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Fährunglück vor Südkorea: Taucher bergen mehr als hundert Opfer aus gesunkener "Sewol
AFP

Auf der gesunkenen Fähre "Sewol" durchsuchen Taucher eine Kabine nach der anderen. Die Zahl der geborgenen Todesopfer liegt inzwischen bei 104 - und noch immer gibt es kaum neue Erkenntnisse zur möglichen Unglücksursache.

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egal 22.04.2014, 07:50
1. Furchtbar

Es ist furchtbar und ich empfinde Mitleid mit den Familien. Die Hetzjagd auf die Offiziere und den Kapitän kann ich aber nur wegen des frühen Verlassens des Schiffes verstehen. Die Passagiere ins kalte Wasser bei bis zu 5 Knoten Strömung springen zu lassen, hätte ich mir auch nicht als sinnvoll vorgestellt.

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fatherted98 22.04.2014, 08:23
2. Die Lehre....

...die man selbst aus diesem schrecklichen Unglück ziehen kann, ist wohl in solchen Situationen nicht mehr den Offiziellen zu vertrauen, eigenverantwortlich zu entscheiden und sich nicht durch Anweisungen von etwaig unfähigem Personal aufhalten zu lassen...natürlich birgt das die Gefahr von Chaos in sich...ich hätte wohl auch in der Kabine ausgeharrt wenn die Anweisung durch das Personal so gewesen wäre.
Vielleicht sollte man die Seenotrettungsübung, den Griff zur Schwimmweste und den möglichen Fluchtweg dann doch besser im Kopf haben und ernst nehmen.
Da viele Opfer jedoch Kinder sind die auf die Erwachsenen gehört haben, ist das wohl auch keine Lösung. Dieses und das Unglück in Italien zeigen auf, das das Führungspersonal solcher Passagierschiffe wohl eher an der eigenen Sicherheit als am Wohl der Passagiere interessiert ist...eine erschreckende...aber durchaus menschliche Erkenntnis.

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tolate 22.04.2014, 09:16
3.

Was bisher deutlich wird, ist eine angesichts des ständigen Risikos eines Unglücks auf hoher See unglaublich dürftige Rettungsorganisation. Sie schlagkräftiger zu machen, kostet Geld, und das ist der wunde Punkt.Wer soll eine bessere Seenotrettung finanzieren? Wahrscheinlich wird man sich weiter von Havarie zu Havarie durchwursteln, Verantwortliche finden und anklagen, und so den Eindruck erwecken, Konsequenzen gezogen zu haben.

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les2005 22.04.2014, 09:43
4. Kann ich nicht nachvollziehen

Zitat von tolate
Was bisher deutlich wird, ist eine angesichts des ständigen Risikos eines Unglücks auf hoher See unglaublich dürftige Rettungsorganisation. Sie schlagkräftiger zu machen, kostet Geld, und das ist der wunde Punkt.Wer soll eine bessere Seenotrettung finanzieren? Wahrscheinlich wird man sich weiter von Havarie zu Havarie durchwursteln, Verantwortliche finden und anklagen, und so den Eindruck erwecken, Konsequenzen gezogen zu haben.
Was bisher deutlich wird, ist daß sowohl Crew als auch Rettungsstelle vesagt haben. Die Crew, weil sie die Passagiere nicht mindestens an Bord beordert haben. Die Rettungsstelle, weil nicht mitteilte daß Hilfe unmittelbar in der Nähe war.

Beides kann man kaum auf Geldmangel schieben. Hier haben Individuen schlicht versagt, und ich wüßte nicht was mehr Geld daran geändert hätte. Abgesehen davon, daß es kaum möglich sein dürfte, von hier aus die Angemessenheit der finanziellen Ausstattung der koreanieschen Seenotrettung zu beurteilen.

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sok1950 22.04.2014, 09:44
5. wie sah es mit der Qualifikation der 3. Offizierin aus?

Sind die Aufnahme- und Abschlußprüfungen der nautischen Ausbildungsstelle evtl. dem Genderwahn angepaßt worden?

Hier wäre investigativer Journalismus gefragt.

Dies und noch viel mehr erwartet uns, wenn Quoten und Quotilden noch weiter zunehmen.

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georg_lm 22.04.2014, 10:07
6.

Zitat von tolate
Was bisher deutlich wird, ist eine angesichts des ständigen Risikos eines Unglücks auf hoher See unglaublich dürftige Rettungsorganisation.
Wenn Passagiere im Innern eines kenternden Schiffes eingeschlossen
sind, dann kann keine noch so ausgefeilte Rettungsorganisation
ihnen helfen.

Zitat von tolate
Sie schlagkräftiger zu machen, kostet Geld, und das ist der wunde Punkt.Wer soll eine bessere Seenotrettung finanzieren?
In Deutschland wird die normale Seenotrettung ausschließlich durch Spenden
finanziert. Sie können auch spenden:

http://www.seenotretter.de

Darüber hinaus könnten Sie sich dafür einsetzen, daß die deutschen
Marineflieger (die machen Seenotrettung per Hubschrauber) endlich
modernes Fluggerät bekommen. Aber das scheint in Deutschland
politisch nicht durchsetzbar, weil Geld für die Marine ja gleich mit
"Aufrüstung" assoziiert wird.

Zitat von tolate
Wahrscheinlich wird man sich weiter von Havarie zu Havarie durchwursteln, Verantwortliche finden und anklagen, und so den Eindruck erwecken, Konsequenzen gezogen zu haben.
Siehe oben. Mit Ausnahme der Marineflieger ist die Seenotrettung
zumindest in Deutschland sehr gut organsiert und ausgerüstet.

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Flari 22.04.2014, 10:11
7. Warum..

Zitat von sok1950
Sind die Aufnahme- und Abschlußprüfungen der nautischen Ausbildungsstelle evtl. dem Genderwahn angepaßt worden? Hier wäre investigativer Journalismus gefragt.
Wieso fragen Sie, bzw.fordern Sie hier etwas ein, wenn Sie eh schon alles wissen?

Zitat von sok1950
Dies und noch viel mehr erwartet uns, wenn Quoten und Quotilden noch weiter zunehmen.

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mausehai 22.04.2014, 10:12
8. Häh, Genderwahn?

@sok1959: was ist denn in Sie gefahren? Es war wohl eine einzige Frau in der Besatzung, und die ist dann wohl schuld? Und Schettino war in Wirklichkeit eine Frau... Ja ne, iss klar...

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papayu 22.04.2014, 10:19
9. In Asien wird bei den Matrosen

keine Ausbildung verlangt, also Alles, was sich an Personal ausser Schiffsfuehrung an Bord befindet sind ungelernte Kraefte, die Jahresvertraege bekommen, damit andere auch mal etwas Geld verdienen duerfen.

Werte Admins, geht das nun in Ordnung? Mein erster Versuch verschwand mal wieder spurlos ohne Kommentar.Dabei habe ich doch nichts ueber Deutsche Zustaende geschrieben, oder rechnen Sie die HADAG dazu?

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