Forum: Panorama
Europas Flüchtlingspolitik: Tödlicher Zynismus
DPA

Fast täglich sterben Menschen bei dem Versuch, über das Mittelmeer nach Europa zu kommen. Die Europäer reagieren mit Gleichgültigkeit auf die Katastrophe. Dabei sind die Toten auch Opfer ihrer Grenzpolitik.

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nickleby 23.09.2014, 13:48
1. Es ist alles fürchterlich...

Viele derjenigen, die versuchen nach Europa zu kommen, wissen, dass das ein gefährliches Unterfangen ist.
Die Flüchtlinge müssen damit rechnen. Die iatlienische Marine leistet schon fast Übermesnchliches, dass sie so viele Menschen rettet. das muss auch gesehen werden.
Außerdem kann Europa nicht alle Bedürftigen aufnehmen. Das würde auch bdeuten, dass soziale Probleme hier in Europa zunehmebn und eine unberechenbare Zeitbomber darstellen Das wollen wir nicht.
Die Mietpreise für bezahlbaren Wohnreum steigen jetzt schon, weil die Kommunen diesen für die Flüchtlinge belegen ( siehe Berichte ausd München)

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vox veritas 23.09.2014, 13:57
2.

Der gesamte Tenor des Artikels ist falsch!

Die Schuld tragen weder die Europäer noch die Deutschen (auch wenn immer wieder versucht wird dies einzureden).

Die Schuld tragen die Umstände vor Ort (Kriege, Hungersnöte, korrupte und unfähige Politiker, dahinsiechende Wirtschaft und die Unfähigkeit der Leute, ihr eigenes Schicksal zu formen), welche Menschen veranlasst, ihre Heimat zu verlassen.

Das sogenannte Öffnen der Schleusen, also die legale und eingeschränkte Zuwanderung, wird weder die Ursachen beseitigen noch die Umstände mildern. Vielmehr werden die Besten, Klügsten und Stärksten aus den einzelnen Ländern abwandern und dadurch das Elend noch weitern steigern.

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DonCarlos 23.09.2014, 14:02
3. Es sind schlimme Zahlen

Aber die Zahl der tatsächlich Ayslberechtigten dürfte die Einwohnerzahl Europas übersteigen.

Mir stellt sich die Frage, warum Asylanten unbedingt aus der Türkei, Marokko oder von sonst wo nach Europa müssen. Für mich sind unter diesen Bootsflüchtlingen einfach zu viele Wirtschaftsflüchtlinge. In deren Herkunftsländern gibt es zwar meist auch irgendwelche Fluchtgründe aber zumeist doch wirtschaftlicher Natur.

Die EU muss den Herkunftsländern der Flüchtlinge einfach mehr auf den Füssen stehen. Das hat etwas in die Einmischung in Innere Angelegenheiten zu tun. Aber die Flüchtlinge zu uns zu treiben ist gleichfalls eine Einmischung in unsere Inneren Angelegenheiten.

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hobbyleser 23.09.2014, 14:04
4. Respekt!

Zitat von nickleby
Viele derjenigen, die versuchen nach Europa zu kommen, wissen, dass das ein gefährliches Unterfangen ist. Die Flüchtlinge müssen damit rechnen. Die iatlienische Marine leistet schon fast Übermesnchliches, dass sie so viele Menschen rettet. das muss auch gesehen werden. Außerdem kann Europa nicht alle Bedürftigen aufnehmen. Das würde auch bdeuten, dass soziale Probleme hier in Europa zunehmebn und eine unberechenbare Zeitbomber darstellen Das wollen wir nicht. Die Mietpreise für bezahlbaren Wohnreum steigen jetzt schon, weil die Kommunen diesen für die Flüchtlinge belegen ( siehe Berichte ausd München)
Humanismus also nur, solange die eigenen Mietpreise nicht steigen, interessant!

Das Ammenmärchen, dass Deutschland an seine Grenzen kommt, glauben sie wohl auch, was?

Fakt ist: Während des Jugoslawienkrieges Anfang der 90er kamen mehr als doppelt so viele Flüchtlinge.

Fakt ist auch: Gemessen an der Bevölkerung trägt Dtl. unterdurchschnittliche Last an dieser Europäischen Aufgabe.

Trauriger Fakt ist auch: Dass die Europäische Destabilisierungspolitik von Syrien und der Ukraine nun dazu geführt hat, dass die größten Flüchtlingsströme aus genau diesen Ländern kommen. Addiert man noch den gescheiterten Staat Irak hinzu, den die USA seinerzeit kaputtgemacht haben, dann merkt man, dass das Flüchtlingselend und jedes einzelne Schicksal dieser Menschen Teil der Quittung ist, die der Westen für sein "Engagement" im Irak, in Syrien, in der Ukraine, in Libyen usw. zu zahlen hat.

