Forum: Panorama
Erste Besichtigungstour : Im Schutzanzug zu Fukushimas Reaktor-Ruinen

Erstmals hat die japanische Betreiberfirma Tepco eine Gruppe von Journalisten in das havarierte Atomkraftwerk Fukushima-Daiichi gelassen. Ihnen bot sich ein Anblick heftiger Verwüstung - an den Reaktorblöcken selbst und in den umliegenden Geisterdörfern.

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sponnie 12.11.2011, 14:59
1. Seltsam

Zitat von
Die Regierung hat aber erklärt, dass es mindestens weitere 30 Jahre in Anspruch nehmen werde, um Kernbrennstoff sicher zu beseitigen und die Atomanlage stillzulegen. Zudem könnte es Jahrzehnte dauern, bis Zehntausende Bewohner, die in Folge des Atomunglücks ihre Häuser verlassen mussten, in die Gegend um die Anlage zurückkehren könnten.
Hallo Bauer lindemann, Hannovergenuss & Co:
Also entweder die Japaner lügen schon wieder oder ihr habt die ganze Zeit Unsinn erzählt.

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Ein Belgier 12.11.2011, 15:22
2.

Zitat von tangarra
"Reporter mussten Schutzkleidung tragen und wurden im Anschluss an die Tour auf radioaktive Strahlung hin untersucht". Aber was den Reportern wohl nicht klar ist: die Schutzkleidung schützt nicht vor Strahlung sondern nur davor, dass man strahlendes Material mit seiner Alltagskleidung in nicht verstrahlte Gebiete verschleppt und seine Mitmenschen gefährdet. Die Untersuchung auf radioaktive Strahling dient ebenfalls nur dem Zweck, die weitere Verschleppung von Radioaktivität zu verhindern. Wenn diese Reporter die kontrollierte Zone verlassen und in der kontrollierten Zone ein eerhöhte Strahlenbelastung abbekommen haben, dann ist der Gesundheitsschaden bereits eingetreten. Da kann man nichts mehr machen!
Die Schutzkleidung dient primär dazu, dass niemand radioaktive Substanzen inkorporiert. Und wenn das nicht geschied, besteht auch keine Gefahr für die Gesundheit.

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nononsense 12.11.2011, 15:24
3. Gesundheitsschäden??

Wenn diese Reporter die kontrollierte Zone verlassen und in der kontrollierten Zone ein eerhöhte Strahlenbelastung abbekommen haben, dann ist der Gesundheitsschaden bereits eingetreten. Da kann man nichts mehr machen![/QUOTE]

Wie gross sind denn nun die Gesundheitsschäden, die die armen Reporter davongetragen haben?

Wie nach dem Rauchen von 2 Zigaretten und dem Trinken von einem Glass Whisky am Abend an der Hotelbar?

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Maulverbot 12.11.2011, 15:34
4. Danke Erklärbär

Zitat von tangarra
"Reporter mussten Schutzkleidung tragen und wurden im Anschluss an die Tour auf radioaktive Strahlung hin untersucht". Aber was den Reportern wohl nicht klar ist: die Schutzkleidung schützt nicht vor Strahlung sondern nur davor, dass man strahlendes Material mit seiner Alltagskleidung in nicht verstrahlte Gebiete verschleppt und seine Mitmenschen gefährdet. Die Untersuchung auf radioaktive Strahling dient ebenfalls nur dem Zweck, die weitere Verschleppung von Radioaktivität zu verhindern. Wenn diese Reporter die kontrollierte Zone verlassen und in der kontrollierten Zone ein eerhöhte Strahlenbelastung abbekommen haben, dann ist der Gesundheitsschaden bereits eingetreten. Da kann man nichts mehr machen!
schwerkranke Patienten.
Wie hoch ist die Strahlenbelastung beim Röntgen im Einzelfall?

Eine jährlich einmalige Röntgenuntersuchung der folgenden Untersuchungsart führt beispielhaft zu folgenden effektiven Dosen (Quelle: BMU 2005):

Die armen Journalisten, 0,3 mSv pro Stunde

Zum Vergleich:

100 Stunden vor einem Bildschirm (0,5 m): 0,12 mSv
10 stündige Flugreise: 0,1 mSv
Kosmische Strahlenbelastung in 2000 m Höhe gegenüber Meereshöhe: 0,6 mSv
Unterschied der natürlichen Strahlung innerhalb von Häusern (D): 0,6 mSv

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chico 76 12.11.2011, 16:00
5. Deshalb

Forist Tangarra
Zitat von
Aber was den Reportern wohl nicht klar ist: die Schutzkleidung schützt nicht vor Strahlung sondern nur davor, dass man strahlendes Material mit seiner Alltagskleidung in nicht verstrahlte Gebiete verschleppt und seine Mitmenschen gefährdet.
müssen sie sich auch beim Besuch eines KKWs, im nuklearen Bereich, ihrer Privatkleidung entledigen und Overalls anziehen, die im Kraftwerk verbleiben.

