Forum: Panorama
Erschossener Gastschüler: Verstörende Details aus der letzten Nacht von Diren D.
AP

Die Staatsanwaltschaft von Missoula County hat erste Ermittlungsergebnisse zum Tod des Hamburger Schülers Diren D. vorgelegt. Demnach soll der Tatverdächtige laut Zeugen bei einem Friseurbesuch angekündigt haben: "Ich werde ein paar Kids töten."

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dertieftaucher 13.05.2014, 17:34
30. Das war Mord mit Ansage.

Zitat von humpalumpa
Wie Beitrag 3 schon schreibt, ist das echt mal ein Punkt, der geklärt werden sollte. Was hatte der Junge da verloren? Es tut mir ja wirklích leid für ihn und für seine Familie, aber wer ist so dämlich, nachts in eine Garage einzubrechen, warum auch immer, in einem Land, in dem Du Dein Haus mit einer Waffe verteidigen darfst und wo das erwiesenermaßen auch Viele tun.
Der Junge war 17 Jahre alt und vermutlich hat er Bier gesucht. Ein dummer Jungenstreich und eine Art der Bierbeschaffung, wie sie unter amerikanischen Jugendlichen nicht unüblich zu sein scheint. Von dämlich also keine Spur. So oder so auf keinen Fall ein Grund jemanden ohne Vorwarnung über den Haufen zu Knallen. Die Aussage des Schützen vor und nach der Tat runden das Bild ab, dass es sich hier um einen vorsätzlichen Mord handelt.

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UdoL 13.05.2014, 17:36
31.

Zitat von kaisergarten
Weil dem Typen in der Vergangenheit Dope und Bier aus der Garage gemopst wurde rechtfertigt das jemanden zu killen? Als Akt der Selbstverteidigung? Spürt Ihr eigentlich noch was?

Das würde ich nicht so auf die leichte Schulter nehmen. Allein die Gewissheit, dass jemand unbefugterweise im privaten Bereich war, beeinträchtigt das Sicherheitsgefühl oft deutlich. Dazu muss nichts Weltbewegendes passiert sein.

An Notwehr oder eine andere Rechtfertigung glaube ich allerdings auch nicht. Hier dürfte die Rede eher von strafmildernden Umständen sein.

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flaviussilva 13.05.2014, 17:36
32. Schon Interessant,

Zitat von sysop
Am Tatabend sahen sich beide der Frau zufolge einen Film an und gingen zwischendurch mehrmals in die Garage, um zu rauchen - sie Zigaretten, er Joints.
wäre er bekifft Auto gefahren hätte er jetzt sicher mehr Probleme,
aber bekifft mit Waffen zu hantieren scheint in Ordnung zu gehen ?

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drittaccount 13.05.2014, 17:37
33.

Zitat von geroi.truda
Ein solches Gesetz gibt es in Deutschland schon seit mehr als 100 Jahren - auch hier braucht im Rahmen der Ausübung des Notwehrrechts das Recht dem Unrecht nicht zu weichen, und man darf tödliche Gewalt anwenden, wenn es kein anderes erfolgversprechendes Mittel gibt. Diese Fälle sind bei uns nur nicht so häufig, weil der Besitz von Schusswaffen weniger verbreitet ist.
Diese Fälle sind vor allem nicht so häufig, weil das deutsche Notwehrrecht das Vorliegen einer Notwehrlage erfordert und nicht wie in diesem Fall die Ermordung (sic) eines Schülers zulässt.
Dem Unrecht nicht nicht weichen zu müssen, bedeutet nämlich noch lange nicht, einen mutmaßlichen Straftäter hinrichten zu dürfen.

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OneTwoThree 13.05.2014, 17:37
34.

