Forum: Panorama
Ermittler zum Germanwings-Absturz: Gelenkte Katastrophe
REUTERS

Der Kapitän verlässt das Cockpit, der Co-Pilot bleibt allein zurück - und steuert das Flugzeug mit 149 anderen Menschen bewusst dem Abgrund entgegen. Nach dem Absturz der Germanwings-Maschine herrscht kollektive Fassungslosigkeit.

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dhbean 26.03.2015, 19:03
260. Bei allem Respekt

...aber der Täter und der Hergang stehen verdächtig schnell fest. Hier steht eine Riesen Lobby gegen Einzelperson, die nicht mehr aussagen kann. Zunächst hieß es, daß ohne den zweiten Flugschreiber keine Aussage gemacht werden kann.
Na ja....

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jallajalla 26.03.2015, 19:07
261.

Zitat von e.vaikousi
Hat sich der Co-Pilot entschieden, das Flugzeug abzustürzen –was sich aus den Daten der Box ergibt und daher durchaus logisch erscheint–, dann hätte er erwogen, wie er dies in Anwesenheit seines Kollegen tun könnte; er konnte ja nicht wissen, dass dieser genau im perfekten Moment auf die Toilette gehen und ihm die Gelegenheit bieten würde, seinen Plan unbehindert durchführen zu können. Um seinen psychologischen Zustand bzw seine Beweggründe erraten zu können, ist es wichtig auch diese Frage in den Überlegungen einzubeziehen.
Piloten gehen bei Mittelstreckenflügen immer dann pinkeln, wenn die Reiseflughöhe erreicht ist. Ist so meine Erfahrung und erscheint auch logisch.
Die Entscheidung zum Suizid kann spontan fallen.
Er hat die Tat vermutlich nicht schon auf dem Hinflug begangen, da der Pilot auf der Outbound-Strecke vermutlich nicht auf der Toilette war.
Alles beantwortet?

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jfk1701 26.03.2015, 19:08
262. Sapotage

wenn nun der Absturz über Dritte durch Computer-Übernahme
fly by wire
herbei geführt wurde
automatisches verriegeln der Türe
Begasen
und Sinkflug einleiten
ist doch kein Geheimnis mehr daß Flieger zu Drohnen umgebaut werden
so wurde auch eine deutsche Awakmaschine der Luftwaffe
mit ziel Südafrika durch ein amerikanisches Flugzeug durch Kollisionskurs in Afrika abgeschossen
das wiederum den Angriff auf das world trade center zur folge hatte

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Goldrosi 26.03.2015, 19:08
263. Naja...

Zitat von Celestine
Mir sind die Schlussfolgerungen, als endgültige Tatsachen präsentiert zu voreilig. Und sollte dies tatsächlich so stattgefunden haben, was unsagbar traurig und tragisch wäre, so ist es für mich unverantwortlich und völlig unverständlich, dass bei Lufthansa nach der Ausbildung keine psychologischen Tests mehr durchgeführt werden.
Jetzt nach Tests auch nach der Ausbildung zu rufen ist verständlich aber wo sollte man da anfangen bzw. wo die Grenze ziehen? 100% Sicherheit gegen jegliches krankes und/oder unerwartetes Verhalten gibt es einfach nicht. Im Grunde müsste sich dann jeder Mitbürger regelmäßigen Tests unterziehen, denn jeder ist theoretisch in der Lage, andere Menschen mit in den Tod zu reissen. Sei es mit dem Auto (z.B. Geisterfahrerproblematik), Bus, Gas im Haus, Gift, Feuer usw. Dafür muss man leider nicht Pilot sein. Ist es also unverantwortlich, die Menschen ohne psychische Tests ans Lenkrad zu lassen, obwohl jedes Jahr unbeteiligte Menschen z.B. durch Suizid-Geisterfahrer zu Tode kommen? Oder wie sieht es mit Busfahrern aus?

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Charolais 26.03.2015, 19:08
264. Schnelle Vorverurteilung

Warum weiß man, wer das Cockpit verlassen hat, Pilot oder vielleicht der Co-Pilot ?

