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Erdbeben in Nepal: Helfer wollen Kathmandu über den Landweg erreichen
DPA

Experten sagten es voraus: Bei einem schweren Erdstoß in Nepal wird es für Helfer schwieriger als beim großen Beben in Haiti. Nun ist genau der Fall eingetreten. Flughäfen sind beschädigt, Straßen zerstört - Retter kommen nicht durch.

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Fozzybär 27.04.2015, 11:18
1. Wer direkt helfen mag

Aufgrund der aktuellen prekären Lage möchte ich für das SKM Hospital in Sankhu, Kathmandu werben. Spenden sind mehr denn je vonnöten, da Dieselgeneratoren in solch schweren Zeiten zu Tag und Nacht laufen, Medizin benötigt wird und letztlich die Patienten auch zu Essen und Trinken brauchen.

Ich war selbst vor 2,5 Jahren dort und es ist ein vorzeige Hospital für Nepal und leistet für die ärmsten der Armen kostenlos Hilfe.

Spenden sind sehr Willkommen und erreicht die Nepalesen dort, wo die Hilfe derzeit am meisten gebraucht wird.
Alle Daten gibt es unter: http://www.nepalhospital.de
Vielen Dank!

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j.schiffmann 27.04.2015, 11:54
2.

"Experten sagten es voraus: Bei einem schweren Erdstoß in Nepal wird es für Helfer schwieriger als beim großen Beben in Haiti. Nun ist genau der Fall eingetreten. Flughäfen sind beschädigt, Straßen zerstört - Retter kommen nicht durch."

Ja, und was soll der Artikel nun aussagen? Gibt es vielleicht erdbebensichere Straßen? Vorsichtshalber den Himalaya schleifen?

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kabian 27.04.2015, 12:35
3. Sehr isolierte Lage

Vor etwa 15 Jahren gab es nur eine Verbindungsstraße von Kathmandu nach Indien. Damals hatte ein Erdrutsch die Straß für zwei Wochen unpassierbar gemacht. Selbst mit dem Motorrad war kein durchkommen. Heute gibt es eine zweite Verbindung Dhulikhel-Janakpur. Ich weiß nicht ob beide befahrbar sind.

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markus_wienken 27.04.2015, 13:07
4.

Zitat von j.schiffmann
"Experten sagten es voraus: Bei einem schweren Erdstoß in Nepal wird es für Helfer schwieriger als beim großen Beben in Haiti. Nun ist genau der Fall eingetreten. Flughäfen sind beschädigt, Straßen zerstört - Retter kommen nicht durch." Ja, und was soll der Artikel nun aussagen? Gibt es vielleicht erdbebensichere Straßen? Vorsichtshalber den Himalaya schleifen?
Was der Artikel aussagt?
Er erklärt den Menschen die die Gegebenheiten in Nepal nicht kennen, warum es so unheimlich schwierig ist dort schnell und umfassend zu helfen.

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kabian 27.04.2015, 13:41
5. Der Wille fehlt

Zitat von markus_wienken
Was der Artikel aussagt? Er erklärt den Menschen die die Gegebenheiten in Nepal nicht kennen, warum es so unheimlich schwierig ist dort schnell und umfassend zu helfen.
Man muss aber auch sagen, das es durchaus möglich ist dort sehr schnell hin zu gelangen, wenn man den will und das entsprechende Geld hinblättert. Die meisten Helikopter scheinen am Mount Everest zu sein. Normalerweise pendeln auch viele zwischen Kathmandu-Mount Everest und Pokhara. Das US-Militär rühmt sich in allen(!) Teilen der Welt innerhalb weniger Stunden zu gelangen und einsatzbereit zu sein.
Es ist also schon möglich dort hin zu kommen, dafür benötigt man aber auch Hubschrauber, die aber zu unserer Verteidigung am Hindukusch dringend dort gebraucht werden. ;-)

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markus_wienken 27.04.2015, 13:53
6.

Zitat von kabian
Man muss aber auch sagen, das es durchaus möglich ist dort sehr schnell hin zu gelangen, wenn man den will und das entsprechende Geld hinblättert. Die meisten Helikopter scheinen am Mount Everest zu sein. Normalerweise pendeln auch viele zwischen Kathmandu-Mount Everest und Pokhara. Das US-Militär rühmt sich in allen(!) Teilen der Welt innerhalb weniger Stunden zu gelangen und einsatzbereit zu sein. Es ist also schon möglich dort hin zu kommen, dafür benötigt man aber auch Hubschrauber, die aber zu unserer Verteidigung am Hindukusch dringend dort gebraucht werden. ;-)
Auch das US Militär wird nicht innerhalb von wenigen Stunden mit mehreren Hundert Hubschraubern vor Ort sein können.
Aber natürlich spielt auch der fianzielle Aspekt eine Rolle warum dort nicht schnell und umfassend geholfen werden kann.
Insofern ändert das an meinem Post nichts, das Land hat halt "Pech" aufgrund seiner exponierten Lage (und natürlich auch aufgrund seiner Armut).

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kabian 27.04.2015, 14:21
7.

Zitat von markus_wienken
Auch das US Militär wird nicht innerhalb von wenigen Stunden mit mehreren Hundert Hubschraubern vor Ort sein können. Aber natürlich spielt auch der fianzielle Aspekt eine Rolle warum dort nicht schnell und umfassend geholfen werden kann. Insofern ändert das an meinem Post nichts, das Land hat halt "Pech" aufgrund seiner exponierten Lage (und natürlich auch aufgrund seiner Armut).
Ich schrieb nichts von "mehreren Hundert Hubschraubern". Ich schreibe nur das, was die USA behaupten. Die USA unterhält in allen Teilen der Welt Stützpunkte von denen sie aus operieren kann. Zumindest behaupten sie das. Leider habe ich vergessen im welchen Zusammenhang das war. Ich glaube es war bei Militäroperationen in Afrika.

Nepal hat keine Priorität. Etwas anderes wäre es, wenn z.B. in den USA eine gewaltige Naturkatastrophe gäbe. Dann würden innerhalb weniger Stunden gewaltige Mengen an Hilfsgütern und Helfern aus Deutschland dort ankommen.

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reggae_gandalf 27.04.2015, 14:25
8.

Wir sind heute von pokhara nach Kathmandu mit dem Auto gefahren und ich kann die Problematik nur teilweise nachvollziehen.die Straße Richtung Kathmandu ist voll befahrbar und noch dazu wenig befahren in diesen Tagen da die autoschlangen sich in der Gegenrichtung aufreihen. Der generelle Zustand der Straße und das Fahrverhalten der Menschen hier macht ein zügiges vorankommen nicht möglich weshalb eine Strecke von 140 km gut und gerne 4 Stunden dauert. Die Lage hier in der Stadt ist jedenfalls wie beschrieben katastrophal!

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leser008 27.04.2015, 18:37
9. Schlimm

Zitat von markus_wienken
Was der Artikel aussagt? Er erklärt den Menschen die die Gegebenheiten in Nepal nicht kennen, warum es so unheimlich schwierig ist dort schnell und umfassend zu helfen.
Ja einiges bleibt schon diffus. Warum kann man mit einem Hilfsflug/ Frachtflug nicht auf einem Flughafen landen ? Auch wenns rumpelt. Das Riesenproblem scheint der unfähige Staat und seine Beamten zu sein. Bekannte von mir, die zum Bergsteigen dawaren berichteten, für alles hätte man Dollars rüberschieben müssen. Ohne das, so wie jetzt, tun die wohl gar nichts. Traurig für die Nepalesen in Not.

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