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ladozs 23.09.2014, 14:05
5. Schwerpunkt setzen

Ich finde der Artikel trifft nicht den Kern des Problems.Flüchtlingen aus Kriegsgebieten wird doch Asyl gewährt,es geht doch um die Vielzahl der Getriebenen aus den Ländern südlich der Sahelzone,und deren Motivation ist sicherlich nicht in erster Linie eine gravierende Notsituation, die ihr Leben bedroht.

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jakm 23.09.2014, 14:10
6. Kardinalsweg unbekannt

Es ist einfach, zu kommentieren, diese Politik geht nicht. Aber welche würde denn gehen. Der Verweis auf die Türkei und Libanon zählt nicht. Dort leben Menschen in unmenschlichen Verhältnissen in Zeltstädten und werden definitiv so schnell als irgendmöglich selbst wieder in ihr Land zurück gehen. Sie haben keinerlei Anspruch auf irgendwelche Leistungen.

Der Sozialstaat in Europa heult doch schon, wenn Wohncontainer für eine Übergangszeit aufgestellt werden sollen. Solange wir nicht zulassen wollen, dass Menschen bei uns wesentlich schlechter wohnen und leben können, ohne daß der Staat diese mit hohen Unterstützungszahlungen subventionieren muss, solang wird diese Politik keine Alternative haben.

Und was am schwersten wiegt: All diese Menschen, die so dramatisch den Weg über das Mittelmeer wählen udn dafür aus Zentralafrika oder Syrien kommen, sind nicht die ärmsten der Armen auf der Flucht vor einem sie verschlingenden Staat dem sie nicht entkommen können. Sie wollen langfristig eine Perspektive und wirtschaftlichen Wohlstand. Niemand muss wegen Verfolgung in z.B. Nigeria durch die Sahara nach Europa flüchten. Mit dem Geld für diese lange Fluch hätte man auch im Nachbarland eine lange Zeit leben können.

Was aber auch richtig ist, wir müssen uns mehr vor Ort engagieren und nachhaltige Strukturen schaffen, die den Menschen dort wo sie herkommen Perspektiven aufzeigt.

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abraxas63 23.09.2014, 14:13
7.

Am Tod auf dem Meer sind nicht die Europäer Schuld, sondern jene, die diesen Menschen einen Haufen Geld abverlangen, sie dann auf irgendwelche Seelenverkäufer zusammenpferchen und ins Ungewisse schicken.
Und natürlich gibt es auch eine Eigenverantwortung bei jenen, die bereit sind, diesen waghalsigen Schritt zu begehen.
Aber wir wollten es ja so. Wir haben dafür gesorgt, dass jetzt jene in Libyen an der Macht sind, die genau so eine Politik fahren. Jeder kriegt, was er wollte....
Natürlich müssen wir jeden retten, den wir retten können, aber es liegt nicht in unserer Verantwortung, wenn sich Leute aus freiem Entschluss in so eine Gefahr begeben.
Und bei allem Mitgefühl: Wir können nicht unsere Schiffe an der libyschen Küste aufstellen und jeden bitten zu uns zu kommen. Wir können dies schlicht nicht leisten, da warten nämlich ein paar hundert Millionen darauf, dies tun zu können.
Außer wir wollen unsere Gesellschaft sprengen. Weil es zuviel wird, für jene die hier leben - und weil erfahrungsgemäß Menschen die Probleme mit sich bringen, vor denen sie flüchten.

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Hermla 23.09.2014, 14:18
8.

Zitat von vox veritas
Der gesamte Tenor des Artikels ist falsch! Die Schuld tragen weder die Europäer noch die Deutschen (auch wenn immer wieder versucht wird dies einzureden). Die Schuld tragen die .....
...da bin ich ganz auf ihrer Seite. Nue sehe ich die Hauptursache im ekletanten Bevölkerungszuwachs in diesen Gebieten. Wenn dagegen nicht ganz schnell was unternommen wird, wird das Problem der ganz Welt bald um die Ohren fliegen.

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otzer 23.09.2014, 14:22
9. Allein Afrika wächst pro Jahr um 20 (!) Millionen Menschen

WIE sollte denn eine Lösung aussehen?

Wenn Europa auch nur ein "Jahreskontingent" an Zuwanderern aufnimmt, sind alle europäischen Sozialsysteme gesprengt. Und ein Jahr später leben wieder genauso viele Menschen in Afrika wie zuvor.

Es ist und bleibt ein Dilemma. Ich sehe keine Lösung.

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