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Entscheidung des Obersten Gerichts: Amerikas Knastkinder dürfen wieder hoffen

Die USA sind das einzige Land der Welt, in dem Minderjährige lebenslänglich ins Gefängnis gesteckt werden. Doch jetzt hat der Supreme Court viele dieser Strafen für verfassungswidrig erklärt. Mehr als 100 Häftlinge dürfen auf Freiheit hoffen - dank eines Anwalts, der nicht locker ließ.

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FastFertig 18.05.2010, 14:33
1. Sich lieber um die Opfer kümmern

Immer schön die Täter in den Mittelpunkt stellen. Die Opfer haben einfach nur Pech gehabt. Es wäre mir wesentlich lieber, wenn man die gleiche Energie in Prävention und Pfelge der Opfer stecken würde. Niemand hat etwas davon wenn schwerkriminelle Intensivtäter durchs Leben gepäppelt werden.

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Haio Forler 18.05.2010, 14:43
2. .

Zitat von FastFertig
Immer schön die Täter in den Mittelpunkt stellen.
Ich denke nicht, daß man die Täter in den Mittelpunkt stellen sollte. Sie haben recht, wenn Sie darauf hinweisen, daß an diesem Ende der Kette noch viel zu tun ist.

Auf der anderen Seite aber ebenfalls. Und ob ein 13-jähriger geistig Behinderter lebenslang in den Knast sollte, weil damit der Gesellschaft geholfen wird, wage ich zu bezweifeln. Aber das mssen Sie für sich selbst entscheiden. Aber es geht mir Sicherheit nicht darum, jeglichem Gefangenen eien Freifahrtschein zu geben; davon kann in diesem Artikel nicht die Rede sein.

Es geht darum, daß "eherne" Gesetze dort in 20% aller Fälle Ungerechtigkeiten schaffen, die so nicht hinnehmbar sind und oft auch zu unrecht Verurteilte 20 Jahre wegsperren, und dies bisher oft ohne Revisionschancen.

Das entscheidende für mich an diesem Artikel war: es gibt noch Anwälte, die sich für höhere Ziele einsetzen, als jene geldgeilen Abmahnzecken, die Ebay-Händler zur Kasse beten, weil diese ein neues EU-Gesetz nicht taggenau in ihre AGBs getippt haben.

Daran sollte sich der Nachwuchs orientieren.

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wup 18.05.2010, 14:49
3. -

Zitat von FastFertig
Immer schön die Täter in den Mittelpunkt stellen. Die Opfer haben einfach nur Pech gehabt. Es wäre mir wesentlich lieber, wenn man die gleiche Energie in Prävention und Pfelge der Opfer stecken würde. Niemand hat etwas davon wenn schwerkriminelle Intensivtäter durchs Leben gepäppelt werden.
Und wie man sich wieder mal die Härtefälle herauspickt. Der durchschnittliche Kriminelle sitzt sicher nicht im Rollstuhl und hat MS.

So oder so ist eine lebenslange Freiheitsstrafe für Straftaten ohne Mord/Totschlag sicher eine recht harte Sache. Aber wenn das Opfer z.B. so sehr zusammengeschlagen wurde, daß es selbst z.B. wegen Koma oder Behinderung an einen Ort gefesselt ist, warum dann nicht auch der Täter? Warum sollen Menschen frei gelassen werden, die unglaublichste Brutalität bewiesen haben und die Annahme einer Besserung nicht rechtfertigen?

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Stefan Albrecht 18.05.2010, 14:55
4. Fehl am Platze

Zitat von FastFertig
Immer schön die Täter in den Mittelpunkt stellen. Die Opfer haben einfach nur Pech gehabt. Es wäre mir wesentlich lieber, wenn man die gleiche Energie in Prävention und Pfelge der Opfer stecken würde. Niemand hat etwas davon wenn schwerkriminelle Intensivtäter durchs Leben gepäppelt werden.
Ihr Hinweis, dass an die Opfer gedacht werden sollte ist zwar sachlich richtig, hier aber total am Thema vorbei.
Finden Sie es richtig, dass jemand mit 13 Jahren, also ein Kind, Lebenslang eingesperrt werden kann? So jemand ist auch ein Opfer, ein Opfer der Rachsucht, die als "Justiz" verkauft wird.
Anders kann ich mir nicht erklären, dass man ein Kind Lebenslang einsperren kann.

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kurtwied 18.05.2010, 14:56
5. Stimmt.