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stiip 26.03.2015, 19:09
265. Verriegelt.

Zitat von redsys
Unglaublich, mit welcher Selbstgefälligkeit die LH hier noch von ihren "weltbesten Piloten" sprechen kann, wenn diese in ihrem verantwortungsvollen - und deshalb auch hoch bezahlten - beruflichen Dasein mit diesen katastrophalen Folgen offenbar so austicken können. Dass man menschliches oder technisches Versagen niemals gänzlich ausschließen kann, ist klar - dass aber ein labiler Geselle komplett die Gewalt über Flugzeug, Crew und Passagiere übernehmen kann, indem er einfach nicht mehr die Tür aufmacht, verstört mich sehr. Auch dass dem Co-Piloten einmal etwas zustößen könnte und er selber einfach nicht mehr in der Lage ist, die Tür zu öffnen, finde ich ein äußerst beunruhigendes Szenario. Für solche Fälle wurde ja schon vorgeschlagen, für die Dauer der Abwesenheit ein Crewmitglied den Platz einnehmen zu lassen.
Ihnen stellvertretend für alle anderen, die über den Schließmechanismus der Kabinentür nicht oder falsch informiert sind: Bereits in der Standardstellung ("NORM") kommt niemand einfach so in das Cockpit. Der anwesende Pilot muss von innen öffnen.

Kabinencrew und ein evtl. außerhalb des Cockpits befindlicher 2. Pilot können allerdings über einen Notfallcode die Tür öffnen, selbst wenn der Pilot im Cockpit die Tür verriegelt hat ("LOCK"). Das kann der Pilot im Cockpit aber aktiv verhindern. Wenn er gar nichts tut (z. B. weil er bewusstlos ist), geht die Tür 30 Sekunden nach Eingabe des Codes für 5 Sekunden auf.

Es spricht also vieles dafür, dass der Copilot absichtlich verhindert hat, dass der 1. Pilot wieder ins Cockpit kommt.

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c.rapp 26.03.2015, 19:10
266.

So makaber es auch klingen mag, man kann "dankbar" sein, dass der Pilot so früh nach dem Start aufs Klo musste. Man stelle sich mal vor der Co hätte die Maschine in bewohntes Gebiet stürzen lassen...
Die Konsequenz daraus sollte ganz klar eine 2-Personen-im Cockpit-Regelung international sein, ebenso muss es möglich sein, die Tür zum Cockpit auf irgend einem Weg immer von aussen zu öffnen (2 Schlüssel an Bord die zum öffnen nötig sind, evtl. Fernöffnung via Satellit durch die Flugsicherung, etc. - aber da müssen sich die Experten was zu ausdenken).
Nur so kann man adäquat handeln, wenn es da oben zu einem Notfall kommt oder aber bei einem im Cockpit die Sicherung rausfliegt.
Ärztliche Checkups schön und gut, ich glaube aber nicht das jede psychische Störung oder Kurzschlussreaktion rechtzeitig entdeckt werden kann. Und vor allem: Wer soll das denn bezahlen? Im Zeitalter von "Geiz ist geil" wird das sicher nicht der Endkunde machen wollen...

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jfk1701 26.03.2015, 19:10
267. Sapotage

wenn nun der Absturz über Dritte durch Computer-Übernahme
fly by wire
herbei geführt wurde
automatisches verriegeln der Türe
Begasen
und Sinkflug einleiten
ist doch kein Geheimnis mehr daß Flieger zu Drohnen umgebaut werden
so wurde auch eine deutsche Awakmaschine der Luftwaffe
mit ziel Südafrika durch ein amerikanisches Flugzeug durch Kollisionskurs in Afrika abgeschossen
das wiederum den Angriff auf das world trade center zur folge hatte

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trader_07 26.03.2015, 19:11
268. Weshalb?

