Forum: Panorama
Erschossener Gastschüler: Verstörende Details aus der letzten Nacht von Diren D.
AP

Die Staatsanwaltschaft von Missoula County hat erste Ermittlungsergebnisse zum Tod des Hamburger Schülers Diren D. vorgelegt. Demnach soll der Tatverdächtige laut Zeugen bei einem Friseurbesuch angekündigt haben: "Ich werde ein paar Kids töten."

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galbraith-leser 13.05.2014, 16:40
1. Bewaffnete Dummheit...

...lässt mir kalte Schauer über den Rücken jagen. Wer je eine echte Waffe in der Hand hatte (z.B. beim Wehrdienst), der muss Respekt davor haben. Ja, es gibt einerseits die Faszination des Schießens - ich habe beim Bund immer freiwillig das MG übernommen, weil es enorme Power hat und weil das immer die Innendienstler putzen mussten ;-). Da blieb das eigene Gewehr sauber. Traurig, wie viele Menschen dem Waffenwahn in den USA jährlich zum Opfer fallen. Aber: andere Länder, andere Sitten. Ich muss da meinen Urlaub nicht verbringen.

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geroi.truda 13.05.2014, 16:44
2. ****

Zitat von sysop
Seit 2009 gilt hier ein Gesetz, das erlaubt, auf dem eigenen Grundstück auf Eindringlinge zu schießen, wenn man sich bedroht fühlt.
Ein solches Gesetz gibt es in Deutschland schon seit mehr als 100 Jahren - auch hier braucht im Rahmen der Ausübung des Notwehrrechts das Recht dem Unrecht nicht zu weichen, und man darf tödliche Gewalt anwenden, wenn es kein anderes erfolgversprechendes Mittel gibt. Diese Fälle sind bei uns nur nicht so häufig, weil der Besitz von Schusswaffen weniger verbreitet ist.

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sok1950 13.05.2014, 16:53
3. Diren D. suchte Alkohol in der Garage...

so stand es vor kurzem in SPONs Frühmorgens-Nachrichtenticker.

Soll die Aussage eines Freundes gewesen sein, welcher ihn begleitete.

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interessiert35 13.05.2014, 16:56
4. Spirale

Was ich nicht ganz verstehe, ist warum glauben die, dass eine Schußwaffe ihnen Sicherheit gibt? Es ist doch bekannt das viele Waffen haben. Jeder Kriminelle kann das leicht antizipieren und sich entsprechend darauf einstellen. Am Ende kommt es also nur darauf an, wer besser vorbereitet ist. Da der eine die Tat in der Regel zumindest geringfügig plant...hat er einen Vorteil. Die Waffe ist in Bezug auf die Sicherheit bullshit. Nimmt man alle Unfälle und Versehen in die Rechnung mit auf, gibt es ein dickes Minus auf der Sicherheitenabrechnung. Das Gewaltmonopol des Staates lässt den einzelnen im Zweifelsfall schutzlos, das ist richtig. Ein aufheben dieses allerdings fürht zu einer Gewaltspirale die mehr Unsicherheit schaft, als Verbrechen dies je ermöglicht hätte.

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Ben Major 13.05.2014, 17:00
5. Naja

Zitat von sysop
Die Staatsanwaltschaft von Missoula County hat erste Ermittlungsergebnisse zum Tod des Hamburger Schülers Diren D. vorgelegt. Demnach soll der Tatverdächtige laut Zeugen bei einem Friseurbesuch angekündigt haben: "Ich werde ein paar Kids töten."
Die Staatsanwaltschaft ermittelt und wir sehen den Fall nur von Ferne, aber: offene Garage mit Bewegungsmeldern, die Schrotflinte geladen und griffbereit? Sieht aus wie eine tödliche Falle für Einbrecher, kann das legal sein?

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anna-m. 13.05.2014, 17:03
6. Hörensagen

Angeblich haben Nachbarn, Frisör, etc. das oder jenes gesagt - das ist dem Spiegel eine reißerische Überschrift wert. Nirgendwo belegte Beweise. - Eine Vorverurteilung des Mannes, der nach Rechtslage in den USA von seinem Recht auf Notwehr Gebraucht gemacht hat. - Selbstverständlich handelt es sich um einen tragischen Ausgang. Dennoch sollte nicht vergessen werden, dass bei dem Schützen eingebrochen wurde. Das der unglückliche Einbrecher dabei den Tod fand ist absolut bedauernswert, doch eine Hetze auf den Mann, der nach Gesetzen der USA sein Eigentum verteidigt hat, ist nicht gerechtfertigt. Bei der zunehmenden Kriminalität in Deutschland, in der man als Opfer eines Einbruchs, bei dem man in Notwehr jemanden verletzt, von diesem Einbrecher verklagt werden kann, halte ich solche mediale Tatsachenverdrehung für äußerst gefährlich. Der Schüler hatte in einer fremden Garage nichts zu suchen! In den USA gibt es solche Gesetze und das hat man ihm laut der Austauschagentur auch gesagt. Tragisch, aber ein Unfall und keine "verstörenden Details!" - das ist Bildzeitungsniveau!

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doulos 13.05.2014, 17:04
7. bei allem Mitgefühl..

weiß doch eigentlich jedermann, dass in Amerika eine unglaubliche Menge Schusswaffen im Umlauf sind, und es reichlich Leute gibt, die damit gefährlichen Unsinn treiben. Wer noch einen kleinen Augenblick weiter denkt, der weiß, dass das Recht zur Selbstverteidigung mit Waffengewalt in den USA viel liberaler gehandhabt wird als bei uns. In fremde Garagen einzudringen ist schon an sich ein Unding; es in den USA zu tun.. nun ja, da fehlen mir die Worte. Es tut mir sehr leid um den jungen Mann, aber einen Anlass für USA-Bashing gibt es hier m.E. nicht. Und sollte jemand meinen, Rache üben zu wollen, so gehört der schlicht ins Gefängnis

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pragmatico 13.05.2014, 17:06
8. Notwehr hat ihre Grenzen ...

...und zwar auch bei uns. Es ist mitnichten erlaubt, jemanden über den Haufen zu schiessen, nur weil der aus einer Garage etwas klauen will. Das Mass der Notwehr muss im Verhältnis zur Tat stehen. Wenn Sie jemand mit einem Messer angreift kann es durchaus Notwehr sein, den Angreifer niederzuschiessen. Bei dem Fall in Montana fehlt mir aber jedwede Verhältnismässigkeit, und dann tötet der Mann noch quasi mit Ansage ...

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titoandres 13.05.2014, 17:06
9. Recht auf Mord

Man darf auf jemanden schießen, wenn man sich auf seinem Grundstück bedroht fühlt. Das Gefühl, bedroht zu sein, scheint mir recht subjektiv zu sein. Die USA nehmen Morde hin, weil sich durch die Waffenbegeisterung viel Umsatz in der Waffenindustrie generieren lässt. Eine kleine Dummheit eines Jugendlichen so teuer bezahlt, weil ein labiler Idiot das Recht auf Mord hat. Ich habe unendliches Mitleid mit der Familie des Jungen.

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