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Erziehung muslimischer Jungen: "Mama, halt endlich die Klappe"
Christian Charisius/ DPA

Was läuft in manchen muslimischen Familien bei der Erziehung der Jungen falsch? Pädagogikprofessor Ahmet Toprak sieht die Eltern als "Macho-Macher"und rät zu klaren Ansagen.

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Conman 19.10.2019, 17:50
1.

Solche Wahrheiten kann man 2019 in Deutschland nur noch mit Migrationshintergrund öffentlich äußern und selbst dann muss man noch mit Kritik rechnen und wird gegen den Vorwurf der "eigenen" Leute, ein Nestbeschmutzer zu sein, nicht geschützt (vgl Sibel Kekilli). Wenn man allerdings solche Sachen als Deutscher kundtut, dann ist das undifferenziert, populistisch, schlimmstenfalls rassistisch.

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curiosus_ 19.10.2019, 17:53
2. Ich fall' vom Glauben ab, ein..

..kritischer Umgang mit dem Verhalten Zugewanderter bei SPON?

Wobei - man sollte nicht zu viel erwarten:

Zitat von Katrin Elger
Ist Religion oft ein Integrationshemmnis?
Ist eigentlich nicht sonderlich politisch korrekt, diese Pauschalisierung. Alle Religionen in einen Topf zu werfen. In dem Interview geht es ganz konkret um den Islam, nicht um Religion an sich.

Und warum werden die Fragen von "SPIEGEL" gestellt, und nicht von Katrin Elger?

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fblars 19.10.2019, 17:55
3. Vielen Dank!

Vielen Dank für diesen Artikel. Mir tun diese Jungs leid. Wie sollen denn aus diesen Jungen verantwortungsbewusste leistungsfähige Männer werden? Im Übrigen ist es gut, dass Professor Toprak ausländische Wurzeln hat. Ansonsten würde mit Sicherheit der Nazivorwurf kommen.

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dasfred 19.10.2019, 18:21
4. Ich glaube, es verändert sich schon viel

Früher war es zumindest hiermit in Hamburg augenfälliger, dass Jungen die kleinen Prinzen waren und Mädchen das Heimchen am Herd. Oft führte das dazu, dass die Mädchen in der Schule deutlich besser abschnitten als ihrer Brüder. Das hat in vielem Familien zu Umdenken geführt. Spätestens wenn die Polizei wegen des jungen Prinzen vor der Tür stand, war die Grenze überschritten. Heute bilden die auffälligen Jungs eher die Minderheit und sind nicht mehr spezifisch muslimisch, sondern eher aus abgehängten Haushalten mit alleinerziehender Mutter. Natürlich stellen diese jungen Männer noch das Groß der Autoposer und Protzer, sind aber nicht mehr typisch für männliche Jugendliche mit türkischem Migrationshintergrund. Ein Jugendlicher hat mir vor Jahren erzählt, dass er selber so erzogen worden ist, bis er meinte, sogar seinen Vater anzugehen. Dieser hat ihm auf der Stelle klar gemacht, dass er ab heute die komplette Verantwortung für sein Leben selbst tragen muss. Wenn er sich so aufführt, darf erst nicht mehr hoffen, dass seine Eltern für seine Fehler einstehen. Dieser Schockmoment hat dazu geführt, dass er ab dem Tag mit mehr Achtsamkeit aus dem Haus gegangen ist und sich auf seine Zukunft konzentriert hat. Auch das ist Teil der türkischen Erziehung. Der Augenblick, ab dem der Jugendliche alle Verantwortung übernehmen und sich persönlich vor der Familie und der Gemeinschaft rechtfertigen muss.

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widower+2 19.10.2019, 18:28
5. Leider nur Rückschritte

Leider sieht man bei der Integration türkischstämmiger Menschen in Deutschland kaum Fortschritte, aber jede Menge Rückschritte. So trug in den Siebziger- und Achtzigerjahren nur eine kleine Minderheit der Türkinnen in Deutschland Kopftuch. Heute ist es die große Mehrheit.

Damals war allerdings auch die Türkei wesentlich laizistischer und somit automatisch fortschrittlicher als heute. Religionen sind leider fast immer ein Bremsklotz auf dem Weg zu einem friedlichen Zusammenleben in Toleranz und Freiheit.

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kika2012 19.10.2019, 18:28
6. Zum Glück

kenne ich doch einige Muslime (Männer), die so nicht erzogen wurden. Die sind sogar weltoffener, frauenfreundlicher (sogar feministisch teilweise) als viele Männer hier in Deutschland. Gerade die, deren Mütter zuhause geblieben sind, lassen doch eher zu wünschen übrig.

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legeips62 19.10.2019, 18:37
7. Hä? Der Junge ist

immer der Chef im Hause wenn Papa nicht da ist. Was hier falsch läuft? Lieber SPON, mir kommen bedenken, in welcher Scheinwelt bei SPON gelebt wird. Frauen haben in dieser muslimischer Welt nichts zu sagen. Der Islam ist 500 Jahre rückständig und hat mir der Emanzipation und Gleichstellung der Frau (Gender gibts hier ja wohl nicht) nichts am Hut.

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spon-facebook-10000158387 19.10.2019, 18:42
8. Soziale Umgebung, Ehre der Familie

Vor über 20 Jahren habe ich diesbezüglich schon mal einen Radiokommentar einer Jounalistin gehört.
Hier ging es zwar soweit ich mich erinnere um einen "Ehrenmord" durch jüngere, noch nicht volljährige Brüder oder Cousins. Wenn ein türkisch stämmiger Vater auch lieberal und für die deutsche Gesellschaft offen
eingestellt ist, kommt es sehr häufig vor, das die türkische soziale Umgebung einen solchen Druck macht,
wegen dem "liederlichen" Verhalten der Kinder, das die ursprünglichen patriachalischen Verhaltensweisen
wieder hervorkommen läßt. Spätestens wenn der Vater im Teehaus oder in der Moschee angefeindet und
gemieden wird. Das war der Tenor des damaligen Radiokommentars, Ich glaube er ist noch immer gültig.

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mica75 19.10.2019, 18:44
9. @Conan

Stimmt doch gar nicht. Es ist aber so, dass dieser professionelle Sozialarbeiter einen Sachverhalt frei von rassismen äußert, während Rassisten das Verhalten eines Teiles als steigbügelhalter für ein gesamtes werturteil dient. Rassisten wollen die Situation auch nicht verbessern, sie nutzen sie einfach aus. Ihr Kommentar ist platt und pauschalisierend.

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