Zitat von kaisergarten
Waffen an sich sind nicht gefährlich - nur die Hände die sie benutzen. Daher ist ein so laxes Waffengesetz idiotisch. Aber die wollen das so - wir werden solche Nachrichten noch unendlich oft lesen... PS: die Frage "was wollte der in der Garage..." ist unglaublich dämlich und zynisch. Es gibt dafür tausend harmlose Gründe. Weil dem Typen in der Vergangenheit Dope und Bier aus der Garage gemopst wurde rechtfertigt das jemanden zu killen? Als Akt der Selbstverteidigung? Spürt Ihr eigentlich noch was? Und offensichtlich hatte man die verantwortlichen Kids ja schon geschnappt - also wurde ja doch ermittelt... Ich will an der Stelle gar nicht daran denken was ich so alles als 17 Jähriger getrieben habe...

Nunja, sagen Sie doch einmal, aus welchem Grund eine Privatperson nachts in der Garage eines Fremden so harmloses anstellen will?
Einen einzigen Grund, der etwas enthält, was in den USA straflos bliebe?
Da gibt es wohl keinen.
So sehr ich auch einige Auswüchse der us-amerikanischen Kultur verachte, muss man dennoch die Länderspezifischen Regeln und Gpflogenheiten beachten.
Es käme wohl auch niemand auf die Idee, als Frau mit nacktem Oberkörper durch eine beliebige Saudi-Arabische Stadt zu laufen und sich anschliessend über die fällige Strafe zu lamentieren.

Ob die in den jeweiligen Ländern jeweils geltenden rechtlichen Bedingungen jetzt dem persönlichen Gerechtigkeitssinn bzw. den Bedingungen in Ihrem Heimatland/Wohnort entsprechen, ist da nachrangig und kann nicht zur Beurteilung einer Situation ausserhalb Ihres Erfahrungsgebietes herangezogen werden.
Denn diese Bedingungen sind im allgemeinen kulturell vorgegeben und dementsprechend anerzogen worden.
Ist alles eine Frage des akzeptierens des Andersseins von Menschen und moralischen/rechtlichen Grundlagen und Gegebenheiten.

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GetulioV 13.05.2014, 17:39
35.

Zitat von pragmatico
Das Mass der Notwehr muss im Verhältnis zur Tat stehen. Wenn Sie jemand mit einem Messer angreift kann es durchaus Notwehr sein, den Angreifer niederzuschiessen. Bei dem Fall in Montana fehlt mir aber jedwede Verhältnismässigkeit, und dann tötet der Mann noch quasi mit Ansage ...
Das ist nicht richtig, auch nach dt. Recht findet in Notwehrsituationen KEINE Verhältnismäßigkeitsprüfung statt. Man darf den Angriff auf eigene Rechtsgüter (keineswegs nur Leib und Leben, sondern auch Eigentum und sogar Ehre) mit ALLEN zur Verfügung stehenden Mitteln abwehren.

Auch einem in Deutschland aufgewachsenen Jugendlichen dürfte klar sein, dass man in fremden Garagen nichts zu suchen hat, noch weniger hat man dort "nach Alkohol zu suchen" - wenn nicht, wäre in der Erziehung da was schiefgelaufen.

Andererseits muss man hierzulande zum Glück nicht allgegenwärtig mit Schusswaffen in den Händen von verhaltensauffälligen Personen wie dem Todesschützen rechnen. Unterm Strich hat Diren für Dummheit und jugendlichen Leichtsinn, gepaart vielleicht mit einer gewissen Gleichgültigkeit gegenüber fremdem Eigentum, den denkbar höchsten Preis bezahlt. RIP.

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Uban 13.05.2014, 17:40
36. Wie gesagt

Zitat von nachtmacher
bei dem Fall bei hamburg handelte es sich um einen körperlichen Angriff auf einen alten Mann kurz nach seiner Hüftoperation. Er wurde in seinem Garten überfallen und dann im Haus misshandelt. Die Täter wollten flüchten...nur leider in die falsche Richtung. Als sie zurückkamen fielen die Schüsse. Es lag also ein direkter Angriff auf Leib und Leben des alten Mannes vor....
Von dem Fall weiss - aber mit Sicherheit - dass der Täter rücklings auf der Flucht - egal zum wievielten Mal - erschossen wurde; sodass die Misshandlung wohl nicht besonders heftig ausgafallen sein sollte.

