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Erfolg vor Londons höchstem Gericht: Frau darf Jahrzehnte nach Scheidung auf Unterhal
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Seit 23 Jahren ist Kathleen Wyatt schon geschieden, ihr Ex wurde in der Zwischenzeit steinreich. Nun fordert die Frau rückwirkend Unterhaltszahlungen in Millionenhöhe.

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monotrom 12.03.2015, 00:08
10. Unterhalt vom Staat

"Unterhalt" wird hierzulande max. 6 Jahre gezahlt, so lang das Kind noch keine 13 Jahre ist. Außerdem ist dieser Unterhaltsvorschuss vergleichsweise niedrig. Alle Kosten die darüber hinaus luegen, sind vom betreuenden Elternteil selbst aufzubringen, sofern er/sie nicht Sozialleistungen bezieht. Mit anderen Worten: der Elternteil der keinen Unterhalt zahlt, schuldet dem anderen faktisch Geld.
In dem Fall hatte die Mutter nur begrenzt Möglichkeiten mit dem Wohnmobil auf Ökoevents zu tingeln, so wie der Vater. Das gilt beinahe für jeden Betreuungselternteil und kann beruflich durchaus nicht mehr wettzumachen sein.

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kazinkua 12.03.2015, 00:22
11. Kein Investment

Ein Kind ist ja kein "Investment". Es geht hier doch eher darum, wie die Einkommensverhältnisse des Vaters zu gegebenen Zeit aussahen und mit welchen Teil dessen er sich hätte beteiligen, sprich die Mutter unterstützen müssen.
Die nächste Frage ist, ob Sohnemann nun auch die Hand aufhalten kann.

Aber das ist ja alles nun wieder englisches Recht. Da wird ja eh wieder alles anders geregelt sein.

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snobody2 12.03.2015, 00:59
12.

... wäre das nicht möglich, weil hier selbst bei Nachweis arglistiger Täuschung an den Nebenfolgenentscheidungen zum Scheidungsbeschluss eisern festgehalten wird. Auch neue Tatsachen stürzen nicht den rechtskräftigen Beschluss. Diese Rechtsauffassung hängt mit dem tiefverwurzelten Aber-glauben zusammen, dass Richter keine Fehler machen und somit unter Denkmalschutz stehen. Daran ändert eben auch kein nachgewiesener Prozessbetrug eines der Ex-Ehegatten.

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randhesse 12.03.2015, 01:57
13. Faktenanämie

Gute Güte, da hat wieder ein Sp0N- Redakteur einen knappen Reuters- Ticker ge- copy- pasted, und mit einer "Kracher- Headline" versehen, der weder vom deutschen noch englischen Familienrecht nur _den Hauch_ einer Ahnung hat.

Dementsprechend "inhaltlich Blutleer" ist dann auch die Wiedergabe des _möglichen_ Sachverhalts.
Hauptsache, die "vermeintlich Scheidungsenteigneten" in D klicken und posten fleißig.
Auch wenn es in dem Fall "streng juristisch" wohl eher um die Alimentationsansprüche der Kinder gehen dürfte.
Und da auch um die Differenz der staatlichen "Mindestalimentation", die dann auch an den Staat rückzuerstatten wäre, und den einkommensbezogenen Ansprüchen, die weit höher Ausfallen dürften.
Kinder von reichen Vätern dürfen die Hand halt viel weiter aufhalten, als die von Armen.
Klingt komisch, ist aber so.
Dafür braucht man nur mal in die "Düsseldorfer Tabelle" gucken.
Oder nach dem britischen Äquivalent googlen.

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eskimoser 12.03.2015, 05:46
14. Und nur darum geht es:

-Sie hält sich demnach mit Gelegenheitsjobs über Wasser und erhält Unterstützung vom Staat. -

Das duerften dann ca. 6-8 Jahre Unterhaltsnachzahlung werden.
Maximal, weil er musste ja erstmal reich werden.
Aber interessantes Urteil.
Geht/gilt das auch andersherum?
Kann eine deutsche Frau vor englischen Gerichten gegen ihren deutschen Mann klagen?

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darkace82 12.03.2015, 07:30
15. Erschreckend...

Solche Urteile machen schon nachdenklich. Natürlich ist fraglich was nun am Ende wirklich dabei herauskommt und worauf genau sich die Klage stützt, also Unterhält für die Frau, das Kind, ob er bisher unterhält gezahlt hat usw. Aber alleine die Tatsache dass hier rückwirkend auf Vermögen dass nach der Scheidung erworben wurde geklagt werden kann, öffnet die Tore für jede Menge Klagen...
Genau wie die Urteile zum Thema samenspenden in Deutschland hat wohl auch dieses eine üble Signalwirkung...

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unimog_andi 12.03.2015, 07:49
16. Knete vom Ex - NIX!

Zitat von bissig
Ihre Begründung liegt in der Erziehung des gemeinsamen Sohnes ohne finanzielle Unterstützung seitens des Vaters. D.h. sie fordert einen Unterhalt für das gemeinsame Kind, und der Unterhalt richtet sich hier anscheinend nach dem Einkommen des Vaters.
Man muss den Artikel nicht nur lesen, sondern auch verstehen :-)
"Als Dale Vince und Kathleen Wyatt im Jahr 1981 heirateten, waren sie beide arm, mit ihrem gemeinsamen Sohn führten sie ein unstetes Leben. Die Ehe hielt drei Jahre, die offizielle Scheidung folgte 1992."
D.h., der Sohn dürfte jetzt zwischen 25 und 30 Jahre alt sein, der braucht keinen Unterhalt mehr!

Woher kommen eigentlich die anderen 3 Kinder? Haben die keine Väter? Hat die Frau ihren Mann unterstützt, als er das Unternehmen aufgebaut hat?

Ne ne, da will sich eine auf Kosten ihres Ex-Mannes ein schönes Leben machen.

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dat_fretchen 12.03.2015, 08:04
17. Deswegen...

...nie heiraten und gemeinsame Kinder in die Welt setzen.
Wenn die damit wirklich durchkommen sollte, ist dies ein Armutszeugnis für das Land!
Wie kann man 23! Jahre nach der Scheidung noch Geld einfordern?
Das hätte sie machen sollen/können, bis die Kinder ausgezogen sind. Aber doch nicht jetzt...

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