Zitat von mistermister
Ich halte es auch für skandalös, dass bei Lufthansa und Germanwings die Regel nach 2 Personen im Cockpit nicht gibt. Die Vorstände müssen zurück treten
Weshalb sollten die zurücktreten? Eine 2-Personen-Pflicht gibt es in Europa schlicht und ergreifend nicht, insofern gibt es auch keinen Regelverstoss.

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erdmann.rs 26.03.2015, 19:12
269. Gelenkte Katastrophe

Die Kommentare zu diesem entsetzlichen Vorfall sind ja sehr durchwachsen. Dabei fällt mir besonders auf: Einige der Foristen spekulieren hemmungslos, anstatt abzuwarten, bis die Fakten auch bekannt sind. Andere wiederum bekunden ihr Beileid.
Diese Beileidsbekundungen sind teilweise recht platt
und vor allem erreichen sie den Personenkreis der Betroffenen sicher nicht wirklich.
Am schlimmsten aber finde ich die Zyniker, die zu diesem wirklich ernsten Thema fiese Sprüche machen.
Ich erspare uns, hierzu Beispiele anzuführen.
Stattdessen möchte ich ein paar Gedanken zum Thema
loswerden, wie man die Risiken vielleicht minimieren
könnte. Einige Foristen schrieben, man könne doch die
Flugzeuge "fernlenken" , so wie z.B. Drohnen.
Das halte ich für keinen guten Vorschlag. Man kann eine Drohne nicht mit einem großen Verkehrsflugzeug
vergleichen. Starts und Landungen erfordern immer die
Fähigkeiten gut ausgebildeter Piloten und das auch bei normaler Witterung und perfekten Rollbahnen.
Außerdem wäre ein solches System zu anfällig gegen
Störungen jeglicher Art.
Aber es gibt viele andere Verbesserungsmöglichkeiten:
Die Tür zum Cockpit - die natürlich seit "nine-eleven" gut gesichert sein soll - m u s s aber im Notfall auch durch Mitglieder der Crew von außen geöffnet werden können, o h n e dass dies von innen blockiert werden kann. Das kann z.B. durch ein einfaches Zahlenschloss geschehen. Andere Möglichkeiten, die es schon längst
gibt wie Abgleich von Fingerabdruck oder Iris - beides sind unverwechselbare Merkmale - dürften wohl wegen des häufigen Wechsels der Crew in der Praxis zu
kompliziert sein. Aber vorstellbar wäre es trotzdem.
Das System müsste nur vor jedem Start entsprechend programmiert werden. Es müsste zur Vorschrift gemacht werden, dass i m m e r ein Crew-Mitglied so lange ins Cockpit geht, wie sich einer der Piloten
außerhalb aufhält. Bei vielen Fluggesellschaften ist das
ja wohl längst so. Das alles wäre sozusagen Prophylaxe.
Es gäbe aber sicher noch viele Verbesserungen für den
Fall, dass ein solcher "Unfall" dann doch passiert ist.
Wenn es nämlich um die Aufklärung geht.
Seit langem gibt es die sogenannten Voice-Recorder und die Flugdatenschreiber.
Warum gibt es nicht schon längst Video-Aufzeichnung?
Auf unzähligen öffentlichen Plätzen, in öffentlichen
Gebäuden gibt es das seit vielen Jahren!
Es werden auch viele Bereiche per Monitor überwacht.
Warum sollte das alles nicht auch in der Luftfahrt möglich sein? Genauso wie der jeweils nächste Tower
eine Verkehrsmaschine per Funk "übernimmt", könnte er sie doch auch per Video übernehmen?
Sollte das irgendwie - technisch - nicht möglich sein,
wäre es umso wichtiger, wenigstens zur schon vorhandenen Audioaufzeichnung die Videoaufzeichnung
hinzuzunehmen! Speichermedien könnten - ähnlich wie
schon jetzt - immer die letzten 30 Flugminuten im
Cockpit zeigen. Vorausgesetzt, man findet die Blackbox
später rechtzeitig (so lange sie noch Funksignale sendet), wären die Möglichkeiten, den Ablauf zu
rekonstruieren ungleich größer!
Datenschützer: "bitte Klappe halten!"

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