Zitat von
Wenn diese Reporter die kontrollierte Zone verlassen und in der kontrollierten Zone ein eerhöhte Strahlenbelastung abbekommen haben, dann ist der Gesundheitsschaden bereits eingetreten. Da kann man nichts mehr machen
Erstens wurden alle Reporter, auch Besucher eines KKWs, mit einem Dosimeter ausgestattet.Die schlagen Alarm, bei zu hoher Strahlung. Dann geht, fährt man eben weg.
Zweitens sind sie mit Sicherheit nicht an stark strahlenexponierte Orte gefahren worden.
Der Reporterbesuch hat sich prinzipiell nicht von dem einer Besuchergruppe in einem KKW unterschieden, ausser der unfallbedingt höherer Strahlung.
Weshalb also die unterschwellige Angstmache, mit Gemeinplätzen, vor Strahlung, von einem Fachmann ?
Lesen Sie den Artikel, der relativiert vieles, was man leider nicht sehen, riechen und spüren, aber messen kann.

http://www.achgut.com/dadgdx/index.p...einige_fakten/

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makese 12.11.2011, 16:01
6. Mal nachgedacht?

Zitat von Maulverbot
schwerkranke Patienten. Wie hoch ist die Strahlenbelastung beim Röntgen im Einzelfall? Eine jährlich einmalige Röntgenuntersuchung der folgenden Untersuchungsart führt beispielhaft zu folgenden effektiven Dosen (Quelle: BMU 2005): Die armen Journalisten, 0,3 mSv pro Stunde Zum Vergleich: 100 Stunden vor einem Bildschirm (0,5 m): 0,12 mSv 10 stündige Flugreise: 0,1 mSv Kosmische Strahlenbelastung in 2000 m Höhe gegenüber Meereshöhe: 0,6 mSv Unterschied der natürlichen Strahlung innerhalb von Häusern (D): 0,6 mSv
Schon mal nach einer Flugreise auf radioaktive Strahlung untersucht worden? Oder vielleicht nach dem Arztbesuch?
Wenn Tepco so blöde ist hierfür Geld auszugeben (da ja alles bedenkenlos ist), dann sind sie erst recht nicht in der Lage ein Atomkraftwerk zu betreiben oder?

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Maulverbot 12.11.2011, 16:38
7. Vieleicht sollte jeder...

Zitat von makese
Schon mal nach einer Flugreise auf radioaktive Strahlung untersucht worden? Oder vielleicht nach dem Arztbesuch? Wenn Tepco so blöde ist hierfür Geld auszugeben (da ja alles bedenkenlos ist), dann sind sie erst recht nicht in der Lage ein Atomkraftwerk zu betreiben oder?
..ein Dosimeter tragen damit so mancher Grüner Klugscheisser mal erfährt das Strahlung überall existiert, noch dazu in höheren Dosen als in einem AKW. Sicher ist die Strahlenbelastung in der Nähe der havarierten Meiler höher, aber nicht bedrohlicher als manch Badezimmer.
Falls Sie ein Badezimmer mit alten blauen Kacheln haben, dann nehmen Sie zur nächsten Sitzung mal ein Dosimeter mit. U.U. würden Sie dann lieber mit den Journalisten tauschen.

http://www.baubiologie-wutschke.de/h...aktivitat.html

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goodnight 12.11.2011, 17:01
8. Das Antlitz der Kill-Technologie

Zitat von sysop
Erstmals hat die japanische Betreiberfirma Tepco eine Gruppe von Journalisten in das havarierte Atomkraftwerk Fukushima-Daiichi gelassen. Ihnen bot sich ein Anblick heftiger Verwüstung - an den Reaktorblöcken selbst und in den umliegenden Geisterdörfern.
Durch ihre jahrelange fahrlässige Weigerung, diese Altanlagen mit einem System nachzurüsten, das die Entstehung von Wasserstoffgas nach einer Havarie verhindert, hat Tepco und damit Japan zu verantworten, daß der Umwelt gewaltiger Schaden zugefügt wurde und erhebliche Emissionen von "hot particles" in die Atmosphäre gelangten, die sogar im globalen Maßstab gemessen werden können. Nun müssen Folgekosten und Schäden von ungeheuerem Ausmaß bewältigt werden. Die "low budget" Sicherheitsphilosophie war wohl auch dem extremen Staatsdefizit geschuldet. Die Bilder dokumentieren die Unbeherrschbarkeit einer Killertechnologie.

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Maulverbot 12.11.2011, 17:02
9. Natürlich...

Zitat von tangarra
Die Kleidung schützt nicht vor Inkoporation, sondern - wenn überhaupt - die Schutzmasken. Schutzmasken können bestimmte radioaktive Isotope ausfiltern, vor allem Jod und auch Cäsium. Gegen Krypton und Xenon sind sie wirkungslos. Die Bodenstrahlung in der Anlage ist noch erheblich und sollte deshalb nicht kleingeredet werden.
...soll die Schutzkleidung vor Inkoporation schützen es gibt auch eine sogenannte Wundinkoporation. Jeder Mensch hat immer eine noch so kleine Wunde, Pickel, eingerissener Nagel, Hautabschürfung...

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