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Entschädigung nach Germanwings-Katastrophe: Die Lufthansa kann nur verlieren
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"Das Bild, das Herr Spohr vermittelt, ist verheerend": Vier Monate nach der Germanwings-Katastrophe üben Hinterbliebenen-Anwälte harsche Kritik am Lufthansa-Chef. Wie berechtigt ist der Vorwurf der Herzlosigkeit?

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Newspeak 23.07.2015, 00:15
120. ...

Zitat von george2013
Die Katastrophe ist nun ja schon recht lange her. Deswegen trauen sich die LH-Bosse nun, ihr wahres Gesicht zu zeigen. "Herzlosigkeit" ist in unserem System übrigens die falsche Kategorie. Es geht um Geld, Geld, Geld.
Da schließen Sie aber bitteschön einige der Angehörigen mit ein.

Tut mir leid, wer...

Die Eltern verstorbener Schüler aus Haltern sagen hingegen, die Summe habe sie "beleidigt". Sie verlangen mindestens 100.000 Euro für ihr Kind und mindestens 100.000 Euro für jeden nahen Angehörigen.

...bei 100.000 Euro "beleidigt" ist, und nochmal denselben Betrag für JEDEN nahen Angehörigen fordert, ist einfach nur gierig, zumindest aber geschmacklos.

Man dürfte nämlich wissen, daß keine Summe an Geld den Verlust eines nahestehenden Menschen ersetzen kann, und jemand, der vor allem um den Menschen trauert, dem wäre Geld, das ist jedenfalls meine Meinung dazu, deshalb auch völlig egal.

Nebenbei wäre es in diesem Zusammenhang interessant, was eigentlich die Deutsche Bahn im Zusammenhang mit Eschede gemacht hat, nur um mal ein Gespür zu bekommen, was damals als normal angesehen wurde?

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Greggi 23.07.2015, 00:18
121. War doch klar.

Kurz nach der Katastrophe beruhigte die Lufthansa mit einfühlsamen Worten und großzügigen, unverbindlichen Versprechen.

Wenn es dann (monetär) zum Schwur kommt, verhält sich der Weltkonzern wie der letzte Kraut-Krämer: Abspeisen mit Brosamen. Könnte ja die Bilanz verhageln und den Bonus der Führungselite schmälern. Darum, und nichts anderes geht es.

Ich hoffe nur, dass es auch bei uns zu amerikanischen Verhältnissen kommt, wenn Geschädigte einen angemessenen finanziellen Ausgleich bekommen. Bislang rollen sich allerdings (immernoch) bei bundesdeutschen Richtern die Zehennägel, wenn sie Ausgleichsforderungen von Geschädigten sehen, die das Mehrfache ihres Jahresgehalts ausmachen. In deren Gehirnwindungen darf das unter keinen Umständen sein. Und das ist eine Hürde, die deutsche Beamte (und Gesetzgeber) nicht überspringen können.

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Yitzhak 23.07.2015, 00:18
122. Was ist so schwer daran?

Die Summe muss 200.000-300.000 € pro Passagier betragen. Dann wird es auch keinen Aufschrei geben. Was die Lufthansa angeboten hat, ist unverschämt und dumm.
Es ist einfach unwahr, dass es da keine richtige Entscheidung möglich ist.

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hohnspiegel 23.07.2015, 00:34
123. was kostet die Welt

Sachwerte sind leicht zu ersetzen, Tote nicht was bekommt die Lufthansa von der Flugzeugversicherung für den Airbus ? Das dürfte doch weit über dem liegen was den Angehörigen angeboten wurde. Die dürfen sich in ihrer Trauer auch noch mit Schmerzensgeld herumschlagen und werden in den Medien und in der öffentlichen Meinung noch getreten , das ist schändlich

der Airbus wird buchhalterisch bestimmt auch noch abgeschrieben werden, sozusagen steuermindernd auf den Gewinn

Geld regiert die Welt und Dagobert Duck lässt grüssen

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klausstenzel 23.07.2015, 00:51
124. laecherlich geringe entschaedigung

wenn man sieht was in den USA fuer solche Faelle gezahlt wird, sind 25k ein Almosen. Das reicht ja nicht mal fuer einen neuen Golf.
Ich verstehe auch die Argumentation der Foristen hier nicht man solle doch ne Lebensversicherung etc abschliessen.
Das war ja auch kein normaler Pilotenfehler oder so. Die LH hatte hier einen hochgradig psychotischen Piloten in ihren Reihen, der vorsaetzlich alle Passagiere in den Tod befoerdert hat.
Da hat die LH ganz einfach versagt, weil solche Leute muessen aussortiert werden, befor etwas passieren kann.