Zitat von FastFertig
Immer schön die Täter in den Mittelpunkt stellen. Die Opfer haben einfach nur Pech gehabt. Es wäre mir wesentlich lieber, wenn man die gleiche Energie in Prävention und Pfelge der Opfer stecken würde. Niemand hat etwas davon wenn schwerkriminelle Intensivtäter durchs Leben gepäppelt werden.
Absolute Zustimmung. Es würde ja schon mal ein Anfang sein, wenn es mal einen Artikel z.B. über die Hinterbliebenen von Mordopfern geben würde - wie das ihr Leben verändert und wie sie damit klar kommen, wenn die Täter entlassen werden.

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Vex 18.05.2010, 14:58
6. ...

Zitat von FastFertig
Immer schön die Täter in den Mittelpunkt stellen. Die Opfer haben einfach nur Pech gehabt. Es wäre mir wesentlich lieber, wenn man die gleiche Energie in Prävention und Pfelge der Opfer stecken würde. Niemand hat etwas davon wenn schwerkriminelle Intensivtäter durchs Leben gepäppelt werden.
Haben sie den Artikel überhaupt gelesen ?
Für Opfer ist die einzige Lösung eh klar ,,, und über eine gerechte faire Bestrafung wird man wohl noch reden dürfen.

Lebenslange Haft für Delikte die primär finanziellen Schaden erzeugen sind ja wohl extrem übertrieben und unfair egal ob für Kinder oder Erwachsene. Auch bei Sexualdelikten und Tötungsdelikten sollte es zumindest für Kinder nach einiger Zeit die Möglichkeit einer Rehabilitation geben.

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Rubeanus 18.05.2010, 15:01
7. Bemerkenswert

Folgende Formulierung in dem Artikel finde ich bemerkenswert:

"Auf Bewährung freigekommen, wurde Graham ein halbes Jahr später aber erneut in einen bewaffneten Überfall verwickelt. Ein Gericht annullierte die Strafmilderung und verurteilte ihn zur gesetzlichen Höchstrafe - lebenslang."
Wie wird man in einen bewaffneten Raubüberfall verwickelt (wenn man nicht gerade das Opfer ist)?

Ich wollte eigentlich nachher noch einkaufen gehen. Jetzt aber ich ernsthafte Bedenken, in einen bewaffneten Raubüberfall verwickelt zu werden und im Knast zu landen.

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FastFertig 18.05.2010, 15:02
8. unrecht

Zitat von Haio Forler
Es geht darum, daß "eherne" Gesetze dort in 20% aller Fälle Ungerechtigkeiten schaffen, die so nicht hinnehmbar sind und oft auch zu Verurteilte 20 Jahre wegsperren, und dies bisher oft ohne Revisionschancen.
Der Satz aus dem Artikel:
Diese Hoffnung haben nun auch 128 weitere US-Gefangene, die als Minderjährige zu lebenslanger Haft ohne Bewährung verurteilt wurden, obwohl sie niemanden getötet hatten
sollte besser so lauten:
Diese Hoffnung haben nun auch 128 weitere US-Gefangene, die als Minderjährige zu lebenslanger Haft ohne Bewährung verurteilt wurden, BEVOR sie niemanden getötet hatten

Niemand bekommt wegen einem Delikt lebenslang. Ist da nicht die Rede von "3 strikes"? Muss man solche Leute immer so lange herumlaufen lassen, bis sie jemanden umgebracht haben?

Ein Großteil der jungen Leute wird nicht straffällig, bekommen aber weniger Aufmerksamkeit, weniger Chancen als so ein schwerkrimineller Pimpf um den sich alle kümmern wollen, weil er eine schwere Kindheit hatte. Was ist mit all den anderen, die auch eine schwere Kindheit hatten, nicht straffällig geworden sind und lieber still und leise im Dreck verreckt sind?

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shenshen_ie 18.05.2010, 15:05
9. ...

Zitat von FastFertig
Immer schön die Täter in den Mittelpunkt stellen. Die Opfer haben einfach nur Pech gehabt. Es wäre mir wesentlich lieber, wenn man die gleiche Energie in Prävention und Pfelge der Opfer stecken würde. Niemand hat etwas davon wenn schwerkriminelle Intensivtäter durchs Leben gepäppelt werden.
Ein 13-jaehriger, der einen Enbruchsdiebstahl begeht, faellt bei Ihnen unter "schwerkrimineller Intensivtaeter"?

Wie steigern Sie das denn dann, wenn er z.B. jemanden verletzt haette?

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