Forum: Panorama
Eskalation in Ferguson: Demonstranten sollen auf Polizei gefeuert haben
AFP

Die US-Stadt Ferguson erlebt die siebte Krawallnacht in Folge - offenbar wurden Polizisten beschossen. Sie hätten zeitweise "unter schwerem Beschuss" gestanden, sagt die Einsatzleitung. Mindestens zwei Menschen wurden verletzt.

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Frank Zi. 19.08.2014, 11:37
10.

In der Süddeutschen ist es genau anders herum - "Zwei Demonstranten bei Unruhen in Ferguson angeschossen"

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el_zombo 19.08.2014, 11:40
11. Was noch kommt...

Es bleibt zu hoffen, dass die Ereignisse in Ferguson nur das Symptom ist einer inneren Unruhe der verarmenden Unter- und Mittelschicht, die zunehmend bereit ist ungerichtete Gewalt gegen unbewußt wahrgenommene Missstände zu richten. Die Wut über die Umverteilung von Wohlstand und das Versagen von Demokratie und Gesellschft wird sich in Zukunft immer öfter und gewalttätiger entladen, wenn die dünne Schicht der Zivilisation zunehmend wegbricht. Insofern ist das Aufbauen repressiver Systeme von Überwachung und Kontrolle verständlich. Die möglichst lückenlose Bespitzelung der Bevölkerung durch Sicherheitsbehörden und Geheimdienste macht scheinbar Sinn, als würde bereits mit dem Kollaps gerechnet.

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kongomueller 19.08.2014, 11:40
12.

Zitat von Frank Zi.
In der Süddeutschen ist es genau anders herum - "Zwei Demonstranten bei Unruhen in Ferguson angeschossen"
Richtig, aber es steht dort nicht von wem die Demonstranten angeschossen worden sind, ob von Polizisten oder von den Chaoten.

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Bundeskanzler20XX 19.08.2014, 11:40
13. Wie es ausging wissen wir...

Zitat von Big_Jim
hat kurz vorher in einem Supermarkt gestohlen und einen Verkäufer gewürgt und auf den Boden gestoßen. Vielleicht nicht ganz unerheblich, oder? Sicher kein Grund ihn zu erschießen jedoch war der junge Mann kein harmloses Opfer, wie es in der Deutschen Presse dargestellt wird.
Er wurde auch nicht wegen des Raubes erschossen sondern aufgrund einer noch nicht geklärten Situation wärend er von dem Polizisten angehalten und angesprochen wurde.

Jeder Idiot weiß wie er sich gegenüber eines US-Cops verhalten muss um sich keine Kugel, Tazer oder den Knüppel einzufangen, als 18jähriger Ami sollte man sowieso wissen. Brown wusste das auch, wollte sich aber wohl nicht wegen des Raubes verantworten müssen...Der Ausgang ist dann bekannt.

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Jadama 19.08.2014, 11:50
14. Demonstranten sind friedlich

Das mag in der Regel stimmen. Wenn man aber gegen eine rassistisch motivierte und brutale Mörder Polizei vorgeht und genau diese den Ablauf überwachen soll dann kann das schon etwas schwierig werden. zumal die Polizisten vor Ort ja scheinbar auch nicht so gehandelt hat, wie man es von ihr erwarten würde. Warum sollten die Demonstranten das dann tun?

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micromiller 19.08.2014, 11:50
15. schrecklich, die nato sollte eingreifen

und deutschland sollte waffen liefern, eventuell auch sanktionen ueberlegen, sicher werden fuehrende GROKO politiker hier etwas sinnvoller zu sagen wollen.

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bananenrep 19.08.2014, 11:50
16. Grundsätzlich.....

sollte man IMMER der Darstellung des Staates mißtrauen. Jeder der bei dieser Institution arbeitet, gerade Polizei, Staatsanwaltschaft, richter und Politiker wollen erstmal und vordergründig nur Macht.

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peddersen 19.08.2014, 11:50
17.

Zitat von Bundeskanzler20XX
....wobei der Raub wohl wirklich auf Browns Konto gehen wird und so alles verändert....
Das verändert garnix.

Die Polizei soll Leute festnehmen und zur Rechenschaft ziehen - und nicht auf offener Straße einen Kleinkriminellen mit mehreren Schüssen töten. Vor allen Dingen sollte aber die Polizei nicht Armeeersatz mit dem Feindbild "Bürger" und dem verschärften Feindbild "schwarzer Bürger" spielen.

Wenn die Polizei einschl. Führung das nicht hinkriegt, und weiterhin den Eindruck einer rassistischen, schießwütigen und moralisch fragwürdigen Bande macht, ist sie in einem demokratischen Staat nicht tragbar.

Die Polizei ist in den USA auch nur noch ne Gang MEHR auf der Straße, die ihren Interessen, ihrem Sadismus, ihren Machtspielchen nachgeht. Zwar mit sozusagen automatisch eingebautem Recht - aber das machts nicht besser.

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tellerwerfer 19.08.2014, 11:54
18.

Wenig verwunderlich. In Deutschland gibt es ja auch reichlich "Krawall Tourismus", wenn ich mir so manche Demo angucke. In den USA kommt erschwerend hinzu, dass der Zugang zu Schusswaffen einfacher und die Hemmschwelle, diese auch einzusetzen, niedriger ist.

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nobronski 19.08.2014, 12:01
19. Und auch hier wieder....

.. mischen sich gewaltbereite Verbrecher unter die friedlichen Demonstranten. In den USA selbstverständlich mit Schusswaffen ausgestattet (Dank an dieser Stelle an die Lobby der NRA!).

Wehrt sich die Polizei nicht, hat sie früher oder später Opfer in den eigenen Reihen zu beklagen.
Wehrt sie sich, wird sie als die absolut überragierende Staatsgewalt dargestellt, die mit "unverhältnismäßiger Brutalität" gegen "friedliche" Demonstranten vorgeht.

Ein weiteres Problem ist, dass gewaltbereite Verbrecher nicht von friedlichen Demonstranten unterschieden werden können, sodass eine Selektion kaum möglich scheint.

Was bitte, soll denn die Polizei machen, wenn aus der Deckung einer friedlichen Demonstration todbringende Schüsse abgefeuert werden?

Formulare ausfüllen und ein Verfahren beantragen?

Solange die friedlichen Demonstranten das Versteckspiel von Verbrechern in den eigenen Reihen nicht unterbindet sondern toleriert, muss mit entsprechenden Gegenmaßnahmen in adäquater Form auf Seiten der Polizei gerechnet werden.

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