1 Mio pro Opfer waeren angemessen. 149 Mio insgesamt. Dafuer gibt es vielleicht grad mal nen neuen A350 oder so.

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SWin 23.07.2015, 01:11
125. Es wurden

75.000 Euro Schmerzensgeld geleistet, nicht 25.000 - denn 50.000 gab es sofort. Zudem wurden 10.000 pro nahem Angehörigen zugesagt - damit dürften die gewünschten 100.000 Euro pro Opfer mindestens geleistet bzw. zugesagt worden sein. Ich finde das einfach unverschämt! Was ist mit den vielen anderen (viel unspektakuläreren) Opfern aus anderen Tragödien, bzw. deren Hinterbliebenen?

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stasilaus 23.07.2015, 01:21
126. Was heisst eigentlich

Wenn diese Schmähung von Menschen benutzt wird, die aus einem tragischen Unglück nur Geld raushauen wollen, zeigt der Vorwurf auf die Diffamierer zurück.

Wer ist denn da der Herzlose und der Gierhammel?

Kann man der Lufthansa als Mehrheitsaktionär der Germanwings überhaupt etwas vorwerfen? Falls es Fahrlässigkeiten in der Beurteilung des Co-Piloten, der den Absturz verursachte gab, so ist dies konkret dem medizinischen Dienst der Germanwings anzulasten. Aber doch nicht dem Lufthansa-Chef als Aktionär. Dann ist jeder Aktionär für jede Tat eines Mitarbeiters des Unternehmens verantwortlich.

In dieser Denunziation zeigt sich deutlich die niedrige Gesinnung der "Opfer", die den Tod eines Familienangehörigen gewinnbringend vermarkten wollen.

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michfisch00 23.07.2015, 01:32
127. Ein Menschenleben ist unbezahlbar...

Das klingt gut in Talkshows...und entlarvt sich immer wieder als hohle Phrase.
Es ist es sehr wohl in unserem System...und der Preis ist verdammt niedrig.

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uhu_13 23.07.2015, 01:42
128. USA und Kosten

Es ist aber schon allen klar, dass gerade die Übertriebenen Entschädigungen in den USA die Versicherungstarife explodieren lassen?
Es muss gesetzlich ein gesellschaftlich ausgewogenes Maß gefunden werden. Sonst haben wir morgen wieder den Artikel der Hebammen ohne Versicherung, übermorgen ..., und am Ende kostet jeden seine KFZ Haftplicht plötzlich 400Euro pro Monat.
Aus diesem Blickwinkel ist das Angebot der Lufthansa zu akzeptieren, auch wenn der Konzern sicher finanziell leistungsfähiger ist. Persönlich gönne ich übrigens jedem der Trauernden jeden Euro.

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cipo 23.07.2015, 01:51
129.

Zitat von heringsbändiger
Wenn der Ernährer oder Versorger einer Familie ums Leben gekommen ist, dann kann man den Schaden für den Ausfall der persönlichen Leistung dieser Personen in Geld beziffern, aber bei dem Verlust eines geliebten menschen ist dies unmöglich, das ist mit keinem Geld der Welt zu ersetzen! Jedenfalls sollte sich die Lufthansa hier generös zeigen, 25.000 Euro sind jedenfalls ein Witz, besonders sollten ranghohe Mitarbeiter persönlich bei den Opferfamilien vorstellig werden um ihr Mitgefühl zum ausdruck zu bringen!
Wieso ist hier eigentlich so oft nur von 25.000 Euro die Rede? Es gab 50.000 Euro als Soforthilfe. Dazu soll dann noch ein Schmerzensgeld von 25.000 Euro für jedes Opfer selbst kommen und jeweils 10.000 Euro für nächste Angehörige wie Eltern, Ehegatten und Kinder. Das macht bei einem einzigen Hinterbliebenen dann schon einmal 85.000 Euro und nicht 25.000 Euro.

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