliche "Freiheit von Moral" in einem Kriegsexzess 30 Jahre auch bei den Katholiken?

Religiöse Bevormundung der Bürger:
"Eigentlicher Auslöser des Krieges war der Ständeaufstand in Böhmen von 1618. ... Als Matthias die Schließung der evangelischen Kirche in Braunau anordnete, die Ausübung der evangelischen Religion überhaupt verbot,..."

Zitat aus https://de.wikipedia.org/wiki/Dreißigjähriger_Krieg#Ausbruch_des_Krieges

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