Aber Sie haben natürlich Recht, beide Fälle sind nicht vergleichbar und soweit ich weiss sind beide noch vor Gericht anhängig...

Freilich kann man erst diskutieren wenn das Urteil gefallen ist - egal wie es uns zurzeit scheint.

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tizian 13.05.2014, 17:40
37. ...

Zitat von geroi.truda
Ein solches Gesetz gibt es in Deutschland schon seit mehr als 100 Jahren - auch hier braucht im Rahmen der Ausübung des Notwehrrechts das Recht dem Unrecht nicht zu weichen, und man darf tödliche Gewalt anwenden, wenn es kein anderes erfolgversprechendes Mittel gibt. Diese Fälle sind bei uns nur nicht so häufig, weil der Besitz von Schusswaffen weniger verbreitet ist.
Wenn Sie das ernsthaft meinen, beschäftigen Sie sich bitte vor Anschaffung einer Waffe mit dem Notwehrrecht. Das ist nämlich so viel zu undifferenziert.

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Bundeskanzler20XX 13.05.2014, 17:41
38.

Zitat von titoandres
Man darf auf jemanden schießen, wenn man sich auf seinem Grundstück bedroht fühlt. Das Gefühl, bedroht zu sein, scheint mir recht subjektiv zu sein. Die USA nehmen Morde hin, weil sich durch die Waffenbegeisterung viel Umsatz in der Waffenindustrie generieren lässt. Eine kleine Dummheit eines Jugendlichen so teuer bezahlt, weil ein labiler Idiot das Recht auf Mord hat. Ich habe unendliches Mitleid mit der Familie des Jungen.
Betritt man fremden Grund nicht, passiert auch nichts, bzw. wird es für den Schützen schwer eine Ausrede zu finden.
Ich denke auch nicht, das man schießen darf, wenn sich jemand auf einem nicht eingezäunten bereich des Grundstücks bewegt.

Im Gegensatz zum deutschen Gesetz ergreift das amerikanische hier ganz klar Partei für den Angegriffenen. Wer in Deutschland einen Angreifer in Notwehr zum Krüppel schlägt und man die Notwehr nicht belegen kann hat man ein ernstes Problem, sebst wenn man sich innerhalb der eigenen vier Wände aufhielt. Ist wohl auch ein Grund warum keiner mehr Zivilcourage zeigt. Wenn man sich im Rahmen der Gesetze bewegt ist man gegen die heutige Skrupellosigkeit wehrlos.

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tizian 13.05.2014, 17:43
39. Unfall?

Zitat von anna-m.
Angeblich haben Nachbarn, Frisör, etc. das oder jenes gesagt - das ist dem Spiegel eine reißerische Überschrift wert. Nirgendwo belegte Beweise. - Eine Vorverurteilung des Mannes, der nach Rechtslage in den USA von seinem Recht auf Notwehr Gebraucht gemacht hat. - Selbstverständlich handelt es sich um einen tragischen Ausgang. Dennoch sollte nicht vergessen werden, dass bei dem Schützen eingebrochen wurde. Das der unglückliche Einbrecher dabei den Tod fand ist absolut bedauernswert, doch eine Hetze auf den Mann, der nach Gesetzen der USA sein Eigentum verteidigt hat, ist nicht gerechtfertigt. Bei der zunehmenden Kriminalität in Deutschland, in der man als Opfer eines Einbruchs, bei dem man in Notwehr jemanden verletzt, von diesem Einbrecher verklagt werden kann, halte ich solche mediale Tatsachenverdrehung für äußerst gefährlich. Der Schüler hatte in einer fremden Garage nichts zu suchen! In den USA gibt es solche Gesetze und das hat man ihm laut der Austauschagentur auch gesagt. Tragisch, aber ein Unfall und keine "verstörenden Details!" - das ist Bildzeitungsniveau!
Wie kann es ein Unfall sein, wenn der Mann eine tödliche Einbrecherfalle gelegt hat? Ist es ein Unfall, wenn eine Maus in die Falle geht und dabei umkommt? Das ist Mord gewesen, nichts weiter.

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